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Finanzwissen-FAQ
Von IPOs, KOSDAQ-Venturefonds, Mezzanine, Pre-IPO und SPACs bis zu Private Funds, Aktien, Steuern, Anlegerschutz, Anleihen und Vermögensaufteilung – 10 Themen und über 500 Fragen und Antworten rund um die Felder, in denen BNB investiert. Unser KI-Assistent nutzt zusätzlich die Unternehmens-FAQ und antwortet auf Basis von über 1.000 Fragen und Antworten.
527 Fragen
01
IPOs und IPO-Aktien
Dieser Abschnitt fasst zusammen, was Sie vor einer Anlage in IPO-Aktien wissen sollten, darunter das Verfahren des Börsengangs (IPO) und die Zulassungsvoraussetzungen, das Bookbuilding (Nachfrageprognose), die Festlegung des Emissionspreises und die Zuteilungsverfahren, Lock-ups sowie das Risiko von Kursschwankungen nach der Börsenzulassung. Die Angebotsbedingungen unterscheiden sich von Angebot zu Angebot. Prüfen Sie daher unbedingt die Wertpapier-Registrierungserklärung und den Prospekt des Unternehmens.
QWas ist ein IPO (Börsengang)?
Ein IPO ist das Verfahren, bei dem ein Unternehmen seine Aktien erstmals der Allgemeinheit anbietet und verkauft, etwa um an einem Aktienmarkt die Börsenzulassung zu erlangen. Es erfolgt entweder dadurch, dass neu ausgegebene Aktien Anlegern angeboten werden, oder dadurch, dass bestehende Aktien, die von einer kleinen Zahl von Aktionären gehalten werden, an das Publikum verkauft werden, sodass sie breit gestreut sind. Dadurch wird das Eigentum gestreut und die Fähigkeit des Unternehmens zur Beschaffung von Mitteln gestärkt.
QBedeuten „Börsengang“ und „Börsenzulassung“ dasselbe?
Sie werden oft synonym verwendet, unterscheiden sich aber genau genommen. Die Börsenzulassung bedeutet, dass die Wertpapiere eines Unternehmens, das die Anforderungen der Börse erfüllt, die Berechtigung erhalten, am KOSPI-, KOSDAQ- oder KONEX-Markt gehandelt zu werden. Der Börsengang bedeutet, Aktien durch ein öffentliches Angebot (Angebot oder Verkauf) zu streuen und regelmäßig Informationen über das Unternehmen offenzulegen. Börsenzulassung und Börsengang sind seit April 1999 getrennt, und die Börse führt die Zulassungsprüfungen nun materiell durch.
Quelle: Korea Exchange (KRX): Leitfaden 2025 zur Zulassungsprüfung am KOSPI-Markt (S. 1-19)
QGarantiert die Korea Exchange (KRX) den Wert eines Unternehmens, sobald es börsenzugelassen ist?
Nein. Die Börsenzulassung erlaubt lediglich, dass die Aktien eines Unternehmens, das die Anforderungen erfüllt, an der Börse gehandelt werden. Sie bedeutet nicht, dass die Korea Exchange (KRX) den Wert dieser Aktien garantiert. Nach der Börsenzulassung verändert sich der Aktienkurs entsprechend den Ergebnissen des Unternehmens und den Marktbedingungen, und die Verantwortung für Anlageentscheidungen liegt beim Anleger.
Quelle: Korea Exchange (KRX): Verständnis und Praxis der KOSDAQ-Zulassungsprüfung 2026 (S. 1-17)
QWarum gehen Unternehmen an die Börse?
Die Börsenzulassung ermöglicht es einem Unternehmen, Mittel durch ein öffentliches Angebot aufzunehmen, und erleichtert es, danach auf Wegen wie öffentlichen Kapitalerhöhungen Mittel aufzunehmen. Sie steigert zudem die Bekanntheit und die Glaubwürdigkeit des Unternehmens, erleichtert die Gewinnung fähiger Mitarbeiter und bringt Vorteile wie steuerliche Vergünstigungen. Andererseits übernimmt ein börsenzugelassenes Unternehmen größere Verantwortung, etwa Offenlegungspflichten und die Prüfung durch Anleger, den Markt und die Aufsichtsbehörden.
Quelle: Korea Exchange (KRX): Verständnis und Praxis der KOSDAQ-Zulassungsprüfung 2026 (S. 1-17)
QWelche Schritte umfasst ein IPO?
Ein IPO verläuft in der Regel in dieser Reihenfolge: Due Diligence durch die federführende Emissionsbank, vorläufige Zulassungsprüfung durch die Korea Exchange (KRX), Prüfung und Annahme der Wertpapier-Registrierungserklärung durch den Finanzaufsichtsdienst (FSS), Bookbuilding (Nachfrageprognose) bei institutionellen Anlegern, Preisfestsetzung, Zeichnung und Zuteilung sowie Börsenzulassung und Handelsbeginn. Die federführende Emissionsbank schlägt auf Grundlage ihrer Due Diligence eine indikative Preisspanne vor und legt den endgültigen Emissionspreis unter Berücksichtigung der Ergebnisse des Bookbuildings fest.
QWas ist die vorläufige Zulassungsprüfung und wie lange dauert sie?
Die vorläufige Zulassungsprüfung untersucht, ob ein Unternehmen, das eine Börsenzulassung anstrebt, die formellen und qualitativen Anforderungen der Börse erfüllt. Für den KOSPI-Markt teilt die Börse inländischen Unternehmen das Ergebnis innerhalb von 45 Geschäftstagen nach Eingang des Antrags mit und weist darauf hin, dass von der Beantragung der vorläufigen Zulassungsprüfung bis zur Neuzulassung etwa 4 Monate vergehen. Ein Fast Track verkürzt den Prüfungszeitraum auf 20 Geschäftstage für Unternehmen hoher Qualität, die bestimmte Anforderungen erfüllen, und der Zeitraum kann verlängert werden, wenn eine zusätzliche Prüfung erforderlich ist.
Quelle: Korea Exchange (KRX): Leitfaden 2025 zur Zulassungsprüfung am KOSPI-Markt (S. 20-31)
QWorauf achtet die Zulassungsprüfung?
Die Börse prüft zunächst die formellen Prüfungsanforderungen, die das äußere Profil eines Unternehmens betreffen, etwa die Dauer der Geschäftstätigkeit, die Größe, die Aktienstreuung und die Geschäftsergebnisse. Ein Unternehmen, das die formellen Anforderungen nicht erfüllt, kann die vorläufige Zulassungsprüfung nicht beantragen. Sind sie erfüllt, prüft die Börse umfassend qualitative Anforderungen wie den Fortbestand des Geschäfts, die Transparenz der Unternehmensführung, die Stabilität der Unternehmensführung und den Anlegerschutz.
Quelle: Korea Exchange (KRX): Leitfaden 2025 zur Zulassungsprüfung am KOSPI-Markt (S. 100-113)
QWie lauten die Zulassungsvoraussetzungen für den KOSPI-Markt ungefähr?
Nach dem Leitfaden 2025 der Korea Exchange (KRX) gehören zu den Anforderungen eine Geschäftstätigkeit von mindestens 3 Jahren seit der Gründung, ein Eigenkapital von 30 Milliarden KRW oder mehr und mindestens 1 Million zuzulassende Aktien. Darüber hinaus muss es mindestens 500 Publikumsaktionäre geben, und das Unternehmen muss Anforderungen an die Aktienstreuung erfüllen, etwa den Anteil der von Publikumsaktionären gehaltenen Aktien, sowie eine der Anforderungen an die Geschäftsergebnisse, die auf Umsatz, Gewinn, Marktkapitalisierung und Ähnlichem beruhen. Die detaillierten Kriterien können geändert werden. Prüfen Sie daher die Zulassungsvorschriften der Korea Exchange (KRX).
Quelle: Korea Exchange (KRX): Leitfaden 2025 zur Zulassungsprüfung am KOSPI-Markt (S. 100-113)
QWie unterscheiden sich die KOSDAQ-Zulassungsvoraussetzungen von denen des KOSPI?
Der KOSDAQ-Markt ist auf kleine und mittlere Unternehmen, Venture-Unternehmen und Wachstumsunternehmen ausgerichtet. Seit 2018 wurden die Anforderungen an die Unternehmenshistorie, die Größe und die Kapitalaufzehrung abgeschafft, und die formellen Anforderungen wurden so überarbeitet, dass sie das künftige Wachstumspotenzial widerspiegeln. Die Zulassungspfade unterteilen sich in allgemeine Unternehmen (einschließlich Venture-Unternehmen), die nach Kriterien wie Rentabilität, Umsatz, Marktbewertung und Wachstum beurteilt werden, und technologieorientierte Wachstumsunternehmen, die eine Technologiebewertung oder eine Empfehlung eines Zulassungssponsors erhalten. Anforderungen an die Aktienstreuung, etwa mindestens 500 Minderheitsaktionäre, sind ebenfalls zu erfüllen.
Quelle: Korea Exchange (KRX): Verständnis und Praxis der KOSDAQ-Zulassungsprüfung 2026 (S. 1-17)
QWas für ein Markt ist KONEX?
KONEX ist ein Markt, der im Juli 2013 eröffnet wurde, um kleinen und mittleren Unternehmen in der Frühphase Gelegenheiten zur Mittelaufnahme zu geben. Unternehmen können auf verschiedenen Wegen eine Börsenzulassung erlangen, darunter öffentliche Angebote, Privatplatzierungen und direkte Zulassungen. Die Belastung nach der Zulassung ist gemildert, etwa durch eine Befreiung von der Einreichung regelmäßiger Berichte und eine vereinfachte anlassbezogene Offenlegung. Auch die Belastungen im Zusammenhang mit der Unternehmensführung sind gering; Unternehmen sind beispielsweise von der Pflicht befreit, externe Verwaltungsratsmitglieder und einen hauptamtlichen Prüfer zu bestellen.
Quelle: Korea Exchange (KRX)
QWelche Rolle spielt die federführende Emissionsbank?
Eine federführende Emissionsbank ist eine Wertpapierfirma, die die Unternehmensanalyse, die Übernahme von Aktien und die Zeichnungsarbeit koordiniert, um die reibungslose Emission von Wertpapieren sicherzustellen. Bei einem IPO hat die federführende Emissionsbank Entscheidungsbefugnis in Angelegenheiten wie der Zuteilung von Aktien an Zeichner. Nach den Vorschriften der Korea Financial Investment Association (KOFIA) muss der Vertrag mit der federführenden Emissionsbank unter anderem die Prüfung und Untersuchung der Geschäftsergebnisse und der finanziellen Solidität, die Anleitung in Finanz- und Rechnungslegungsfragen, die Beratung zu den Zulassungsvoraussetzungen, die Prüfung der Angaben in der Wertpapier-Registrierungserklärung und die Prüfung des Rufs des größten Aktionärs umfassen. Grundsätzlich muss der Vertrag mit der federführenden Emissionsbank mindestens 2 Monate vor der Beantragung der vorläufigen Zulassungsprüfung unterzeichnet werden.
QWas ist eine Wertpapier-Registrierungserklärung und wann wird sie eingereicht?
Eine Wertpapier-Registrierungserklärung ist ein Dokument, das vor einem öffentlichen Angebot oder Verkauf von Wertpapieren bei der Finanzdienstleistungskommission (FSC, Finanzaufsichtsdienst (FSS)) eingereicht wird und Angaben zum Angebot oder Verkauf sowie zum Emittenten enthält. Sie ist einzureichen, wenn der angebotene oder verkaufte Betrag 1 Milliarde KRW oder mehr beträgt, und das Angebot oder der Verkauf kann nicht erfolgen, wenn die Erklärung nicht angenommen wurde. Verlangen die Finanzbehörden die Einreichung einer geänderten Erklärung, gilt die Erklärung ab dem Datum dieses Verlangens als nicht angenommen.
Quelle: Finanzglossar (FINE) des Finanzaufsichtsdienstes (FSS): Wertpapier-Registrierungserklärung
QKann ich zeichnen, sobald die Registrierungserklärung eingereicht ist?
Nein. Eine Wertpapier-Registrierungserklärung wird erst wirksam, nachdem ab dem Datum ihrer Annahme ein bestimmter Zeitraum verstrichen ist. Nach den Durchführungsvorschriften beträgt der Zeitraum bei öffentlichen Angeboten oder Verkäufen von Eigenkapitalwertpapieren grundsätzlich 15 Tage; bei Aktien börsenzugelassener Gesellschaften sind es 10 Tage und bei Zuteilungen an bestehende Aktionäre oder Dritte 7 Tage. Wird eine geänderte Erklärung eingereicht, die den Emissionspreis oder andere Bedingungen ändert, kann der Tag des Wirksamwerdens neu festgesetzt werden.
QWo kann ich den Prospekt und den Bericht über die Ergebnisse der Wertpapieremission einsehen?
Der Prospekt und der Bericht über die Ergebnisse der Wertpapieremission, die für eine Anlage in IPO-Aktien benötigt werden, sind im elektronischen Offenlegungssystem des Finanzaufsichtsdienstes (FSS) (DART, dart.fss.or.kr) verfügbar. Der Prospekt enthält die Grundlage für die Berechnung des Emissionspreises und die Anlagerisiken, und der nach dem Bookbuilding eingereichte geänderte Prospekt enthält die Ergebnisse des Bookbuildings. Im Bericht über die Ergebnisse der Wertpapieremission, der nach Abschluss von Zeichnung und Zahlung eingereicht wird, können Sie das Wettbewerbsverhältnis der Zeichnung und den Stand der Lock-up-Zusagen institutioneller Anleger prüfen.
QWas ist das Bookbuilding (Nachfrageprognose)?
Das Bookbuilding (Nachfrageprognose) ist das Verfahren, bei dem die federführende Emissionsbank zur Festlegung des Emissionspreises eine indikative Preisspanne vorlegt und die Nachfrage institutioneller Anleger ermittelt, einschließlich der Preise und Mengen, zu denen sie kaufen möchten. Es erfasst die institutionelle Nachfrage vor der allgemeinen Zeichnung, um einen angemessenen Preis zu finden, bei dem Angebot und Nachfrage übereinstimmen, und wird auch im Ausland weithin verwendet. Unter anderem dürfen die Mitglieder des Belegschaftsaktienvereins des Emittenten und die Emissionsbanken nicht am Bookbuilding teilnehmen.
Quelle: Finanzglossar (FINE) des Finanzaufsichtsdienstes (FSS): Bookbuilding (Nachfrageprognose)
QWie wird der Emissionspreis festgelegt?
Nach den Vorschriften der Korea Financial Investment Association (KOFIA) wird der Emissionspreis nach einer der folgenden Methoden festgelegt: (1) ein zwischen der Emissionsbank und dem Emittenten vereinbarter Einheitspreis; (2) ein Preis, der unter Berücksichtigung der Ergebnisse des Bookbuildings bei institutionellen Anlegern vereinbart wird; oder (3) und (4) Auktionsverfahren (Bietverfahren) für institutionelle Anleger. Wird der Preis im Wege des Bookbuildings festgesetzt, muss die federführende Emissionsbank interne Standards zur Methode und zum Verfahren der Preisfestsetzung aufstellen und befolgen, und setzt sie den Preis abweichend fest, muss sie die Gründe dokumentieren.
QWie wird die indikative Preisspanne berechnet?
Die federführende Emissionsbank bewertet das Unternehmen mit einer absoluten Bewertungsmethode oder einer relativen Bewertungsmethode, die es mit vergleichbaren Unternehmen vergleicht, und berechnet die indikative Preisspanne. Der endgültige Emissionspreis wird durch das Bookbuilding bei institutionellen Anlegern unter Bezugnahme auf diese Spanne bestimmt. Die Grundlage für den Emissionspreis findet sich im Prospekt unter „Stellungnahme zum Emissionspreis“ im Abschnitt „Stellungnahme des Übernehmers“.
QWelche Probleme entstehen, wenn der Emissionspreis zu hoch festgesetzt wird?
Wird der Emissionspreis über einem angemessenen Niveau festgesetzt, kann dies die Anlagerendite beeinträchtigen, etwa indem der Aktienkurs nach der Börsenzulassung unter den Emissionspreis fällt. In einer früheren Analyse des Finanzaufsichtsdienstes (FSS) lag der Schlusskurs am Zulassungstag umso häufiger unter dem Emissionspreis, je größer das Angebot und je niedriger die Wettbewerbsverhältnisse bei Bookbuilding und Zeichnung waren. Dies sind jedoch nur vergangene Statistiken und sagen das Ergebnis für eine einzelne Aktie nicht voraus. Es ist daher wichtig, dass Sie die Grundlage für den Emissionspreis selbst prüfen.
QWie zeichne ich IPO-Aktien?
Gewöhnliche Anleger eröffnen ein Konto bei der federführenden Emissionsbank oder einer anderen Emissionsbank (Wertpapierfirma) für das Angebot und zeichnen während des festgelegten Zeichnungszeitraums, indem sie eine Zeichnungseinlage zahlen. Jede Emissionsbank legt ein Zeichnungslimit je Publikumszeichner innerhalb von 10% der Gesamtzahl der Aktien fest, die sie Publikumszeichnern zuteilt. Federführende Emissionsbanken und Emissionsbanken dürfen Zeichnern das für die Zeichnung benötigte Geld nicht leihen.
QWas geschieht nach der Zuteilung mit der Zeichnungseinlage?
Zeichnungseinlagen, die eine Emissionsbank erhält, werden getrennt bei einer Wertpapierfinanzgesellschaft oder einer Bank hinterlegt und können nicht als Sicherheit verwendet werden. Am Zahlungstag wird die Einlage auf die Zahlung für die Aktien angerechnet, und eine Einlage, die den zugeteilten Betrag übersteigt, ist dem Zeichner unverzüglich zurückzugeben. Bei hohem Wettbewerb wird der größte Teil der gezahlten Einlage erstattet, und es werden nur wenige Aktien zugeteilt.
QWer erhält IPO-Aktien, und wie viele?
Nach den Vorschriften der Korea Financial Investment Association (KOFIA) werden mindestens 25% der angebotenen Aktien Publikumszeichnern zugeteilt, und bei IPOs am KOSPI-Markt werden 20% dem Belegschaftsaktienverein zugeteilt (für KOSDAQ und KONEX dürfen bis zu 20% zugeteilt werden). Mindestens 5% der angebotenen Aktien (mindestens 10% beim KOSDAQ) werden Investment-Trusts mit hohem Risiko und hoher Rendite zugeteilt, die sich verpflichten, die Aktien 15 Tage oder länger zu halten, und bei KOSDAQ-IPOs werden mindestens 30% der angebotenen Aktien Investment-Trusts für Venture-Unternehmen (KOSDAQ-Venturefonds) zugeteilt; der Rest wird institutionellen Anlegern zugeteilt. Die Zuteilungsregeln ändern sich mit Änderungen der Vorschriften häufig. Prüfen Sie daher die Wertpapier-Registrierungserklärung des betreffenden Angebots.
QWas ist die Gleichzuteilung von IPO-Aktien?
Die Gleichzuteilung ist ein Verfahren, bei dem mindestens 50% der Aktien, die eine Emissionsbank Publikumszeichnern zuteilt, zu gleichen Teilen auf alle Zeichner aufgeteilt werden, die mindestens die Mindestzeichnungseinlage gezahlt haben. Der Rest wird im Verhältnis zur Zahl der gezeichneten Aktien zugeteilt (proportionale Zuteilung). Das Ende 2020 eingeführte Verfahren hat Kleinanlegern mehr Gelegenheit gegeben, IPO-Aktien zu erhalten.
QKann ich denselben IPO über mehrere Wertpapierfirmen zeichnen?
Sie können keine Doppelzuteilungen erhalten. Bei IPOs, deren Wertpapier-Registrierungserklärung am 20. Juni 2021 oder danach eingereicht wurde, sind Doppelzuteilungen an Publikumszeichner beschränkt. Selbst wenn derselbe Anleger über mehrere Wertpapierfirmen zeichnet, werden Aktien nur für die zuerst eingegangene Zeichnung zugeteilt. Wertpapierfirmen müssen über das Computersystem der Korea Securities Finance Corporation prüfen, ob eine Doppelzeichnung vorliegt.
Quelle: [Pressemitteilung] Doppelzuteilungen bei der Zeichnung von IPO-Aktien werden beschränkt
QWas ist die Zuteilung an den Belegschaftsaktienverein?
Bei IPOs und öffentlichen Angeboten am KOSPI-Markt müssen 20% der angebotenen Aktien dem Belegschaftsaktienverein zugeteilt werden, der sich aus den Führungskräften und Arbeitnehmern des Unternehmens zusammensetzt. Gibt der Verein nach einem Beschluss seiner Mitgliederversammlung schriftlich an, dass er eine Zuteilung von weniger als 20% wünscht, kann der Fehlbetrag anderen Anlegergruppen wie Publikumszeichnern oder institutionellen Anlegern zugeteilt werden.
Quelle: [Pressemitteilung] Doppelzuteilungen bei der Zeichnung von IPO-Aktien werden beschränkt
QWas ist eine Lock-up-Zusage?
Eine Lock-up-Zusage ist das Versprechen eines institutionellen Anlegers, seine IPO-Aktien für einen bestimmten Zeitraum nach der Börsenzulassung nicht zu verkaufen (z. B. 2 Wochen, 1 Monat, 3 Monate oder 6 Monate), im Gegenzug für eine größere Zuteilung. Wenn der Zeitraum der Zusage endet, können große Verkaufsaufträge auftreten und den Aktienkurs beeinflussen. Es ist daher ratsam, die Zahl der zugesagten Aktien und den Zeitpunkt, ab dem sie veräußerbar werden, im Voraus zu prüfen. Diese Angaben finden sich im Abschnitt „Zuteilungen an institutionelle Anleger nach Zeitraum der Lock-up-Zusage“ des Berichts über die Ergebnisse der Wertpapieremission.
QStimmt es, dass Institutionen mit Lock-up-Zusage IPO-Aktien zuerst erhalten?
Ja. Nach einer Änderung der Vorschriften der Korea Financial Investment Association (KOFIA) im Jahr 2025 muss die federführende Emissionsbank zunächst mindestens einen bestimmten Anteil der Aktien, die voraussichtlich an institutionelle Anleger gehen, Institutionen zuteilen (vorab zuteilen), die Lock-up-Zusagen abgegeben haben. Der in den Vorschriften genannte Anteil beträgt 40%, und für Angebote, deren Wertpapier-Registrierungserklärung bis Ende 2025 erstmals eingereicht wurde, galten 30%. Bleiben die Zuteilungen an Institutionen mit Zusage hinter dem Soll zurück, muss die federführende Emissionsbank nun selbst 1% der angebotenen Aktien (bis zu 3 Milliarden KRW) erwerben und sie mindestens 6 Monate halten.
QWie unterscheidet sich die zwingende Haltedauer (Schutzverwahrung) von der Lock-up-Zusage einer Institution?
Das System der zwingenden Haltedauer (Schutzverwahrung) bei der Börsenzulassung untersagt Personen mit Verantwortung für die Unternehmensführung, etwa dem größten Aktionär und besonders nahestehenden Personen, ihre Aktien für einen bestimmten Zeitraum (in der Regel 6 Monate) ab dem Zulassungstag zu verkaufen. Es handelt sich um eine Pflicht nach den Zulassungsvorschriften der Börse. Es soll Anleger vor abrupten Kursschwankungen schützen, die durch umfangreiche Verkäufe in der frühen Phase nach der Börsenzulassung entstehen, und die betreffenden Aktien werden bei der Korea Securities Depository für die zwingende Haltedauer registriert. Die Lock-up-Zusage eines institutionellen Anlegers unterscheidet sich dadurch, dass sie ein freiwilliges Versprechen ist, das abgegeben wird, um eine IPO-Zuteilung zu erhalten.
QKönnen Führungskräfte Aktien, die sie durch Aktienoptionen erworben haben, unmittelbar nach der Börsenzulassung verkaufen?
Nach den 2022 vorgenommenen Verbesserungen wurden auch Aktien, die Führungskräfte und andere Personen eines Unternehmens, das die Börsenzulassung beantragt, nach der Zulassung durch Ausübung von vor der Zulassung gewährten Aktienoptionen erwerben, der zwingenden Haltedauer unterworfen. Aktien, die durch Ausübung von Optionen während des Zeitraums der zwingenden Haltedauer erworben werden, können für die verbleibende Dauer dieses Zeitraums nicht veräußert werden. Unternehmen wurden zudem angehalten, für jede betroffene Person differenzierte Zeiträume der zwingenden Haltedauer festzulegen, indem zu den grundlegenden 6 Monaten bis zu 2 Jahre hinzugerechnet werden, und diese in der Wertpapier-Registrierungserklärung und anderen Dokumenten offenzulegen.
QWas ist eine Put-back-Option (Recht auf Rückkaufverlangen)?
Eine Put-back-Option ist das Recht von Publikumszeichnern, denen IPO-Aktien zugeteilt wurden, diese Aktien innerhalb eines bestimmten Zeitraums nach der Börsenzulassung an die Emissionsbank zurückzuverkaufen. Sie wird in den in den Vorschriften genannten Fällen gewährt, etwa wenn der Emissionspreis als Einheitspreis ohne Bookbuilding festgesetzt wurde, wenn die Grundlage für den Emissionspreis nicht angegeben wurde oder bei Zulassungen von Unternehmen, die noch nicht profitabel sind oder aufgrund ihres Geschäftsmodells zugelassen werden. Wird die Option ausgeübt, muss die Emissionsbank die Aktien grundsätzlich zu 90% oder mehr des Emissionspreises zurückkaufen. Der Ausübungszeitraum unterscheidet sich je nach Fall, etwa 1, 3 oder 6 Monate ab dem Zulassungstag.
QWas ist eine Mehrzuteilungsoption (Greenshoe)?
Eine Mehrzuteilungsoption ist eine Vereinbarung, nach der die federführende Emissionsbank aufgrund einer Vereinbarung mit dem Emittenten zusätzliche Aktien im Umfang von bis zu 15% der Zahl der angebotenen Aktien zuteilen darf. Die Option wird innerhalb von 30 Tagen ab Handelsbeginn zum Emissionspreis ausgeübt. Kauft die federführende Emissionsbank Aktien am Markt, um die durch die Mehrzuteilung entstandene Netto-Leerposition zu decken, muss sie zu einem Preis von mindestens 80% des Emissionspreises kaufen. Sie wird als Mechanismus genutzt, der dazu beiträgt, den Aktienkurs in der frühen Phase nach der Börsenzulassung zu stabilisieren.
QWie stark kann sich der Aktienkurs am ersten Tag der Börsenzulassung bewegen?
Nach den Maßnahmen zur Verbesserung der IPO-Solidität, die die Finanzdienstleistungskommission (FSC) Ende 2022 bekannt gegeben hat, wurde die Kursschwankungsbreite am Zulassungstag von zuvor 63%-260% des Emissionspreises auf 60%-400% des Emissionspreises erweitert. Dies sollte Probleme verringern, etwa dass wenige Händler die Handelsmöglichkeiten monopolisieren und sich die Findung eines Gleichgewichtspreises verzögert. Prüfen Sie in den Geschäftsvorschriften der Korea Exchange (KRX) die tatsächlich angewendeten Kriterien.
QSteigen IPO-Aktien, sobald sie börsenzugelassen sind?
Nein, nicht notwendigerweise. Nach einer Analyse des Finanzaufsichtsdienstes (FSS) schloss etwa ein Drittel der Aktien, die 2016 an die Börse gingen, am Zulassungstag unter ihrem Emissionspreis, und noch mehr notierten 1 Monat nach der Zulassung unter dem Emissionspreis. Die Aktienkurse nach der Börsenzulassung können je nach Höhe des Emissionspreises, den Ergebnissen von Bookbuilding und Zeichnung, dem Volumen der Lock-up-Zusagen und anderen Faktoren stark variieren. Prüfen Sie daher unbedingt die Anlagerisiken im Prospekt.
Quelle: Pressemitteilung des Finanzaufsichtsdienstes (FSS): Vorsichtshinweise bei der Anlage in IPO-Aktien
QWas sollte ich vor einer Anlage in IPO-Aktien prüfen?
Der Finanzaufsichtsdienst (FSS) rät, zuerst die Anlagerisiken im Prospekt zu prüfen und sodann die Grundlage für den Emissionspreis, die Ergebnisse des institutionellen Bookbuildings (Beteiligung nach Anlegertyp und Verteilung der Gebotspreise), den Stand der Zeichnung und das Volumen der Lock-up-Zusagen anzusehen. Sie können auch den bisherigen IPO-Track-Record jeder Emissionsbank im elektronischen Offenlegungsdienst der Korea Financial Investment Association (KOFIA) heranziehen. Auch diese Informationen garantieren jedoch keine künftigen Aktienkurse.
Quelle: Pressemitteilung des Finanzaufsichtsdienstes (FSS): Vorsichtshinweise bei der Anlage in IPO-Aktien
QWas sind „überhöhte Zeichnungen“ institutioneller Anleger, und wie werden sie verhindert?
Überhöhte Zeichnungen bedeuten, dass mehr Aktien geboten werden, als der tatsächlichen Nachfrage oder der Zahlungsfähigkeit entspricht, um die gewünschte Zahl von Aktien zugeteilt zu bekommen. Um dies zu verhindern, prüft die federführende Emissionsbank die Einzahlungsfähigkeit institutioneller Anleger für die Aktien (Eigenkapital beim Eigenvermögen, Gesamtvermögen beim treuhänderisch verwalteten Vermögen usw.) und teilt IPO-Aktien nicht solchen Geboten zu, deren Betrag diese Einzahlungsfähigkeit übersteigt. Institutionelle Anleger müssen der federführenden Emissionsbank eine schriftliche Verpflichtungserklärung einreichen, in der ihre Einzahlungsfähigkeit für die Aktien angegeben ist.
QKönnen Verwalter privater Fonds und Verwalter diskretionärer Vermögensverwaltung am IPO-Bookbuilding teilnehmen?
Sie können teilnehmen, doch die Anforderungen wurden durch eine Änderung der Vorschriften der Korea Financial Investment Association (KOFIA) im Jahr 2025 verschärft. Ein Vermögensverwalter mit Registrierung für das allgemeine private Geschäft mit kollektiven Kapitalanlagen darf mit seinem Eigenvermögen oder mit dem Vermögen kollektiver Kapitalanlagen teilnehmen, wenn seit der Registrierung 2 Jahre vergangen sind und der durchschnittliche tägliche Wert seines verwalteten Vermögens in den letzten 3 Monaten 5 Milliarden KRW oder mehr beträgt, oder wenn dieser Wert 30 Milliarden KRW oder mehr beträgt. Auch wenn er diese Anforderungen nicht erfüllt, darf er in bestimmten Fällen mit dem Vermögen kollektiver Kapitalanlagen teilnehmen, etwa wenn er sich verpflichtet, die zugeteilten Aktien mindestens 3 Monate zu halten; für Verwalter diskretionärer Vermögensverwaltung gelten ähnliche Anforderungen.
QWas ist eine Technologie-Sonderzulassung?
Eine Technologie-Sonderzulassung ist ein System, das Unternehmen, deren Technologie oder das Wachstumspotenzial ihres Geschäftsmodells anerkannt wurde, eine Börsenzulassung am KOSDAQ ermöglicht, auch wenn sie derzeit nicht profitabel sind. Unternehmen mit starker Technologie nutzen den „Track für innovative Technologien“, der eine Technologiebewertung durch eine spezialisierte Stelle erfordert, während Unternehmen mit ausgeprägten Geschäftsmodellen den „Geschäftsmodell-Track“ nutzen, der eine Empfehlung eines Zulassungssponsors erfordert. Da solche Zulassungen auf künftigem Wachstum und nicht auf tatsächlichen Ergebnissen beruhen, sollten Anleger auch das Risiko berücksichtigen, dass die Leistung nach der Börsenzulassung hinter den Erwartungen zurückbleibt.
QWie hat sich das System der Technologie-Sonderzulassung zuletzt verändert?
Im Juli 2023 haben die Regierung und die zuständigen Institutionen 14 Aufgaben zur Verbesserung des Systems der Technologie-Sonderzulassung bekannt gegeben. Es wurde eine „Sonderzulassung für Super-Gap-Technologien“ geschaffen, bei der Unternehmen in fortgeschrittenen Technologiefeldern, etwa nationalen strategischen Technologien, mit einer Marktkapitalisierung von 100 Milliarden KRW oder mehr und mit in den letzten 5 Jahren eingeworbenen Investitionen von 10 Milliarden KRW oder mehr eine Technologiebewertung von nur 1 Stelle benötigen. Wird ein über eine Technologie-Sonderzulassung börsenzugelassenes Unternehmen innerhalb von 2 Jahren insolvent, hat die Wertpapierfirma, die diese Zulassung betreut hat, bei der späteren Vermittlung von Sonderzulassungen eine stärkere Verantwortung, etwa durch die Einräumung von Put-back-Optionen und die Verlängerung der zwingenden Haltedauer (Schutzverwahrung).
QWas ist eine SPAC?
Eine SPAC (Special Purpose Acquisition Company) ist eine nominelle Gesellschaft, die zum Zweck des Zusammenschlusses mit einem aussichtsreichen nicht börsennotierten Unternehmen oder einem vergleichbaren Rechtsträger gegründet wird. Sie geht zunächst an die Börse und erlangt die Börsenzulassung, um Mittel für den Zusammenschluss aufzunehmen, und schließt sich dann innerhalb von 36 Monaten nach der Zulassung mit einem nicht börsennotierten Unternehmen oder einem vergleichbaren Rechtsträger zusammen. Sobald der Zusammenschluss erfolgt, ist das Zielunternehmen faktisch börsenzugelassen.
Quelle: Finanzglossar (FINE) des Finanzaufsichtsdienstes (FSS): Zweckgesellschaft für Unternehmensübernahmen
QWie werden die von einer SPAC aufgenommenen Mittel geschützt?
Eine SPAC muss mindestens 90% der in ihrem öffentlichen Angebot aufgenommenen Gelder hinterlegen oder in Treuhand geben. Entnahmen sind beschränkt, und die Aufnahme von Krediten bei Dritten sowie die Übernahme von Schuldgarantien sind untersagt. Es ist zudem untersagt, vor dem erstmaligen Angebot ein Zusammenschlussziel auszuwählen oder mit ihm zu verhandeln. Die Satzung muss vorsehen, dass die hinterlegten Mittel im Fall der Auflösung nur an die Aktionäre ausgezahlt werden, die im öffentlichen Angebot erworben haben, im Verhältnis zu ihren Beteiligungen.
Quelle: Korea Exchange (KRX): Verständnis und Praxis der KOSDAQ-Zulassungsprüfung 2026 (S. 211-221)
QWie wird die Börsenzulassung im Wege eines SPAC-Zusammenschlusses geprüft?
Wenn eine SPAC fusioniert, prüft die Börse die Zulassungseignung des Zielunternehmens. Der Zusammenschlusswert oder die Gesamtaktiva des Zielunternehmens müssen mindestens 80% der von der SPAC hinterlegten Mittel betragen, und die Form des Unternehmenszusammenschlusses ist auf eine Fusion beschränkt. Die Frist für den Zusammenschluss beträgt bis zu 36 Monate nach der Börsenzulassung, und der federführende Promotor einer SPAC muss eine Wertpapierfirma mit einem Eigenkapital von 100 Milliarden KRW oder mehr sein.
