Portfolio & Risk
Portfolio & Risiko
IPO-bezogene Anlagen bergen in jeder Phase andere Risiken und andere Zeithorizonte für den Ausstieg. BNB Asset Management kombiniert Strategien passend zum jeweiligen Fonds und Vertrag; Limits legen Ausschüsse fest, und vor und nach jedem Geschäft prüfen Anlage- und Compliance-Funktion wechselseitig. Wie wir ein Portfolio aufbauen, bestimmt zugleich, wie wir sein Risiko steuern.
Strategy Mix
Ein Strategiemix mit dem IPO im Zentrum
Mit dem IPO im Zentrum setzt BNB je nach Art des jeweiligen Fonds und Vertrags auch Pre-IPO-, Post-IPO-, Mezzanine-Strategien bei börsennotierten Unternehmen sowie SPAC- und FoF-Strategien ein. Mit Stand 13. Oktober 2026 enthalten alle 17 auf unserer Website aufgeführten Fonds IPOs in ihrer Hauptstrategie.
Zusammensetzung und Gewichtung der Strategien werden im Rahmen der Fondsbedingungen und des jeweiligen Vertrags festgelegt und unterscheiden sich von Fonds zu Fonds.
- Pre-IPO Vor der Notierung · ungewisser Exit-Zeitpunkt
- Post-IPO Nach der Notierung · solange sich die Marktbewertung einpendelt
- Börsennotiertes Mezzanine CB · BW · EB · Bonität des Emittenten und Wandlungsbedingungen
- SPAC Zustandekommen der Fusion · Struktur der hinterlegten Mittel
- FoF Dachfonds · Liquidität und Gebühren der Zielfonds
Risk by Strategy
Unterschiedliche Risiken, unterschiedliche Zeitpläne
Auch innerhalb des IPO-Bereichs unterscheiden sich die Art des Risikos und die Dauer bis zum Ausstieg je nach Phase und Instrument. Wir betrachten sie getrennt und kombinieren sie passend zum Fonds oder Vertrag.
| Strategie | Hauptrisiken | Liquidität & Ausstieg | Was wir vor der Anlage prüfen |
|---|---|---|---|
| Pre-IPO | Verzögerung oder Scheitern des Börsengangs | Vor der Notierung kann eine Veräußerung Zeit in Anspruch nehmen; nach der Notierung können die Bestände einem Lock-up unterliegen. | Wahrscheinlichkeit, die Zulassungsvoraussetzungen zu erfüllen; Exit-Wege, falls der Börsengang scheitert |
| IPO (Neuemissionen) | Ungewisse Zuteilung; Kursschwankungen in der ersten Zeit nach der Notierung | Bei zugesagtem Lock-up können die Aktien während dieser Frist nicht verkauft werden. | Begründung des Angebotspreises, Bewertung im Vergleich zu Peers, unmittelbar nach der Notierung handelbare Aktien |
| Post-IPO | Kursschwankungen, während sich die Marktbewertung einpendelt | Handel am Sekundärmarkt; mit Ablauf von Lock-ups kann der Streubesitz steigen. | Erste Ergebnisse nach der Notierung; Zeitplan für das Ende der Lock-ups |
| Börsennotiertes Mezzanine | Verschlechterung der Bonität des Emittenten | Privat platzierte Wertpapiere lassen sich möglicherweise nicht zum gewünschten Zeitpunkt veräußern. | Finanzielle Stabilität und Rückzahlungsfähigkeit; Anpassungsbedingungen für Wandlungs- und Ausübungspreise; Bedingungen für vorzeitige Rückzahlungsverlangen |
| SPAC | Scheitern der Fusion; Kursbewegungen nach der Fusion | Kommt innerhalb der festgelegten Frist keine Fusion zustande, wird der SPAC aufgelöst, und die hinterlegten Mittel werden an die Aktionäre zurückgezahlt. | Verhältnis von Handelskurs und hinterlegten Mitteln; Zielunternehmen und Umtauschverhältnis |
| FoF | Ergebnisse der Zielfonds | Abhängig von den Rücknahmebedingungen und der Liquidität der Zielfonds. | Strategie, Management und Risikomanagement der Zielfonds; auf zwei Ebenen anfallende Gebühren |
Diese Übersicht fasst die Seiten „IPO-Strategie“ und „Philosophie & Grundsätze“ aus Portfoliosicht zusammen. Die tatsächlich geprüften Punkte können je nach Fonds oder Vertrag abweichen.
Limits & Committees
Ausschüsse setzen die Limits, vor dem Handel wird geprüft
Portfoliolimits legt das Investmentteam nicht allein fest. Drei Gremien beraten getrennt über Asset-Allokation und Limits, Risikomanagement und Vermögensbewertung; die festgelegten Limits werden vor jeder Order im Handelssystem per Pre-Compliance geprüft.
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Investment Committee
Investmentprüfungsausschuss
Legt die Asset-Allokationsstrategie auf Fonds- und Gesamtunternehmensebene sowie Limits je Anlageklasse fest. Genehmigt Erlass und Änderung der internen Regeln für die Vermögensverwaltung sowie Ausnahmen.