Quelle: Korea Exchange (KRX): Verständnis und Praxis der KOSDAQ-Zulassungsprüfung 2026 (S. 211-221)
QWas ist ein Backdoor-Listing?
Ein Backdoor-Listing bezeichnet den Fall, dass ein nicht börsennotiertes Unternehmen faktisch eine Börsenzulassung erlangt, ohne das förmliche Verfahren der Zulassungsprüfung und des öffentlichen Angebots zu durchlaufen, etwa durch eine Fusion mit einem börsenzugelassenen Unternehmen, einen umfassenden Aktientausch oder eine Betriebsübernahme in Verbindung mit einer Kapitalerhöhung durch Zuteilung an Dritte. Es ist kein offizieller Rechtsbegriff, geht jedoch häufig mit erheblichen Änderungen der Unternehmensführung oder des Geschäfts des börsenzugelassenen Unternehmens einher.
Quelle: Finanzglossar (FINE) des Finanzaufsichtsdienstes (FSS): Backdoor-Listing
QWas ist eine Pre-IPO-Anlage?
Pre-IPO bezeichnet die Mittelaufnahme eines nicht börsennotierten Unternehmens in einer späten Phase vor der Börsenzulassung an einem Aktienmarkt. Anleger investieren zwischen einigen Monaten und einigen Jahren vor der Zulassung und erhalten ihre Anlage zurück, wenn das Unternehmen börsenzugelassen wird oder an einen strategischen Investor verkauft wird. Weil das Risiko hoch ist, investieren Anleger häufig zu einem Preis unter dem späteren Emissionspreis.
Quelle: Pre-IPO
QWas sind die wesentlichen Risiken einer Pre-IPO-Anlage?
Die Börsenzulassung kann sich gegenüber dem Plan verzögern oder vollständig scheitern, und nicht börsennotierte Aktien sind schwer zu kaufen und zu verkaufen, sodass Sie sie möglicherweise nicht veräußern können, wenn Sie es möchten. Anders als bei börsenzugelassenen Unternehmen ist die Offenlegung, etwa von geprüften Finanzinformationen, begrenzt, was es ebenfalls erschwert, das Unternehmen objektiv zu bewerten. Sie sollten daher die Substanz des Zielunternehmens, die Anlagestruktur und die Weise, in der Sie Ihre Anlage zurückerhalten, gründlich prüfen.
Quelle: Pre-IPO
QMir wurde nahegelegt, nicht börsennotierte Aktien zu kaufen, weil das Unternehmen „kurz vor der Börsenzulassung“ stehe. Ist das sicher?
Der Finanzaufsichtsdienst (FSS) warnt, dass Sie zunächst Betrug vermuten sollten, wenn jemand Sie mit dem Versprechen hoher Renditen zum Kauf nicht börsennotierter Aktien drängt und dabei „unmittelbar bevorstehende Börsenzulassung“ oder „geplante Börsenzulassung“ als Köder verwendet. Regulierte Finanzunternehmen werben in der Regel nicht an Orten wie Einzelchats um Anlagen, und Unternehmensinformationen, auf die Sie online stoßen, können gefälscht sein. Angebote, für den Fall des Scheiterns der Börsenzulassung eine Rückkaufvereinbarung zu schließen, sind ebenfalls eine Methode des Anlagebetrugs. Wenn Sie Zweifel haben, melden Sie dies dem Finanzaufsichtsdienst (FSS) (1332) oder der Polizei (112).
QIch wurde mit einem Angebot kontaktiert, zu einem Preis unter dem Emissionspreis vorab zu zeichnen.
Der Finanzaufsichtsdienst (FSS) hat eine Verbraucherwarnung zu Fällen herausgegeben, in denen Websites, die die Internetauftritte von Unternehmen in einem IPO nachahmten, zu gegenüber dem tatsächlichen Emissionspreis ermäßigten Preisen um „Vorabzeichnungen“ warben und personenbezogene Daten sowie Einzahlungen verlangten. Zeichnungen bei einem IPO erfolgen ausschließlich nach den in der Wertpapier-Registrierungserklärung festgelegten Verfahren und Methoden. Prüfen Sie daher unbedingt die auf DART offengelegte Wertpapier-Registrierungserklärung. Reagieren Sie nicht auf Anlagewerbung, die Sie telefonisch oder per Textnachricht erhalten.
QWas ist ein KOSDAQ-Venturefonds?
Ein KOSDAQ-Venturefonds investiert mindestens einen bestimmten Anteil seines Vermögens in neue Aktien von Venture-Unternehmen sowie in Venture-Unternehmen und Vergleichbares und kann eine vorrangige Zuteilung von mindestens 30% der Aktien bei KOSDAQ-IPOs erhalten. Nach den geltenden Vorschriften der Korea Financial Investment Association (KOFIA) muss der Fonds, um eine vorrangige Zuteilung zu erhalten, sich verpflichten, die Aktien mindestens 15 Tage zu halten, und, wenn er als privater Fonds aufgelegt ist, die Rücknahme für mindestens 1 Jahr und 6 Monate untersagen. Für Fonds, die die Anforderungen erfüllen, hat ein Steuervorteil (ein Einkommensabzug) zur Verfügung gestanden, doch die maßgebliche Frist und die Grenzen ändern sich mit Änderungen des Steuerrechts. Prüfen Sie daher die aktuellen Gesetze.
Quelle: Finanzglossar der Finanzdienstleistungskommission (FSC): KOSDAQ-Venturefonds
QWie hängen Hochzinsfonds (Investment-Trusts mit hohem Risiko und hoher Rendite) mit IPO-Aktien zusammen?
Ein Investment-Trust mit hohem Risiko und hoher Rendite ist ein Fonds, der mindestens einen bestimmten Anteil an Anleihen ohne Investment-Grade und Vergleichbarem hält, und nach den Vorschriften der Korea Financial Investment Association (KOFIA) kann er eine vorrangige Zuteilung von mindestens 5% der IPO-Aktien erhalten (mindestens 10% beim KOSDAQ). Um die vorrangige Zuteilung zu erhalten, muss er sich verpflichten, die Aktien mindestens 15 Tage zu halten, und die Anforderungen an die Beimischungsquote erfüllen. Da er in Anleihen ohne Investment-Grade investiert, sollte auch sein hohes Kreditrisiko berücksichtigt werden.
QWas ist das System der Cornerstone-Investoren?
Das System der Cornerstone-Investoren erlaubt es, einen Teil der den institutionellen Anlegern zuzuteilenden Aktien bereits vor Einreichung der Wertpapier-Registrierungserklärung vorab jenen institutionellen Anlegern zuzuteilen, die einem Lock-up von mindestens 6 Monaten zustimmen. Die Änderung des Gesetzes über Finanzanlage- und Kapitalmarktdienstleistungen (FSCMA), die dieses System zusammen mit einem Pre-Bookbuilding einführt, bei dem die Nachfrage vor Einreichung der Registrierungserklärung ermittelt wird, wurde am 23. April 2026 von der Nationalversammlung verabschiedet und tritt 6 Monate nach der Verkündung in Kraft. Die Zuteilung für einzelne Anleger (25%) bleibt unverändert, und Einzelheiten wie die Obergrenze der Zuteilung sind in der Durchführungsverordnung festzulegen.
QIn welche Richtung verändert sich das IPO-System?
Im Januar 2025 haben die Finanzbehörden „Maßnahmen zur Verbesserung der IPO- und Delisting-Systeme“ bekannt gegeben und eine Richtung vorgegeben, den IPO-Markt von Anlagen zum Zweck kurzfristiger Gewinne hin zu Anlagen auf der Grundlage des Unternehmenswerts zu verlagern. Wesentliche Elemente sind die Ausweitung der Lock-up-Zusagen institutioneller Anleger (vorrangige Zuteilung), die Beschränkung der Teilnahme kleiner Verwalter privater Fonds und von Verwaltern diskretionärer Vermögensverwaltung am Bookbuilding, die Stärkung der Rolle und der Verantwortung der federführenden Emissionsbanken sowie die Einführung von Cornerstone-Investoren und des Pre-Bookbuildings. Da sich das System fortlaufend ändert, prüfen Sie die Wertpapier-Registrierungserklärung jedes Angebots und die Bekanntmachungen der Finanzdienstleistungskommission (FSC).
QIst ein Angebot unter 1 Milliarde KRW von der Einreichung einer Wertpapier-Registrierungserklärung befreit?
Ja. Sogenannte „öffentliche Kleinangebote“, die als öffentliche Angebote oder Verkäufe gelten, aber unter 1 Milliarde KRW liegen, erfordern keine Wertpapier-Registrierungserklärung. Stattdessen müssen, damit Anleger grundlegende Informationen über den Emittenten erfahren können, mindestens 3 Tage vor Beginn des Angebots oder Verkaufs Offenlegungsdokumente für Kleinangebote, etwa ein Prüfungsbericht, und bei dessen Ende ein Ergebnisbericht eingereicht werden. Da keine Prüfung einer Wertpapier-Registrierungserklärung stattfindet, müssen Anleger die Informationen selbst sorgfältig prüfen.
QWas sind der Primärmarkt und der Sekundärmarkt?
Der Aktienmarkt gliedert sich in den Primärmarkt (Emissionsmarkt), auf dem neue Aktien erstmals durch IPOs, Kapitalerhöhungen gegen Einlage und Ähnliches zugeführt werden, und den Sekundärmarkt (Handelsmarkt), auf dem bereits ausgegebene Aktien unter Anlegern gehandelt werden. Die Zeichnung von IPO-Aktien findet auf dem Primärmarkt statt, während Käufe und Verkäufe an der Börse nach der Börsenzulassung auf dem Sekundärmarkt stattfinden. Der koreanische Sekundärmarkt umfasst die von der Korea Exchange (KRX) betriebenen Märkte KOSPI, KOSDAQ und KONEX sowie den K-OTC-Markt, einen außerbörslichen Markt.
QWie werden die Abschlüsse eines Unternehmens geprüft, das kurz vor der Börsenzulassung steht?
Ein Unternehmen, das sich auf die Börsenzulassung vorbereitet, unterzieht sich einer Abschlussprüfung durch einen von der Securities and Futures Commission benannten Abschlussprüfer und, wenn es bestimmte Kriterien erfüllt, einer Prüfung der Abschlüsse durch den Finanzaufsichtsdienst (FSS) und das Korean Institute of Certified Public Accountants. Wird bei der Prüfung der Abschlüsse ein schwerwiegender Rechnungslegungsbetrug festgestellt, wird sie in eine Prüfungsinspektion überführt, und führt die Inspektion zu einer Sanktion wegen grober Fahrlässigkeit oder einer schwereren Verfehlung, wird die Zulassungsprüfung abgelehnt. Veranlasst durch Fälle, in denen Fragen zur finanziellen Lage von Unternehmen aufkamen, etwa nachdem ihre Aktienkurse unmittelbar nach der Börsenzulassung eingebrochen waren, haben die Finanzbehörden seit 2025 die Prüfung der Abschlüsse von Unternehmen verstärkt, die eine Börsenzulassung planen.
02
KOSDAQ-Venturefonds
Dieser Abschnitt fasst die gesetzlichen Anforderungen und die Vermögenszusammensetzung von KOSDAQ-Venturefonds (Investmenttrusts für Venture-Unternehmen), die Funktionsweise der vorrangigen Zuteilung von KOSDAQ-IPO-Aktien, den Einkommensabzug und seine Rückforderung, die Strukturen öffentlich angebotener und privater Fonds sowie die Rücknahmebeschränkungen und die wesentlichen Risiken zusammen. Private KOSDAQ-Venturefonds stehen nur qualifizierten Anlegern offen. Anforderungen, Zuteilungsquoten und Steuervorteile ändern sich häufig, wenn Gesetze und Vorschriften geändert werden. Prüfen Sie daher vor einer Anlage unbedingt die aktuellen Gesetze sowie die Regeln der kollektiven Kapitalanlage des Fonds und den Prospekt oder die Produktbeschreibung.
QWie lautet die gesetzliche Bezeichnung eines KOSDAQ-Venturefonds?
„KOSDAQ-Venturefonds“ ist kein amtlicher Rechtsbegriff, sondern eine gebräuchliche Bezeichnung für den im Gesetz über die Beschränkung der Sonderbesteuerung definierten „Investmenttrust für Venture-Unternehmen“. Artikel 16 dieses Gesetzes sieht einen Einkommensabzug vor, wenn ein Ansässiger in die Anteilscheine eines durch Präsidialverordnung bestimmten Investmenttrusts für Venture-Unternehmen investiert, und die Vorschriften der Korea Financial Investment Association (KOFIA) sehen für diese Trusts ebenfalls eine gesonderte Zuteilung von KOSDAQ-IPO-Aktien vor. Achten Sie daher in Fondsunterlagen und Vorschriften auf den Begriff „Investmenttrust für Venture-Unternehmen“.
QWann und warum wurden KOSDAQ-Venturefonds geschaffen?
Der Investmenttrust für Venture-Unternehmen wurde Ende 1997 geschaffen, aber selten genutzt, weil eine strenge Vorschrift verlangte, mindestens 50% des Fondsvermögens in neue Aktien von Venture-Unternehmen zu investieren. Im Januar 2018 kündigte die Finanzdienstleistungskommission (FSC) in ihren „Kapitalmarktinnovationsmaßnahmen durch Belebung des KOSDAQ-Marktes“ an, diese Anlageregeln zu lockern und die vorrangige Zuteilung von KOSDAQ-IPO-Aktien mit einem Einkommensabzug zu verbinden, um das Anlagevehikel als „KOSDAQ-Venturefonds“ wiederzubeleben. Ziel war es, innovativen Unternehmen und Venture-Unternehmen Risikokapital bereitzustellen und die Beteiligung am KOSDAQ-Markt zu erweitern.
Quelle: [Pressemitteilung] „Kapitalmarktinnovationsmaßnahmen durch Belebung des KOSDAQ-Marktes“
QWie reagierte der Markt, als KOSDAQ-Venturefonds erstmals aufgelegt wurden?
Nach Angaben der Finanzdienstleistungskommission (FSC) wurden KOSDAQ-Venturefonds am 5. April 2018 aufgelegt, und der Gesamtabsatz erreichte zum 26. April jenes Jahres 1.9469 Billionen KRW (523.6 Milliarden KRW öffentlich angeboten, 1.4233 Billionen KRW privat). Zu diesem Zeitpunkt hatten 68 Vermögensverwalter 148 Fonds aufgelegt (7 öffentlich angebotene, 141 private), sodass private Fonds einen großen Anteil ausmachten. Die Kommission nannte Erwartungen an Erträge aus der Zuteilung von IPO-Aktien, einen Einkommensabzug ohne Beschränkung, wer zeichnen durfte, und die damaligen Verhältnisse am KOSDAQ-Markt als Gründe für die starke Nachfrage.
Quelle: Gesprächsrunde zu KOSDAQ-Venturefonds abgehalten und Maßnahmen zur Verbesserung des Systems erörtert
QWie viel ist insgesamt in KOSDAQ-Venturefonds investiert?
Nach Unterlagen, die die Finanzdienstleistungskommission (FSC) im Dezember 2025 veröffentlicht hat, betrug der ausstehende Bestand der KOSDAQ-Venturefonds Ende 2020 3.9 Billionen KRW, Ende 2022 5.1 Billionen KRW, Ende 2024 4.9 Billionen KRW und Ende August 2025 5.3 Billionen KRW. Diese Zahlen zeigen die Größe des gesamten Marktes, öffentlich angebotene und private Fonds zusammengenommen, und sagen nichts über die Erträge oder die Wertentwicklung eines einzelnen Fonds aus. Die aktuellen Zahlen entnehmen Sie bitte Bekanntmachungen der Finanzbehörden oder der Korea Financial Investment Association (KOFIA).
QWarum werden KOSDAQ-Venturefonds „Policy-Fonds“ genannt?
Weil der Staat Anreize in das System eingebaut hat, nämlich Steuervorteile und eine gesonderte Zuteilung von IPO-Aktien, um Geld in den KOSDAQ-Markt und in Venture-Unternehmen zu lenken. In ihren Maßnahmen zur IPO-Reform vom Januar 2025 bezeichnete die Finanzdienstleistungskommission (FSC) High-Yield-Fonds und KOSDAQ-Venturefonds als „Policy-Fonds“ und erläuterte, dass ihnen ein bestimmter Anteil der angebotenen Aktien gesondert zugeteilt worden sei. Da diese Vorteile politischen Zielen dienen, sind sie mit Befristungen versehen, und die Anforderungen und Quoten können sich mit der politischen Richtung ändern.
QWie muss das Vermögen eines KOSDAQ-Venturefonds zusammengesetzt sein?
Nach der Durchführungsverordnung zum Gesetz über die Beschränkung der Sonderbesteuerung muss innerhalb von 6 Monaten nach der Auflegung (9 Monate bei Fonds, die nicht privat sind) der zusammengefasste Anteil aus (1) Investitionen in Venture-Unternehmen und (2) Investitionen in an der KOSDAQ zugelassene kleine und mittlere oder mittelgroße Unternehmen, die vor weniger als 7 Jahren aufgehört haben, Venture-Unternehmen zu sein, mindestens 50% des Treuhandvermögens erreichen. Davon müssen Vermögenswerte, die durch Investitionen nach dem Gesetz über die Förderung von Venture-Investitionen in Venture-Unternehmen angelegt sind, etwa durch die Zeichnung neuer Aktien, mindestens 15% betragen. Danach werden alle 6 Monate die durchschnittlichen Tagesquoten geprüft, um zu bestätigen, dass sie bei oder über 50% und 15% bleiben, mit Ausnahme der 6 Monate vor Beendigung des Trusts.
QWelche Investitionen zählen zur Anforderung „15% in neuen Venture-Aktien“?
Die Durchführungsverordnung bestimmt die Anforderung von 15% als Investition nach Artikel 2 Absatz 1 des Gesetzes über die Förderung von Venture-Investitionen, ausgenommen der Kauf von Aktien oder Anleihen, die andere halten. Dieses Gesetz definiert „Investition“ als Zeichnung von Aktien einer Aktiengesellschaft, von unbesicherten Wandelanleihen (CB), unbesicherten Umtauschanleihen oder unbesicherten Optionsanleihen (BW) sowie als Erwerb von Kapitaleinlagen an Limited Companies, unter anderem. Der Kern dieser Anforderung ist mit anderen Worten die Zeichnung bei der Emission neuer Aktien oder unbesicherter Mezzanine-Wertpapiere, die Venture-Unternehmen begeben.
QWorin unterscheiden sich neue und bestehende Aktien, und warum ist das für KOSDAQ-Venturefonds von Bedeutung?
Neue Aktien werden von einer Gesellschaft neu begeben, sodass das investierte Geld der Gesellschaft zufließt und ihr Wachstum finanziert. Bestehende Aktien werden bereits von Aktionären gehalten, sodass das Geld dem veräußernden Aktionär zufließt, wenn Sie sie kaufen. Die Durchführungsverordnung rechnet sowohl Zeichnungen neuer Aktien als auch Käufe bestehender Aktien auf die Anforderung von 50% für Venture-Unternehmen und dergleichen an. Die Anforderung von 15% kann jedoch nur durch Investitionen erfüllt werden, etwa die Zeichnung neuer Aktien von Venture-Unternehmen. Dies kann als Weg gesehen werden, sicherzustellen, dass Venture-Unternehmen frisches Kapital erreicht.
QWas ist eine Gesellschaft „innerhalb von 7 Jahren nach Verlust des Venture-Status“?
Gemeint ist eine Gesellschaft, die früher ein Venture-Unternehmen war, vor weniger als 7 Jahren aufgehört hat, als solches zu gelten, und ein kleines, mittleres oder mittelgroßes Unternehmen ist, das am KOSDAQ-Markt zugelassen ist. Bei der Reform 2018 wurden die Anlageziele, die auf neue Aktien von Venture-Unternehmen beschränkt waren, auf neue und bestehende Aktien solcher an der KOSDAQ zugelassenen Gesellschaften ausgeweitet, sodass Fonds auch in an der KOSDAQ zugelassene Gesellschaften investieren können. Aktien früherer Venture-Unternehmen, die nach der Zulassung an der KOSDAQ gewachsen sind, können daher für einen bestimmten Zeitraum auf die Anforderung von 50% angerechnet werden.
Quelle: [Pressemitteilung] „Kapitalmarktinnovationsmaßnahmen durch Belebung des KOSDAQ-Marktes“
QMuss ein Fonds die Anforderungen an die Investitionsquote sofort nach der Auflegung erfüllen?
Nein. Es gibt eine Erfüllungsfrist, bevor die Anforderungen erfüllt sein müssen. Nach der geltenden Durchführungsverordnung haben private Fonds 6 Monate ab der Auflegung und Fonds, die nicht privat sind, 9 Monate. Im Oktober 2018 kündigte die Finanzdienstleistungskommission (FSC) eine Verbesserung an, die die Erfüllungsfrist für öffentlich angebotene KOSDAQ-Venturefonds von 6 auf 9 Monate verlängert. Sie berücksichtigte Bedenken der Branche, dass ein Zustrom von Geld in neue Venture-Aktien über einen kurzen Zeitraum Ungleichgewichte von Angebot und Nachfrage sowie Verwaltungsbelastungen verursachen könnte.
Quelle: [Pressehinweis] Verbesserung der Anlageregeln für KOSDAQ-Venturefonds
QVerfehlt der Fonds die Anforderungen, wenn er Verluste erleidet und die Investitionsquote sinkt?
Die Durchführungsverordnung enthält eine Sonderregel: Liegt der Bewertungswert des Treuhandvermögens unter dem eingesetzten Kapital und wird die Quote von 15% unterschritten, gilt die Quote als 15%. Außerdem gelten die im Abstand von 6 Monaten erfolgenden Prüfungen nicht für die 6 Monate vor Beendigung des Trusts. Die Einzelberechnungen folgen jedoch den Formeln der Durchführungsverordnung. Erkundigen Sie sich daher beim Vermögensverwalter, ob ein bestimmter Fonds die Anforderungen erfüllt.
QKann ein KOSDAQ-Venturefonds Wandelanleihen (CB) oder Optionsanleihen (BW) halten, die Venture-Unternehmen begeben haben?
Ja. Die „Investition“ nach dem Gesetz über die Förderung von Venture-Investitionen umfasst die Zeichnung unbesicherter Wandelanleihen und unbesicherter Optionsanleihen, sodass solche Mezzanine-Wertpapiere auf die Anforderungen angerechnet werden können. Öffentlich angebotene Fonds dürfen grundsätzlich keine unbesicherten Anleihen ohne Rating halten. Nach Verbesserungsmaßnahmen im Jahr 2018 sehen die Vorschriften über das Finanzanlagegeschäft jedoch eine Ausnahme vor, wenn Investmenttrusts für Venture-Unternehmen bestimmte in den Vorschriften genannte unbesicherte Anleihen halten, etwa Anleihen ohne Rating für den Markt qualifizierter institutioneller Käufer (QIB). Mezzanine-Wertpapiere tragen zudem das Kreditrisiko des Emittenten, daher sollte die Rückzahlungsfähigkeit des Emittenten geprüft werden.
QInvestieren KOSDAQ-Venturefonds auch in Venture-Unternehmen vor der Börsenzulassung (Pre-IPO)?
Das können sie. Um die Anforderung von 15% zu erfüllen, muss ein Fonds neue Aktien oder Mezzanine-Wertpapiere zeichnen, die Venture-Unternehmen begeben. Die Finanzdienstleistungskommission (FSC) erläuterte 2018, dass private KOSDAQ-Venturefonds, die üblicherweise einen Venture-Capital-Ansatz verfolgen, einen Vorteil dabei hatten, diese Anforderung zu erfüllen, indem sie Wandelanleihen (CB) und Optionsanleihen (BW) nicht zugelassener Venture-Unternehmen bereits in einer frühen Phase einsetzten. Bei nicht zugelassenen Gesellschaften kann sich die Börsenzulassung verzögern oder entfallen, und sie legen nur begrenzte Informationen offen. Liquiditäts- und Bewertungsrisiken können daher größer sein als bei Anlagen in zugelassene Gesellschaften.
Quelle: Gesprächsrunde zu KOSDAQ-Venturefonds abgehalten und Maßnahmen zur Verbesserung des Systems erörtert
QWas ist ein Venture-Unternehmen?
Ein Venture-Unternehmen ist eine Gesellschaft, die die Anforderungen des Sondergesetzes über die Förderung von Venture-Unternehmen erfüllt und in Anerkennung ihrer technologischen Innovationskraft und ihres geschäftlichen Wachstumspotenzials als Venture-Unternehmen bestätigt wurde. Die Bestätigungstypen gliedern sich in den Venture-Investment-Typ, den R&D-Typ und den Innovationswachstums-Typ. Bei der Reform 2021 wurde der frühere Garantie-/Darlehenstyp abgeschafft und durch den Innovationswachstums-Typ ersetzt. In der Praxis wird eine Bestätigung über das Venture-Unternehmen verwendet, um zu prüfen, ob eine Gesellschaft ein Venture-Unternehmen ist und wie lange der Status gilt.
QWer bestätigt den Status als Venture-Unternehmen, und wie lange gilt die Bestätigung?
Seit dem 12. Februar 2021 wird das System privatwirtschaftlich geführt: Die Korea Venture Business Association, die als Einrichtung für die Bestätigung von Venture-Unternehmen benannt ist, übernimmt das Verfahren von der Entgegennahme der Anträge bis zu Bewertung und Prüfung, und ein aus Fachleuten der Privatwirtschaft zusammengesetzter Ausschuss für die Bestätigung von Venture-Unternehmen berät und beschließt Bestätigungen und Aufhebungen. Die Gültigkeitsdauer einer Bestätigung wurde bei dieser Reform von 2 Jahren auf 3 Jahre verlängert. Anträge und der Bestätigungsstand können im Verwaltungssystem für die Venture-Bestätigung (Venturein) eingesehen werden.
QWie werden IPO-Aktien unter KOSDAQ-Venturefonds aufgeteilt?
Nach den Vorschriften der Korea Financial Investment Association (KOFIA) werden bei der Zuteilung des für Investmenttrusts für Venture-Unternehmen vorbehaltenen Anteils die Aktien im Verhältnis zum Nettovermögen jedes Fonds zugeteilt oder nach Anwendung von Gewichtungen von 110% für öffentlich angebotene Fonds und 100% für private Fonds, wenn die Fonds im Bookbuilding den Emissionspreis oder einen höheren Preis bieten und dieselbe Dauer der Lock-up-Verpflichtung eingegangen sind. Außerdem darf der einem einzelnen Fonds zugeteilte Betrag 10% des Gesamtvermögens dieses Fonds nicht übersteigen. Selbst bei einer vorrangigen Zuteilung kann daher die Zuteilung an den einzelnen Fonds umso kleiner ausfallen, je mehr Fonds sich beteiligen.
QWarum erhalten öffentlich angebotene KOSDAQ-Venturefonds eine höhere Gewichtung bei der Zuteilung?
Kurz nach der Auflegung 2018 floss das Geld vor allem in private Fonds, und Kritiker wiesen darauf hin, dass die Praxis, Aktien unabhängig von der Fondsgröße zuzuteilen, kleine private Fonds begünstigte. In ihren „Maßnahmen für ein ausgewogenes Wachstum der KOSDAQ-Venturefonds“ Ende April jenes Jahres erklärte die Finanzdienstleistungskommission (FSC), sie werde Aktien unter Berücksichtigung des Nettovermögens zuteilen und zusätzliche Aktien für öffentlich angebotene Fonds zulassen. Ziel war es, öffentlich angebotenen Fonds, bei denen das Schutzbedürfnis der Anleger größer ist, eine reibungslose Anlage in börsenzugelassene Aktien mit Schwerpunkt auf IPO-Aktien zu ermöglichen.
Quelle: Gesprächsrunde zu KOSDAQ-Venturefonds abgehalten und Maßnahmen zur Verbesserung des Systems erörtert
QWas geschieht mit der vorrangigen Zuteilung, wenn die Nachfrage der KOSDAQ-Venturefonds nicht ausreicht?
Die Vorschriften der Korea Financial Investment Association (KOFIA) sehen vor, dass die Pflichtzuteilung als erfolgt gilt, wenn gültige Bookbuilding-Gebote von Investmenttrusts für Venture-Unternehmen nicht ausreichen, um die Pflichtzuteilung zu füllen. Gültige Gebote sind hier solche, die die Zahlungsfähigkeit des Bieters für die Aktien nicht übersteigen und zum Emissionspreis oder darüber eingereicht wurden. Wenn außerdem die Zeichnungen einer Anlegergruppe hinter ihrer Zuteilungsquote zurückbleiben, können die verbleibenden Aktien anderen Gruppen zugeteilt werden.
QErhalten KOSDAQ-Venturefonds auch bei KOSPI-Börsengängen eine vorrangige Zuteilung?
Nein. Nach den Vorschriften der Korea Financial Investment Association (KOFIA) gilt die gesonderte Zuteilung für Investmenttrusts für Venture-Unternehmen für Börsengänge (IPOs) zur Zulassung am KOSDAQ-Markt und für öffentliche Angebote neuer Aktien durch an der KOSDAQ zugelassene Gesellschaften. Börsengänge am KOSPI-Markt haben keine solche gesonderte Zuteilung. KOSDAQ-Venturefonds nehmen daher am Bookbuilding teil und erhalten Aktien innerhalb der Zuteilung an allgemeine institutionelle Anleger.
QErhalten KOSDAQ-Venturefonds auch eine Zuteilung, wenn eine an der KOSDAQ zugelassene Gesellschaft Kapital aufnimmt?
Ja. Die Vorschriften der Korea Financial Investment Association (KOFIA) sehen vor, dass bei einer Emission neuer Aktien durch eine an der KOSDAQ zugelassene Gesellschaft im Wege eines öffentlichen Angebots mindestens 30% der Aktien, die nach den Zuteilungen an den Belegschaftsaktienverein und an Aktionäre mit vorrangigem Zeichnungsrecht verbleiben, Investmenttrusts für Venture-Unternehmen zuzuteilen sind. Wenn eine Emissionsbank nicht gezeichnete Aktien übernimmt und sie Publikumszeichnern erneut anbietet, werden ebenfalls mindestens 30% dieser Aktien Investmenttrusts für Venture-Unternehmen zugeteilt, sofern der Emittent an der KOSDAQ zugelassen ist. Die Zuteilung kann jedoch unterbleiben, wenn die zuzuteilenden Aktien 5,000 Stück oder weniger betragen (bezogen auf einen Nennwert von 5,000 KRW) oder der Emissionsbetrag 100 Millionen KRW oder weniger beträgt.
QKann ein KOSDAQ-Venturefonds, der weniger als 1 Jahr besteht, eine vorrangige Zuteilung erhalten?
Ja, die Vorschriften der Korea Financial Investment Association (KOFIA) stellen jedoch eine gesonderte Prüfung auf. Ein Investmenttrust für Venture-Unternehmen, der von seiner erstmaligen Auflegung bis zum Bookbuilding-Tag weniger als 1 Jahr besteht, ist für die vorrangige Zuteilung nur berechtigt, wenn die Summe der Investitionsquoten nach der Durchführungsverordnung am Geschäftstag vor dem Bookbuilding mindestens 35% des gesamten Treuhandvermögens beträgt. Außerdem beschränken die Vorschriften die berechtigten Investmenttrusts für Venture-Unternehmen auf solche, die nach dem Inkrafttreten der in den Vorschriften genannten Änderung der Durchführungsverordnung (Präsidialverordnung Nr. 28636) aufgelegt wurden.
QHilft der Erhalt von KOSDAQ-IPO-Aktien einem Fonds auch dabei, die Anforderung neuer Aktien zu erfüllen?
Das kann der Fall sein. In Unterlagen aus dem Jahr 2018 analysierte die Finanzdienstleistungskommission (FSC) nach Fondsgröße, in welchem Umfang Zuteilungen aus KOSDAQ-Börsengängen dazu beitragen, die Pflicht eines Fonds zum Halten neuer Aktien zu erfüllen, und kam zu dem Schluss, dass die Zuteilung im Verhältnis zum Nettovermögen umso kleiner ist, je größer der Fonds ist, sodass die Anforderung mit IPO-Aktien allein schwer zu erfüllen ist. Angebotene Aktien können sowohl neue Aktien als auch bestehende Aktien umfassen, die von bisherigen Aktionären veräußert werden. Der Vermögensverwalter nimmt daher die tatsächliche Berechnung nach der Durchführungsverordnung vor.
Quelle: Gesprächsrunde zu KOSDAQ-Venturefonds abgehalten und Maßnahmen zur Verbesserung des Systems erörtert
QWarum muss ein KOSDAQ-Venturefonds eine Lock-up-Verpflichtung von 15 Tagen eingehen, um eine vorrangige Zuteilung zu erhalten?
Im Januar 2025 reagierten die Finanzbehörden auf die Kritik, dass mehr Policy-Fonds die gesondert zugeteilten IPO-Aktien am Tag der Börsenzulassung nur wegen kurzfristiger Gewinne verkauften, und beschlossen, die gesonderte Zuteilung nur für Aktien zu gewähren, die von einer Lock-up-Verpflichtung (15 Tage oder länger) erfasst sind. Aktien ohne Verpflichtung nehmen auf dieselbe Weise teil und werden auf dieselbe Weise zugeteilt wie bei gewöhnlichen Fonds. Während der Lock-up-Frist können die zugeteilten Aktien nicht verkauft werden, sodass der Fonds die Kursschwankungen unmittelbar nach der Börsenzulassung in vollem Umfang trägt.
QWarum gilt für private KOSDAQ-Venturefonds ein Rücknahmeverbot von 1 Jahr und 6 Monaten?
Bei der ersten Auflegung der Fonds im Jahr 2018 wurden Bedenken geäußert, dass ohne Rücknahmebeschränkungen vermögende Anleger und andere, die an dem Steuervorteil wenig Interesse haben, den Vorteil der IPO-Zuteilung nutzen und anschließend sofort eine Rücknahme vornehmen könnten. Die Finanzdienstleistungskommission (FSC) schlug daher vor, die Berechtigung zur vorrangigen Zuteilung nur privaten Fonds zu gewähren, die die Rücknahme für einen bestimmten Zeitraum (zum Beispiel 1 Jahr und 6 Monate) untersagen, um langfristige Anlagen zu fördern. Auch die geltenden Vorschriften der Korea Financial Investment Association (KOFIA) erkennen einen privaten Investmenttrust für Venture-Unternehmen für die gesonderte Zuteilung nur an, wenn die Rücknahme für mindestens 1 Jahr und 6 Monate ab der erstmaligen Auflegung untersagt ist.
Quelle: Gesprächsrunde zu KOSDAQ-Venturefonds abgehalten und Maßnahmen zur Verbesserung des Systems erörtert
QGibt es eine Sanktion, wenn ein Fonds nach Erhalt von IPO-Aktien vorzeitig beendet wird?
Ja. Die Vorschriften der Korea Financial Investment Association (KOFIA) sehen es als unzulässige Teilnahme am Bookbuilding an, wenn ein Investmenttrust für Venture-Unternehmen, der IPO-Aktien durch Bookbuilding erhalten hat, innerhalb von 1 Jahr nach seiner Auflegung oder innerhalb von 3 Monaten nach dem Tag der Zuteilung der Aktien beendet wird (ausgenommen die letzten 3 Monate eines Trusts, dessen Vertragslaufzeit 3 Jahre oder mehr beträgt). Dasselbe gilt, wenn ein privater Investmenttrust für Venture-Unternehmen nach Erhalt von IPO-Aktien innerhalb von 1 Jahr und 6 Monaten nach seiner erstmaligen Auflegung zurückgenommen wird. In solchen Fällen können dem Vermögensverwalter nach den Vorschriften Sanktionen drohen, etwa Beschränkungen der Teilnahme am Bookbuilding.
QWozu muss sich ein Vermögensverwalter verpflichten, wenn ein KOSDAQ-Venturefonds IPO-Aktien erhält?
Nach den Vorschriften der Korea Financial Investment Association (KOFIA) muss ein Unternehmen für kollektive Kapitalanlagen, das eine Zuteilung von IPO-Aktien an einen Investmenttrust für Venture-Unternehmen erhalten möchte, der federführenden Emissionsbank eine Verpflichtungserklärung einreichen. Darin wird erklärt, dass der Vermögensverwalter nicht zu den von der Zuteilung ausgeschlossenen Personen gehört, etwa zu nahestehenden Personen der Emissionsbank oder des Emittenten; dass der Fonds die in den Vorschriften genannten Anforderungen an einen Investmenttrust für Venture-Unternehmen erfüllt; und dass bei einem privaten Fonds die Rücknahme für mindestens 1 Jahr und 6 Monate ab der Auflegung untersagt ist.
QLag die Quote der vorrangigen Zuteilung immer bei 30%?
Bei Einführung der Regelung im Jahr 2018 wurden 30% der KOSDAQ-IPO-Aktien vorrangig an KOSDAQ-Venturefonds zugeteilt. Die Quote wurde später angepasst und lag bei den Bekanntmachungen der Finanzbehörden im Jahr 2025 bei 25%. Im Dezember 2025 erklärte die Finanzdienstleistungskommission (FSC) in ihren „Maßnahmen zur Stärkung von Vertrauen + Innovation am KOSDAQ-Markt“, sie werde diese Zuteilung von 25% auf 30% anheben. Stand Oktober 2026 verlangen die Vorschriften der Korea Financial Investment Association (KOFIA), dass mindestens 30% der KOSDAQ-IPO-Aktien zugeteilt werden. Da sich die Quote mit der Politik ändern kann, prüfen Sie die Wertpapier-Registrierungserklärung jeder Emission.
QWie lange wird der Vorteil der vorrangigen Zuteilung bestehen?
Die vorrangige Zuteilung wurde als befristeter Vorteil mit festgelegtem Endtermin gehandhabt. In Unterlagen der Finanzdienstleistungskommission (FSC) aus dem Jahr 2020 war der Befristungstermin Ende 2023, in Unterlagen vom Januar 2025 Ende 2025. Im Dezember 2025 kündigte die Kommission eine Verlängerung um 3 Jahre für die Steuervorteile und die Vorteile der vorrangigen Zuteilung an, die Ende 2025 auslaufen sollten. Prüfen Sie die zugehörigen Bekanntmachungen und Vorschriften, um zu sehen, ob sie darüber hinaus verlängert werden.
QGarantiert die vorrangige Zuteilung von IPO-Aktien die Erträge des Fonds?
Nein. IPO-Aktien können nach der Börsenzulassung unter dem Emissionspreis gehandelt werden, und da die teilnehmenden Fonds die gesonderte Zuteilung nach dem Nettovermögen und anderen Faktoren untereinander aufteilen, kann der Betrag, den jeder Fonds erhält, begrenzt sein. Der Finanzaufsichtsdienst (FSS) stellte fest, dass die Wettbewerbsquote im Bookbuilding bei KOSDAQ-Börsengängen unter anderem wegen der Einführung der KOSDAQ-Venturefonds (April 2018) von 325:1 im Jahr 2017 auf 488:1 im Jahr 2018 gestiegen ist. Je stärker der Wettbewerb, desto kleiner kann die Zuteilung ausfallen. Die Wertentwicklung des Fonds hängt zudem stark von den Kursbewegungen anderer Bestände ab, etwa nicht zugelassener Aktien und Aktien mit geringer Marktkapitalisierung.
QKönnen Sie die Zuteilung an KOSDAQ-Venturefonds in IPO-Offenlegungen einsehen?
Ja. Als die Finanzbehörden im Jahr 2020 die Zuteilung von IPO-Aktien verbesserten, verlangten sie, dass die Wertpapier-Registrierungserklärung die Zuteilung für jeden Anlegertyp angibt, etwa für institutionelle Anleger, Publikumszeichner und Mitglieder des Belegschaftsaktienvereins, zusammen mit den Zeichnungs- und Zuteilungsverfahren. Bei einem KOSDAQ-Börsengang können Sie die Aktien, die Investmenttrusts für Venture-Unternehmen (KOSDAQ-Venturefonds) zuzuteilen sind, in der Wertpapier-Registrierungserklärung und im Prospekt prüfen. Diese Unterlagen sind im elektronischen Offenlegungssystem (DART) des Finanzaufsichtsdienstes (FSS) verfügbar.
Quelle: Publikumszeichner erhalten mehr Gelegenheiten zur Zuteilung von IPO-Aktien
QWie unterscheiden sich gewöhnliche IPO-Fonds von KOSDAQ-Venturefonds?
Ein gewöhnlicher IPO-Fonds hat keine gesonderte Zuteilung und nimmt als „allgemeiner institutioneller Anleger“ am Bookbuilding teil. Er konkurriert mit anderen Instituten um die verbleibende institutionelle Zuteilung. Ein KOSDAQ-Venturefonds (Investmenttrust für Venture-Unternehmen) kann dagegen im Gegenzug dafür, dass er Anforderungen wie die Venture-Investitionsquoten erfüllt, einen gesondert vorbehaltenen Anteil an KOSDAQ-Börsengängen erhalten. Im Gegenzug hält er einen größeren Anteil an nicht zugelassenen Venture-Unternehmen und kleinen KOSDAQ-Unternehmen, sodass sich die Risikoprofile der beiden Fondsarten unterscheiden können.
QWie unterscheidet sich die gesonderte IPO-Zuteilung für High-Yield-Fonds von der für KOSDAQ-Venturefonds?
Nach den Vorschriften der Korea Financial Investment Association (KOFIA) erhalten Hochrisiko-Hochrendite-Investmenttrusts (High-Yield-Fonds), die sich zu einem Lock-up von mindestens 15 Tagen verpflichten, mindestens 5% der angebotenen Aktien (mindestens 10% bei KOSDAQ-Börsengängen), während Investmenttrusts für Venture-Unternehmen, die dieselbe Bedingung erfüllen, mindestens 30% der KOSDAQ-IPO-Aktien erhalten. High-Yield-Fonds sind anleiheorientierte Fonds, die mindestens einen bestimmten Anteil an Anleihen unterhalb Investment Grade und dergleichen halten müssen, während KOSDAQ-Venturefonds Investitionsquoten für Aktien und Mezzanine-Wertpapiere von Venture-Unternehmen und dergleichen erfüllen müssen. Da sich die Vermögenswerte unterscheiden, die für den Vorteil erforderlich sind, unterscheidet sich auch die Art der Risiken.
QWer kann den Einkommensabzug für KOSDAQ-Venturefonds geltend machen? Kann eine juristische Person dies?
Der Einkommensabzug nach Artikel 16 des Gesetzes über die Beschränkung der Sonderbesteuerung zieht einen Betrag vom Gesamteinkommen ab, wenn ein „Ansässiger“ in Anteilscheine eines Investmenttrusts für Venture-Unternehmen investiert. Er steht daher ansässigen natürlichen Personen zu. Juristische Personen können in die Fonds investieren, doch der Abzug nach dieser Vorschrift gilt für sie nicht. Auch Nichtansässige sind nicht berechtigt. Ob er in Ihrer Situation gilt, klären Sie bitte mit dem National Tax Service (NTS) oder einer steuerlichen Fachkraft.
QKönnen Sie den Einkommensabzug erhalten, wenn Sie Anteilscheine eines KOSDAQ-Venturefonds von einer anderen Person erwerben?
Nein. Der Vorbehalt in Artikel 16 Absatz 1 des Gesetzes über die Beschränkung der Sonderbesteuerung bestimmt, dass der Einkommensabzug nicht für Investitionen gilt, die durch den Erwerb der Kapitaleinlage, des Investitionsanteils oder der Anteilscheine einer anderen Person erfolgen. Mit anderen Worten ist nur Geld berechtigt, das Sie durch eigene Zeichnung des Fonds investieren. Anteilscheine, die von einem anderen Anleger übernommen werden, sind ausgeschlossen.
QKann ein privat angebotener KOSDAQ-Venturefonds für den Einkommensabzug in Betracht kommen?
Bei der Festlegung der Anforderungen an Investmenttrusts für Venture-Unternehmen sieht die Durchführungsverordnung gesonderte Erfüllungsfristen von 6 Monaten für private kollektive Anlagevehikel und von 9 Monaten für andere Fonds vor. Ein privat angebotener Fonds kann daher ebenfalls in Betracht kommen, wenn er alle Anforderungen erfüllt. Dazu gehört, dass er ein Investmenttrust nach dem Gesetz über Finanzanlage- und Kapitalmarktdienstleistungen (FSCMA) mit einer Vertragslaufzeit von mindestens 3 Jahren ist, über ein Passbuchkonto abgewickelt wird und die Investitionsquoten für Venture-Unternehmen und dergleichen einhält. Private Fonds stehen jedoch nur qualifizierten Anlegern offen, und ob ein bestimmter Fonds die Anforderungen des Abzugs erfüllt, ist in seinen Regeln der kollektiven Kapitalanlage und anderen Unterlagen zu prüfen.
QWie beantragen Sie den Einkommensabzug für KOSDAQ-Venturefonds?
Nach der Durchführungsverordnung muss ein Anleger, der den Abzug beanspruchen möchte, eine Bestätigung über die Einlage oder die Investition vom Unternehmen für kollektive Kapitalanlagen des Investmenttrusts für Venture-Unternehmen oder von der Finanzgesellschaft, die den Trust betreut, einholen und einreichen. Ansässige, die ihre Steuer im Wege des Jahresendausgleichs abrechnen, etwa Personen mit ausschließlich Arbeitseinkünften, reichen sie bis zu dem Tag bei ihrem Abzugsverpflichteten oder einer vergleichbaren Stelle ein, an dem sie ihr Februargehalt des Folgejahres erhalten. Andere Ansässige reichen sie bis zum Ablauf der Frist für die Abgabe ihrer endgültigen Gesamteinkommensteuererklärung ein. Die konkreten Verfahren zur Ausstellung und Einreichung klären Sie bitte mit Ihrer Vertriebsgesellschaft und dem National Tax Service (NTS).
QWas sollten Sie tun, wenn Sie den Abzug in einem anderen Jahr geltend machen möchten?
Der Abzug wird grundsätzlich im Jahr der Investition vorgenommen. Sie können jedoch ein Jahr wählen, und zwar vom Investitionsjahr bis zu dem Jahr, in das der Tag fällt, der 2 Jahre nach der Investition liegt. Nach Angaben des National Tax Service (NTS) müssen Sie, um den Zeitpunkt des Abzugs zu ändern, bei Erhalt der Investitionsbestätigung einen Antrag auf Änderung des Abzugsjahres beim Vermögensverwalter oder einem anderen Aussteller einreichen. Der Abzug kann nicht auf mehrere Jahre aufgeteilt werden.
QWenn Sie innerhalb von 3 Jahren eine Rücknahme vornehmen und der Abzug zurückgefordert wird, wie wird die Steuer erhoben?
Nach der geltenden Durchführungsverordnung erhebt die Finanzgesellschaft, die den Investmenttrust für Venture-Unternehmen betreut, 35/1,000 des Betrags der Übertragung oder Rücknahme der Anteilscheine, bis zu 2 Millionen KRW pro Jahr, und führt diesen Betrag bis zum 10. des Folgemonats an das Finanzamt ab. Weist der Anleger nach, dass die tatsächlich verminderte Steuer geringer war, wird nur der tatsächlich verminderte Betrag zurückgefordert. Die Steuer wird aus den gesetzlich bestimmten Gründen nicht zurückgefordert, etwa beim Tod des Anlegers, bei Auswanderung des gesamten Haushalts ins Ausland oder bei einem erheblichen Vermögensverlust durch eine Naturkatastrophe.
QBis wann gilt der Einkommensabzug für KOSDAQ-Venturefonds?
Artikel 16 des Gesetzes über die Beschränkung der Sonderbesteuerung wendet den Einkommensabzug auf Beträge an, die bis zum 31. Dezember 2028 in Investmenttrusts für Venture-Unternehmen und dergleichen eingelegt oder investiert werden (geändert im Dezember 2025, Stand Oktober 2026). Auch die Erläuterung des National Tax Service (NTS) zu den Steuerrechtsänderungen 2026 führt aus, dass die Frist für Einkommensabzüge bei Venture-Investitionen vom 31. Dezember 2025 auf den 31. Dezember 2028 verlängert wurde. Ob Investitionen nach Ablauf der Frist in Betracht kommen, hängt von den dann geltenden Gesetzen ab.
QWerden Erträge aus einem KOSDAQ-Venturefonds ebenfalls besteuert?
Der Einkommensabzug ist ein Vorteil auf den investierten Betrag. Für Erträge, die Sie aus dem Fonds erhalten, gelten gesonderte Steuerregeln. Nach Angaben des National Tax Service (NTS) werden Fondserträge grundsätzlich als Dividendeneinkünfte besteuert. Gewinne und Verluste aus dem Handel oder der Bewertung von Wertpapieren, die am Wertpapiermarkt zugelassen sind, oder von Aktien und Kapitalanteilen an Venture-Unternehmen durch den Fonds werden jedoch nicht in das steuerpflichtige Einkommen einbezogen. Erträge aus anderen Quellen, etwa Anleihezinsen, können besteuert werden. Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Prospekt und den Hinweisen des National Tax Service (NTS).
Quelle: Steuerleitfaden des National Tax Service (NTS): Erträge aus kollektiven Anlagevehikeln
QWie unterscheiden sich öffentlich angebotene und private KOSDAQ-Venturefonds?
Die Finanzdienstleistungskommission (FSC) erläuterte, dass öffentlich angebotene KOSDAQ-Venturefonds jedem offenstehen, aber strengen Vorschriften zur Diversifikation, zur Offenlegung und zu anderem Anlegerschutz unterliegen und dadurch einen Vorteil bei der Verwaltung sehr liquider Vermögenswerte wie börsenzugelassener Aktien, einschließlich IPO-Aktien, haben. Private KOSDAQ-Venturefonds stehen nur qualifizierten Anlegern offen und wurden als vorteilhaft bei schrittweisen, auf Beziehungen gestützten Investitionen angesehen, etwa in Wandelanleihen (CB) und Optionsanleihen (BW) nicht zugelassener Venture-Unternehmen. Es gelten zudem unterschiedliche Regeln, etwa Zuteilungsgewichtungen (110% für öffentlich angebotene Fonds, 100% für private Fonds) und das Rücknahmeverbot von 1 Jahr und 6 Monaten für private Fonds.
Quelle: Gesprächsrunde zu KOSDAQ-Venturefonds abgehalten und Maßnahmen zur Verbesserung des Systems erörtert
QWer kann in einen privaten KOSDAQ-Venturefonds investieren, und wie?
Ein privater KOSDAQ-Venturefonds ist ein allgemeiner privater Fonds, daher können nur qualifizierte Anleger investieren. Qualifizierte Anleger sind professionelle Anleger oder natürliche Personen, juristische Personen und andere, die mindestens den in der Durchführungsverordnung festgelegten Mindestbetrag investieren. Dieser beträgt je nach Hebel 300 Millionen KRW oder mehr (bei Fonds, deren Risikoposition aus Derivaten und dergleichen 200% des Nettovermögens nicht übersteigt) oder 500 Millionen KRW oder mehr. Die Vertriebsgesellschaft muss den Status als qualifizierter Anleger prüfen und gewöhnlichen Anlegern eine vom Vermögensverwalter erstellte und von der Vertriebsgesellschaft geprüfte zentrale Produktbeschreibung aushändigen und erläutern.
QUnterliegen private KOSDAQ-Venturefonds denselben Regeln wie andere allgemeine private Fonds?
Ja. Ein privat aufgelegter KOSDAQ-Venturefonds ist ein allgemeines privates kollektives Anlagevehikel nach dem Gesetz über Finanzanlage- und Kapitalmarktdienstleistungen (FSCMA) und folgt den Regeln für allgemeine private Fonds, etwa der Ausgabe nur an qualifizierte Anleger, der Meldung an die Finanzdienstleistungskommission (FSC) und den Anlagebeschränkungen. Darüber hinaus muss er, um den Einkommensabzug und die gesonderte IPO-Zuteilung zu erhalten, auch die Anforderungen an einen Investmenttrust für Venture-Unternehmen in der Durchführungsverordnung zum Gesetz über die Beschränkung der Sonderbesteuerung und die Anforderungen in den Vorschriften der Korea Financial Investment Association (KOFIA) erfüllen (eine Lock-up-Verpflichtung von mindestens 15 Tagen, ein Rücknahmeverbot von 1 Jahr und 6 Monaten und so weiter). Mit anderen Worten ist „KOSDAQ-Venturefonds“ weniger eine eigene Fondsart als ein Status, der Fonds verliehen wird, die bestimmte Anforderungen erfüllen.
QWarum beschränken private KOSDAQ-Venturefonds die Rücknahme häufig?
Erstens muss ein privater Investmenttrust für Venture-Unternehmen nach den Vorschriften der Korea Financial Investment Association (KOFIA) die Rücknahme für mindestens 1 Jahr und 6 Monate ab seiner erstmaligen Auflegung untersagen, um die gesonderte IPO-Zuteilung zu erhalten. Zweitens muss nach der Reform der privaten Fonds im Jahr 2021 ein privater Fonds, bei dem Vermögenswerte ohne Börsenmarktpreis, ausgenommen diejenigen, die leicht in Zahlungsmittel umwandelbar sind, 50% übersteigen, als geschlossener Fonds aufgelegt werden, der eine jederzeitige Rücknahme nicht zulässt. Fonds, die schwer veräußerbare Vermögenswerte wie nicht zugelassene Venture-Aktien und Mezzanine-Wertpapiere halten, können daher eine beschränkte Rücknahme haben. Prüfen Sie vor der Anlage unbedingt die Laufzeit und die Rücknahmebedingungen.
QHaben KOSDAQ-Venturefonds eine Laufzeit?
Nach der Durchführungsverordnung muss ein für den Einkommensabzug berechtigter Investmenttrust für Venture-Unternehmen ein Investmenttrust mit einer Vertragslaufzeit von mindestens 3 Jahren sein. Er hat daher eine festgelegte Laufzeit des Treuhandvertrags. Die tatsächliche Laufzeit und die Bedingungen für eine Verlängerung oder vorzeitige Beendigung sind in den Regeln der kollektiven Kapitalanlage des jeweiligen Fonds festgelegt. Prüfen Sie sie vor der Anlage. Wenn Sie den Einkommensabzug erhalten haben, beachten Sie zudem, dass eine Rücknahme oder Übertragung innerhalb von 3 Jahren ab dem Investitionsdatum die Rückforderung der abgezogenen Steuer auslöst.
QWie wird der Nettoinventarwert eines KOSDAQ-Venturefonds mit vielen nicht zugelassenen Aktien bestimmt?
Fondsvermögen werden grundsätzlich zum Marktpreis bewertet und, wo kein Marktpreis besteht, zum beizulegenden Zeitwert. Die Finanzdienstleistungskommission (FSC) erläuterte, dass der beizulegende Zeitwert vom Bewertungsausschuss des Vermögensverwalters für das Vermögen der kollektiven Kapitalanlage festgesetzt wird, unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisen, Transaktionspreisen und Preisen, die Anleihebewertungsgesellschaften bereitstellen, und dass Wandelanleihen (CB) und Optionsanleihen (BW) nicht zugelassener Gesellschaften, die KOSDAQ-Venturefonds halten, auf dieselbe Weise wie andere Vermögenswerte bewertet werden. Beachten Sie bei Vermögenswerten ohne Marktpreis, dass der Nettoinventarwert (NAV) je nach Bewertungsmethode und -zeitpunkt vom tatsächlich bei einem Verkauf erzielbaren Preis abweichen kann.
QWelche Risiken bestehen bei einer Anlage in einen KOSDAQ-Venturefonds?
Da ein großer Teil des Vermögens in Venture-Unternehmen und kleine KOSDAQ-Unternehmen investiert wird, ist die Kursvolatilität durch Branchen- und Titelkonzentration hoch. Nicht zugelassene Aktien und Mezzanine-Wertpapiere tragen ein Liquiditätsrisiko, da sie sich schwer verkaufen lassen, wenn Sie verkaufen möchten. Mezzanine-Wertpapiere tragen zudem das Kreditrisiko des Emittenten, und der Betrag der zugeteilten IPO-Aktien hängt vom Wettbewerb ab. Vor allem ist ein Fonds ein erfolgsabhängiges Produkt, dessen Kapital nicht garantiert ist. Prüfen Sie daher die Risikoabschnitte des Prospekts oder der zentralen Produktbeschreibung sorgfältig.
Quelle: Finanzaufsichtsdienst (FSS), FINE Finanz-Tipps: Hinweise bei einer Anlage in private Fonds
QWie können Sie die Vergütungen und Gebühren eines KOSDAQ-Venturefonds prüfen?
Verwaltungsvergütung, Vertriebsvergütung und Verwahrvergütung sowie Verkaufsgebühren und Rücknahmegebühren werden für jeden Fonds in seinen Regeln der kollektiven Kapitalanlage und im Prospekt oder in der Produktbeschreibung festgelegt. Private Fonds haben keine standardisierten Vergütungsstrukturen und können erfolgsabhängige Vergütungen erheben. In diesem Fall sind die Vergütungen umso höher, je höher die Gewinne sind, und die tatsächlichen Erträge können hinter den Erwartungen zurückbleiben. Prüfen Sie vor der Anlage die Hurdle Rate, den Satz der erfolgsabhängigen Vergütung und die Gebühren bei vorzeitiger Rücknahme.
Quelle: Finanzaufsichtsdienst (FSS), FINE Finanz-Tipps: Hinweise bei einer Anlage in private Fonds
QWenn Sie in einen privaten KOSDAQ-Venturefonds investieren, wie können Sie erfahren, wie er verwaltet wird?
Nach der Reform der privaten Fonds im Jahr 2021 gilt die Pflicht zur Aushändigung von Vermögensverwaltungsberichten für allgemeine private Fonds, in die gewöhnliche Anleger investiert haben. Angaben wie die Anlagestrategie des Fonds, das Liquiditätsrisiko sowie Verwaltungsrisiken und deren Steuerung wurden in die Berichte aufgenommen. Die Vertriebsgesellschaft prüft anhand des Vermögensverwaltungsberichts, ob der Fonds im Einklang mit der zentralen Produktbeschreibung verwaltet wird, und die Treuhandgesellschaft überwacht, ob Anlageweisungen den Gesetzen, den Regeln der kollektiven Kapitalanlage und der Beschreibung entsprechen. Anleger können den Stand des Fonds anhand dieses Berichts zusammen mit der zentralen Produktbeschreibung prüfen.
QWie unterscheiden sich kollektive Anlagevehikel für die Geschäftsentwicklung (BDC) von KOSDAQ-Venturefonds?
Nach Unterlagen der Finanzdienstleistungskommission (FSC) investieren KOSDAQ-Venturefonds mindestens 50% des Fondsvermögens in Aktien, Wandelanleihen (CB) und dergleichen von Venture-Unternehmen (einschließlich börsenzugelassener Venture-Unternehmen) oder von kleinen und mittleren sowie mittelgroßen KOSDAQ-Unternehmen innerhalb von 7 Jahren nach Verlust des Venture-Status und erhalten als Anreize einen Einkommensabzug und eine vorrangige Zuteilung von KOSDAQ-IPO-Aktien. Kollektive Anlagevehikel für die Geschäftsentwicklung (BDC) sind öffentlich angebotene Fonds, die mindestens 60% des Gesamtvermögens in Venture- und KONEX-Unternehmen, KOSDAQ-Unternehmen mit geringer Marktkapitalisierung, Beteiligungen an Venturefonds und dergleichen investieren und an der Börse zugelassen sind, sodass gewöhnliche Anleger sie kaufen und verkaufen können. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass ein BDC ein börsenzugelassener öffentlich angebotener Fonds ist, während ein KOSDAQ-Venturefonds sowohl öffentlich als auch privat aufgelegt werden kann.
QWie unterscheiden sich Venture-Investmentvereinigungen sowie private Fonds für Gründungen und Ventures von KOSDAQ-Venturefonds?
Artikel 16 des Gesetzes über die Beschränkung der Sonderbesteuerung führt Einlagen in Venture-Investmentvereinigungen und dergleichen, Investitionen in Anteilscheine von Investmenttrusts für Venture-Unternehmen und Investitionen in private kollektive Anlagevehikel mit Schwerpunkt Gründung und Venture als getrennte Posten auf, die für den Einkommensabzug in Betracht kommen. Eine Venture-Investmentvereinigung wird von Venture-Investmentgesellschaften und anderen nach dem Gesetz über die Förderung von Venture-Investitionen gebildet, während ein KOSDAQ-Venturefonds ein Investmenttrust ist, den ein Unternehmen für kollektive Kapitalanlagen nach dem Gesetz über Finanzanlage- und Kapitalmarktdienstleistungen (FSCMA) verwaltet. Rechtsform und Verwalter unterscheiden sich daher. Auch Detailregeln, etwa die Gründe für die Rückforderung des Abzugs, sind für jede Art unterschiedlich geregelt. Prüfen Sie daher das zugrunde liegende Gesetz des jeweiligen Produkts.
QWie hängen die Risikokapitalpflichten großer Wertpapierhäuser mit KOSDAQ-Venturefonds zusammen?
In ihren „Maßnahmen zur Stärkung von Vertrauen + Innovation am KOSDAQ-Markt“ vom Dezember 2025 erklärte die Finanzdienstleistungskommission (FSC), sie werde Investitionen in KOSDAQ-Venturefonds und kollektive Anlagevehikel für die Geschäftsentwicklung (BDC) auf die Erfüllung großer Investmentbanken (IBs) anrechnen, die Risikokapital bereitstellen müssen. Sie führte aus, dass die 5 großen IBs, die zur Ausgabe von Eigenwechseln oder zum Angebot von IMAs zugelassen (benannt) sind, nach ihren eigenen Geschäftsplänen die Absicht geäußert hätten, bis 2028 rund 1.2 Billionen KRW (vorläufig) in KOSDAQ-Venturefonds und BDC zu investieren. Dieselbe Bekanntmachung führte auch die Anhebung der Obergrenze für Steuervorteile von KOSDAQ-Venturefonds als Prüfungspunkt auf. Die Einzelheiten hängen jedoch davon ab, ob die Gesetze später geändert werden.
QWerden KOSDAQ-Venturefonds auch im National Growth Fund mit Publikumsbeteiligung eingesetzt?
Nach Unterlagen, die die Finanzdienstleistungskommission (FSC) im Juni 2026 veröffentlicht hat, ließ der National Growth Fund mit Publikumsbeteiligung KOSDAQ-Venturefonds, die von der vorrangigen IPO-Zuteilung profitieren, als Teilfonds zu, um durch eine Teilnahme am IPO-Markt höhere Erträge anzustreben. Die Unterlagen beschreiben die Anforderungen an KOSDAQ-Venturefonds als Investition von mindestens 50% in Venture-Unternehmen oder an der KOSDAQ zugelassene Gesellschaften innerhalb von 7 Jahren nach Verlust des Venture-Status und von mindestens 15% in neue Aktien von Venture-Unternehmen. 3 der 10 ausgewählten Teilfonds bewarben sich als KOSDAQ-Venturefonds. Struktur und Risiken des National Growth Fund mit Publikumsbeteiligung entnehmen Sie bitte dem Prospekt dieses Produkts.
QWas sollten Sie vor einer Anlage in einen KOSDAQ-Venturefonds prüfen?
Prüfen Sie zunächst, ob der Fonds öffentlich angeboten oder privat ist und ob er so ausgestaltet ist, dass er die Anforderungen für den Einkommensabzug und die gesonderte IPO-Zuteilung erfüllt. Sehen Sie sodann die wesentlichen Anlageziele und die Strategie, etwa nicht zugelassene Venture-Unternehmen und Mezzanine-Wertpapiere, die Laufzeit und die Rücknahmebeschränkungen, die Vergütungsstruktur einschließlich etwaiger erfolgsabhängiger Vergütungen sowie danach, ob der Vermögensverwalter und die Vertriebsgesellschaft beaufsichtigte Finanzinstitute sind. Wenn Sie den Einkommensabzug geltend machen möchten, berücksichtigen Sie zudem die Haltedauer von 3 Jahren und Ihren eigenen Liquiditätsbedarf.
Quelle: Finanzaufsichtsdienst (FSS), FINE Finanz-Tipps: Hinweise bei einer Anlage in private Fonds
03
Mezzanine, Pre-IPO und SPACs
Dieser Abschnitt erläutert, wie andere Anlageinstrumente als IPO-Aktien funktionieren, darunter Wandelpreis, Regeln zu Refixing und Call-Option sowie Offenlegungen für Mezzanine-Wertpapiere börsenzugelassener Gesellschaften (Wandelanleihen (CB), Optionsanleihen (BW) und Umtauschanleihen (EB)), wie Pre-IPO-Investitionen strukturiert sind und nach der Börsenzulassung einem Lock-up unterliegen, und wie hinterlegte Mittel von SPACs und Verschmelzungen funktionieren. Es handelt sich um allgemeine Informationen und nicht um eine Empfehlung eines Produkts; da sich die Vorschriften häufig ändern, prüfen Sie unbedingt die Emissions-Offenlegungen und die Wertpapier-Registrierungserklärung des einzelnen Wertpapiers sowie die neuesten Gesetze und Vorschriften.
QWas genau sind Mezzanine-Wertpapiere?
Mezzanine bezeichnet ursprünglich ein Zwischengeschoss zwischen dem ersten und dem zweiten Stock eines Gebäudes; in der Finanzwelt bezeichnet es Wertpapiere, die zwischen Anleihen und Aktien stehen. Die Leitlinien der Korea Financial Investment Association (KOFIA) definieren Mezzanine-Wertpapiere als alle Wertpapiere in einer Zwischenform zwischen Aktien und Anleihen, etwa Wandelanleihen (CB), Umtauschanleihen (EB), Optionsanleihen (BW), wandelbare Vorzugsaktien und RCPS (rückzahlbare wandelbare Vorzugsaktien). Gemeinsam ist ihnen, dass sie als Anleihen oder Vorzugsaktien beginnen, aber das Recht tragen, unter festgelegten Bedingungen zu Aktien zu werden oder Aktien zu erhalten.
QWarum nutzen Gesellschaften und Anleger Mezzanine-Finanzierungen?
In Unterlagen für ein Forum im Jahr 2018 zur Entwicklung privater Fonds erläuterte die Finanzdienstleistungskommission (FSC), dass Gesellschaften in der Wachstumsphase häufig eine mittel- bis langfristige Mezzanine-Investition gegenüber kurzfristigen Darlehen oder einer Eigenkapitalbeteiligung bevorzugen, um die Kontrolle über die Geschäftsführung zu behalten. Die Kommission hielt außerdem fest, dass Anleger tendenziell zunächst über Mezzanine-Instrumente investieren und nach bestätigtem Wachstum der Gesellschaft in eine Eigenkapitalbeteiligung wandeln, statt von Anfang an Eigenkapital zu erwerben. Das ist jedoch nur ein strukturelles Merkmal, und Mezzanine-Wertpapiere tragen weiterhin sowohl das Kreditrisiko des Emittenten als auch das Risiko eines fallenden Aktienkurses.
QWie werden Mezzanine-Wertpapiere bewertet?
Die Leitlinien der Korea Financial Investment Association (KOFIA) verlangen, den beizulegenden Zeitwert von Mezzanine-Wertpapieren aufzuteilen in einen Anleihewert und einen Optionswert. Der Anleihewert wird aus dem Kuponzinssatz, der garantierten Rendite bis zur Fälligkeit, der Restlaufzeit und einem Abzinsungssatz berechnet, der dem Rating des Emittenten entspricht; der Optionswert wird aus dem aktuellen Aktienkurs, der Volatilität des Aktienkurses sowie den Ausübungspreisen und Ausübungszeiträumen des Wandelrechts, des vorzeitigen Rückzahlungsrechts und der Call-Option (Recht, den Verkauf zu verlangen) berechnet. Deshalb ändert sich der Wert eines Mezzanine-Wertpapiers nicht nur mit den Zinssätzen und der Bonität, sondern auch mit dem Aktienkurs und seiner Volatilität.
QWie unterscheiden sich Kuponzinssatz und Fälligkeitszinssatz einer Wandelanleihe?
Der Kuponzinssatz ist der Zinssatz, der in festgelegten Abständen gezahlt wird, solange Sie die Anleihe halten. Der Fälligkeitszinssatz (garantierte Rendite bis zur Fälligkeit) ist die jährliche Rendite, die garantiert wird, wenn Sie die Anleihe bis zur Fälligkeit halten, ohne das Wandelrecht auszuüben. Liegt der Fälligkeitszinssatz über dem Kuponzinssatz, wird der der Differenz entsprechende Betrag in der Regel bei der Rückzahlung zusätzlich zum Kapitalbetrag gezahlt (ein Rückzahlungsaufgeld). Die Leitlinien der Korea Financial Investment Association (KOFIA) berechnen den Anleihewert von Mezzanine-Wertpapieren ebenfalls anhand von Vertragsbedingungen wie Kuponzinssatz, garantierter Rendite bis zur Fälligkeit und Häufigkeit der Zinszahlung; in beiden Fällen können Sie die Zahlungen nur erhalten, wenn der Emittent zahlungsfähig bleibt.
QWie wird der Wandelpreis einer Wandelanleihe einer börsenzugelassenen Gesellschaft festgesetzt?
Nach den Vorschriften über die Emission von Wertpapieren und die Offenlegung usw. muss der Wandelpreis einer börsenzugelassenen Gesellschaft mindestens dem höchsten der folgenden Werte entsprechen, rückgerechnet vom Tag vor dem Beschluss des Verwaltungsrats: (1) dem arithmetischen Mittel der gewichteten Durchschnittskurse über 1 Monat, über 1 Woche und des letzten Tages, (2) dem gewichteten Durchschnittskurs des letzten Tages und (3) dem gewichteten Durchschnittskurs am dritten Handelstag vor dem Zeichnungstag (oder vor dem Einzahlungstag, wenn es keinen Zeichnungstag gibt). Bei einem allgemeinen öffentlichen Angebot kann er auf den niedrigsten dieser Werte oder darüber festgesetzt werden, und bei Anleihen und Vergleichbarem, deren Rating von zwei oder mehr Ratingagenturen spekulativ ist (BB+ oder darunter), kann er auf 90% oder mehr des errechneten Preises festgesetzt werden. Bei einer Zuteilung an Dritte gilt Nummer (3) nicht, wenn zwischen dem Beschluss des Verwaltungsrats und dem Einzahlungstag weniger als 1 Monat liegt; vergeht 1 Monat oder mehr, ist der Aktienkurs am dritten Handelstag vor dem tatsächlichen Einzahlungstag zu berücksichtigen (Stand: Oktober 2026).