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Risk Committee
Arbeitsausschuss für Risikomanagement
Berät über Risikomanagementpolitik und Risikostandards und beschließt bei Überschreitung der Risikolimits über Aufschubgründe und Folgemaßnahmen. Neue Produkte wie neue Fonds durchlaufen vorab eine Risikoprüfung.
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Valuation Committee
Bewertungsausschuss für kollektives Anlagevermögen
Legt die Methoden zur Fair-Value-Bewertung von Vermögenswerten ohne Marktpreis wie Pre-IPO-Aktien fest und wahrt die Unabhängigkeit und Konsistenz der Bewertung.
- 01Limits durch die Ausschüsse
- 02Pre-Compliance im System
- 03Ausführung
- 04Echtzeit-Überwachung
- 05Nachkontrolle & interne Revision
Cross-Check
Drei Zeitpunkte, an denen sich Anlage und Compliance kreuzen
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Pre-trade
Vor der Anlage
Das Compliance-Team prüft vorab die Angemessenheit der Anlage und die Einhaltung von Gesetzen und internen Regeln. Im Handelssystem hinterlegte Pre-Compliance-Punkte filtern Limitverstöße heraus.
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At trade
Zum Zeitpunkt des Handels
Wir überwachen in Echtzeit, ob die Verwaltung innerhalb der Risikolimits bleibt. Erwerben mehrere Fonds denselben Vermögenswert, wird nach einer vor der Order festgelegten Zuteilungsaufstellung fair aufgeteilt.
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Post-trade
Nach der Anlage
Wir überprüfen den Wert der Bestände laufend und kontrollieren die Umsetzung durch nachgelagerte Überwachung und regelmäßige interne Revisionen.
Der Compliance-Beauftragte ist zugleich Risikomanagementverantwortlicher (CRO) und nimmt die Aufgaben des Risikomanagements unabhängig von der Anlageorganisation wahr.
Loss & Exit Discipline
Verluste und Ausstiege werden im Voraus geplant
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Loss-Cut-Grundsatz
Ein Loss-Cut-Grundsatz begrenzt, wie stark Verluste bei Einzelwerten anwachsen können. Ausnahmen erfordern die Beratung im Arbeitsausschuss für Risikomanagement.
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Handelspläne nach Szenarien
Vor der Anlage legen wir Handelspläne für die Zeit unmittelbar nach der Notierung, für das Ende der Lock-up-Frist und für einen unerwarteten Verlauf fest.
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Liquiditätsprüfung
Zeiträume, in denen Verkäufe durch Lock-up-Zusagen und gesetzliche Sperrfristen beschränkt sind, sowie schwer veräußerbare Vermögenswerte werden bereits bei der Anlageentscheidung berücksichtigt. Über die Aufschiebung von Rücknahmen, etwa bei einer Wertminderung des Fondsvermögens, berät der Ausschuss.
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Krisenreaktion
Tritt ein Risikoereignis ein, setzen wir szenariobasierte Maßnahmen mit dem Ziel um, es noch am selben Tag zu lösen, ermitteln anschließend die Ursachen und legen Leitlinien gegen eine Wiederholung fest. Für Marktschocks besteht ein Business-Continuity-Plan (BCP).
Fiduciary Duty
Treuhänderische Verantwortung: Stimmrechte und Stewardship
Die Stimmrechte aus Aktien im Fondsvermögen übt die Verwaltungsgesellschaft im Interesse der Anleger aus. BNB beteiligt sich am Stewardship Code und veröffentlicht ihre Umsetzungspläne zu den einzelnen Grundsätzen.
- 01Grundprinzip ist, Stimmrechte vorrangig im Interesse der Anleger auszuüben.
- 02Wir unterhalten Leitlinien zur Stimmrechtsausübung und ziehen bei Bedarf Stellungnahmen externer Stimmrechtsberater heran; die endgültige Entscheidung treffen wir in eigener Verantwortung.
- 03Wir dokumentieren und verwalten unsere Stimmrechtsausübung und Stewardship-Aktivitäten und können den Anlegern darüber berichten.
- 04Wird ein möglicher Interessenkonflikt festgestellt, informieren wir die betroffenen Anleger im Voraus und handeln erst, nachdem wir die zu ihrem Schutz erforderlichen Maßnahmen getroffen haben.
Wichtige Hinweise
- Diese Seite beschreibt allgemein, wie wir Portfolios aufbauen und Risiken steuern, und stellt keine Aufforderung zur Anlage in ein bestimmtes Produkt dar.
- Risikomanagement ist ein Rahmen zur Steuerung von Verlustmöglichkeiten; es garantiert weder das eingesetzte Kapital noch Erträge. Die frühere Wertentwicklung ist keine Garantie für künftige Erträge.
- Unsere Fonds sind allgemeine private Fonds, in die nur qualifizierte Anleger investieren können. Anteile an kollektiven Kapitalanlagen sind nicht nach dem Einlegerschutzgesetz geschützt.