QWie weit kann der Wandelpreis herabgesetzt werden, wenn der Aktienkurs fällt?
Um den Wandelpreis wegen eines Rückgangs des Marktpreises per Refixing herabzusetzen, muss der Verwaltungsrat bei der Emission die Gründe, die Anpassungstage und die konkrete Anpassungsmethode im Voraus festlegen. Der angepasste Wandelpreis muss mindestens 70% des Wandelpreises bei Emission und zugleich mindestens dem marktbezogenen Preis entsprechen, der zum Tag vor dem Anpassungstag neu berechnet wird. Um unter 70% zu gehen, muss die Satzung die Anpassung des Wandelpreises einem Sonderbeschluss der Hauptversammlung vorbehalten, und die Hauptversammlung muss bei der Emission den Mindestpreis nach Anpassung und den Anleihebetrag konkret festlegen. Eine im Dezember 2024 in Kraft getretene Änderung hat diese Ausnahme auf Fälle beschränkt, in denen für jede Emission ein Sonderbeschluss der Hauptversammlung eingeholt wird.
QWas geschieht, wenn der Aktienkurs wieder steigt, nachdem der Wandelpreis durch Refixing herabgesetzt wurde?
Enthält eine privat platzierte Wandelanleihe einer börsenzugelassenen Gesellschaft eine Bedingung zur Herabsetzung des Wandelpreises bei fallendem Marktpreis, muss der Verwaltungsrat bei der Emission zugleich festlegen, dass der Wandelpreis an den Anpassungstagen heraufgesetzt wird, wenn der Marktpreis wieder steigt, sowie die konkrete Methode. Der heraufgesetzte Wandelpreis wird in einer Spanne festgesetzt, die den Wandelpreis bei Emission nicht übersteigt und nicht unter derselben Untergrenze liegt, die für Herabsetzungen gilt. Diese Regel wurde durch eine Änderung von 2021 eingeführt; die Pflicht zur Heraufsetzung gilt nicht für Wandelanleihen, die im Wege eines öffentlichen Angebots emittiert werden.
QWie ändert sich der Wandelpreis bei einer Kapitalerhöhung gegen Einlagen, einer Aktiendividende oder einer Kapitalherabsetzung?
Wird der Wandelpreis aus Gründen herabgesetzt, die nicht in Marktpreisbewegungen liegen und den Aktienwert mindern, etwa einer Kapitalerhöhung oder einer Aktiendividende, kann er nur bis zu einem Preis herabgesetzt werden, der mindestens dem Preis entspricht, der sich aus dem Verhältnis ergibt, in dem der Aktienwert aus diesem Grund gesunken ist (eingeführt im Dezember 2024). Tritt umgekehrt ein Ereignis ein, das den Aktienwert erhöht, etwa eine Kapitalherabsetzung oder eine Aktienzusammenlegung, muss eine börsenzugelassene Gesellschaft Wandelanleihen zu Bedingungen emittieren, die den Wandelpreis um das entsprechende Anpassungsverhältnis anheben. Diese Regeln gelten entsprechend für Optionsanleihen; prüfen Sie daher die Anpassungsklauseln jeder Anleihe in ihrer Emissions-Offenlegung.
QWas ist die Call-Option (Recht, den Verkauf zu verlangen) auf eine Wandelanleihe, und welche Grenzen gelten?
Eine Call-Option ist das Recht des Emittenten oder einer von ihm bestimmten Person, von den Anleihegläubigern zu verlangen, dass sie die Wandelanleihe zu einem festgesetzten Preis verkaufen. Die Vorschriften bezeichnen sie als „Kaufoption auf Wandelanleihen“, und in der Praxis wird sie auch als Recht bezeichnet, den Verkauf zu verlangen. Gewährt eine börsenzugelassene Gesellschaft dieses Recht ihrem größten Aktionär oder dessen besonders nahestehenden Personen (einschließlich des Falls, dass die Gesellschaft von ihr erworbene Wandelanleihen an sie verkauft), muss die Anleihe eine Bedingung tragen, die sie hindert, durch die Call-Option Aktien über ihre jeweilige Beteiligungsquote zum Zeitpunkt der Emission hinaus zu erwerben. Diese Grenze wurde durch eine Änderung von 2021 eingeführt, damit die Call-Option nicht als Weg für den größten Aktionär dient, seine Beteiligung zu erhöhen.
QWie wurden Offenlegungen und Regeln für Wandelanleihen Ende 2024 verschärft?
Die Finanzdienstleistungskommission (FSC) hat die Vorschriften über die Emission von Wertpapieren und die Offenlegung usw. mit Wirkung vom 1. Dezember 2024 geändert. Bestimmt eine Gesellschaft, wer eine Call-Option ausübt, oder überträgt sie eine Call-Option auf einen Dritten, muss sie unter anderem den konkreten Ausübungsberechtigten, ob eine Gegenleistung ausgetauscht wurde und den gezahlten Betrag in einem Bericht über wesentliche Angelegenheiten offenlegen. Erwirbt eine Gesellschaft ihre Wandelanleihen vor Fälligkeit, muss sie zudem den Grund des Erwerbs und die künftige Behandlung offenlegen, etwa Einziehung oder Weiterverkauf. Der Stichtag wurde klargestellt, sodass der Wandelpreis privat platzierter Wandelanleihen den Marktpreis an dem Tag abbildet, an dem die Einzahlung tatsächlich erfolgt.
QIst der Kapitalbetrag garantiert, wenn eine Anleihe ein vorzeitiges Rückzahlungsrecht (Put-Option) hat?
Nein. Ein vorzeitiges Rückzahlungsrecht ist lediglich das Recht des Anlegers, zu festgelegten Zeitpunkten die Rückzahlung zu verlangen; damit das Geld tatsächlich zurückfließt, muss der Emittent zu diesem Zeitpunkt zahlungsfähig sein. Die Leitlinien der Korea Financial Investment Association (KOFIA) sehen vor, dass bei der Bewertung von Mezzanine-Wertpapieren, die ein Fonds hält, pauschal ein Rating C angesetzt wird, wenn kein gültiges Rating vorliegt und die Kreditrisikostufe nicht geschätzt werden kann; in diesem Fall gilt das vorzeitige Rückzahlungsrecht als praktisch nicht erfüllbar und wird nicht in den beizulegenden Zeitwert einbezogen. Der Wert einer Put-Option hängt also letztlich von der Bonität des Emittenten ab.
QWas ist eine Fälligstellung („Verlust des Terminvorteils“) in einem Mezzanine-Vertrag?
Der Verlust des Terminvorteils bedeutet, dass der Emittent bei Eintritt eines im Vertrag bestimmten Grundes den Vorteil verliert, die Rückzahlung bis zur Fälligkeit aufschieben zu können, und der Anleger die sofortige Rückzahlung von Kapital und Zinsen verlangen kann. Die Leitlinien der Korea Financial Investment Association (KOFIA) verlangen, dass die Verträge über Mezzanine-Wertpapiere, in die Fonds investieren, Regelungen zur Fälligstellung enthalten, und dass mit der Fälligstellung zusammenhängende Informationen, etwa Handelsaussetzungen, Prüfungsurteile und die Einstufung als Verwaltungswert, zeitnah in die Bewertungen eingehen. Die konkreten Gründe und Verfahren unterscheiden sich von Vertrag zu Vertrag; es ist wichtig, die Vertragsbedingungen vor der Anlage zu prüfen.
QWorin unterscheiden sich abtrennbare und nicht abtrennbare Optionsanleihen?
Bei Optionsanleihen (BW) werden solche, bei denen die Anleihe und das Optionsrecht (Recht auf Zeichnung neuer Aktien) getrennt und unabhängig übertragen werden können, als abtrennbar bezeichnet, und solche, die nur gemeinsam übertragen werden können, als nicht abtrennbar. Bei einer abtrennbaren Optionsanleihe wird ein gesonderter Optionsschein ausgegeben, sodass die Anleihe verkauft und nur das Optionsrecht behalten werden kann oder umgekehrt. Das Gesetz über Finanzanlage- und Kapitalmarktdienstleistungen (FSCMA) verbietet Aktiengesellschaften mit Börsenzulassung, Anleihen, bei denen allein der Optionsschein übertragen werden kann, also abtrennbare Optionsanleihen, im Wege der Privatplatzierung zu emittieren. Börsenzugelassene Gesellschaften können abtrennbare Optionsanleihen daher nur im öffentlichen Angebot emittieren.
QMüssen Sie bei der Ausübung des Optionsrechts einer Optionsanleihe gesondert einzahlen?
Grundsätzlich ja. Nach dem Handelsgesetz muss eine Person, die ein Optionsrecht ausüben will, einen Antrag einreichen und den vollen Ausgabepreis der neuen Aktien einzahlen; mit der Einzahlung wird sie Aktionär. Sehen die Emissionsbedingungen dies vor, kann die Einzahlung jedoch anstelle von Bargeld als zum Ausgabepreis durch Anrechnung auf die Rückzahlung der Optionsanleihe geleistet gelten (Einzahlung durch Anrechnung der Anleihe); in diesem Fall gilt der entsprechende Betrag der Anleihe als zurückgezahlt. Zudem darf der gesamte Ausgabepreis der Aktien, die über die an der jeweiligen Anleihe haftenden Optionsrechte ausgegeben werden, den Betrag dieser Anleihe nicht übersteigen.
Quelle: Handelsgesetz, Artikel 516-2 (Emission von Optionsanleihen) und 516-9 (Ausübung von Optionsrechten)
QKann eine Gesellschaft Wandelanleihen nur an bestimmte Anleger ausgeben?
Ja, aber es gibt Voraussetzungen. Werden nach dem Handelsgesetz Wandelanleihen an Personen ausgegeben, die nicht Aktionäre sind, und bestimmt die Satzung nicht den Betrag der Wandelanleihen, die emittiert werden dürfen, die Wandelbedingungen, den Inhalt der bei der Wandlung auszugebenden Aktien und den Zeitraum für das Wandelverlangen, so müssen diese Punkte durch Sonderbeschluss der Hauptversammlung festgelegt werden. Zudem ist dies, wie bei einer Zuteilung neuer Aktien an Dritte, auf Fälle beschränkt, in denen es zur Erreichung der geschäftlichen Zwecke der Gesellschaft erforderlich ist, etwa zur Einführung neuer Technologie oder zur Verbesserung der Finanzstruktur; dieselben Voraussetzungen gelten für Optionsanleihen. Diese Verfahren bestehen, weil die Beteiligungen bestehender Aktionäre verwässert werden können.
Quelle: Handelsgesetz, Artikel 513 (Emission von Wandelanleihen)
QWarum tragen privat platzierte Wandelanleihen börsenzugelassener Gesellschaften eine Weiterveräußerungsbeschränkung von 1 Jahr?
Selbst wenn Wertpapiere an weniger als 50 Personen privat platziert werden, gelten sie gesetzlich als öffentliches Angebot und erfordern eine Wertpapier-Registrierungserklärung, wenn sie innerhalb von 1 Jahr nach der Emission an 50 oder mehr Personen übertragen werden könnten. Anleihen, die in Aktien einer börsenzugelassenen Gesellschaft gewandelt werden können, können unter diese Weiterveräußerungskriterien fallen. Um dies zu vermeiden, sind Maßnahmen zu treffen, etwa die Anleihen unmittelbar nach der Emission bei der Korea Securities Depository zu hinterlegen (elektronisch zu registrieren) und zu vereinbaren, sie 1 Jahr lang nicht zu entnehmen oder zu verkaufen, oder den Zeitraum, in dem die Rechte nicht ausgeübt werden können, auf 1 Jahr oder mehr nach der Emission festzulegen. Die Vorschriften erlauben auch, weniger als 50 Urkunden auszugeben und durch Sonderklausel ihre Stückelung innerhalb von 1 Jahr zu verbieten. Aufgrund dieser Bedingungen lassen sich privat platzierte Wandelanleihen nach der Emission für eine gewisse Zeit nur schwer frei an andere übertragen.
QKann eine börsenzugelassene Gesellschaft in einem Streit um die Unternehmenskontrolle privat platzierte Wandelanleihen emittieren?
Das ist eingeschränkt. In der Zeit von dem Antrag von Minderheitsaktionären auf Einberufung einer Hauptversammlung oder auf gerichtliche Genehmigung der Einberufung zur Abberufung von Organmitgliedern bis zur Entscheidung über die Abberufung, während eines Rechtsstreits im Zusammenhang mit einem Streit um die Unternehmensführung, etwa einer Klage auf Untersagung der Amtsausübung eines Organmitglieds oder auf Nichtigkeit oder Anfechtung eines Hauptversammlungsbeschlusses, und während nach Meldung und Offenlegung eines vergleichbaren Kontrollstreits das Verfahren andauert, kann die Gesellschaft Wandelanleihen nur im Wege der Zuteilung an Aktionäre oder des allgemeinen öffentlichen Angebots emittieren. Diese Regel gilt entsprechend für Optionsanleihen. Die Regel soll verhindern, dass Wandelanleihen während eines Streits bestimmten Personen zugeteilt werden, um die Beteiligungsstruktur zu verändern.
QWarum werden die meisten Wandelanleihen börsenzugelassener Gesellschaften privat platziert?
Privat platzierte Wandelanleihen können ohne Einreichung einer Wertpapier-Registrierungserklärung allein mit einem Beschluss des Verwaltungsrats (und der Einreichung eines Berichts über wesentliche Angelegenheiten) emittiert werden. Das Verfahren ist damit einfacher als bei einem öffentlichen Angebot, das die Prüfung einer Registrierungserklärung erfordert. Nach Angaben des Finanzaufsichtsdienstes (FSS) waren von den 2021 emittierten Wandelanleihen 598 Privatplatzierungen und 3 öffentliche Angebote. Da es andererseits kein Verfahren gibt, bei dem die Mittelverwendung und die Risikofaktoren wie in einer Registrierungserklärung im Einzelnen dargelegt und geprüft werden, hat der FSS die Prüfung von Offenlegungen und die Untersuchungen verstärkt und darauf hingewiesen, dass privat platzierte Wandelanleihen für unlauteren Handel missbraucht werden können.
QWann und wo können Sie erfahren, dass eine börsenzugelassene Gesellschaft Wandelanleihen emittiert?
Entscheidet eine Gesellschaft, die zur Einreichung von Geschäftsberichten verpflichtet ist, Wandelanleihen, Umtauschanleihen oder Optionsanleihen zu emittieren, muss sie der Finanzdienstleistungskommission (FSC) einen Bericht über wesentliche Angelegenheiten bis zum früheren der beiden Zeitpunkte einreichen: dem Tag nach der Entscheidung und 1 Woche vor dem Einzahlungstag (ausgenommen, wenn sie für ein öffentliches Angebot eine Wertpapier-Registrierungserklärung einreicht). Der Bericht ist im elektronischen Offenlegungssystem des Finanzaufsichtsdienstes (DART) einsehbar und enthält die Emissionsbedingungen, etwa Art und Betrag der Anleihen, Zinssätze, Wandelbedingungen und die Zahlungsweise. Vor einer Anlageentscheidung ist es ratsam, die ursprüngliche Offenlegung und spätere Berichtigungen selbst zu prüfen.
QWas ist eine „Sachleistung“, bei der Wandelanleihen mit Vermögenswerten statt mit Bargeld eingezahlt werden?
Sachleistung bedeutet, dass eine Gesellschaft den Emissionserlös von Wandelanleihen oder Optionsanleihen statt in bar in Form von Sachvermögen erhält, etwa nicht börsenzugelassenen Aktien, Immobilien oder immateriellen Vermögenswerten. Nachdem der Betrag solcher Emissionen (geplant) von Gesellschaften an KOSPI und KOSDAQ von 259.4 Milliarden KRW im Jahr 2019 auf 1.1765 Billionen KRW im Jahr 2022 stark gestiegen war, hat der Finanzaufsichtsdienst (FSS) das Formular des Berichts über wesentliche Angelegenheiten mit Wirkung vom 7. April 2023 geändert. Danach ist die Zahlungsweise (bar/sonstige) anzugeben; bei einer Sachleistung sind Einzelheiten der eingebrachten Vermögenswerte und ihrer Bewertungsmethode anzugeben und, wenn es sich um Aktien einer nicht börsenzugelassenen Gesellschaft oder Vergleichbares handelt, ein Überblick und Finanzinformationen dieser Gesellschaft. Anleger sollten diese Offenlegungen nutzen, um zu prüfen, ob der Wert der eingebrachten Vermögenswerte angemessen ist.
QWelche Fälle gab es, in denen privat platzierte Wandelanleihen für unlauteren Handel missbraucht wurden?
In der gezielten Untersuchung unlauteren Handels unter Ausnutzung privat platzierter Wandelanleihen, die der Finanzaufsichtsdienst (FSS) 2023 bekannt gab (40 untersuchte Fälle), betrafen 32 der 40 Fälle den Verdacht betrügerischen Handels, bei dem der Aktienkurs durch falsche Ankündigungen eines Einstiegs in ein modisches Themengeschäft oder durch das Vortäuschen einer großvolumigen Investition nach oben getrieben und anschließend die gewandelten Aktien zu hohen Preisen verkauft wurden. Festgestellt wurden auch Fälle, in denen die Bestellung von Sicherheiten oder die Verwendung geliehener Mittel verschleiert, Emissionen ohne realistische Aussicht auf Einzahlung offengelegt und der tatsächliche Erwerber über Investment-Partnerships und Ähnliches verborgen wurde (27 der 40 Fälle). Legt eine Gesellschaft häufig Emissionen von Wandelanleihen offen oder kündigt sie fortlaufend neue Geschäfte an, lohnt es sich, die Verwendung der Mittel, die Erwerber und die Frage, ob tatsächlich eingezahlt wurde, sorgfältig zu prüfen.
QWarum heißt es, ein großes Volumen ausstehender Wandelanleihen belaste den Aktienkurs?
Werden Wandelanleihen in Aktien gewandelt oder die Optionsrechte von Optionsanleihen ausgeübt, werden neue Aktien ausgegeben und die Beteiligungsquoten bestehender Aktionäre sinken; das wird Verwässerung genannt. Noch nicht gewandelte Anleihen, die bereits gewandelt werden können, können jederzeit als Verkaufsaufträge an den Markt kommen und werden oft als Overhang (potenzielles Verkaufsangebot) bezeichnet. Senkt ein Refixing den Wandelpreis, steigt die Zahl der zu erhaltenden Aktien und die Verwässerung wird größer. Auch deshalb verlangen die Best-Practice-Standards der Korea Financial Investment Association (KOFIA), dass die federführenden Emissionsbanken öffentlicher Angebote als Unterlage zum Verwässerungsrisiko des Aktienkurses den Stand von Emission und Ausübung aktienbezogener Anleihen und Aktienoptionen prüfen, deren Ausübungsfrist noch nicht abgelaufen ist.
QWie werden die unter einer Umtauschanleihe zu liefernden Aktien besichert und verwahrt?
Da eine Umtauschanleihe gegen Wertpapiere getauscht wird, die der Emittent hält, etwa Aktien einer anderen Gesellschaft, legt der Verwaltungsrat Art und Inhalt der zu tauschenden Aktien oder Wertpapiere, die Umtauschbedingungen und den Zeitraum für das Umtauschverlangen fest. Nach der Durchführungsverordnung zum Handelsgesetz muss der Emittent die für den Umtausch erforderlichen Aktien oder Wertpapiere bei der Korea Securities Depository hinterlegen oder bei einer Stelle für die elektronische Registrierung elektronisch registrieren, bis ein Anleihegläubiger den Umtausch verlangt oder der Zeitraum für das Umtauschverlangen endet; diese Stelle verwaltet sie mit dem Hinweis, dass es sich um Treuhandvermögen handelt. Das ist eine Vorkehrung, die die umtauschbaren Wertpapiere im Voraus separiert, damit Umtauschverlangen erfüllt werden können.
Quelle: Durchführungsverordnung zum Handelsgesetz, Artikel 22 (Emission von Umtauschanleihen)
QKann eine Gesellschaft Umtauschanleihen emittieren, die in ihre eigenen Aktien umtauschbar sind?
Stand Oktober 2026 kann sie das nicht. Nach Angaben der Finanzdienstleistungskommission (FSC) verbietet das geänderte Handelsgesetz die Emission von Umtauschanleihen (EB), deren Basiswert eigene Aktien sind, vollständig. Entsprechend wurden die zugehörigen Vorschriften durch eine Änderung der Durchführungsverordnung zum Gesetz über Finanzanlage- und Kapitalmarktdienstleistungen (FSCMA) gestrichen, die am 30. Juni 2026 in Kraft trat; nachgeordnete Regeln wie die Vorschriften über die Emission von Wertpapieren und die Offenlegung usw. wurden zugleich überarbeitet. Ziel ist es zu verhindern, dass Umtauschanleihen als Umgehung der Pflicht zur Einziehung eigener Aktien genutzt werden. Einzelheiten, etwa die Behandlung bereits emittierter Anleihen, entnehmen Sie den einschlägigen Gesetzen und den Offenlegungen der Gesellschaft.
QWie unterscheiden sich Mezzanine-Wertpapiere börsenzugelassener und nicht börsenzugelassener Gesellschaften?
Kapitel 5 der Vorschriften über die Emission von Wertpapieren und die Offenlegung usw., überschrieben mit „Sonderbestimmungen für Aktiengesellschaften mit Börsenzulassung“, wendet Regeln wie die Methode zur Berechnung des Wandelpreises, die Refixing-Untergrenze, das Wandlungsverbot von 1 Jahr nach der Emission (1 Monat bei öffentlichen Angeboten) und die Grenze für die Ausübung von Call-Optionen auf die Wandelanleihen und Optionsanleihen börsenzugelassener Gesellschaften an. Aktien, die bei der Wandlung eines Mezzanine-Wertpapiers einer börsenzugelassenen Gesellschaft bezogen werden, können an der Börse verkauft werden. Auf Mezzanine-Wertpapiere einer nicht börsenzugelassenen Gesellschaft finden diese Sonderbestimmungen keine Anwendung, und die gewandelten Aktien sind bis zur Börsenzulassung der Gesellschaft am Markt schwer zu verkaufen. Deshalb sind bei Mezzanine-Wertpapieren nicht börsenzugelassener Gesellschaften die Wandel- und Rückzahlungsbedingungen im Vertrag und der Weg, die Anlage zurückzuerhalten, noch sorgfältiger zu prüfen.
QWie werden Laufzeit und Anlegerqualifikation privater Fonds bestimmt, die in Mezzanine-Wertpapiere investieren?
Als die Finanzdienstleistungskommission (FSC) und der Finanzaufsichtsdienst (FSS) 2020 die Richtung der Reformen privater Fonds bekannt gaben, erläuterten sie, dass Fonds mit einem hohen Anteil illiquider Vermögenswerte, die sich nicht sofort verkaufen lassen, etwa privat platzierte Anleihen und Mezzanine-Wertpapiere, in der Regel als geschlossene Fonds mit Laufzeiten von üblicherweise 2 bis 3 Jahren aufgelegt werden. Denn eine Laufzeitinkongruenz, die es erschwert, Rücknahmeverlangen zu bedienen, kann entstehen, wenn die Laufzeit des Fonds kürzer ist als der Zeitpunkt, zu dem seine Vermögenswerte zurückerlangt werden können, oder wenn er eine jederzeitige Rücknahme zulässt. Zudem können allgemeine private Fonds nur an qualifizierte Anleger im Sinne des Gesetzes verkauft werden. Prüfen Sie daher vor der Zeichnung die Laufzeit des Fonds, die Rücknahmebedingungen und die Anforderungen an die Anlegerqualifikation.
QWie erfolgt eine Pre-IPO-Investition üblicherweise?
Eine Pre-IPO-Investition nimmt im Wesentlichen drei Formen an: die Zeichnung neuer Aktien, die eine Gesellschaft mit Zulassungsabsicht im Wege der Zuteilung an Dritte ausgibt; den Kauf bestehender Aktien, die derzeitige Aktionäre wie der größte Aktionär halten; und die Anlage in aktienbezogene Wertpapiere wie Wandelanleihen oder rückzahlbare wandelbare Vorzugsaktien. Die Zulassungsregeln der Korea Exchange (KRX) bestimmen je nach Erwerbsart, ob und wie lange nach der Börsenzulassung ein Pflichtbesitz gilt. Die dem Pflichtbesitz unterliegenden „Aktien usw.“ umfassen nicht nur Aktienurkunden, sondern auch Anleihen wie Wandelanleihen (CB), Optionsanleihen (BW) und Umtauschanleihen (EB). Da der Zeitpunkt eines möglichen Ausstiegs davon abhängen kann, wie Sie investiert haben, sollten Sie zuerst die Anlagestruktur prüfen.
Quelle: Korea Exchange (KRX), Leitfaden 2025 zur Zulassungsprüfung am KOSPI-Markt (S. 70-79)
QWas ist erforderlich, damit eine nicht börsenzugelassene Gesellschaft neuen Aktien an bestimmte Anleger ausgibt?
Nach dem Handelsgesetz haben Aktionäre grundsätzlich das Recht, neue Aktien im Verhältnis zu den von ihnen gehaltenen Aktien zugeteilt zu bekommen. Die Zuteilung neuer Aktien an Anleger, die nicht Aktionäre sind (Zuteilung an Dritte), setzt daher eine Grundlage in der Satzung voraus. Die Zuteilung ist zudem auf Fälle beschränkt, in denen sie zur Erreichung der geschäftlichen Zwecke der Gesellschaft erforderlich ist, etwa zur Einführung neuer Technologie oder zur Verbesserung der Finanzstruktur. Die Gesellschaft muss den Aktionären Umstände wie Gattung und Anzahl der neuen Aktien, den Ausgabepreis und den Einzahlungstag mindestens 2 Wochen vor dem Einzahlungstag mitteilen oder öffentlich bekannt machen. Da die Beteiligungen bestehender Aktionäre verwässert werden, lohnt es sich bei einer Pre-IPO-Investition auch zu prüfen, ob diese Verfahren ordnungsgemäß eingehalten wurden.
QWann können vor dem IPO erworbene Aktien nach der Börsenzulassung verkauft werden?
Für den KOSPI-Markt (Leitfaden der Korea Exchange (KRX) 2025) muss eine Person, die innerhalb von 1 Jahr vor dem Antrag auf die vorläufige Zulassungsprüfung von der Gesellschaft im Wege der Zuteilung an Dritte ausgegebene Aktien usw. erworben hat, sie 1 Jahr ab dem Ausgabetag halten. Fällt dieser Tag innerhalb von 6 Monaten nach dem Zulassungstag, muss sie die Aktien bis zu dem Tag halten, der 6 Monate nach der Zulassung liegt. Wer im selben Zeitraum Aktien usw. gekauft hat, die der größte Aktionär und ihm nahestehende Personen hielten, unterliegt einem Pflichtbesitz von 6 Monaten ab dem Zulassungstag. Das soll verhindern, dass der größte Aktionär den Pflichtbesitz umgeht, indem er unmittelbar vor der Zulassung Aktien verkauft. Die tatsächlichen Fristen entnehmen Sie den Regeln des jeweiligen Marktes und Zulassungstyps sowie der Wertpapier-Registrierungserklärung.
Quelle: Korea Exchange (KRX), Leitfaden 2025 zur Zulassungsprüfung am KOSPI-Markt (S. 70-79)
QUnterliegen auch Venture-Capital-Gesellschaften und professionelle Anleger, die vor einer KOSDAQ-Zulassung investiert haben, dem Pflichtbesitz?
Nach der Orientierung der Korea Exchange (KRX) zur Prüfung der KOSDAQ-Zulassung müssen Gesellschaften der Venturefinanzierung und professionelle Anleger, deren Anlagezeitraum zum Tag des Antrags auf die vorläufige Zulassungsprüfung weniger als 2 Jahre beträgt (ausgenommen Aktien usw., die durch öffentliche Angebote oder Verkäufe erworben wurden), ihre Aktien 1 Monat halten, um kurzfristige Handelsgewinne zu verhindern. Das gilt jeweils innerhalb einer Grenze von 10% des Grundkapitals der Gesellschaft zum Tag des Zulassungsantrags. Aktien usw., die sie im Wege der Zuteilung an Dritte neu erworben und bis zum Tag des Prüfantrags gehalten haben, folgen diesem Maßstab anstelle des Pflichtbesitzes von 6 Monaten, der für gewöhnliche Erwerber einer Zuteilung an Dritte gilt. Bei neuen Aktien, die durch Wandlung von Wandelanleihen oder Ausübung von Optionsrechten bezogen werden, wird die Frage, ob ein Pflichtbesitz gilt, nach dem Zeitpunkt des Erwerbs der Anleihe beurteilt, nicht nach dem Zeitpunkt des Erwerbs der neuen Aktien.
Quelle: Korea Exchange (KRX), Verständnis und Praxis der Prüfung der KOSDAQ-Zulassung 2026 (S. 41-55)
QWas sind RCPS (rückzahlbare wandelbare Vorzugsaktien), und warum werden sie bei Pre-IPO-Investitionen häufig genutzt?
RCPS sind Vorzugsaktien, die Merkmale wandelbarer Aktien, die in eine andere Aktiengattung gewandelt werden können, und rückzahlbarer Aktien verbinden, die die Gesellschaft nach Ablauf einer bestimmten Frist nach der Ausgabe aus ihren Gewinnen einziehen kann. Die Korea Exchange (KRX) erläutert, dass Gesellschaften der Venturefinanzierung sie häufig bei Anlagen in Venture-Gesellschaften nutzen und dass sie aus Sicht des Anlegers das Anlagerisiko mindern, weil der Anleger wählen kann, ob er das Rückzahlungsrecht oder das Wandelrecht ausübt. Die meisten enthalten eine Sonderklausel zur Neufestsetzung des Wandelverhältnisses (Refixing), und Regelungen zur Mitwirkung an der Geschäftsführung, etwa Stimmrechte, werden oft in die Satzung und den Anlagevertrag aufgenommen. Da die Rückzahlung jedoch aus den Gewinnen der Gesellschaft erfolgt, kann es schwer sein, Geld zurückzuerhalten, selbst wenn ein Rückzahlungsrecht besteht, sofern die Gesellschaft keine für die Rückzahlung verfügbaren Gewinne hat.
Quelle: Korea Exchange (KRX), Verständnis und Praxis der Prüfung der KOSDAQ-Zulassung 2026 (S. 143-153)
QWie werden rückzahlbare wandelbare Vorzugsaktien vor einer Börsenzulassung behandelt?
Zum Schutz von Minderheitsaktionären hält die Korea Exchange (KRX) es für wünschenswert, dass von einem Zulassungsantragsteller ausgegebene wandelbare (rückzahlbare) Vorzugsaktien vor der Börsenzulassung, vorzugsweise vor dem Antrag auf die vorläufige Zulassungsprüfung, in Stammaktien gewandelt werden. Befindet sich der Antragsteller insbesondere in einem Zustand der Kapitalaufzehrung, müssen sie grundsätzlich vor dem Antrag auf die vorläufige Prüfung gewandelt werden. Die Börse prüft auch, ob RCPS dem Pflichtbesitz unterliegen; werden Aktien während der Pflichtbesitzfrist durch Ausübung eines Rückzahlungsrechts eingezogen, erlischt auch die Pflichtbesitzverpflichtung für sie.
Quelle: Korea Exchange (KRX), Verständnis und Praxis der Prüfung der KOSDAQ-Zulassung 2026 (S. 143-153)
QWie wirken sich Wandelanleihen einer Gesellschaft, die die Börsenzulassung vorbereitet, auf die Zulassungsprüfung und den Aktienkurs nach der Zulassung aus?
Die Korea Exchange (KRX) prüft die Möglichkeit, dass die Wandlung von Wandelanleihen usw., die ein Zulassungsantragsteller ausgegeben hat, den größten Aktionär ändern könnte, und ob Wandlungszeitraum, Wandelpreis und das Volumen nach der Wandlung nach der Börsenzulassung Probleme für den Anlegerschutz verursachen könnten. Die Börse rät, die Anleihen zurückzuzahlen (ausgenommen eine Refinanzierung durch Neuemission) oder den Prüfantrag erst nach Ablauf der Wandlungsfrist zu stellen, wenn der Zeitraum für das Wandelverlangen in der Spanne vom Tag des Prüfantrags bis 6 Monate nach der Genehmigung der vorläufigen Prüfung beginnt, um umfangreiche Verkäufe unmittelbar nach der Zulassung zu vermeiden. Geprüft wird auch die Einhaltung von Verfahren, etwa der Emissionsgrenze in der Satzung, die Frage, ob die Emission ein als öffentliches Angebot geltender Vorgang war, der eine Wertpapier-Registrierungserklärung erfordert, sowie die Angemessenheit der Erwerber und des Wandelpreises.
Quelle: Korea Exchange (KRX), Verständnis und Praxis der Prüfung der KOSDAQ-Zulassung 2026 (S. 143-153)
QBis wann muss eine Gesellschaft nach bestandener vorläufiger Zulassungsprüfung die Börsenzulassung erlangen?
Für den KOSPI-Markt gilt das Ergebnis der vorläufigen Zulassungsprüfung 6 Monate ab dem Tag der Mitteilung. Liegt ein unvermeidbarer Grund vor, etwa eine plötzliche Änderung der Marktbedingungen, kann die Gesellschaft eine Verlängerung der Einreichungsfrist um bis zu 6 Monate beantragen. Reicht die Gesellschaft innerhalb dieser Frist keinen Antrag auf Neuzulassung ein, oder treten Ereignisse ein wie ein wesentliches Ereignis in der Unternehmensführung, falsche Angaben oder das Weglassen wesentlicher Umstände im Antrag, Sanktionen wegen Verstoßes gegen Rechnungslegungsstandards oder die Ausgabe neuer Aktien im Wege der Zuteilung an Dritte zwischen dem Antrag auf die vorläufige Prüfung und dem Zulassungstag, kann die Börse die Anerkennung des Ergebnisses verweigern. Verliert es seine Wirkung, muss die Gesellschaft die vorläufige Prüfung erneut durchlaufen. Pre-IPO-Anleger sollten daher auch die Möglichkeit berücksichtigen, dass sich der Zulassungszeitplan verzögert oder von vorn beginnt.
Quelle: Korea Exchange (KRX), Leitfaden 2025 zur Zulassungsprüfung am KOSPI-Markt (S. 261-276)
QWie verhält sich der Pre-IPO-Investitionspreis zum IPO-Emissionspreis?
Der Pre-IPO-Preis wird vor der Börsenzulassung zwischen der Gesellschaft und den Anlegern ausgehandelt, während der Emissionspreis zum Zeitpunkt der Zulassung gesondert durch die Bewertung der Gesellschaft durch die federführende Emissionsbank und das Bookbuilding unter institutionellen Anlegern bestimmt wird. Nach einer Auswertung des Finanzaufsichtsdienstes (FSS) setzten 94.5% (69 Gesellschaften) der Gesellschaften, die 2015 den Börsengang vollzogen, ihren indikativen Emissionspreis fest, indem sie einen bestimmten Abschlag auf einen Wert je Aktie anwendeten, der mit dem PER vergleichbarer Gesellschaften berechnet wurde. Je nach Marktbedingungen und den Aktienkursen vergleichbarer Gesellschaften zum Zeitpunkt der Zulassung kann der Emissionspreis unter dem Pre-IPO-Investitionspreis festgesetzt werden. Sie sollten nicht davon ausgehen, dass allein wegen der Börsenzulassung der Gesellschaft ein Gewinn entsteht.
QWie erlangen Pre-IPO-Anleger ihre Anlage üblicherweise zurück?
Der übliche Weg ist der Verkauf der Aktien am Markt, nachdem die Pflichtbesitzfrist nach der Börsenzulassung endet. Ein weiterer ist die Teilnahme am Verkauf bestehender Aktien, bei dem derzeitige Aktionäre ihre Aktien zusammen mit dem IPO-Angebot verkaufen. Nach Angaben des Finanzaufsichtsdienstes (FSS) machten Verkäufe bestehender Aktien 39.6% des 2016 bei IPOs aufgenommenen Betrags aus, einschließlich Verkäufen von Beteiligungen größter Aktionäre und finanzieller Investoren sowie Veräußerungen eigener Aktien. Weitere Wege sind der Verkauf einer Beteiligung im Rahmen einer Verschmelzung oder Übernahme und das Verlangen der Rückzahlung nach dem Anlagevertrag. Verzögert sich die Börsenzulassung oder scheitert sie, können Sie Ihre Anlage zum geplanten Zeitpunkt nicht zurückerhalten.
Quelle: Pressemitteilung des Finanzaufsichtsdienstes (FSS): Vorsichtspunkte bei der Anlage in IPO-Aktien
QWelche Regeln gelten, wenn eine nicht börsenzugelassene Gesellschaft viele Pre-IPO-Anleger sammelt?
Werden Wertpapiere neu ausgegeben (öffentliches Angebot) oder bereits ausgegebene Wertpapiere verkauft (öffentlicher Verkauf), nachdem 50 oder mehr Anleger zum Erwerb aufgefordert wurden, ist beim Finanzaufsichtsdienst (FSS) eine Wertpapier-Registrierungserklärung einzureichen, wenn der Betrag 1 Milliarde KRW oder mehr beträgt, und Offenlegungsunterlagen für ein öffentliches Angebot kleinen Umfangs, wenn er unter 1 Milliarde KRW liegt. Eine Gesellschaft mit einer Vorgeschichte öffentlicher Angebote oder Verkäufe trifft die Pflicht zur Einreichung einer Registrierungserklärung als geltendes öffentliches Angebot auch bei einer Ausgabe an weniger als 50 Personen, sofern sie keine Maßnahmen zur Weiterveräußerungsbeschränkung trifft. Die Gesellschaft unterliegt zudem der periodischen Offenlegung, etwa durch Geschäftsberichte, und der Einreichung von Berichten über wesentliche Angelegenheiten. Der FSS hat darauf hingewiesen, dass 57 der 88 Gesellschaften, die 2025 wegen Verstößen gegen Offenlegungspflichten sanktioniert wurden, nicht börsenzugelassen waren, überwiegend festgestellt im Zuge der IPO-Vorbereitung, und dass Bußgeldzuschläge oder Beschränkungen der Emission von Wertpapieren den Zulassungszeitplan stören können.
QWie werden nicht börsenzugelassene Aktien bewertet, die ein Fonds hält?
Da nicht börsenzugelassene Aktien keinen verlässlichen Marktpreis haben, werden sie zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Leitlinien der Korea Financial Investment Association (KOFIA) erlauben den Rückgriff auf die 2020 gemeinsam von der Finanzdienstleistungskommission (FSC), dem Finanzaufsichtsdienst (FSS) und dem Korea Accounting Standards Board erstellten „Leitlinien zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts von Anlagen in nicht börsenzugelassenen Aktien“. Die Bewertung soll unter anderem den letzten Abschluss, Veränderungen des Kapitals, Geschäftspläne und jüngere Preise in Geschäften mit Dritten berücksichtigen und Ereignisse wie eine Verschmelzung oder eine IPO-Zeichnung, ein Rehabilitationsverfahren oder eine Kapitalaufzehrung zeitnah abbilden. Nicht marktgängige Vermögenswerte, die allgemeine private Fonds halten, werden nach der Erstinvestition grundsätzlich regelmäßig mindestens einmal im Jahr bewertet und zudem immer dann, wenn ein wesentliches Ereignis eintritt.
QWelche Phasen durchläuft eine SPAC-Investition von der Börsenzulassung bis zur Verschmelzung?
Nach einem Handbuch der Korea Exchange (KRX) wird eine SPAC nach einem öffentlichen Angebot börsenzugelassen und sucht dann ein Verschmelzungsziel. Ist ein Ziel gewählt, folgen ein Beschluss des Verwaltungsrats über die Verschmelzung und seine Offenlegung, der Abschluss des Verschmelzungsvertrags und die Einreichung eines Berichts über wesentliche Angelegenheiten sowie die vorläufige Prüfung der Verschmelzungszulassung durch die Börse. Besteht sie die Prüfung, wird das Verfahren abgeschlossen durch Einreichung einer Wertpapier-Registrierungserklärung für die Verschmelzung, Einberufung einer Hauptversammlung und Fassung eines Sonderbeschlusses, Entgegennahme von Aktienkaufverlangen (Kauf der Aktien) widersprechender Aktionäre, Eintragung der Verschmelzung und Börsenzulassung der neuen Verschmelzungsaktien. Nach Abschluss der Verschmelzung werden SPAC-Anleger Aktionäre der verschmolzenen Gesellschaft und tragen Veränderungen des Werts dieser Gesellschaft unmittelbar.
QAb wann werden Zulassungsfrist und Verschmelzungsfrist einer SPAC gerechnet?
Die Durchführungsverordnung zum Gesetz über Finanzanlage- und Kapitalmarktdienstleistungen (FSCMA) verlangt, dass eine SPAC die Aktien aus ihrem ersten Angebot innerhalb von 90 Tagen nach dem Einzahlungstag für diese Aktien am Wertpapiermarkt zulässt und die Eintragung einer Verschmelzung mit einer anderen Gesellschaft innerhalb von 36 Monaten ab demselben Tag abschließt. Mindestens 90% der aufgenommenen Mittel sind bis zum Geschäftstag nach dem Einzahlungstag bei einer Wertpapierfinanzierungsgesellschaft oder einer vergleichbaren Einrichtung zu hinterlegen oder treuhänderisch zu binden, und mindestens einer der Gründer muss ein Händler für Beteiligungspapiere oberhalb einer bestimmten Größe sein. Beachten Sie, dass diese Fristen nach dem Gesetz ab dem Einzahlungstag für die Aktien des ersten Angebots gerechnet werden.
QWie viel an einer SPAC muss die Wertpapiergesellschaft halten, die sie gegründet hat, und wann kann sie verkaufen?
Nach Angaben der Korea Exchange (KRX) muss die Gesamtinvestition (Aktien und aktienbezogene Anleihen) der Wertpapiergesellschaft, die als Hauptgründer auftritt, mindestens 5% des gesamten Emissionsbetrags der SPAC (Aktien und aktienbezogene Anleihen) betragen. Zudem müssen die Aktien, die die Wertpapiergesellschaft als Gründungsaktionär (der Zulassungssponsor) investiert hat, 6 Monate nach der Verschmelzung gehalten werden. Das trägt dem Umstand Rechnung, dass eigenes Geld der Wertpapiergesellschaft mit investiert wird und ihre Interessen dadurch teilweise mit denen der Aktionäre aus dem öffentlichen Angebot übereinstimmen, und soll bewirken, dass sie den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft für eine gewisse Zeit nach der Börsenzulassung beobachtet.
Quelle: Korea Exchange (KRX), Verständnis und Praxis der Prüfung der KOSDAQ-Zulassung 2026 (S. 211-221)
QWo werden die hinterlegten Mittel einer SPAC gehalten, und wann können sie entnommen werden?
Nach den Vorschriften über das Finanzanlagegeschäft muss eine SPAC einen Betrag in Höhe von mindestens 90% des Emissionsbetrags der ab ihrem ersten Angebot ausgegebenen Aktien bei einer Wertpapierfinanzierungsgesellschaft oder einem Treuhandunternehmen hinterlegen oder treuhänderisch binden; Einrichtungen, die Aktionäre vor dem öffentlichen Angebot oder deren besonders nahestehende Personen sind, sind ausgenommen. Vor der Eintragung der Verschmelzung können diese Mittel nicht entnommen oder als Sicherheit bestellt werden. Diese Mittel können nur entnommen werden, um den Kaufpreis für Aktienkaufverlangen von Aktionären zu zahlen, die der Verschmelzung widersprechen, oder um Zahlungen an Aktionäre aus dem öffentlichen Angebot zu leisten, wenn ein Auflösungsgrund eintritt. Auflösungsgründe sind unter anderem das Ausbleiben der Börsenzulassung bis zur Frist, das Ausbleiben des Abschlusses der Verschmelzungseintragung bis zur Frist und das Delisting (ausgenommen, wenn infolge der Verschmelzung eine andere Gesellschaft börsenzugelassen wird).
QWas geschieht, wenn die Frist einer SPAC naht und keine Verschmelzung in Sicht ist?
Am KOSDAQ-Markt wird eine SPAC als Verwaltungswert eingestuft, wenn sie nicht mindestens 6 Monate vor Ablauf der in ihrer Satzung bestimmten Bestandsdauer die vorläufige Prüfung einer Verschmelzungszulassung beantragt (ein Handbuch der Korea Exchange (KRX) beschreibt dies als innerhalb von 30 Monaten nach dem IPO). Beantragt sie dies auch nicht innerhalb von 1 Monat nach der Einstufung, wird das ein Grund für das Delisting. Kann sie bis zur Frist keine Verschmelzung abschließen, durchläuft die SPAC schließlich das Auflösungsverfahren nach ihrer Satzung. Ein Antrag auf freiwilliges Delisting ist SPACs zugleich nicht gestattet, weil ihre Bestandsdauer kurz ist und Ausstiegswege wie Marktliquidität und Aktienkaufansprüche bestehen.
QWie kann ein Aktionär, der einer SPAC-Verschmelzung widerspricht, sein Geld zurückerhalten?
Ein Aktionär, der dem Beschluss des Verwaltungsrats einer börsenzugelassenen Gesellschaft über eine Verschmelzung widerspricht, kann der Gesellschaft vor der Hauptversammlung seinen Widerspruch schriftlich mitteilen und anschließend innerhalb von 20 Tagen nach dem Tag des Hauptversammlungsbeschlusses schriftlich, unter Angabe von Gattung und Anzahl der Aktien, verlangen, dass die Gesellschaft seine Aktien kauft. Die Gesellschaft muss die Aktien innerhalb von 1 Monat nach Ende der Verlangensfrist kaufen. Der Kaufpreis wird durch Vereinbarung festgesetzt; kommt keine Vereinbarung zustande, wird er nach einem in der Durchführungsverordnung bestimmten Verfahren auf der Grundlage der vor dem Tag des Verwaltungsratsbeschlusses am Wertpapiermarkt gehandelten Preise berechnet. Widerspricht danach noch eine Seite, kann sie das Gericht um eine Entscheidung ersuchen. Das Recht erfasst grundsätzlich Aktien, die vor der Offenlegung des Verwaltungsratsbeschlusses erworben wurden; Aktien, die nach Bekanntgabe der Verschmelzung gekauft wurden, können daher ausgenommen sein.
QKönnen Aktionäre einer SPAC vor dem öffentlichen Angebot (etwa Gründer) über die Verschmelzung abstimmen oder Aktienkaufansprüche ausüben?
Das ist eingeschränkt. Die Zulassungsregeln der Korea Exchange (KRX) hindern die Aktionäre einer SPAC vor dem öffentlichen Angebot usw. daran, im Zusammenhang mit einer Verschmelzung Stimmrechte und Aktienkaufansprüche auszuüben; das Fortführen einer Verschmelzung unter Verstoß hiergegen ist ein Grund für das Delisting. Bei der Offenlegung der Ergebnisse der Verschmelzungs-Hauptversammlung muss eine SPAC auch angeben, ob Aktionäre vor dem öffentlichen Angebot usw. Stimmrechte ausgeübt oder Kaufverlangen gestellt haben, ob der Verschmelzungswert mindestens 80% der hinterlegten Mittel beträgt, ob eine besondere Interessenbeziehung zum Verschmelzungsziel besteht und wer nach der Verschmelzung Verkaufsbeschränkungen unterliegt und für wie lange. Dieser Mechanismus soll sicherstellen, dass der Wille der Aktionäre, die über das öffentliche Angebot hinzugekommen sind, sich darin widerspiegelt, ob die Verschmelzung zustande kommt.
QEndet der Handel in den Aktien einer SPAC, wenn sie eine Verschmelzung bekannt gibt?
Ja. Ist eine vorläufige Prüfung der Verschmelzungszulassung erforderlich, etwa bei einer Verschmelzung mit einer nicht börsenzugelassenen Gesellschaft, setzt die Börse den Handel in den Aktien der SPAC von der Offenlegung des Verschmelzungsbeschlusses bis zu dem Tag aus, an dem das Ergebnis der vorläufigen Prüfung mitgeteilt wird. Das soll starke Kursschwankungen und unlauteren Handel wie Insiderhandel während der Prüfungszeit verhindern. Wird ein Ergebnis der Nichteignung mitgeteilt, dauert die Aussetzung an, bis ein Beschluss über den Abbruch der Verschmelzung gefasst wird. Wird die Verschmelzungsentscheidung vor Mitteilung des Ergebnisses zurückgenommen, wird der Handel ab dem Tag nach der Rücknahme wieder aufgenommen.
QWas ist der Unterschied zwischen einer „Verschmelzung mit fortbestehender SPAC“ und einer „Verschmelzung mit erlöschender SPAC“?
Bei einer Verschmelzung mit fortbestehender SPAC nimmt die börsenzugelassene SPAC die nicht börsenzugelassene Gesellschaft auf; die Börsenzulassung der SPAC bleibt bestehen, die neuen Verschmelzungsaktien werden zusätzlich zugelassen und der Unternehmensname wird geändert, unter anderem. Bei einer Verschmelzung mit erlöschender SPAC besteht die nicht börsenzugelassene Gesellschaft fort und nimmt die SPAC auf; die SPAC wird vom Markt genommen und die Aktien der nicht börsenzugelassenen Gesellschaft werden neu zugelassen. Zuvor waren nur Verschmelzungen mit fortbestehender SPAC zulässig. In Anbetracht der Unannehmlichkeit, dass die nicht börsenzugelassene Gesellschaft ihre Rechtspersönlichkeit und ihren Track Record verliert, wurden die Zulassungsregeln im August 2021 geändert, sodass Verschmelzungen mit erlöschender SPAC ab Februar 2022 zulässig sind.
QWie wird das Verschmelzungsverhältnis zwischen einer SPAC und einer nicht börsenzugelassenen Gesellschaft bestimmt?
Das Verschmelzungsverhältnis bestimmt sich nach dem Verschmelzungswert jeder Gesellschaft. Der Verschmelzungswert einer nicht börsenzugelassenen Gesellschaft wird grundsätzlich nach der Formel in der Durchführungsverordnung zum Gesetz über Finanzanlage- und Kapitalmarktdienstleistungen (FSCMA) berechnet, also durch das arithmetische Mittel aus einem Wert, der Substanzwert und Ertragswert im Verhältnis 1 zu 1.5 gewichtet, und dem relativen Wert. Die Korea Exchange (KRX) erläutert jedoch, dass sie die Bewertung der nicht börsenzugelassenen Gesellschaft zur Erleichterung von SPAC-Verschmelzungen dem Ermessen der Parteien überlässt, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Je höher der Verschmelzungswert der nicht börsenzugelassenen Gesellschaft angesetzt wird, desto niedriger ist die Beteiligung, die bisherige SPAC-Aktionäre nach der Verschmelzung halten. Prüfen Sie daher die Bewertungsgrundlage in der Wertpapier-Registrierungserklärung für die Verschmelzung.
Quelle: Korea Exchange (KRX), Verständnis und Praxis der Prüfung der KOSDAQ-Zulassung 2026 (S. 222-233)
QMit welchen Gesellschaften kann eine SPAC nicht verschmelzen?
Am KOSDAQ-Markt kann eine SPAC keine Verschmelzung beschließen mit einer Gesellschaft, die in der vorläufigen Prüfung der Verschmelzungszulassung einen Bescheid über die Nichteignung erhalten hat, einer Gesellschaft, deren Verschmelzungswert und Gesamtvermögen zum Ende des letzten Geschäftsjahres die Schwelle der Zulassungsregeln (80% der hinterlegten Mittel) nicht erreichen, einer börsenzugelassenen Gesellschaft, die als Verwaltungswert eingestuft ist, oder einer Gesellschaft, die zu den Aktionären vor dem öffentlichen Angebot, den Organmitgliedern und Ähnlichen in einer besonderen Interessenbeziehung steht. Ein Verschmelzungsbeschluss mit einer solchen Gesellschaft führt zur Aussetzung des Handels und ist ein Grund für das Delisting. Ein Verschmelzungsbeschluss, durch den eine neue Gesellschaft gegründet wird oder die SPAC zu einer nicht börsenzugelassenen Gesellschaft wird, unterliegt derselben Beschränkung, ausgenommen eine Verschmelzungszulassung im Wege der erlöschenden SPAC.
QKann eine Verlustgesellschaft über eine SPAC-Verschmelzung börsenzugelassen werden?
Die Prüfung einer SPAC-Verschmelzung beruht auf den allgemeinen Kriterien der Neuzulassung. Die Sonderwege für noch nicht profitable Unternehmen und für Geschäftsmodell-Unternehmen gelten jedoch nicht, weil der Zulassungssponsor eine Put-back-Option nicht erfüllen kann. Ist das Verschmelzungsziel dagegen ein Technologie-Wachstumsunternehmen, kann es nach den Sonderanforderungen der Technologiebewertung geprüft werden; ausländische Gesellschaften und Unternehmen des Geschäftsmodell-Sonderwegs sind als Verschmelzungsziele jedoch ausgeschlossen. Zudem wird eine Verschmelzung nicht anerkannt, bei der die Gegenleistung ganz oder teilweise in bar gezahlt wird (KOSDAQ-Markt, auf der Grundlage der Orientierung der Korea Exchange (KRX) für 2026).
Quelle: Korea Exchange (KRX), Verständnis und Praxis der Prüfung der KOSDAQ-Zulassung 2026 (S. 211-221)
QWorauf sollten Sie achten, wenn Sie börsenzugelassene SPAC-Aktien an der Börse kaufen?
Eine SPAC ist eine Gesellschaft ohne Geschäftsbetrieb, deren einziger Zweck eine Verschmelzung ist. Scheitert die Verschmelzung und wird die SPAC aufgelöst, richtet sich der zurückgegebene Betrag nach den hinterlegten Mitteln, und Anleger, die am Markt zu einem höheren Preis gekauft haben, können Verluste erleiden. Ein Handbuch der Korea Exchange (KRX) beschreibt einen Fall, in dem eine SPAC um 113% stieg, nachdem sie an 4 ihrer ersten 8 Handelstage die obere Kursgrenze erreicht hatte, als Anlagewarnwert eingestuft wurde und auf ein Verlangen nach Offenlegung auf Anfrage erklärte, dass keine Verschmelzung im Gang sei, sowie einen Fall, in dem eine Untersuchung zu dem Vorwurf eröffnet wurde, Personen mit Verbindung zu einem Verschmelzungsziel hätten vor der Bekanntgabe SPAC-Aktien aufgekauft. Preise, die nur von Verschmelzungserwartungen getragen werden, können weit schwanken. Prüfen Sie die Offenlegungen und urteilen Sie sorgfältig.
QWas ist eine Post-IPO-Investition, und was sollten Sie bei kürzlich börsenzugelassenen Gesellschaften prüfen?
Post-IPO-Investition ist kein gesetzlicher Begriff; so wird üblicherweise eine Strategie genannt, in Gesellschaften innerhalb eines bestimmten Zeitraums nach ihrer Börsenzulassung zu investieren. In der frühen Zeit nach der Zulassung kann das Volumen handelbarer Aktien zunehmen, wenn die Lock-up-Fristen institutioneller Anleger enden. Der Finanzaufsichtsdienst (FSS) rät Anlegern daher, die Lock-up-Verpflichtungen nach Zeiträumen in der berichtigten Wertpapier-Registrierungserklärung zu prüfen, die nach dem Bookbuilding eingereicht wird (vor der Zeichnung), und im Bericht über das Ergebnis der Wertpapieremission (nach der Zuteilung), um das Volumen der Aktien zu schätzen, die nach der Zulassung handelbar werden können. Es lohnt sich auch zu prüfen, ob potenzielle Aktien vorhanden sind, etwa vor der Zulassung ausgegebene Wandelanleihen oder rückzahlbare wandelbare Vorzugsaktien, die noch nicht gewandelt wurden.
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Private Fonds und qualifizierte Anleger
Dieser Abschnitt erläutert die Arten privater Fonds, die Voraussetzungen für qualifizierte Anleger, die Vertriebsverfahren und die Schutzvorkehrungen für Anleger sowie die wesentlichen Risiken auf der Grundlage von Gesetzen und Verordnungen und von Materialien der Finanzbehörden. Da der Rechtsrahmen für private Fonds häufig geändert wird, prüfen Sie bitte auch die aktuellen Gesetze und Verordnungen sowie die Unterlagen des jeweiligen Fonds.
QWas ist ein privater Fonds?
Ein privater Fonds (privates kollektives Anlagevehikel) ist ein Fonds, der seine Anteile an kollektiven Kapitalanlagen nur im Wege der Privatplatzierung begibt. Nach dem Gesetz über Finanzanlage- und Kapitalmarktdienstleistungen (FSCMA) ist er ein kollektives Anlagevehikel mit insgesamt 100 oder weniger Anlegern. Seit Oktober 2021 werden private Fonds unterteilt in institutionenexklusive private Fonds, in die nur institutionelle Anleger und vergleichbare Anleger investieren dürfen, und in alle übrigen Fonds, bei denen es sich um allgemeine private Fonds handelt. Die Regulierung ist leichter als bei Publikumsfonds; im Gegenzug dürfen nur Anleger investieren, die das Risiko tragen können.
QWie unterscheiden sich Publikumsfonds und private Fonds?
Ein Publikumsfonds sammelt Geld von Anlegern durch öffentliche Angebote oder öffentliche Verkäufe und unterliegt strengen Regeln des Anlegerschutzes, darunter Anlageregeln wie Diversifikationsvorgaben, die Pflicht, einen Prospekt zu erläutern und auszuhändigen, sowie externe Prüfungen. Ein privater Fonds sammelt Geld von einer kleinen Zahl von Anlegern im Wege der Privatplatzierung, und diese Regeln sind für ihn ausgenommen oder gelockert. Die größere Freiheit in der Verwaltung bedeutet auch, dass die Anleger mehr Verantwortung dafür tragen, die Risiken selbst zu beurteilen.
Quelle: Finanzglossar (FINE) des Finanzaufsichtsdienstes (FSS): Publikumsfonds und private Fonds
QWas bedeutet es rechtlich, „privat“ zu vertreiben?
Das Gesetz über Finanzanlage- und Kapitalmarktdienstleistungen (FSCMA) definiert die Aufforderung an 50 oder mehr Anleger, neu begebene Wertpapiere zu zeichnen, als „öffentliches Angebot“ und jede Aufforderung, die kein öffentliches Angebot ist, als „Privatplatzierung“. Bei der Zählung der 50 werden Personen hinzugerechnet, die innerhalb von 6 Monaten vor dem Tag der Aufforderung für Wertpapiere derselben Art angesprochen wurden; professionelle Anleger und nahestehende Personen wie der größte Aktionär und Organmitglieder werden jedoch nicht mitgezählt. Auch bei weniger als 50 gelten Fälle als öffentliches Angebot, in denen die Wertpapiere etwa innerhalb von 1 Jahr nach der Emission an 50 oder mehr Personen übertragen werden können.
QWie viele Anleger kann ein privater Fonds haben?
Mit dem Inkrafttreten der Änderung des Gesetzes über Finanzanlage- und Kapitalmarktdienstleistungen (FSCMA) von 2021 wurde die Obergrenze für die Zahl der Anleger eines privaten Fonds von „49 oder weniger“ auf „100 oder weniger“ geändert. Die Regeln für das öffentliche Angebot bleiben jedoch unverändert, sodass die Zahl der gewöhnlichen Anleger eines privaten Fonds weiterhin auf 49 oder weniger begrenzt ist. Einige institutionelle Anleger, etwa Pensionsfonds und Finanzunternehmen, werden bei der Zählung nicht berücksichtigt, und es gibt detaillierte Zählregeln, etwa die Hinzurechnung der Anleger eines anderen Fonds, der 10% oder mehr der Anteile des Fonds hält.
QWie unterscheiden sich allgemeine private Fonds und institutionenexklusive private Fonds?
Mit der Reform von 2021 werden private Fonds nicht mehr nach dem Verwaltungszweck (Typ der professionellen Anlage oder Typ der Managementbeteiligung), sondern nach dem Kreis der anlageberechtigten Anleger eingeordnet. Ein allgemeiner privater Fonds steht professionellen Anlegern und gewöhnlichen Anlegern offen, die mindestens den Mindestbetrag anlegen (qualifizierte Anleger), und wird von einem Verwalter privater Fonds verwaltet, der ein Finanzanlageunternehmen ist. Ein institutionenexklusiver privater Fonds steht nur bestimmten professionellen Anlegern offen, etwa Pensionsfonds und Finanzunternehmen, und wird von einem geschäftsführenden Gesellschafter (GP) verwaltet. Die Anlageregeln der beiden Arten wurden vereinheitlicht.
QWas waren die Kernpunkte der Reform der privaten Fonds von 2021?
Um eine Wiederholung von Skandalen um private Fonds wie Lime und Optimus zu verhindern und die Bereitstellung von Risikokapital zu stärken, wurden das Gesetz über Finanzanlage- und Kapitalmarktdienstleistungen (FSCMA) und die untergeordneten Vorschriften geändert; sie traten am 21. Oktober 2021 in Kraft. Private Fonds wurden in allgemeine und institutionenexklusive Fonds neu geordnet, und für allgemeine private Fonds, in die gewöhnliche Anleger investieren, wurden die Schutzvorkehrungen verstärkt, darunter die Aushändigung einer Kernproduktbeschreibung, die Überwachung der Verwaltung durch Vertriebsgesellschaften und Treuhänder sowie mehr Pflichtangaben in Vermögensverwaltungsberichten. Zugleich wurden die Anlageregeln vereinheitlicht, um den Verwaltern mehr Autonomie zu geben.
QWer ist ein qualifizierter Anleger?
Ein qualifizierter Anleger ist ein Anleger, der in einen allgemeinen privaten Fonds investieren darf. Nach dem Gesetz über Finanzanlage- und Kapitalmarktdienstleistungen (FSCMA) sind qualifizierte Anleger (1) gesetzlich definierte professionelle Anleger und (2) natürliche Personen, Gesellschaften und andere, die mindestens den gesetzlich festgelegten Mindestbetrag anlegen. Ein allgemeiner privater Fonds darf Anteile an kollektiven Kapitalanlagen nur an qualifizierte Anleger begeben, und die Vertriebsgesellschaft muss prüfen, ob ein Anleger ein qualifizierter Anleger ist.
QWelchen Mindestbetrag muss eine natürliche Person in einen allgemeinen privaten Fonds investieren?
Natürliche Personen und Gesellschaften, die keine professionellen Anleger sind, müssen mindestens einen Mindestbetrag anlegen, der nach der Höhe des Hebels (Leverage) des Fonds festgelegt wird. Nach der Durchführungsverordnung beträgt der Mindestbetrag 300 Millionen KRW für Fonds, bei denen der zusammengefasste Betrag aus Risikoexposition aus Derivaten, Kreditaufnahme und Vergleichbarem 200% des Nettovermögens nicht übersteigt, und 500 Millionen KRW für Fonds über 200%. Jeder Fonds kann einen höheren Mindestzeichnungsbetrag festlegen; prüfen Sie daher die Bedingungen des betreffenden Fonds.
QWarum wurde die Mindestanlage für private Fonds auf 300 Millionen KRW angehoben?
Als Folgemaßnahme zu den nach der Krise der derivatgebundenen Fonds (DLF) von 2019 eingeführten Maßnahmen wurde die Durchführungsverordnung zum Gesetz über Finanzanlage- und Kapitalmarktdienstleistungen (FSCMA) geändert, um die Mindestanlage gewöhnlicher Anleger in private Fonds von 100 Millionen KRW auf 300 Millionen KRW oder mehr anzuheben. Die Änderung trat am 9. Februar 2021 in Kraft. Ziel ist es zu verhindern, dass Produkte, die schwer zu verstehen sind oder ein hohes Verlustrisiko tragen, in der Form privater Fonds breit an gewöhnliche Anleger vertrieben werden.
QWer gilt als professioneller Anleger?
Ein professioneller Anleger ist ein Anleger, der im Hinblick auf seine Fachkunde bei Finanzanlageprodukten, den Umfang seines Vermögens und vergleichbare Umstände als fähig gilt, das Anlagerisiko zu tragen. Das Gesetz zählt unter anderem den Staat, die Bank of Korea, Finanzunternehmen wie Banken, Versicherer und Finanzanlagegesellschaften sowie börsennotierte Aktiengesellschaften auf, und Gesellschaften und natürliche Personen, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen, können ebenfalls professionelle Anleger werden. Anleger, die keine professionellen Anleger sind, werden gewöhnliche Anleger genannt.
Quelle: Finanzglossar (FINE) des Finanzaufsichtsdienstes (FSS): Professioneller Anleger
QKann eine natürliche Person professioneller Anleger werden?
Ja, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Die Durchführungsverordnung erkennt als professionellen Anleger eine natürliche Person an, die in mindestens 1 der letzten 5 Jahre von der Finanzdienstleistungskommission (FSC) bestimmte Finanzanlageprodukte mit einem durchschnittlichen Monatsendbestand von 50 Millionen KRW oder mehr gehalten hat und die Einkommens- oder Vermögenskriterien oder Anforderungen an die finanzielle Fachkunde erfüllt. Zum Zeitpunkt der Reform im November 2019 genügte eines der folgenden Kriterien: ein persönliches Einkommen von 100 Millionen KRW oder mehr (150 Millionen KRW zusammen mit dem Ehepartner), ein Nettovermögen von 500 Millionen KRW oder mehr ohne die eigene Wohnimmobilie und Vergleichbares oder eine finanzbezogene Fachkunde, etwa als Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwalt. Die detaillierten Kriterien können sich ändern.
QWo beantragen Sie die Einstufung als individueller professioneller Anleger?
Seit der Reform vom 21. November 2019 erfolgt die Einstufung als individueller professioneller Anleger nicht mehr durch die Korea Financial Investment Association (KOFIA), sondern durch Finanzanlageunternehmen (Wertpapierhäuser), die die Finanzdienstleistungskommission (FSC) bestimmt. Nach den Kriterien zum Zeitpunkt der Reform nehmen Finanzanlageunternehmen mit einem Vermögen von 100 Milliarden KRW oder mehr, die den Handel mit Wertpapieren und vergleichbaren Instrumenten betreiben, die Nachweise des Anlegers entgegen und prüfen, ob die Voraussetzungen erfüllt sind. Der Nachweis, dass die Voraussetzungen erfüllt sind, muss aktuell gehalten werden (innerhalb von 2 Jahren).
QWelche Voraussetzungen muss eine Gesellschaft erfüllen, um als professioneller Anleger eingestuft zu werden?
Eine Gesellschaft oder Organisation mit einem Bestand an Finanzanlageprodukten von 10 Milliarden KRW oder mehr (5 Milliarden KRW bei Aktiengesellschaften, die einer externen Prüfung unterliegen) kann bei der Korea Financial Investment Association (KOFIA) die Einstufung als professioneller Anleger beantragen. Anträge sind nur online möglich, mit Unterlagen wie einem Antragsformular, einer Bescheinigung sämtlicher Registereintragungen und einer Bescheinigung über den Bestand an Finanzanlageprodukten. Die Einstufung gilt für 2 Jahre und muss nach Ablauf erneut beantragt werden.
QWas ändert sich, wenn Sie professioneller Anleger werden?
Der Grundsatz der Geeignetheit und der Grundsatz der Angemessenheit sowie die Erklärungspflicht, die für gewöhnliche Anleger gelten, gelten nicht für professionelle Anleger (das Verbot unlauterer Aufforderung gilt weiterhin). Andererseits werden professionelle Anleger bei der Feststellung, ob ein Angebot öffentlich oder privat ist, nicht in die Zahl der aufgeforderten Personen eingerechnet, und ihre Anlagemöglichkeiten erweitern sich, etwa dadurch, dass sie an Produkten und Märkten teilnehmen können, die professionellen Anlegern vorbehalten sind. Bitte beachten Sie, dass mit dem geringeren Schutz Ihre Verantwortung für Ihre Anlageentscheidungen zunimmt.
QKönnen professionelle Anleger wie gewöhnliche Anleger geschützt werden?
Bestimmte professionelle Anleger können einem Finanzanlageunternehmen schriftlich mitteilen, dass sie als gewöhnliche Anleger behandelt werden möchten, und das Unternehmen muss zustimmen, sofern kein berechtigter Grund entgegensteht. Sobald es zustimmt, gilt der Anleger als gewöhnlicher Anleger, und die Schutzvorschriften finden Anwendung. Einige professionelle Anleger, etwa der Staat, die Bank of Korea und Finanzinstitute, können jedoch nicht auf diese Weise wechseln.
QWer kann in einen institutionenexklusiven privaten Fonds investieren?
Die beschränkt haftenden Gesellschafter (LP) eines institutionenexklusiven privaten Fonds dürfen grundsätzlich keine natürlichen Personen sein und sind auf Anleger mit Fachkunde und Fähigkeiten zum Risikomanagement beschränkt. Typische Beispiele sind der Staat, die Bank of Korea, Finanzunternehmen und besondere Körperschaften, gesetzlich errichtete Fonds und gegenseitige Hilfsvereinigungen sowie börsennotierte Aktiengesellschaften, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen und sich bei dem Verband registriert haben. Es gibt einige gesetzlich vorgesehene Ausnahmen, etwa Organmitglieder und Anlageverwalter des geschäftsführenden Gesellschafters (GP).
QWas sind der GP und der LP eines institutionenexklusiven privaten Fonds?
Ein institutionenexklusiver privater Fonds besteht aus einem oder mehreren unbeschränkt haftenden Gesellschaftern und einem oder mehreren beschränkt haftenden Gesellschaftern; die Zahl der Gesellschafter beträgt insgesamt nicht mehr als 100. Der geschäftsführende Gesellschafter (GP), der in der Satzung aus dem Kreis der unbeschränkt haftenden Gesellschafter bestimmt wird, führt die Geschäfte des Fonds. Die beschränkt haftenden Gesellschafter (LP) sind Anleger, die Kapital eingebracht haben und nicht in die Verwaltung eingreifen dürfen, etwa indem sie Stimmrechte an vom Fonds gehaltenen Aktien ausüben. Ein GP, der das Fondsvermögen verwalten will, muss sich bei der Finanzdienstleistungskommission (FSC) registrieren.
QGibt es private Fonds mit Managementbeteiligung (PEF) nicht mehr?
Mit der Reform vom Oktober 2021 wurden die früheren privaten Fonds mit Managementbeteiligung (PEF) zu institutionenexklusiven privaten Fonds, und die früheren privaten Fonds des professionellen Anlagetyps wurden zu allgemeinen privaten Fonds. Voraussetzungen, die für die früheren PEF galten, etwa die Pflicht, 10% oder mehr der stimmberechtigten Aktien zu erwerben, wurden abgeschafft. Stattdessen wurde eine Regel eingeführt, nach der ein Fonds, der zu Zwecken der Managementbeteiligung 10% oder mehr der Aktien eines Unternehmens erlangt, diese innerhalb von 15 Jahren veräußern muss. Der Begriff „PEF“ wird weiterhin häufig für institutionenexklusive private Fonds verwendet.
QDürfen private Fonds werben?
Die Anlagewerbung für allgemeine private Fonds ist stark eingeschränkt. Vertriebsgesellschaften dürfen nur gegenüber professionellen Anlegern oder gegenüber gewöhnlichen Anlegern werben, deren Bestand an Finanzanlageprodukten am Tag vor der Werbung mindestens einen bestimmten Betrag erreicht (300 Millionen KRW bei Fonds mit einem Hebel (Leverage) von 200% oder weniger und 500 Millionen KRW bei Fonds darüber). Außerdem müssen sie diese Anleger einzeln per Brief, Telefon, E-Mail oder auf vergleichbare Weise informieren und nicht in einer der Allgemeinheit zugänglichen Weise.
QWie läuft der Vertrieb eines allgemeinen privaten Fonds ab?
Die Vertriebsgesellschaft muss zunächst prüfen, ob der Anleger ein qualifizierter Anleger ist. Der Vermögensverwalter erstellt eine Kernproduktbeschreibung und stellt sie der Vertriebsgesellschaft zur Verfügung; diese muss sie im Voraus prüfen, sie gewöhnlichen Anlegern aushändigen und sie bei der Aufforderung zur Anlage und beim Vertrieb verwenden. Nach dem Vertrieb an gewöhnliche Anleger prüft die Vertriebsgesellschaft, ob der Fonds entsprechend der Beschreibung verwaltet wird.
QWird Ihr Anlageprofil (Geeignetheit) geprüft, wenn Sie in einen privaten Fonds investieren?
Das Gesetz zum Schutz von Finanzverbrauchern bestimmt, dass der Grundsatz der Geeignetheit und der Grundsatz der Angemessenheit beim Vertrieb privater Fonds grundsätzlich keine Anwendung finden. Sie finden jedoch Anwendung, wenn ein gewöhnlicher Finanzverbraucher unter den qualifizierten Anlegern oder eine vergleichbare Person dies verlangt, und der Verkäufer muss im Voraus darauf hinweisen, dass ein solches Verlangen möglich ist. Wenn Sie sich bestätigen lassen möchten, dass das Produkt zu Ihren Anlagezielen und Ihrer finanziellen Situation passt, können Sie beantragen, dass diese Grundsätze angewendet werden.
QWas ist eine Kernproduktbeschreibung?
Eine Kernproduktbeschreibung ist ein Dokument, das der Vermögensverwalter, der einen allgemeinen privaten Fonds begibt, erstellt und der Vertriebsgesellschaft zur Verfügung stellt. Sie nennt die Bezeichnungen des Fonds, des Vermögensverwalters, der Treuhandgesellschaft und des allgemeinen Fondsadministrators, das Anlageziel, die Anlagestrategie, die Anlagepolitik und die Zielvermögenswerte, den Risikograd und die mit der Verwaltung verbundenen Risikofaktoren sowie Angelegenheiten der Rücknahme. Die Vertriebsgesellschaft muss sie gewöhnlichen Anlegern schriftlich, per Post oder E-Mail, per Textnachricht auf das Mobiltelefon oder auf vergleichbare Weise aushändigen.
QWas prüft die Vertriebsgesellschaft in der Kernproduktbeschreibung?
Vor dem Vertrieb muss die Vertriebsgesellschaft prüfen, ob die Kernproduktbeschreibung mit den Regeln der kollektiven Kapitalanlage übereinstimmt, ob die Risiken der Anlage objektiv und angemessen bewertet und dargestellt wurden und ob die Verwaltungsmethode so erläutert ist, dass Anleger sie verstehen können. Die Reform von 2021 verlangte, dass Vertriebsgesellschaften die Beschreibung im Voraus aus Sicht des Anlegers prüfen.
QÜberwacht die Vertriebsgesellschaft die Verwaltung, nachdem Sie in einen privaten Fonds investiert haben?
Eine Vertriebsgesellschaft, die einen allgemeinen privaten Fonds an gewöhnliche Anleger vertrieben hat, muss prüfen, ob die Verwaltung durch den Vermögensverwalter mit der Kernproduktbeschreibung übereinstimmt. Ist dies nicht der Fall, muss die Vertriebsgesellschaft vom Vermögensverwalter Widerruf, Änderung oder Korrektur verlangen, und wenn der Vermögensverwalter dem grundsätzlich nicht innerhalb von 3 Geschäftstagen nachkommt, muss die Vertriebsgesellschaft dies der Finanzdienstleistungskommission (FSC) melden und die Anleger benachrichtigen. Der Vermögensverwalter kann gegen dieses Verlangen bei der FSC Widerspruch einlegen.
QÜberwacht auch die Treuhandgesellschaft (der Treuhänder) eines privaten Fonds die Verwaltung?
Ja. Bei privaten Fonds, die an gewöhnliche Anleger vertrieben wurden, muss die Treuhandgesellschaft überwachen, ob die Verwaltungsanweisungen des Vermögensverwalters Gesetzen und Verordnungen, den Regeln der kollektiven Kapitalanlage und der Kernproduktbeschreibung entsprechen. Sie muss außerdem jedes Quartal eine Vermögensabstimmung durchführen, um zu prüfen, ob das von ihr verwahrte und verwaltete Fondsvermögen mit den Aufzeichnungen des Vermögensverwalters (oder Fondsadministrators) übereinstimmt.
QErhalten Anleger privater Fonds Vermögensverwaltungsberichte?
Seit der Reform von 2021 gilt die Pflicht zur Aushändigung von Vermögensverwaltungsberichten für allgemeine private Fonds, die gewöhnlichen Anlegern angeboten werden (an professionelle Anleger müssen die Berichte nicht ausgehändigt werden). Die Finanzbehörden haben Angaben wie die Anlagestrategie des Fonds, das Liquiditätsrisiko sowie Verwaltungsrisiken und deren Steuerung ergänzt, damit die Anleger die Risiken der Fondsverwaltung zutreffend verstehen können. Diese verstärkten Schutzvorkehrungen finden auf private Fonds, die ausschließlich aus professionellen Anlegern bestehen, möglicherweise keine Anwendung.
QWerden private Fonds extern geprüft?
Mit der Reform von 2021 wurden allgemeine private Fonds, die gewöhnlichen Anlegern angeboten werden und eine bestimmte Größe überschreiten, einer externen Prüfung unterworfen. Die Kriterien, die die Finanzdienstleistungskommission (FSC) bei der Gesetzesänderung bekannt gegeben hat, waren ein Vermögen von mehr als 50 Milliarden KRW oder ein Vermögen von 30 Milliarden KRW bis 50 Milliarden KRW, bei dem innerhalb von 6 Monaten zusätzliche Anteile an kollektiven Kapitalanlagen begeben wurden. Die Pflicht findet in gesetzlich vorgesehenen Fällen möglicherweise keine Anwendung, etwa wenn alle Anleger zustimmen; prüfen Sie daher die aktuellen Gesetze und Verordnungen auf die konkreten Kriterien.
QWas geschieht, wenn die Rücknahme eines privaten Fonds aufgeschoben wird?
Wenn ein allgemeiner privater Fonds, der gewöhnlichen Anlegern angeboten wird, die Rücknahme aufschiebt, muss er innerhalb von 3 Monaten ab dem Tag des Aufschubs eine Anlegerversammlung abhalten, um über Angelegenheiten der Rücknahme zu beschließen. Diese Schutzvorkehrung wurde mit der Reform von 2021 eingeführt. Die Vorschriften über Anlegerversammlungen gelten nicht für private Fonds, die nur professionellen Anlegern angeboten werden.
QKönnen Sie einen privaten Fonds jederzeit zurückgeben?
Das hängt vom Fonds ab. Anders als Publikumsfonds haben private Fonds keine Pflicht zur Börsenzulassung, selbst wenn die Rücknahme untersagt ist. Ein Fonds, der in illiquide Vermögenswerte investiert, lässt die Rücknahme daher möglicherweise überhaupt nicht zu oder nur in festen Abständen, etwa vierteljährlich oder halbjährlich, und Sie müssen möglicherweise eine hohe Rücknahmegebühr zahlen, wenn Sie innerhalb eines bestimmten Zeitraums zurückgeben. Prüfen Sie vor der Anlage unbedingt, ob und zu welchen Bedingungen eine Rücknahme möglich ist, und ob dies zu Ihrer eigenen Planung der Zahlungsströme passt.
QKann ein privater Fonds mit vielen illiquiden Vermögenswerten als offener Fonds aufgelegt werden?
Nach der Reform von 2021 können private Fonds mit einem hohen Anteil nicht marktgängiger Vermögenswerte, für die kein Marktpreis verfügbar ist, nicht mehr als offene Fonds aufgelegt werden, die eine jederzeitige Rücknahme zulassen. Nach den untergeordneten Vorschriften muss ein Fonds als geschlossener Fonds aufgelegt werden, wenn Vermögenswerte ohne Börsenkurs, ausgenommen diejenigen, die leicht in Geld umgewandelt werden können, 50% übersteigen. Diese Schutzvorkehrung soll Krisen bei der Rücknahme verhindern, die durch ein Auseinanderfallen der Laufzeit des Fonds und der Laufzeiten seiner Vermögenswerte entstehen.
QKönnen Sie verlangen, dass ein geschlossener privater Fonds vor Fälligkeit abgewickelt wird?
Grundsätzlich ist dies schwierig. In einem Schlichtungsfall des Finanzaufsichtsdienstes (FSS), in dem der Anlagevorschlag eine Laufzeit von 15 Jahren ab dem Tag der Auflegung nannte und der Anleger den Risikohinweis und die Checkliste handschriftlich ausgefüllt und unterzeichnet hatte, wurde ein Antrag auf Abwicklung nicht allein aufgrund der Behauptung angenommen, dem Anleger sei eine kürzere Laufzeit genannt worden. Da geschlossene Fonds vor Fälligkeit nicht zurückgenommen werden können, prüfen Sie die Laufzeit und die Bedingungen für ihre Änderung sorgfältig in den Erläuterungsunterlagen und den Regeln der kollektiven Kapitalanlage.
QKönnen Sie Ihre Beteiligung an einem privaten Fonds auf eine andere Person übertragen?
Anleger eines allgemeinen privaten Fonds dürfen ihre Anteile an kollektiven Kapitalanlagen nicht auf eine Person übertragen, die kein qualifizierter Anleger ist. Denn private Fonds sind Produkte, die so ausgestaltet sind, dass nur gesetzlich bestimmte Anleger investieren können. Auch die Übertragung von Beteiligungen an institutionenexklusiven privaten Fonds unterliegt gesonderten Beschränkungen, etwa der Zustimmung der Gesellschafter.
QWie werden private Fonds verwaltet, und gibt es Anlagebeschränkungen?
Die meisten Regeln für Publikumsfonds, etwa Diversifikationsvorgaben, gelten für private Fonds nicht, sodass sie eine verhältnismäßig große Freiheit in der Verwaltung haben. Allerdings darf die Summe aus Risikoexposition aus Derivaten, Schuldgarantien, Kreditaufnahme und Vergleichbarem 400% des Nettovermögens nicht übersteigen, und die direkte Kreditvergabe an natürliche Personen sowie Gestaltungen mit Geldverleihern und anderen, die dieses Verbot umgehen sollen, sind untersagt. Es gibt außerdem Regeln wie die Pflicht, Aktien eines anderen Unternehmens innerhalb von 15 Jahren zu veräußern, sobald der Fonds 10% oder mehr davon zu Zwecken der Managementbeteiligung hält.
QWarum ist der Hebel bei einem privaten Fonds von Bedeutung?
Private Fonds können in einem Umfang investieren, der ihr Nettovermögen übersteigt, indem sie in Derivate investieren, Geld aufnehmen, Schuldgarantien stellen und Ähnliches tun; dies wird als Hebel (Leverage) bezeichnet. Da der Hebel Verluste ebenso wie Gewinne vergrößert, setzt die Durchführungsverordnung für natürliche Personen und andere gewöhnliche Anleger einen höheren Mindestbetrag fest, 500 Millionen KRW statt 300 Millionen KRW, wenn der gesamte Hebel des Fonds 200% des Nettovermögens übersteigt. Prüfen Sie vor der Anlage die Höhe des Hebels des Fonds.
QDürfen private Fonds erfolgsabhängige Vergütungen erheben?
Ja. Das Gesetz über Finanzanlage- und Kapitalmarktdienstleistungen (FSCMA) untersagt erfolgsabhängige Vergütungen, die an das Anlageergebnis gekoppelt sind, grundsätzlich, lässt sie für private Fonds jedoch zu, und die Vergütungsstrukturen privater Fonds sind nicht standardisiert. Bei einer erfolgsabhängigen Vergütung wächst die Vergütung mit den Erträgen, sodass Ihre tatsächliche Rendite hinter den Erwartungen zurückbleiben kann. Prüfen Sie die Vergütungsstruktur im Voraus, einschließlich der Hurdle Rate und des Satzes der erfolgsabhängigen Vergütung.
QWelche Risiken hat die Anlage in private Fonds?
Die meisten Regeln auf dem Niveau von Publikumsfonds, etwa Vorgaben zur Diversifikation und zur Offenlegung, gelten für private Fonds nicht. Sie können daher in erheblichem Umfang in bestimmte Vermögenswerte investieren, und ein Hebel (Leverage) wie Kreditaufnahme kann zu größeren Verlusten führen als erwartet. Investiert ein Fonds in illiquide Vermögenswerte, kann die Rücknahme beschränkt sein oder lange dauern, und erfolgsabhängige Vergütungen können Ihre tatsächliche Rendite mindern. Denken Sie vor allem daran, dass es sich um ein erfolgsabhängiges Produkt ohne Kapitalgarantie handelt.
QWas sollten Sie vor der Anlage in einen privaten Fonds prüfen?
Der Finanzaufsichtsdienst (FSS) empfiehlt, vor der Anlage in einen privaten Fonds zu prüfen, ob der Vermögensverwalter und die Vertriebsgesellschaft regulierte Finanzunternehmen sind, welche Anlegervoraussetzungen gelten, etwa der Mindestanlagebetrag, wie die Anlagestrategie und die hauptsächlichen Anlagegegenstände aussehen, welche Erfahrung und welche bisherigen Ergebnisse die Anlageverwalter haben, ob und zu welchen Bedingungen die Rücknahme beschränkt ist und wie die Vergütungsstruktur einschließlich erfolgsabhängiger Vergütungen aussieht. Prüfen Sie außerdem Laufzeit und Risikofaktoren sorgfältig in der Kernproduktbeschreibung und den Regeln der kollektiven Kapitalanlage. Da Fonds keine Produkte mit Kapitalgarantie sind, beachten Sie bitte, dass eine Anpreisung eines „privaten Fonds mit Kapitalgarantie und hoher Rendite“ sehr wahrscheinlich eine illegale Kapitalbeschaffung ist.
QWelche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um einen allgemeinen privaten Fonds zu verwalten?
Um einen allgemeinen privaten Fonds zu verwalten, muss ein Unternehmen ein allgemeines privates Kollektivanlagegeschäft bei der Finanzdienstleistungskommission (FSC) registrieren; eine Tätigkeit ohne Registrierung ist untersagt. Nach der Durchführungsverordnung muss das Unternehmen eine Aktiengesellschaft oder eine vergleichbare Gesellschaft mit einem Eigenkapital von 1 Milliarde KRW oder mehr sein und unter anderem mindestens 3 hauptberufliche Anlageverwalter, eine sachliche Ausstattung wie IT-Systeme und ein System zur Vermeidung von Interessenkonflikten aufweisen. Auch nach der Registrierung muss es die Registrierungsvoraussetzungen weiterhin erfüllen, etwa das Eigenkapital über einem bestimmten Niveau halten.
QWird ein neuer privater Fonds den Finanzbehörden gemeldet?
Ja. Ein allgemeiner privater Fonds muss der Finanzdienstleistungskommission (FSC) innerhalb von 2 Wochen ab dem Tag seiner Auflegung gemeldet werden, und wenn sich eine gemeldete Angabe ändert, ist innerhalb von 2 Wochen eine Änderungsanzeige einzureichen. Einige Fonds, etwa Fonds mit Managementbeteiligung, in die verbundene Unternehmen großer Unternehmensgruppen über einem bestimmten Anteil investieren, müssen unverzüglich nach der Auflegung gemeldet werden. Wird ein Fonds nicht gemeldet oder falsch gemeldet, kann die FSC die Beendigung oder Auflösung des Fonds anordnen.
QKönnen Sie mit Aktien oder Immobilien statt mit Geld in einen privaten Fonds investieren?
Ein allgemeiner privater Fonds kann Einlagen in anderen Vermögenswerten als Geld annehmen, etwa in Wertpapieren, Immobilien oder Sachgütern, nach den gesetzlich vorgesehenen Verfahren, wenn eine objektive Bewertung möglich ist und keine Gefahr besteht, die Interessen der anderen Anleger zu beeinträchtigen. Die Durchführungsverordnung verlangt die Zustimmung aller übrigen Anleger und die Zahlung zu dem vom Bewertungsausschuss festgelegten Preis.
QKann ein privater Fonds Gewinne und Verluste unterschiedlich auf die Anleger verteilen?
Ja. Ein allgemeiner privater Fonds kann in seinen Regeln der kollektiven Kapitalanlage festlegen, wie Gewinne und Verluste an die Anleger verteilt werden, einschließlich ihrer Rangfolge. So sind etwa Strukturen möglich, in denen einige Anleger Verluste zuerst tragen oder Gewinne vor anderen erhalten; prüfen Sie daher unbedingt in den Regeln und der Beschreibung, welchen Rang Ihre Beteiligung hat.
QWas sind Blindfonds und Projektfonds?
Ein Blindfonds sammelt zunächst Mittel, ohne die Anlagegegenstände festgelegt zu haben, und sucht anschließend Gegenstände, in die er investiert. Ein Projektfonds legt den Anlagegegenstand im Voraus fest und sammelt anschließend Mittel, um in ihn zu investieren. Welche Vorgehensweise ein Fonds wählt, beeinflusst, wie viele Informationen Sie vor der Anlage prüfen können.
Quelle: Finanzglossar der Finanzdienstleistungskommission (FSC): Blindfonds
QIst ein Hedgefonds dasselbe wie ein privater Fonds?
„Hedgefonds“ bezeichnet üblicherweise einen Fonds, der bei einer kleinen Zahl vermögender Anleger im Wege der Privatplatzierung Mittel sammelt und nicht nur in Aktien und Anleihen, sondern auch aktiv in hochriskante, hochrentierliche Vermögenswerte wie Derivate investiert und den Umfang seiner Anlagen mitunter durch Kreditaufnahme vergrößert. Ein Hedgefonds lässt sich also als eine Form eines auf Basis einer Privatplatzierung betriebenen Fonds verstehen. In Korea wurden früher „private Fonds des professionellen Anlagetyps“ als Hedgefonds bezeichnet; nach der Reform von 2021 wurden sie zu allgemeinen privaten Fonds.
QWas ist das PBS, das Wertpapierhäuser privaten Fonds bereitstellen?
PBS (Prime Brokerage Service) ist ein Geschäft, bei dem ein Wertpapierhaus eine Reihe von Dienstleistungen, die für die Verwaltung privater Fonds erforderlich sind, etwa Wertpapierleihe und -verleih, Kreditgewährung sowie Verwahrung und Verwaltung des Fondsvermögens, verknüpft und umfassend bereitstellt. Seit der Reform von 2021 müssen PBS-Wertpapierhäuser, die privaten Fonds einen Hebel (Leverage) wie Kredit gewähren, die Höhe dieses Risikos bewerten und steuern.
Quelle: Finanzglossar der Finanzdienstleistungskommission (FSC): PBS (Prime Brokerage Service)
QWas ist ein privater Fonds für die finanzielle Stabilität von Unternehmen?
Ein privater Fonds für die finanzielle Stabilität von Unternehmen investiert in Unternehmen, die ihre Finanzstruktur verbessern müssen, etwa Unternehmen mit Anzeichen einer Insolvenz, Unternehmen, die einen Sanierungsantrag gestellt haben, und Unternehmen, die eine Vereinbarung zur Verbesserung der Finanzstruktur geschlossen haben, um ihre Geschäftsführung zu normalisieren, und schüttet die Erträge an die Anleger aus. Er kann investieren, indem er Aktien, Anleihen, notleidende Kredite (NPL) oder Immobilien solcher Unternehmen erwirbt oder Darlehensforderungen ankauft. 2010 befristet eingeführt, wurde er ab Dezember 2016 zu einer dauerhaften Regelung.
QWas ist ein privater Fonds für Gründungen und Venture-Unternehmen?
Ein privater Fonds für Gründungen und Venture-Unternehmen ist ein privater Fonds, dessen Zweck es ist, in Gründer, Venture-Unternehmen, technologieinnovative kleine und mittlere Unternehmen und Vergleichbares zu investieren und die Erträge an die Anleger auszuschütten. Die Regelung wurde am 1. Januar 2017 geschaffen. Das Gesetz über Finanzanlage- und Kapitalmarktdienstleistungen (FSCMA) enthält gesonderte Sonderbestimmungen für solche privaten Fonds mit besonderem Zweck.
QWerden private Fonds für gewöhnliche Anleger anders reguliert als solche für professionelle Anleger?
Ja. Nach der Reform von 2021 unterliegen „allgemeine private Fonds, die gewöhnlichen Anlegern angeboten werden“, verstärkten Schutzvorkehrungen, etwa der Aushändigung der Kernproduktbeschreibung und von Vermögensverwaltungsberichten, externen Prüfungen und der Überwachung der Verwaltung durch Vertriebsgesellschaften und Treuhänder. Private Fonds, die ausschließlich aus professionellen Anlegern bestehen, die in der Lage sind, Risiken zu steuern, unterliegen dagegen weiterhin dem bisherigen Regulierungsniveau. Zum Zeitpunkt der Reform mussten bestehende Fonds, deren Anleger sämtlich professionelle Anleger waren, dies in ihren Regeln und Beschreibungen angeben und dem Finanzaufsichtsdienst (FSS) melden.
QWie erhalten Sie Informationen über einen privaten Fonds?
Die meisten Offenlegungspflichten gegenüber der Öffentlichkeit, die für Publikumsfonds gelten, gelten für private Fonds nicht, sodass öffentlich verfügbare Informationen begrenzt sind. Anleger prüfen Informationen zum Fonds anhand der Kernproduktbeschreibung, der Regeln der kollektiven Kapitalanlage und, bei Fonds, die gewöhnlichen Anlegern angeboten werden, der Vermögensverwaltungsberichte. Angelegenheiten, die nach dem Gesetz über Finanzanlage- und Kapitalmarktdienstleistungen (FSCMA) oder dem Handelsgesetz offengelegt oder öffentlich bekannt gemacht werden müssen, gelten als offengelegt, wenn alle Anleger nach dem in den Regeln vorgesehenen Verfahren benachrichtigt werden.
QWer darf private Fonds vertreiben?
Private Fonds werden auch von Vertriebsgesellschaften vertrieben, die für den Fondsvertrieb qualifiziert sind, etwa Banken und Wertpapierhäuser, und ein Verwalter allgemeiner privater Fonds darf die von ihm verwalteten allgemeinen privaten Fonds auch selbst vertreiben. Auch wenn ein Vermögensverwalter selbst vertreibt, finden vertriebsbezogene Regeln wie das Verbot unsolider Geschäftspraktiken entsprechende Anwendung. In beiden Fällen muss die Vertriebsgesellschaft prüfen, ob der Anleger ein qualifizierter Anleger ist.
QWelche Maßnahmen werden getroffen, wenn ein Vermögensverwalter einen privaten Fonds unsachgemäß verwaltet?
Die Finanzdienstleistungskommission (FSC) kann die Beendigung oder Auflösung eines allgemeinen privaten Fonds anordnen, etwa wenn der Fonds die Voraussetzungen für die Auflegung nicht erfüllt, nicht gemeldet wurde oder falsch gemeldet wurde. Sie kann außerdem Maßnahmen treffen wie die Aussetzung des Geschäftsbetriebs, Anordnungen zur Übertragung von Verträgen, Anordnungen zur Abstellung oder Einstellung von Verstößen und institutionelle Verwarnungen. Die Reform von 2021 hat außerdem einen Weg geschaffen, unsolide Vermögensverwalter, die Registrierungsvoraussetzungen wie das Eigenkapital nicht erfüllen, zügig zu entfernen.
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Fondsgrundlagen
Dieser Abschnitt fasst die grundlegenden Begriffe zusammen, die Sie kennen sollten, bevor Sie in einen Fonds investieren, darunter der Aufbau und die Einteilung von Fonds, der Nettoinventarwert (NAV) je Anteil und die Rücknahme, Vergütungen und Gebühren sowie Vermögensverwaltungsberichte. Prüfen Sie die Bedingungen eines einzelnen Fonds unbedingt im Prospekt dieses Fonds.
QWas ist ein Fonds?
Ein Fonds ist ein Finanzprodukt, bei dem ein professioneller Vermögensverwalter das von mehreren Anlegern zusammengelegte Geld in Aktien, Anleihen, Immobilien und andere Vermögenswerte investiert und die Ergebnisse im Verhältnis ihrer Anteile an die Anleger auskehrt. Nach dem Gesetz über Finanzanlage- und Kapitalmarktdienstleistungen (FSCMA) wird er „kollektives Anlagevehikel“ genannt. Der Grundsatz ist, dass die Anleger die Verwaltung des Geldes nicht im Einzelnen anweisen und dass diejenigen, die in denselben Fonds investieren, gleiche Rechte haben und die Verwaltungsergebnisse unverändert teilen.
Quelle: Finanzglossar des Finanzaufsichtsdienstes (FINE): Kollektives Anlagevehikel (Fonds)
QWas bedeutet „kollektive Kapitalanlage“ nach dem Gesetz genau?
Das Gesetz über Finanzanlage- und Kapitalmarktdienstleistungen (FSCMA) definiert die kollektive Kapitalanlage als das Zusammenlegen von Geld oder sonstigen Vermögenswerten von zwei oder mehr Anlegern, die Verwaltung dieser Mittel in Vermögenswerten mit wirtschaftlichem Wert ohne alltägliche Verwaltungsanweisungen der Anleger und die Verteilung der Ergebnisse an die Anleger, sodass die Ergebnisse ihnen zustehen. Die gewerbliche Ausübung einer solchen kollektiven Kapitalanlage ist das Geschäft der kollektiven Kapitalanlage, und Vermögensverwaltungsgesellschaften sind das typische Beispiel. Bestimmte gesetzlich festgelegte Fälle sind jedoch von der kollektiven Kapitalanlage ausgenommen.
QIst mein Kapital garantiert, wenn ich in einen Fonds investiere?
Nein. Ein Fonds ist ein erfolgsabhängiges Produkt, dessen Verwaltungsergebnisse unmittelbar an die Anleger weitergegeben werden, sodass Sie Kapital verlieren können. Das Gesetz über Finanzanlage- und Kapitalmarktdienstleistungen (FSCMA) verbietet Vermögensverwaltern und Vertriebsgesellschaften, Anlegern Verluste auszugleichen oder Gewinne zu garantieren, und Fonds sind auch vom Schutz der Einlagensicherung ausgenommen.
Quelle: Finanzglossar des Finanzaufsichtsdienstes (FINE): Grundsatz der erfolgsabhängigen Ausschüttung
QWelche Vorteile und Nachteile hat eine Fondsanlage?
Als Vorteile werden häufig genannt, dass Fachleute das Geld für Sie verwalten und Sie so Zeit und Aufwand sparen und dass bereits ein kleiner Betrag es Ihnen ermöglicht, die Anlage auf viele Vermögenswerte zu verteilen. Auf der anderen Seite können verschiedene Vergütungen und Gebühren die Transaktionskosten höher machen als bei einer Direktanlage, und das Anlagerisiko trägt weiterhin der Anleger, auch wenn jemand anderes das Geld verwaltet.
QWorin unterscheidet sich ein Fonds von einem Konto der diskretionären Vermögensverwaltung oder einem Trust?
Ein Fonds legt Geld mehrerer Anleger in einem einzigen kollektiven Anlagevehikel zusammen, verwaltet es und teilt die Ergebnisse auf. Die diskretionäre Vermögensverwaltung unterscheidet sich von einem Fonds dadurch, dass der Anleger und das Unternehmen einen individuellen Vertrag schließen und das Eigentum an den Vertragsvermögenswerten beim Anleger verbleibt. Ein Trust unterscheidet sich von einem Fonds ebenfalls dadurch, dass er ein individuelles Treuhandverhältnis zwischen Treugeber und Treuhänder voraussetzt.
Quelle: Finanzglossar des Finanzaufsichtsdienstes (FINE): Kollektives Anlagevehikel (Fonds)
QWas ist der Unterschied zwischen einem Investmenttrust und einer Investmentgesellschaft?
Ein Investmenttrust ist ein Fonds, der entsteht, wenn eine Vermögensverwaltungsgesellschaft (der Treugeber) einen Treuhandvertrag mit einer Treuhandgesellschaft (dem Treuhänder) schließt; der Vermögensverwalter erteilt die Verwaltungsweisungen, und die Treuhandgesellschaft verwahrt und verwaltet die Vermögenswerte. Eine Investmentgesellschaft ist ein Fonds in der Form einer Aktiengesellschaft nach dem koreanischen Handelsgesetz; die Anleger werden Aktionäre, und die Gesellschaft ist eine Gesellschaft nur auf dem Papier ohne hauptamtliche Organmitglieder oder Beschäftigte, die Verwaltung, Verwahrung und Administration externen Unternehmen überträgt.
Quelle: Finanzglossar des Finanzaufsichtsdienstes (FINE): Investmenttrusts und Investmentgesellschaften
QWelche Rechtsformen kann ein Fonds haben?
Das Gesetz über Finanzanlage- und Kapitalmarktdienstleistungen (FSCMA) unterscheidet kollektive Anlagevehikel in Investmenttrusts, Investmentgesellschaften, beschränkt haftende Investmentgesellschaften, Investment-Kommanditgesellschaften, Investmentgesellschaften mit beschränkter Gesellschafterhaftung, Investment-Kommanditpersonengesellschaften und stille Investmentgesellschaften. Je nach Form unterscheidet sich die Stellung des Anlegers (Begünstigter, Aktionär, Mitglied, Partner und so weiter), und auch die Unterlage, die Organisation und Betrieb des Fonds regelt, unterscheidet sich, etwa ein Treuhandvertrag, eine Satzung oder ein Gesellschaftsvertrag.
QWie werden Fonds danach eingeteilt, worin sie investieren?
Das Gesetz über Finanzanlage- und Kapitalmarktdienstleistungen (FSCMA) unterteilt kollektive Anlagevehikel nach dem Anlagegegenstand in Vehikel für Wertpapiere, Immobilien, besondere Vermögenswerte, Mischvermögen und kurzfristige Finanzanlagen (MMF); eine Änderung des Gesetzes im Jahr 2025 hat das kollektive Anlagevehikel für Unternehmensentwicklung (BDC) hinzugefügt, das überwiegend in Venture-Unternehmen und innovative Unternehmen investiert. Wertpapierfonds, Immobilienfonds und Fonds für besondere Vermögenswerte müssen mehr als den gesetzlich festgelegten Anteil des Fondsvermögens (z. B. 50% bei Wertpapierfonds) in die jeweiligen Vermögenswerte investieren. Mischvermögensfonds können ohne solche Quotengrenzen verwaltet werden.
QWie werden Aktien-, Anleihen- und Mischfonds unterschieden?
Wertpapierfonds werden nach dem Anteil der Vermögenswerte eingeteilt, in die sie überwiegend investieren. Im Allgemeinen wird ein Fonds, der 60% oder mehr seines Gesamtvermögens in Aktien investiert, Aktienfonds genannt, und ein Fonds, der 60% oder mehr in Anleihen investiert und keine Aktien hält, Anleihenfonds. Mischfonds werden manchmal weiter in aktienorientierte Mischfonds und anleihenorientierte Mischfonds unterteilt, wobei eine maximale Aktienquote von 50% als Trennlinie dient.
Quelle: Finanzglossar des Finanzaufsichtsdienstes (FINE): Wertpapierfonds
QWas sind Fonds für besondere Vermögenswerte und Mischvermögensfonds?
Ein Fonds für besondere Vermögenswerte investiert mehr als 50% seines Vermögens in andere Vermögenswerte als Wertpapiere und Immobilien; weil die Bandbreite der Anlagegegenstände groß ist, lassen sich leicht neue Produkte auflegen. Ein Mischvermögensfonds unterliegt keinen Mindestinvestitionsquoten für Wertpapiere, Immobilien oder besondere Vermögenswerte. Weil die Vermögenswerte beider Arten schwer fair zu bewerten sein können, müssen sie grundsätzlich als geschlossene Fonds aufgelegt werden; sie können jedoch offen sein, wenn sie nur in marktgängige Vermögenswerte investieren.
Quelle: Finanzglossar des Finanzaufsichtsdienstes (FINE): Fonds für besondere Vermögenswerte
QWas für ein Produkt ist ein MMF (Geldmarktfonds)?
Ein MMF ist ein Fonds, der in Geldmarktinstrumente mit kurzer Laufzeit und geringem Kreditrisiko investiert, etwa Staatsanleihen und Währungsstabilisierungsanleihen, Commercial Paper (CP) hoher Bonität und Einlagenzertifikate (CDs). Da Einzahlungen und Rücknahmen am selben Tag möglich sind, wird er häufig genutzt, um freie Mittel vorübergehend anzulegen. Ein MMF ist jedoch weiterhin ein Fonds, sodass das Kapital nicht garantiert ist.
Quelle: Wirtschaftsglossar der Bank of Korea: Geldmarktfonds (MMF)
QWas ist ein kollektives Anlagevehikel für Unternehmensentwicklung (BDC)?
Ein BDC ist ein börsennotierter Publikumsfonds, der 60% oder mehr seines Gesamtvermögens in „vorrangige Anlagezielunternehmen“ investiert, etwa nicht börsennotierte Venture-Unternehmen und innovative Unternehmen sowie Unternehmen, die am KONEX oder am KOSDAQ notiert sind. Nach Änderungen der zugehörigen nachgeordneten Vorschriften trat die Regelung am 17. März 2026 in Kraft, und BDC-Wertpapiere werden am KOSDAQ-Markt notiert und gehandelt. Es gelten gesonderte Anlagevorschriften, etwa die Pflicht, mindestens 10% des Gesamtvermögens in sichere Vermögenswerte wie Staats- und öffentliche Anleihen oder Barmittel zu investieren.
QWelche Unternehmen sind an einem Fonds beteiligt?
Die zentralen Beteiligten sind die Vermögensverwaltungsgesellschaft (Unternehmen der kollektiven Kapitalanlage), die den Fonds auflegt und die Verwaltungsweisungen erteilt; die Vertriebsgesellschaft (eine Wertpapierfirma, eine Bank, ein Versicherungsunternehmen usw.), die den Fonds an Anleger verkauft; und die Treuhandgesellschaft, die die Verwaltungsweisungen ausführt und das Geld und die Vermögenswerte verwahrt und verwaltet. Weitere Beteiligte sind der allgemeine Fondsadministrator, der administrative Aufgaben wie die Berechnung des Nettoinventarwerts (NAV) je Anteil übernimmt, und Fondsrating-Gesellschaften, die Fonds bewerten.
QWelche Rolle hat eine Fondsvertriebsgesellschaft?
Eine Vertriebsgesellschaft schließt einen Vertriebsvertrag mit dem Vermögensverwalter, verkauft den Fonds an Anleger und nimmt Rücknahmeanträge der Anleger entgegen und bearbeitet sie. Nur Unternehmen, die von der Finanzdienstleistungskommission (FSC) zugelassen sind, dürfen Fonds verkaufen, und für den Verkauf qualifizierte Mitarbeiter müssen dies nach den Richtlinien für die Anlageaufforderung tun. Heute werden Fonds überwiegend von Banken, Wertpapierfirmen und Versicherungsunternehmen verkauft.
QWas tut eine Treuhandgesellschaft (Treuhänder)?
Eine Treuhandgesellschaft verwahrt und verwaltet das Fondsvermögen getrennt von ihrem eigenen Vermögen und von anderen Vermögenswerten. Sie prüft außerdem, ob die Verwaltungsweisungen des Vermögensverwalters gegen Gesetze und Verordnungen, die Regelungen der kollektiven Kapitalanlage oder den Prospekt verstoßen, und muss bei einem Verstoß verlangen, dass die Weisung zurückgenommen, geändert oder berichtigt wird. Kommt der Vermögensverwalter dem nicht innerhalb von 3 Geschäftstagen nach, muss die Treuhandgesellschaft dies der Finanzdienstleistungskommission (FSC) melden und öffentlich offenlegen.
QWas geschieht mit meinem Fondsvermögen, wenn die Vermögensverwaltungsgesellschaft ihren Geschäftsbetrieb einstellt?
Das Fondsvermögen wird nicht vom Vermögensverwalter, sondern von einer Treuhandgesellschaft verwahrt und verwaltet, und das Gesetz verlangt, dass es auch vom eigenen Vermögen der Treuhandgesellschaft getrennt gehalten wird. Wertpapiere und vergleichbare Vermögenswerte müssen fondsweise bei der Korea Securities Depository hinterlegt werden, und die Treuhandgesellschaft darf kein verbundenes Unternehmen des Vermögensverwalters sein, der den Fonds verwaltet. Diese Struktur der getrennten Verwahrung soll verhindern, dass geschäftliche Probleme des Vermögensverwalters das Fondsvermögen unmittelbar berühren; sie schützt jedoch nicht vor Anlageverlusten.
QWo beantrage ich die Rücknahme, wenn die Vertriebsgesellschaft ihr Geschäft nicht mehr ausüben kann?
Grundsätzlich beantragen Sie die Rücknahme bei der Vertriebsgesellschaft, die Ihnen den Fonds verkauft hat. Kann die Vertriebsgesellschaft Rücknahmeanträge jedoch wegen Auflösung, Widerrufs ihrer Zulassung, Aussetzung des Geschäftsbetriebs oder aus einem vergleichbaren Grund nicht bedienen, können Sie die Rücknahme unmittelbar bei dem Vermögensverwalter des Fonds beantragen. Kann auch der Vermögensverwalter aus denselben Gründen nicht reagieren, können Sie sie bei der Treuhandgesellschaft beantragen, die das Fondsvermögen verwahrt und verwaltet.
QWas ist der Nettoinventarwert (NAV) je Anteil?
Der Nettoinventarwert (NAV) je Anteil (Basispreis) ist der Preis eines Anteils an einem Fonds, der gilt, wenn Sie den Fonds kaufen oder verkaufen (zurücknehmen). Er wird berechnet, indem die Vermögenswerte des Fonds zum Tag vor dem Bekanntgabetag zum beizulegenden Zeitwert oder auf einer vergleichbaren Grundlage bewertet werden, die Verbindlichkeiten abgezogen werden, sodass sich das Nettovermögen insgesamt ergibt, und dieser Betrag durch die Gesamtzahl der umlaufenden Anteile der Anteilscheine geteilt wird. Vermögensverwalter und andere müssen den Nettoinventarwert je Anteil täglich bekannt geben und veröffentlichen; wo eine tägliche Bekanntgabe schwierig ist, etwa bei Fonds, die in auf Fremdwährung lautende Vermögenswerte investieren, kann ein gesonderter Abstand von bis zu 15 Tagen festgelegt werden.
Quelle: Finanzglossar des Finanzaufsichtsdienstes (FINE): Nettoinventarwert (NAV) je Anteil (Basispreis)
QWas bedeutet NAV (Nettoinventarwert)?
Der Nettoinventarwert (NAV) ist der Wert der von einem Fonds oder einem vergleichbaren Vehikel gehaltenen Vermögenswerte abzüglich seiner Verbindlichkeiten. Teilt man ihn durch die Zahl der von den Anlegern gehaltenen Anteile, ergibt sich der Nettoinventarwert je Anteil (oder je Aktie); Fonds werden in der Regel auf dieser Grundlage gekauft und zurückgenommen. Der Nettoinventarwert je Anteil koreanischer Fonds ist derselbe Begriff, da er das Nettovermögen insgesamt geteilt durch die Gesamtzahl der Anteile ist.
Quelle: Nettoinventarwert
QWie wird das Fondsvermögen bewertet?
Vermögensverwalter müssen das Fondsvermögen grundsätzlich zum Marktpreis bewerten und, wo kein verlässlicher Marktpreis besteht, zum beizulegenden Zeitwert, wie es das Gesetz vorschreibt. Dazu richten sie einen Bewertungsausschuss ein und stellen Bewertungsmaßstäbe auf, die die Treuhandgesellschaft bestätigt, und die Treuhandgesellschaft prüft, ob die Bewertung fair erfolgt ist. Bitte beachten Sie auch, dass Vermögenswerte ohne Marktpreis je nach Bewertungsmethode unterschiedlich bewertet werden können.
QWas bedeuten „Auflegung“ und „Beendigung“ eines Fonds?
Bei einem Investmenttrust bedeutet die Auflegung, dass der Vermögensverwalter einen Treuhandvertrag mit einer Treuhandgesellschaft schließt und das Treuhandkapital einzahlt, um den Fonds zu errichten; die Ausgabe weiterer Anteilscheine, wenn Anlagemittel zufließen, heißt zusätzliche Auflegung. Die Beendigung bedeutet das Ende des Investmenttrusts; sie tritt beispielsweise ein, wenn die Laufzeit des Treuhandvertrags abläuft oder eine Versammlung der Begünstigten die Beendigung des Fonds beschließt. Auch ein Teil eines Fonds kann beendet werden, etwa um Rücknahmeanträge der Anleger zu erfüllen.
QWas ist die Fondsrücknahme?
Die Rücknahme bedeutet, dass ein Fondsanleger seinen Anlageanteil ganz oder teilweise zum Nettoinventarwert des Fonds zurückerhält. Stellt ein Anleger bei der Vertriebsgesellschaft einen Rücknahmeantrag, leitet die Vertriebsgesellschaft ihn an den Vermögensverwalter weiter; der Erlös wird grundsätzlich aus den vom Fonds gehaltenen Barmitteln gezahlt, und die betreffenden Anteile werden anschließend eingezogen. Wenn alle Anleger zustimmen, kann die Zahlung anstelle von Barmitteln in Vermögenswerten erfolgen, die der Fonds hält.
Quelle: Finanzglossar des Finanzaufsichtsdienstes (FINE): Fondsrücknahme
QWann erhalte ich mein Geld, nachdem ich die Rücknahme beantragt habe?
Grundsätzlich schreibt das Gesetz über Finanzanlage- und Kapitalmarktdienstleistungen (FSCMA) vor, dass der Rücknahmeerlös an dem in den Regelungen der kollektiven Kapitalanlage festgelegten Rücknahmetag zu zahlen ist, innerhalb von 15 Tagen ab dem Tag, an dem der Anleger die Rücknahme beantragt. Da jeder Fonds den konkreten Zahlungstag in seinen Regelungen festlegt, prüfen Sie den Prospekt Ihres Fonds oder fragen Sie Ihre Vertriebsgesellschaft. Gesetzlich vorgesehene Ausnahmen können je nach Faktoren wie der Liquidität der zugrunde liegenden Vermögenswerte gelten.
QWelcher Tagespreis gilt, wenn ich zurückgebe?
Der Rücknahmepreis ist grundsätzlich der Nettoinventarwert (NAV) je Anteil, der nach dem Tag des Rücknahmeantrags berechnet wird. Würde ein am Tag des Antrags bereits bekannter vergangener Preis angewendet, könnten Anleger auf Kursbewegungen handeln, was gegenüber den anderen Anlegern ungerecht wäre. Aus diesem Grund können Sie den genauen Rücknahmebetrag zum Zeitpunkt des Rücknahmeantrags nicht im Voraus kennen.
Quelle: Finanzglossar des Finanzaufsichtsdienstes (FINE): Nettoinventarwert (NAV) je Anteil (Basispreis)
QWarum muss ich eine Rücknahmegebühr zahlen?
Eine Rücknahmegebühr wird erhoben, wenn Sie innerhalb des in den Regelungen der kollektiven Kapitalanlage festgelegten Erhebungszeitraums zurückgeben, und sie wird in der Regel als Prozentsatz des Gewinns berechnet. Sie trägt der Anleger, der die Rücknahme beantragt, und die vereinnahmten Gebühren fließen in das Fondsvermögen, nicht an den Vermögensverwalter oder die Vertriebsgesellschaft. Erhebungszeitraum und Gebührensatz unterscheiden sich von Fonds zu Fonds; prüfen Sie sie vor der Anlage.
Quelle: Finanzglossar des Finanzaufsichtsdienstes (FINE): Fondsrücknahme
QKann die Rücknahme eines Fonds aufgeschoben werden?
Ja. Kann die Rücknahme aus gesetzlich bestimmten Gründen, etwa weil der Fonds seine Vermögenswerte nicht veräußern kann, nicht am vorgesehenen Tag erfolgen, kann der Vermögensverwalter die Rücknahme aufschieben. In diesem Fall muss er innerhalb von 6 Wochen ab dem Tag des Aufschubs eine Anlegerversammlung abhalten, die über die Rücknahme beschließt, und die Anleger über das Ergebnis unterrichten. Lässt sich ein Teil der Vermögenswerte veräußern, kann zuerst eine teilweise Rücknahme nur für diesen Teil erfolgen.
QWorin unterscheiden sich „Vergütungen“ und „Gebühren“ eines Fonds?
Vergütungen sind Kosten, die fortlaufend aus dem Fonds an den Vermögensverwalter, die Vertriebsgesellschaft, die Treuhandgesellschaft, die Administrationsgesellschaft und andere gezahlt werden, in der Regel berechnet als Prozentsatz des Nettovermögens des Fonds. Gebühren sind Kosten, die der Anleger unmittelbar zahlt, etwa die Verkaufsgebühr beim Kauf eines Fonds und die Rücknahmegebühr bei vorzeitiger Rücknahme.
Quelle: Finanzglossar des Finanzaufsichtsdienstes (FINE): Vergütungen und Gebühren von Fonds
QWelche Arten von Fondsvergütungen gibt es?
Die wichtigsten sind die Verwaltungsvergütung für die Verwaltung des Portfolios, die Vertriebsvergütung für den Verkauf und die Betreuung des Fonds und die Treuhändervergütung für die sichere Verwahrung und Verwaltung der Vermögenswerte. Eine Administrationsvergütung und weitere können hinzukommen. Diese Kostenangaben stehen im Prospekt des Fonds, sodass Sie sie jederzeit vor der Anlage prüfen können.
QWas sind vorgezogene und nachgelagerte Verkaufsgebühren?
Eine Verkaufsgebühr zahlt der Anleger als Gegenleistung für den Verkauf eines Fonds; eine bei der Zeichnung abgezogene Gebühr ist eine vorgezogene Verkaufsgebühr, eine bei der Rücknahme abgezogene eine nachgelagerte Verkaufsgebühr. Sie kann je nach angelegtem Betrag, Vertriebsgesellschaft, Anlagedauer und Ähnlichem in unterschiedlicher Höhe erhoben werden. Gesetze und Verordnungen setzen gesonderte Obergrenzen für Verkaufsgebühren und Vertriebsvergütungen (2% für Verkaufsgebühren und 1% für Vertriebsvergütungen, laut Glossar des Finanzaufsichtsdienstes (FSS)), und die näheren Maßstäbe können geändert werden.
Quelle: Finanzglossar des Finanzaufsichtsdienstes (FINE): Vergütungen und Gebühren von Fonds
QWas bedeuten Anteilklassen eines Fonds (Klasse A, Klasse C usw.)?
Auch derselbe Fonds wird je nachdem, wie Verkaufsgebühren und Vertriebsvergütungen erhoben werden, in mehrere Klassen unterteilt. Nach Angaben des Finanzaufsichtsdienstes (FSS) behält die Klasse A bei der Zeichnung eine Verkaufsgebühr im Voraus ein, hat aber einen niedrigeren Satz der Vertriebsvergütung, was eine langfristige Anlage begünstigt, während die Klasse C keine Verkaufsgebühr, dafür aber einen höheren Satz der Vertriebsvergütung hat, was eine kurzfristige Anlage begünstigt. Der FSS weist darauf hin, dass die kumulierten Kosten der beiden Klassen nach etwa 2 Jahren in der Regel ähnlich werden, und rät, die Klasse zu berücksichtigen, die zu Ihrer voraussichtlichen Anlagedauer passt.
QWas ist ein Multi-Class-Fonds?
Ein Multi-Class-Fonds gibt innerhalb eines einzigen Fonds mehrere Anteilklassen aus, deren Nettoinventarwerte (NAV) je Anteil sich wegen unterschiedlicher Vertriebsvergütungen und Verkaufsgebühren unterscheiden. Die Klassen werden nach Faktoren eingeteilt, die die Vertriebskosten beeinflussen, und in den Regelungen der kollektiven Kapitalanlage abgebildet. Angelegenheiten, die nur eine bestimmte Klasse betreffen, können in einer Versammlung allein der Anleger dieser Klasse entschieden werden.
Quelle: Finanzglossar des Finanzaufsichtsdienstes (FINE): Multi-Class-Fonds
QWas ist eine „börsennotierte Anteilklasse“ eines Publikumsfonds?
Eine börsennotierte Anteilklasse ist eine neue, börsennotierte Klasse von Anteilscheinen, die innerhalb eines bestehenden Publikumsfonds geschaffen wird; sie wird am KOSPI-Markt der Korea Exchange (KRX) notiert und kann wie Aktien oder ETFs in Echtzeit gekauft und verkauft werden. Eingeführt, um Kosten wie Verkaufsgebühren und Vertriebsvergütungen zu senken und den Handel zu erleichtern, wurden börsennotierte Anteilklassen am 27. Oktober 2025 erstmals gehandelt, beginnend mit bestimmten Fonds. Es gibt Punkte zu beachten, etwa dass eine durch Umwandlung erworbene börsennotierte Anteilklasse nicht wieder in eine andere Klasse umgewandelt werden kann; prüfen Sie daher die Hinweise der Korea Financial Investment Association (KOFIA).
QWas ist die Gesamtkostenquote (TER)?
Die Gesamtkostenquote (TER) ist das Verhältnis der fortlaufend und wiederholt aus einem Fonds gezahlten Vergütungen und Aufwendungen zum Nettovermögen des Fonds. Eine TER von 3% lässt sich beispielsweise so verstehen, dass jährlich 3% des Nettovermögens als Kosten ausgezahlt werden; Finanzierungskosten wie Zinsen sind ausgenommen. Sie können die Gesamtkostenquoten nach Vermögensverwalter und Vertriebsgesellschaft auf der Website der Korea Financial Investment Association (KOFIA) vergleichen.
Quelle: Finanzglossar des Finanzaufsichtsdienstes (FINE): Gesamtkostenquote
QGibt es Fonds, die eine erfolgsabhängige Vergütung erheben?
Eine erfolgsabhängige Vergütung ist eine Vergütung, die der Vermögensverwalter erhält und die in einer im Voraus festgelegten Weise an die Entwicklung des Fonds gekoppelt berechnet wird. Das Gesetz über Finanzanlage- und Kapitalmarktdienstleistungen (FSCMA) verbietet erfolgsabhängige Vergütungen grundsätzlich, erlaubt sie aber für private Fonds oder für Publikumsfonds in gesetzlich bestimmten Fällen, etwa wenn kein Problem für den Anlegerschutz besteht. Fonds, die eine erfolgsabhängige Vergütung erheben, müssen die Berechnungsmethode und die zugehörigen Angaben im Prospekt und in den Regelungen der kollektiven Kapitalanlage nennen; prüfen Sie diese vor der Anlage.
QWas ist der Unterschied zwischen offenen und geschlossenen Fonds?
Ein offener Fonds erlaubt es Ihnen, nach der Anlage die Rücknahme zu beantragen, während ein geschlossener Fonds eine feste Laufzeit hat, während der Sie die Rücknahme nicht beantragen können. Weil geschlossene Fonds keinem Rücknahmedruck ausgesetzt sind, können sie auch in Vermögenswerte investieren, die sich schwer jeden Tag fair bewerten lassen, etwa Immobilien. Prüfen Sie vor der Anlage unbedingt, ob eine vorzeitige Rücknahme möglich ist und wann der Fonds fällig wird.
Quelle: Finanzglossar des Finanzaufsichtsdienstes (FINE): Offene und geschlossene Fonds
QWie komme ich bei einem Publikumsfonds, der nicht zurückgenommen werden kann, an mein Geld?
Ein nicht rücknahmefähiger Publikumsfonds (geschlossener Fonds) muss innerhalb von 90 Tagen ab dem Tag der erstmaligen Ausgabe seiner Anteile an kollektiven Kapitalanlagen am Wertpapiermarkt zugelassen werden, sofern er nicht eine gesonderte Möglichkeit zur Sicherung der Liquidität vorgesehen hat. Anleger können ihr Geld zurückerhalten, indem sie die notierten Fondsanteile an der Börse verkaufen. Ist der Handel jedoch gering, kann es schwierig sein, zu dem von Ihnen gewünschten Preis zu verkaufen.
QWas ist eine Master-Feeder-Struktur (Mutter-Tochter-Fonds)?
Es handelt sich um eine Struktur, bei der Geld aus mehreren Feederfonds (Tochterfonds) desselben Vermögensverwalters in einem Masterfonds (Mutterfonds) zusammengelegt und gemeinsam verwaltet wird, mit dem Ziel, die Transaktionskosten durch Skaleneffekte zu senken. Nur die Feederfonds dürfen in den Masterfonds investieren, und die Feederfonds dürfen in keinen anderen Fonds als diesen Masterfonds investieren. Die eigene Verwaltung der Feederfonds beschränkt sich darauf, genügend Liquidität für die Bedienung von Rücknahmen zu halten.
Quelle: Finanzglossar des Finanzaufsichtsdienstes (FINE): Master-Feeder-Fonds
QWas ist ein Dachfonds?
Ein Dachfonds investiert einen wesentlichen Teil seines Vermögens (im Allgemeinen 40% oder mehr) in Anteile an kollektiven Kapitalanlagen, die von anderen Fonds ausgegeben werden. Um eine übermäßige Konzentration auf einen einzelnen Fonds oder auf die Fonds eines einzelnen Vermögensverwalters zu verhindern, setzt das Gesetz über Finanzanlage- und Kapitalmarktdienstleistungen (FSCMA) Anlagegrenzen, die zum Beispiel bis zu 20% in einem einzelnen Fonds und bis zu 50% in Fonds desselben Vermögensverwalters erlauben. Die Verwalter der zugrunde liegenden Fonds können sich vom Verwalter des Dachfonds unterscheiden.
Quelle: Finanzglossar des Finanzaufsichtsdienstes (FINE): Dachfonds
QWas ist ein Umstiegsfonds (Umbrella-Fonds)?
Ein Umstiegsfonds fasst mehrere Fonds unter gemeinsamen Regelungen der kollektiven Kapitalanlage zusammen, sodass Anleger innerhalb der Gruppe in einen anderen Fonds wechseln können. Anlegern, die einen Wechsel beantragen, wird keine Rücknahmegebühr berechnet. Ein Wechsel zwischen Fonds mit unterschiedlichen Rechtsformen, etwa einem Investmenttrust und einer Investmentgesellschaft, ist jedoch nicht zulässig.
Quelle: Finanzglossar des Finanzaufsichtsdienstes (FINE): Umstiegsfonds
QWas ist ein Indexfonds?
Ein Indexfonds stellt sein Portfolio so zusammen, dass es die Bewegung eines Aktienindex nachbildet, und strebt die durchschnittliche Rendite des Marktes an. Im Vergleich zu gewöhnlichen Fonds hat er tendenziell einen geringeren Umschlag und geringere Transaktionskosten, und die Renditeunterschiede zwischen Indexfonds sind klein. Er ähnelt einem ETF darin, dass er einen Index nachbildet, unterscheidet sich aber dadurch, dass Indexfonds in der Regel nicht an einer Börse notiert sind.
Quelle: Finanzglossar des Finanzaufsichtsdienstes (FINE): Indexfonds
QWorin unterscheidet sich ein ETF (börsengehandelter Fonds) von einem gewöhnlichen Fonds?
Ein ETF ist ein Fonds, der so verwaltet wird, dass er Veränderungen eines bestimmten Index oder Vermögenspreises nachbildet, und er ist an einer Börse notiert und wird wie eine Aktie gehandelt. Weil seine Bestände täglich durch die Offenlegung seiner Portfolio Deposit File (PDF) geprüft werden können, ist seine Verwaltung tendenziell transparenter als die gewöhnlicher Fonds, und seine Vergütungen sind tendenziell niedriger. Neben passiven ETFs, die einen Index lediglich nachbilden, gibt es auch aktive ETFs, die darauf abzielen, den Index zu übertreffen.
Quelle: Finanzglossar des Finanzaufsichtsdienstes (FINE): Börsengehandeltes kollektives Anlagevehikel
QWas sind gehebelte ETFs und inverse ETFs?
Ein gehebelter ETF ist so ausgestaltet, dass sich seine Rendite um ein festgelegtes Vielfaches der Veränderungen des zugrunde liegenden Index bewegt, während die Rendite eines inversen ETF so festgelegt ist, dass sie sich entgegengesetzt zum zugrunde liegenden Index bewegt. Weil ihre Preise stärker schwanken als die gewöhnlicher ETFs oder sich in die entgegengesetzte Richtung bewegen, sollten Sie sie nur handeln, wenn Sie ihre Struktur und ihre Risiken vollständig verstanden haben.
Quelle: Wirtschaftsglossar der Bank of Korea: Börsengehandelter Fonds (ETF)
QWas ist ein Vermögensverwaltungsbericht, und wie oft erhalte ich ihn?
Ein Vermögensverwaltungsbericht erläutert die Verwaltungsergebnisse des Fonds; der Vermögensverwalter muss ihn den Anlegern über die Vertriebsgesellschaft mindestens einmal alle 3 Monate zur Verfügung stellen, nachdem er von der Treuhandgesellschaft bestätigt wurde. Er umfasst die Vermögenswerte, die Verbindlichkeiten und den Nettoinventarwert (NAV) je Anteil des Fonds, wie der Fonds verwaltet wurde und seine Gewinne und Verluste, die Bewertung und die Gewichtung jedes Vermögenswerts, den Portfolioumschlag und Weiteres. Die Kosten für die Erstellung und Bereitstellung trägt der Vermögensverwalter, und Sie können ihn persönlich oder per Post, E-Mail und dergleichen erhalten.
Quelle: Finanzglossar des Finanzaufsichtsdienstes (FINE): Vermögensverwaltungsbericht
QWorin unterscheidet sich der Bericht über die Verwahrung und Verwaltung des Vermögens vom Verwaltungsbericht?
Der Bericht über die Verwahrung und Verwaltung des Vermögens wird nicht vom Vermögensverwalter, sondern von der Treuhandgesellschaft, die das Fondsvermögen hält, erstellt und den Anlegern übermittelt. Er behandelt wesentliche Änderungen der Regelungen der kollektiven Kapitalanlage, Änderungen beim Anlageverwaltungspersonal, Beschlüsse der Anlegerversammlung und etwaige Berichtigungsverlangen gegenüber dem Vermögensverwalter, und er ist innerhalb von 2 Monaten ab dem Tag eines gesetzlich bestimmten Ereignisses zu übermitteln, etwa dem Ende einer Rechnungsperiode. Er unterscheidet sich vom Verwaltungsbericht dadurch, dass die Angaben aus der Sicht der Treuhandgesellschaft dargestellt werden, die die Verwaltung überwacht.
QWas ist ein Fondsprospekt, und warum ist er wichtig?
Ein Prospekt ist ein gesetzlich vorgeschriebenes Dokument, das im Voraus auszuhändigen ist, wenn Anleger zum Kauf von Wertpapieren aufgefordert werden, für die eine Wertpapier-Registrierungserklärung wirksam geworden ist, und sein Inhalt muss mit der Registrierungserklärung übereinstimmen. Er enthält die für eine Anlageentscheidung erforderlichen Angaben, etwa das Anlageziel und die Anlagestrategie des Fonds, die Risiken, die Vergütungen und Gebühren sowie die Rücknahmebedingungen. Da bei unwahrem Inhalt eine strenge Schadensersatzhaftung und Sanktionen gelten, lesen Sie ihn vor der Anlage sorgfältig.
Quelle: Finanzglossar des Finanzaufsichtsdienstes (FINE): Prospekt
QWas enthalten die Regelungen der kollektiven Kapitalanlage (der Treuhandvertrag)?
Der Treuhandvertrag, der als Regelungen der kollektiven Kapitalanlage eines Investmenttrusts dient, behandelt unter anderem den Vermögensverwalter und die Treuhandgesellschaft, das Treuhandkapital und die Gesamtzahl der Anteile der Anteilscheine, die Verwaltung und Administration der Vermögenswerte, die Gewinnausschüttung und die Rücknahme, Vergütungen und Gebühren, Versammlungen der Begünstigten sowie Offenlegungen und Berichte. Die Änderung von Angelegenheiten, die für Anleger wichtig sind, etwa eine Erhöhung der Vergütungen, der Austausch der Treuhandgesellschaft oder die Änderung der Laufzeit des Treuhandvertrags, erfordert einen vorherigen Beschluss einer Versammlung der Begünstigten. Änderungen werden öffentlich offengelegt, und Änderungen, die über eine Versammlung erfolgen, werden den Begünstigten mitgeteilt.
QWarum betrachtet man die Benchmark eines Fonds?
Eine Benchmark ist die Bezugsgröße, die zum Vergleich dient, wenn die Entwicklung eines Fonds objektiv bewertet wird. Üblicherweise verwenden Aktienfonds den KOSPI oder den KOSPI 200, MMFs den Call-Satz oder den CD-Satz und Anleihenfonds die Renditen von Korea Treasury Bonds oder Währungsstabilisierungsanleihen als Benchmark. Die Benchmark ist im Prospekt und im Vermögensverwaltungsbericht angegeben.
Quelle: Finanzglossar des Finanzaufsichtsdienstes (FINE): Fonds-Benchmark
QWo kann ich die Rendite oder den Nettoinventarwert (NAV) je Anteil eines Fonds prüfen?
Der elektronische Offenlegungsdienst der Korea Financial Investment Association (KOFIA) (dis.kofia.or.kr) bietet Fondsoffenlegungen, Offenlegungen von Fondsrenditen, eine Vergleichssuche für Fonds und die Abfrage des Nettoinventarwerts (NAV) je Anteil. Fondsstatistiken wie das verwaltete Vermögen, Vergütungen und Mittelzu- und -abflüsse sind auf der Fondsstatistik-Website der Vereinigung (freesis.kofia.or.kr) verfügbar. Wie ein Fonds, den Sie halten, verwaltet wird, können Sie auch im Vermögensverwaltungsbericht prüfen, den Ihre Vertriebsgesellschaft bereitstellt.
QWerden Anleger benachrichtigt, wenn sich bei einem Fonds etwas Wichtiges ändert?
Ja. Die Vermögensverwalter von Investmenttrusts und vergleichbaren Fonds müssen unverzüglich eine Ad-hoc-Offenlegung vornehmen, wenn Ereignisse eintreten wie ein Wechsel des Anlageverwaltungspersonals, ein Beschluss, Rücknahmen aufzuschieben oder wieder aufzunehmen, das Auftreten notleidender Vermögenswerte oder ein Beschluss der Anlegerversammlung. Ad-hoc-Offenlegungen erfolgen über Kanäle wie die Websites des Vermögensverwalters, der Vertriebsgesellschaft und der Korea Financial Investment Association (KOFIA). Es ist hilfreich, die Offenlegungen zu Ihrem Fonds regelmäßig zu prüfen.
QWas ist eine Fondsrating-Gesellschaft?
Eine Fondsrating-Gesellschaft bewertet Fonds und stellt diese Informationen Anlegern, Vertriebsgesellschaften und anderen zur Verfügung; sie muss bestimmte Anforderungen erfüllen und sich bei der Finanzdienstleistungskommission (FSC) registrieren. Sie unterliegt Unabhängigkeitsanforderungen, etwa dass sie kein verbundenes Unternehmen einer Vertriebsgesellschaft oder eines Vermögensverwalters sein darf, und muss ihre detaillierten Ratingkriterien offenlegen. Ratings sind lediglich Referenzmaterial und garantieren keine künftigen Renditen.
QWie wird die Risikostufe eines Fonds dargestellt?
Nach dem Gesetz über den Schutz von Finanzverbrauchern müssen Finanzunternehmen, die Fonds verkaufen, die Risikostufe von Anlageprodukten erläutern, und das Beispiel in den Standard-Richtlinien für die Anlageaufforderung der Korea Financial Investment Association (KOFIA) teilt das Risiko in 6 Stufen ein (sehr hohes Risiko, hohes Risiko, eher hohes Risiko, mittleres Risiko, niedriges Risiko und sehr niedriges Risiko). Das Vertriebspersonal muss erläutern, was die Risikostufe bedeutet, welche Vorsichtshinweise damit verbunden sind und warum dem Produkt diese Stufe zugewiesen wurde. Prüfen Sie außerdem die zentralen Aussagen in der Produktbeschreibung, etwa die Möglichkeit eines Kapitalverlusts und ob die Einlagensicherung gilt.
Quelle: Standard-Richtlinien für die Anlageaufforderung der Korea Financial Investment Association (KOFIA)
QWas sind Offshore-Fonds und Onshore-Fonds?
Ein Onshore-Fonds wird in Korea nach koreanischem Recht errichtet, während ein Offshore-Fonds im Ausland nach ausländischem Recht errichtet wird. Ein koreanischer Fonds, der überwiegend in ausländische Vermögenswerte investiert, wird Auslandsanlagefonds genannt. Um einen Offshore-Fonds an in Korea Ansässige zu verkaufen, muss er bestimmte Anforderungen erfüllen und vor dem Verkauf bei der Finanzdienstleistungskommission (FSC) registriert werden.
Quelle: Finanzglossar des Finanzaufsichtsdienstes (FINE): Offshore- und Onshore-Fonds
QWie viel darf ein Publikumsfonds in ein einzelnes Wertpapier investieren?
Das Gesetz über Finanzanlage- und Kapitalmarktdienstleistungen (FSCMA) beschränkt die Verwaltung des Fondsvermögens, um eine Streuung sicherzustellen. Zum Beispiel darf jeder Fonds nicht mehr als den in der Durchführungsverordnung festgelegten Anteil, innerhalb einer Obergrenze von 10% seines Gesamtvermögens, in Wertpapiere derselben Emission investieren, und ein einzelner Fonds darf nicht mehr als 10% der von demselben Unternehmen insgesamt ausgegebenen Beteiligungspapiere erwerben. Es gibt jedoch gesetzlich vorgesehene Ausnahmen, etwa wenn kein Problem für den Anlegerschutz besteht.
QWas ist ein TDF (Target-Date-Fonds)?
Ein TDF passt seine Aufteilung zwischen Aktien, Anleihen und anderen Vermögenswerten fortlaufend an die verbleibende Zeit bis zum voraussichtlichen Ruhestandsdatum an. Beispielsweise verfolgt er Rendite und Stabilität zugleich, indem er den Aktienanteil verringert und den Anleihenanteil erhöht, je näher der Ruhestand rückt. Dass die Vermögensaufteilung automatisch erfolgt, bedeutet nicht, dass das Kapital garantiert ist.
Quelle: Finanzglossar der Finanzdienstleistungskommission (FSC): TDF (Target-Date-Fonds)
QWas für ein Produkt ist ein Zielumwandlungsfonds?
Ein Zielumwandlungsfonds sammelt über einen festgelegten Zeitraum Geld ein und investiert es in risikoreiche Vermögenswerte wie Aktien; sobald eine im Voraus festgelegte Zielrendite erreicht ist, wechselt er in sichere Vermögenswerte wie Anleihen und wird bis zur Fälligkeit so verwaltet. Die Zielrendite ist keine feste, zugesagte Rendite, sodass das Erreichen des Ziels sich verzögern oder ganz ausbleiben kann und die tatsächliche Rendite nach der Umwandlung hinter der Zielrendite zurückbleiben kann. Weil die Laufzeit verkürzt werden kann, sobald das Ziel erreicht ist, prüfen Sie Struktur und Risiken im Prospekt.
QWie werden die Gewinne eines Fonds ausgeschüttet?
Der Vermögensverwalter muss Gewinne aus der Verwaltung des Fonds an die Anleger in bar oder in neu ausgegebenen Anteilen an kollektiven Kapitalanlagen ausschütten. Gesetzlich bestimmte Fonds können jedoch Gewinne nach ihren Regelungen der kollektiven Kapitalanlage im Fonds einbehalten. Die Ausschüttungsmethoden unterscheiden sich von Fonds zu Fonds; prüfen Sie daher den Prospekt und die Regelungen.
06
Investieren in Aktien
Dieser Abschnitt fasst die Grundbegriffe der Aktienanlage zusammen, darunter Aktien und Aktionärsrechte, Aktienindizes und Handelsregeln, Leerverkäufe, Dividenden und Kapitalerhöhungen sowie grundlegende Finanzkennzahlen. Er empfiehlt keine bestimmte Aktie und keinen bestimmten Handelszeitpunkt; für die Einzelregelungen prüfen Sie bitte die aktuellen Hinweise der Börse und der Finanzbehörden.
QWas ist eine Aktie?
Eine Aktie ist eine Einheit, aus der sich das Kapital einer Aktiengesellschaft zusammensetzt, und sie bezeichnet zugleich die Beteiligung (die Stellung als Aktionär), die ein Aktionär durch eine Kapitaleinlage in die Gesellschaft erlangt. Aktionäre haben im Verhältnis ihrer Beteiligung Rechte, etwa das Stimmrecht, den Bezug von Dividenden und den Bezug von Verteilungen des Restvermögens. Werden Aktien übertragen, geht diese Aktionärsstellung mit ihnen über.
Quelle: Aktie
QWelche Rechte haben Aktionäre?
Aktionäre haben Rechte wie die Ausübung des Stimmrechts in der Hauptversammlung, den Bezug von Dividenden aus dem Gewinn der Gesellschaft und die Zuteilung neuer Aktien im Verhältnis ihres Bestands, wenn die Gesellschaft neue Aktien ausgibt. Grundsätzlich entfällt auf jede Aktie eine Stimme, und eigene Aktien der Gesellschaft haben kein Stimmrecht. Aktionären, die mindestens einen bestimmten Anteil der Aktien halten, stehen zudem Minderheitsrechte zu, etwa das Recht, die Einberufung einer Hauptversammlung zu verlangen, die Einsicht in die Rechnungsbücher zu verlangen und die Abberufung von Verwaltungsratsmitgliedern zu beantragen.
Quelle: Aktie
QWorin unterscheiden sich Stammaktien und Vorzugsaktien?
Stammaktien sind gewöhnliche stimmberechtigte Aktien, während Vorzugsaktien in der Regel kein Stimmrecht haben, bei der Dividende und in vergleichbaren Angelegenheiten aber Vorrang vor Stammaktien genießen. Am koreanischen Aktienmarkt werden Vorzugsaktien gekennzeichnet, indem dem Aktiennamen das koreanische Schriftzeichen „우“ für Vorzug angefügt wird; ein zusätzliches B bezeichnet neuartige Vorzugsaktien, die seit 1996 mit einer Laufzeit ausgegeben werden. Vorzugsaktien haben ein geringes Umlaufvolumen, sodass ihre Kurse stark schwanken können, und sie können die Börsenzulassung verlieren, wenn das Handelsvolumen oder die Zahl der Aktionäre zu gering ist.
Quelle: Vorzugsaktie
QWie viele stimmrechtslose Aktien kann eine Gesellschaft ausgeben?
Nach dem koreanischen Handelsgesetz kann eine Gesellschaft, soweit die Satzung dies vorsieht, Aktiengattungen ausgeben, die sich in Angelegenheiten wie der Gewinnausschüttung, der Verteilung des Restvermögens, der Ausübung des Stimmrechts sowie der Rückzahlung oder Wandlung unterscheiden. Davon dürfen Aktiengattungen ohne Stimmrecht oder mit beschränktem Stimmrecht ein Viertel der Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien nicht überschreiten. In der Satzung sind die Angelegenheiten zu bestimmen, in denen das Stimmrecht nicht ausgeübt werden kann, sowie die Bedingungen, unter denen das Stimmrecht wiederauflebt.
QWas sind wandelbare Vorzugsaktien und rückzahlbare Aktien?
Wandelaktien sind eine Aktiengattung, die nach den in der Satzung festgelegten Bedingungen in eine andere Gattung umgewandelt werden kann (zum Beispiel von der Vorzugsaktie in die Stammaktie); wandelbare Vorzugsaktien sind Vorzugsaktien mit einem solchen Wandlungsrecht. Rückzahlbare Aktien sind eine Aktiengattung, die dazu bestimmt ist, aus dem Gewinn der Gesellschaft eingezogen (zurückgezahlt) zu werden; die Satzung kann vorsehen, dass die Gesellschaft sie zurückzahlt oder dass die Aktionäre die Rückzahlung verlangen können. Prüfen Sie bei einer Anlage die Bedingungen und Fristen für Wandlung und Rückzahlung in der Satzung und in den Offenlegungen.
QWie wird die Marktkapitalisierung berechnet?
Die Marktkapitalisierung ist der Aktienkurs multipliziert mit der Zahl der ausgegebenen Stammaktien; sie gibt den Gesamtwert der Beteiligung an der Gesellschaft an, wie der Markt ihn bewertet. Sie wird häufig verwendet, um die Größe von Unternehmen zu vergleichen, und die Marktkapitalisierung aller börsennotierten Gesellschaften wird mitunter addiert, um die Größe von Aktienmärkten zu vergleichen. Da sie Schulden nicht berücksichtigt, kann sie vom Wert der Gesellschaft insgesamt oder vom bilanziellen Eigenkapital abweichen.
Quelle: Marktkapitalisierung
QWie werden Aktienindizes gebildet?
Ein Aktienindex ist ein Indikator, der die Kursbewegungen vieler Aktien zusammenfasst, um das Kursniveau des Aktienmarkts insgesamt abzubilden. Es gibt preisgewichtete Indizes, die die Aktienkurse einfach mitteln, und nach der Marktkapitalisierung gewichtete Indizes, die die Kurse mit der Zahl der börsennotierten Aktien gewichten und die Marktkapitalisierung eines Basiszeitpunkts mit der gegenwärtigen vergleichen. Die meisten bedeutenden Indizes weltweit, etwa der KOSPI, der KOSDAQ und der S&P500, werden nach der Gewichtung mit der Marktkapitalisierung berechnet.
QWas ist der KOSPI?
Der KOSPI ist der Leitindex, der die Marktkapitalisierung der am KOSPI-Markt der Korea Exchange (KRX) notierten Gesellschaften im Verhältnis zu einem Basiszeitpunkt ausdrückt. Er wird berechnet, indem die Marktkapitalisierung am 4. Januar 1980 auf 100 gesetzt wird; ursprünglich hieß er Composite Stock Price Index, seit November 2005 wird er KOSPI genannt. Ändert sich die Zahl der börsennotierten Aktien durch Kapitalerhöhungen gegen Einlagen oder unentgeltliche Kapitalerhöhungen, Fusionen und Ähnliches, wird die Basis-Marktkapitalisierung angepasst, damit der Index fortlaufend bleibt.
Quelle: KOSPI
QWas für ein Markt ist der KOSDAQ?
Der KOSDAQ ist ein im Juli 1996 eröffneter Aktienmarkt, der dem US-amerikanischen NASDAQ nachempfunden wurde, damit kleine und mittlere Unternehmen sowie Venture-Unternehmen Geschäftsmittel über den Aktienmarkt reibungslos aufnehmen können. Er wird nach Regeln betrieben, die von denen des KOSPI-Markts getrennt sind, und die dort notierten Gesellschaften sind vor allem wachstumsstarke Unternehmen.
Quelle: KOSDAQ
QWas sind der KOSPI 200 und der KOSDAQ 150?
Der KOSPI 200 und der KOSDAQ 150 sind Indizes aus 200 beziehungsweise 150 Aktien, die unter den am KOSPI und am KOSDAQ notierten Aktien mit großer Marktkapitalisierung und hohem Handelsvolumen nach der Repräsentativität für den Markt, der Liquidität und der Branchenrepräsentativität ausgewählt werden. Sie dienen als Basisindizes für eine Vielzahl von Finanzprodukten, etwa Index-Futures und -Optionen, ETFs und Indexfonds.
Quelle: Finanzglossar der Finanzdienstleistungskommission (FSC): Indizes KOSPI 200 und KOSDAQ 150
QWorin unterscheiden sich der KOSPI-Markt, der KOSDAQ, KONEX und K-OTC?
Der KOSPI-Markt, der KOSDAQ-Markt und der KONEX-Markt sind Börsenmärkte, die von der Korea Exchange (KRX) eröffnet und betrieben werden, während der K-OTC-Markt ein außerbörslicher Markt ist. Damit eine Aktie an einem Börsenmarkt gehandelt werden kann, muss sie ein Registrierungsverfahren durchlaufen, das Börsenzulassung genannt wird. Die Zulassungsvoraussetzungen und das Regulierungsniveau unterscheiden sich je nach Markt; es empfiehlt sich daher zu prüfen, an welchem Markt eine Aktie gehandelt wird, in die Sie investieren.
QWie kommt ein Aktiengeschäft zustande?
Ein Anleger eröffnet zunächst bei einem Wertpapierhaus ein Handelskonto und erteilt einen Auftrag, und das Wertpapierhaus reicht diesen Auftrag als Mitglied der Börse bei der Börse ein (Kursstellung). Die Börse sammelt sämtliche Aufträge, führt die Geschäfte nach ihren Regeln zusammen und teilt den Anlegern die Ergebnisse über die Wertpapierhäuser mit. Bei ausgeführten Geschäften werden Geld und Aktien am dritten Tag, den Handelstag mitgezählt, abgewickelt (T+2).
Quelle: Korea Exchange (KRX)
QWann wird das Geld abgebucht, und wann treffen die Aktien ein, wenn ich Aktien kaufe?
Der koreanische Aktienmarkt wickelt Wertpapiere und Geld am 2. Handelstag nach dem Handelstag ab (T+2). Liegen beispielsweise keine Feiertage dazwischen, werden am Montag gekaufte Aktien am Mittwoch abgewickelt; danach können Sie im Aktienregister als Aktionär erscheinen. Viele andere Länder, darunter die USA, Japan, Hongkong und Deutschland, verwenden ebenfalls die Abwicklung T+2.
Quelle: Finanzglossar der Finanzdienstleistungskommission (FSC): Abwicklungssystem T+2
QWann sind die regulären Handelszeiten des Aktienmarkts?
Nach Angaben des Finanzaufsichtsdienstes (FSS) werden Aufträge zur Ermittlung des Eröffnungskurses von 8:30 bis 9:00 Uhr entgegengenommen, und der Handel im regulären Markt beginnt um 9:00 Uhr. Vor dem Schluss, von 15:20 bis 15:30 Uhr, werden die Aufträge zur Ermittlung des Schlusskurses gesammelt und auf einmal ausgeführt. Die Handelszeiten können sich durch Änderungen der Börsenregeln oder durch die Marktbedingungen ändern; prüfen Sie daher die Mitteilungen der Börse und Ihres Wertpapierhauses.
QWas ist eine Einheitskursauktion (Auktion zu einem einzigen Preis)?
Eine Einheitskursauktion ist ein Verfahren, bei dem die über einen festgelegten Zeitraum eingegangenen Aufträge gesammelt und auf einmal zu einem einzigen Preis ausgeführt werden; in Korea wird sie üblicherweise als „gleichzeitige Kursstellung“ bezeichnet. Sie ist ein effizientes Verfahren, um rasch einen neuen Gleichgewichtspreis zu finden, wenn die Kontinuität des Handels unterbrochen ist, etwa vor der Eröffnung oder vor dem Schluss des Markts, oder wenn die Aktienkurse sich voraussichtlich stark ändern. In der übrigen Zeit des regulären Markts findet fortlaufender Handel statt, bei dem die Aufträge ausgeführt werden, sobald sie eingehen.
Quelle: Finanzglossar der Finanzdienstleistungskommission (FSC): Einheitskursauktion
QWorin unterscheiden sich Marktaufträge und Limitaufträge?
Ein Limitauftrag nennt den Preis, zu dem Sie kaufen oder verkaufen möchten; er wird nur zu diesem Preis oder einem günstigeren ausgeführt, kann aber auch ganz unausgeführt bleiben. Ein Marktauftrag nennt keinen Preis und wird sofort zum besten in diesem Augenblick verfügbaren Preis ausgeführt; die Ausführung ist wahrscheinlicher, doch wenn sich die Kurse schnell bewegen, kann er zu einem Preis ausgeführt werden, der vom letzten Kurs deutlich abweicht. Welche Form Sie wählen, hängt davon ab, ob Ihnen die Sicherheit der Ausführung oder die Kontrolle über den Preis wichtiger ist.
Quelle: Auftrag (Börse)
QWas ist der Handel außerhalb der regulären Zeit?
Der Markt außerhalb der regulären Zeit wird außerhalb der Zeiten des regulären Markts betrieben; nach dem Glossar des Finanzaufsichtsdienstes (FSS) läuft er von 08:00 bis 09:00 Uhr vor der Eröffnung und von 15:40 bis 18:00 Uhr nach dem Schluss. In diesen Zeiten findet Handel in Formen statt, die sich vom regulären Markt unterscheiden, etwa der Blockhandel außerhalb der regulären Zeit, bei dem Geschäfte in der Aktie, der Stückzahl und dem Preis zustande kommen, die Verkäufer und Käufer zuvor vereinbart haben. Zeiten und Verfahren können sich nach den Börsenregeln ändern.
Quelle: Finanzglossar des Finanzaufsichtsdienstes (FSS) (FINE): Blockhandel außerhalb der regulären Zeit
QWas sind die obere und die untere Kursgrenze (tägliche Kursgrenze)?
Die tägliche Kursgrenze ist der Höchstumfang, um den der Kurs einer einzelnen Aktie an einem einzigen Tag steigen oder fallen kann, ein Mechanismus, um den Schock zu verringern, den übermäßige Kursbewegungen am Markt auslösen. Am koreanischen Aktienmarkt wurde die tägliche Kursgrenze am 15. Juni 2015 von 15% auf 30% ausgeweitet; eine Aktie, die um die volle Grenze steigt, erreicht die obere Grenze, und eine, die um die volle Grenze fällt, erreicht die untere Grenze. Die Aktienmärkte der USA und Europas haben keine solchen Kursgrenzen.
Quelle: Tägliche Kursgrenze
QWann werden Circuit Breaker ausgelöst?
Circuit Breaker (Handelsunterbrechungen) werden stufenweise ausgelöst, wenn der KOSPI- oder der KOSDAQ-Index um 8%, 15% oder 20% oder mehr gegenüber dem vorangegangenen Handelstag fällt und dieser Zustand 1 Minute anhält. Wird Stufe 1 oder 2 ausgelöst, wird der gesamte Aktienhandel für 20 Minuten ausgesetzt und danach mit einer 10-minütigen Einheitskursauktion wieder aufgenommen; wird Stufe 3 ausgelöst, endet der Aktienhandel für diesen Tag. Das System soll Anlegern Zeit für ein ruhiges Urteil geben, wenn die Aktienkurse einbrechen.
Quelle: Circuit Breaker (Aktienmarkt)
QWas ist ein Sidecar?
Ein Sidecar (vorübergehende Aussetzung von Programmhandelsaufträgen) ist ein Mechanismus, um die Auswirkungen des Programmhandels auf den Kassamarkt zu verringern, wenn sich die Terminkurse stark ändern. Bewegt sich beispielsweise am KOSDAQ-Markt der Kurs des KOSDAQ150-Future um 6% oder mehr gegenüber seinem Basiskurs und gleichzeitig der KOSDAQ150-Index um 3% oder mehr gegenüber dem vorangegangenen Handelstag, und hält dies 1 Minute an, werden die ab diesem Zeitpunkt eingehenden Programmhandelsaufträge für 5 Minuten ausgesetzt.
QWas ist eine Volatilitätsunterbrechung (VI)?
Eine VI ist ein Mechanismus, der Anlegern eine Abkühlungsphase gibt, indem für 2 Minuten nur der Handel in der Einheitskursauktion zugelassen wird, wenn der Kurs einer einzelnen Aktie vorübergehend stark schwankt, etwa durch Auftragsfehler, Ungleichgewichte von Angebot und Nachfrage und Ähnliches. VIs werden in dynamische VIs, die augenblickliche starke Kursänderungen abmildern, und statische VIs unterteilt, die kumulative, längerfristige Kursbewegungen abmildern. Während einer VI nicht sofort zum gewünschten Kurs handeln zu können, ist eine Marktmaßnahme und kein Ausfall des Computersystems Ihres Wertpapierhauses.
QWas geschieht, wenn eine Aktie als kurzfristig überhitzt eingestuft wird?
Das System zur Abmilderung kurzfristiger Überhitzung soll übermäßiges Trendfolgegeschäft und unlauteren Handel in Aktien verhindern, die anhaltend ungewöhnliche Kursanstiege oder eine Überhitzung zeigen. Erfüllt eine Aktie die Einstufungskriterien, etwa indem ihr Kurs um 30% oder mehr über dem durchschnittlichen Schlusskurs der vorangegangenen 40 Handelstage liegt, wird der Handel dieser Aktie im regulären Markt für 3 Handelstage auf Einheitskursauktionen alle 30 Minuten umgestellt.
QWas ist ein Leerverkauf?
Ein Leerverkauf bedeutet, Wertpapiere zu verkaufen, die man nicht besitzt oder die man geliehen hat; es ist ein Geschäft, bei dem man verkauft, wenn man mit einem Kursrückgang rechnet, sie später günstiger zurückkauft, um sie zurückzugeben, und aus der Differenz einen Gewinn erzielt. Er hat den Vorteil, die Effizienz der Preisbildung und die Liquidität zu verbessern, doch zu den Nachteilen gehören das Risiko eines Abwicklungsausfalls und die Möglichkeit des Missbrauchs als Mittel der Marktmanipulation. Steigt der Aktienkurs entgegen der Erwartung, erleiden Sie einen Verlust.
Quelle: Finanzglossar des Finanzaufsichtsdienstes (FSS) (FINE): Leerverkauf
QIst der Leerverkauf in Korea zulässig?
Das Gesetz über Finanzanlage- und Kapitalmarktdienstleistungen (FSCMA) verbietet ungedeckte Leerverkäufe, also den Verkauf börsennotierter Wertpapiere, die der Verkäufer nicht besitzt, und lässt nur gedeckte Leerverkäufe zu, die mit geliehenen Wertpapieren abgewickelt werden, sofern sie den gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren entsprechen. Leerverkaufsaufträge sind gesondert von gewöhnlichen Verkaufsaufträgen zu kennzeichnen und dürfen nicht zum letzten Kurs oder darunter erteilt werden; Netto-Leerverkaufspositionen oberhalb einer bestimmten Höhe sind zu melden und offenzulegen. Die Finanzdienstleistungskommission (FSC) kann gedeckte Leerverkäufe beschränken, um den Markt zu stabilisieren; prüfen Sie daher die Bekanntmachungen der Finanzdienstleistungskommission und der Börse zum derzeit zulässigen Umfang.
QWas ist die Uptick-Regel?
Die Uptick-Regel verbietet es, Leerverkaufsaufträge zum letzten Kurs oder darunter zu erteilen, damit der Leerverkauf die Kurse nicht unmittelbar nach unten drückt. Liegt der letzte Kurs beispielsweise bei 49,000 KRW, kann ein Leerverkaufsauftrag nur zu einem Preis über 49,000 KRW erteilt werden. Für Leerverkäufe von Market Makern zu Zwecken der Marktpflege gilt eine Ausnahme.
Quelle: Finanzglossar der Finanzdienstleistungskommission (FSC): Uptick-Regel
QWelche Sanktionen gelten für unzulässige Leerverkäufe?
Unzulässige Leerverkäufe unterliegen strafrechtlichen Sanktionen wie Geldstrafen und administrativen Zuschlagszahlungen. Ab dem 23. April 2025 wurden neue Maßnahmen eingeführt: Anordnungen, die Verstoßenden den Handel mit Finanzanlageprodukten für bis zu 5 Jahre untersagen oder die Bestellung als Organmitglied börsennotierter Gesellschaften und Ähnliches beschränken, sowie ein System zur Aussetzung von Auszahlungen aus Konten, die im Verdacht stehen, für unzulässige Leerverkäufe verwendet worden zu sein. Diese Maßnahmen gelten auch für Personen, die die drei Hauptarten des unlauteren Handels begehen.
QKönnen Privatanleger Leerverkäufe tätigen?
Privatpersonen tätigen Leerverkäufe hauptsächlich, indem sie Aktien über den von Wertpapierhäusern angebotenen Dienst der Aktienleihe für den Margenhandel leihen. Wegen der Bonität und des Transaktionsumfangs ist es für Privatpersonen schwierig, unmittelbar an Geschäften der Wertpapierleihe und -verleihe teilzunehmen. Beim Leerverkauf wachsen die Verluste, je stärker der Aktienkurs steigt, und es fallen zudem Leihgebühren an; Sie sollten die Funktionsweise daher vollständig verstehen.
Quelle: Leerverkauf
QWas ist eine Dividende?
Eine Dividende ist die Verteilung eines Teils des Gewinns einer Gesellschaft an ihre Aktionäre; zu den Arten gehören Bardividenden, die in Geld gezahlt werden, und Aktiendividenden, die in neuen Aktien gezahlt werden. Dividenden werden im Verhältnis zur Zahl der gehaltenen Aktien bezogen; sie sind eine Verteilung des Gewinns nach Steuern an die Aktionäre und kein Aufwand der Gesellschaft. Es besteht keine Garantie, dass Dividenden weiterhin gezahlt werden.
Quelle: Dividende
QWie und in welcher Höhe beschließt eine Gesellschaft die Dividende?
Nach dem koreanischen Handelsgesetz kann eine Gesellschaft Dividenden bis zur Höhe des Nettovermögens in ihrer Bilanz zahlen, abzüglich des Grundkapitals, der angesammelten Kapitalrücklagen und Gewinnrücklagen, der für diesen Abschlusszeitraum zu bildenden Gewinnrücklage und der nicht realisierten Gewinne. Grundsätzlich werden Dividenden durch Beschluss der Hauptversammlung festgesetzt; genehmigt der Verwaltungsrat den Jahresabschluss, werden sie durch Beschluss des Verwaltungsrats festgesetzt. Werden Dividenden über diese Grenze hinaus gezahlt, können die Gläubiger der Gesellschaft ihre Rückgewähr verlangen.
QWorin unterscheiden sich Aktiendividenden von Bardividenden?
Eine Aktiendividende gewährt die Gewinnausschüttung in neu ausgegebenen Aktien statt in Geld; sie erfordert einen Beschluss der Hauptversammlung, und die Aktien werden zum Nennwert zugeteilt. Nach dem koreanischen Handelsgesetz dürfen Aktiendividenden die Hälfte der gesamten Gewinnausschüttung nicht übersteigen; nach einer Sonderbestimmung des Gesetzes über Finanzanlage- und Kapitalmarktdienstleistungen (FSCMA) dürfen Gesellschaften mit börsennotierten Aktien jedoch bis zum vollen Betrag der gesamten Gewinnausschüttung in Aktien zahlen, wenn der Börsenkurs auf dem Nennwert oder darüber liegt. Aktionäre, die eine Aktiendividende erhalten, werden mit dem Ende dieser Hauptversammlung Aktionäre der neuen Aktien.
QWas sind Zwischendividenden und Quartalsdividenden?
Eine Gesellschaft, die einmal im Jahr abschließt, kann, wenn ihre Satzung dies vorsieht, einmal während des Geschäftsjahres durch Beschluss des Verwaltungsrats eine Zwischendividende zahlen (koreanisches Handelsgesetz). Gesellschaften mit börsennotierten Aktien können, wie in ihrer Satzung vorgesehen, vierteljährliche Bardividenden durch einen Beschluss des Verwaltungsrats zahlen, der innerhalb von 45 Tagen nach dem letzten Tag des März, des Juni und des September gefasst wird; Quartalsdividenden sind grundsätzlich innerhalb von 1 Monat ab dem Tag des Beschlusses zu zahlen. In beiden Fällen bestehen Grenzen, die sich an Faktoren wie dem Nettovermögen des vorangegangenen Abschlusszeitraums orientieren.
QBis wann muss ich Aktien kaufen, um eine Dividende zu erhalten?
Um festzulegen, welche Aktionäre Rechte wie den Bezug von Dividenden ausüben dürfen, setzt eine Gesellschaft einen bestimmten Tag (den Stichtag) fest und gewährt die Rechte den Aktionären, die an diesem Tag im Aktienregister eingetragen sind. Da koreanische Aktien mit T+2 abgewickelt werden, müssen Sie mindestens 2 Geschäftstage vor dem Stichtag kaufen, um am Stichtag im Register zu stehen. Der Stichtag ist innerhalb von 3 Monaten vor dem Tag festzusetzen, an dem die Rechte ausgeübt werden, und 2 Wochen im Voraus bekannt zu machen; prüfen Sie den Stichtag daher in den Offenlegungen der Gesellschaft.
QWas bedeutet Dividendenabschlag?
Dividendenabschlag bedeutet, dass der Kauf der Aktien nicht mehr das Recht umfasst, die zuletzt beschlossene Dividende zu erhalten. Am Tag des Dividendenabschlags ist es verhältnismäßig häufig, dass der Aktienkurs ungefähr um den Betrag der Dividende fällt; darin spiegelt sich die Verringerung des Vermögens der Gesellschaft durch die Auszahlung. Der Bezug einer Dividende erhöht Ihren Gewinn daher nicht einfach um diesen Betrag.
Quelle: Dividende
QWas ist eine Kapitalerhöhung gegen Einlagen?
Eine Kapitalerhöhung gegen Einlagen liegt vor, wenn eine Gesellschaft Mittel aufnimmt, indem sie neue Aktien ausgibt und sie gegen Geld an Anleger verkauft. Die Gesellschaft kann Mittel aufnehmen, ohne Zinsen zu tragen, doch bestehende Aktionäre können eine Verwässerung erfahren, weil die Gesamtzahl der Aktien steigt und ihr Beteiligungsanteil sinkt. Es ist wichtig, in den Offenlegungen zu prüfen, wie die aufgenommenen Mittel verwendet werden.
Quelle: Kapitalerhöhung gegen Einlagen
QWorin unterscheiden sich die Verfahren der Kapitalerhöhung gegen Einlagen (Zuteilung an Aktionäre, allgemeines öffentliches Angebot, Zuteilung an Dritte)?
Die Zuteilung an Aktionäre (Bezugsrechtsemission) ist das Grundverfahren, bei dem bestehenden Aktionären das Recht eingeräumt wird, neue Aktien im Verhältnis ihres Bestands zu zeichnen. Beim allgemeinen öffentlichen Angebot werden neue Aktien ausgegeben, indem Zeichnungen des Publikums entgegengenommen werden, und bei der Zuteilung an Dritte wird bestimmten Personen, die keine Aktionäre sind, das Recht eingeräumt, neue Aktien zu zeichnen. Da eine Zuteilung an Dritte die Beherrschung der Gesellschaft und die Interessen der bestehenden Aktionäre erheblich beeinflusst, gelten strenge Voraussetzungen, etwa eine Grundlage in der Satzung oder ein Sonderbeschluss der Hauptversammlung.
Quelle: Finanzglossar des Finanzaufsichtsdienstes (FSS) (FINE): Kapitalerhöhung durch Zuteilung an Dritte
QErhöht eine Gratisemission den Wert einer Gesellschaft?
Nein. Eine Gratisemission (unentgeltliche Kapitalerhöhung) überträgt Rücklagen (vor allem die Kapitalrücklage) durch Beschluss des Verwaltungsrats oder auf vergleichbare Weise in das Grundkapital und teilt den Aktionären eine entsprechende Zahl neuer Aktien zu; da kein Geld von außen zufließt, bleiben das Eigenkapital insgesamt und der Unternehmenswert der Sache nach unverändert. Der Finanzaufsichtsdienst (FSS) weist darauf hin, dass der Aktienkurs nach dem Ex-Recht-Tag vorübergehend steigen kann, weil die Aktie durch einen Scheineffekt günstig wirkt, dass er aber wieder zurückgehen kann, wenn sich der wirkliche Wert nicht verändert.
QBis wann muss ich kaufen, um neue Aktien aus einer Gratisemission zu erhalten?
Gratisaktien werden im Verhältnis zur Zahl der Aktien zugeteilt, die die Aktionäre am Stichtag für die Zuteilung der neuen Aktien halten. Da die Abwicklung an T+2 erfolgt, müssen Sie mindestens 2 Geschäftstage vor dem Stichtag kaufen, um die neuen Aktien zu erhalten, und 1 Geschäftstag vor dem Stichtag wird die Aktie ex-Recht gehandelt. Je höher das Verhältnis der Gratisemission, desto größer ist die Kursanpassung am Ex-Recht-Tag.
QWas ist ein Aktiensplit, und beeinflusst er den Wert der Aktien?
Ein Aktiensplit erhöht die Zahl der Aktien, indem der Nennwert jeder Aktie geteilt wird, während das Kapital der Gesellschaft unverändert bleibt; da er die Satzung ändert, erfordert er einen Sonderbeschluss der Hauptversammlung. Da sich Vermögen und Kapital der Gesellschaft nicht ändern, verdoppelt beispielsweise die Teilung von 1 Aktie in 2 die Zahl der Aktien und halbiert den Preis je Aktie ungefähr, der Wert Ihres Bestands bleibt jedoch gleich. Auch nach einem Split darf der Nennwert je Aktie nicht unter 100 KRW fallen.
Quelle: Aktie
QWas ist ein umgekehrter Aktiensplit?
Ein umgekehrter Aktiensplit (Aktienzusammenlegung) fasst den Nennwert mehrerer bereits ausgegebener Aktien zu einer geringeren Zahl von Aktien zusammen; er ist das Gegenteil eines Aktiensplits. Nach der Zusammenlegung sinkt die Zahl der Aktien, und die durch jede Aktie verkörperte Beteiligung steigt der Sache nach, doch dies ändert für sich genommen den Wert der Gesellschaft nicht.
QWas ist ein Aktienrückkauf (Erwerb eigener Aktien)?
Ein Aktienrückkauf liegt vor, wenn eine Gesellschaft Aktien zurückkauft, die sie selbst ausgegeben hat. Nach dem koreanischen Handelsgesetz darf sie diese innerhalb der Grenze des ausschüttungsfähigen Gewinns auf vorgeschriebene Weise erwerben, etwa durch Käufe an der Börse, und börsennotierte Gesellschaften dürfen sie auch mittelbar über Treuhandverträge erwerben. Um eine Verzerrung der Marktpreise zu verhindern, unterliegen börsennotierte Gesellschaften Beschränkungen von Zeitpunkt, Menge und Preis der Erwerbe; sie müssen einen Bericht über wesentliche Angelegenheiten einreichen, wenn der Verwaltungsrat einen Rückkauf beschließt, und einen Ergebnisbericht, wenn der Erwerb abgeschlossen ist.
Quelle: Finanzglossar des Finanzaufsichtsdienstes (FSS) (FINE): Erwerb eigener Aktien
QWas ist das PER (Kurs-Gewinn-Verhältnis)?
Das PER ist der Aktienkurs geteilt durch den Gewinn je Aktie (EPS); er zeigt, mit dem Wievielfachen seines Gewinns je Aktie eine Aktie gehandelt wird. Liegt das PER einer Gesellschaft über ihrem eigenen historischen Verlauf oder über dem anderer Gesellschaften mit ähnlicher Ertragsstruktur, wird ihr Aktienkurs mitunter im Verhältnis zum Gewinn als hoch bewertet beurteilt. Die Auslegung kann jedoch je nach Branche, Wachstumsaussichten, einmaligen Gewinnen oder Verlusten und weiteren Faktoren unterschiedlich ausfallen.
Quelle: Wirtschaftsglossar der Bank of Korea: Kurs-Gewinn-Verhältnis (PER)
QWas ist das PBR (Kurs-Buchwert-Verhältnis)?
Das PBR ist der Aktienkurs geteilt durch den Buchwert je Aktie (BPS); er gibt an, auf welchem Niveau der Aktienkurs im Verhältnis zum bilanziellen Nettovermögen der Gesellschaft steht. Während das PER den Aktienkurs unter dem Gesichtspunkt der Ertragskraft beurteilt, beurteilt ihn das PBR unter dem Gesichtspunkt der Finanzstruktur. Beide werden gemeinsam als Referenzindikatoren herangezogen, um den Aktienkurs im Verhältnis zum Unternehmenswert einzuschätzen.
Quelle: Wirtschaftsglossar der Bank of Korea: Kurs-Gewinn-Verhältnis (PER)
QWas ist der EPS (Gewinn je Aktie)?
Der EPS ist der Nettogewinn einer Gesellschaft geteilt durch die Zahl der ausgegebenen Aktien; er zeigt, wie viel Gewinn je Aktie im Laufe eines Jahres erwirtschaftet wurde. Ein hoher EPS wird so verstanden, dass die Geschäftsentwicklung gut ist und reichlich Spielraum für die Zahlung von Dividenden besteht; er ist die Grundlage für die Berechnung des PER. Nimmt die Zahl der Aktien durch die Wandlung von Wandelanleihen (CB) in Aktien oder durch eine Kapitalerhöhung zu, sinkt der EPS.
Quelle: Wirtschaftsglossar der Bank of Korea: Gewinn je Aktie (EPS)
QWas ist die Eigenkapitalrendite (ROE)?
Die ROE ist der Nettogewinn geteilt durch das Eigenkapital der Aktionäre (das Eigenkapital insgesamt); sie zeigt, wie viel Gewinn eine Gesellschaft im Laufe eines Jahres mit dem Kapital ihrer Aktionäre erwirtschaftet hat. Hat beispielsweise eine Gesellschaft mit einem Eigenkapital insgesamt von 100 Millionen KRW einen Nettogewinn von 10 Millionen KRW erzielt, beträgt ihre ROE 10%. Wegen des Zusammenhangs ROE = PBR ÷ PER wird sie häufig gemeinsam mit dem PER und dem PBR verglichen.
Quelle: Eigenkapitalrendite
QGibt es eine Möglichkeit, mit einem kleinen Betrag in viele Aktien zu investieren?
Viele Aktien unmittelbar zu kaufen erfordert viel Geld; ETFs, die so verwaltet werden, dass sie einen Aktienindex oder eine vergleichbare Benchmark nachbilden, ermöglichen jedoch auch mit einem kleinen Betrag den Effekt einer Streuung über viele Aktien. ETFs sind an der Börse notiert und können wie Aktien gekauft und verkauft werden, und Sie können über die Offenlegung der Datei der hinterlegten Portfoliobestände (PDF) täglich prüfen, welche Aktien sie halten. Auch wenn Sie die Anlage auf viele Aktien verteilen, können Sie Geld verlieren, wenn der Markt insgesamt fällt.
Quelle: Finanzglossar des Finanzaufsichtsdienstes (FSS) (FINE): Börsengehandeltes kollektives Anlagevehikel
QWelche Risiken hat der Margenhandel (Anlage mit geliehenem Geld)?
Der Margenhandel nutzt einen Hebel, etwa indem bei einem Wertpapierhaus Geld geliehen wird (ein Margenkredit), um Aktien zu kaufen; die Gewinne wachsen, wenn die Kurse steigen, doch auch die Verluste wachsen, wenn sie fallen. Fällt der Aktienkurs und sinkt das Konto unter die Besicherungsquote, verlangt das Wertpapierhaus zusätzliche Sicherheiten; werden sie nicht bis zur Frist geleistet, kann das Haus die gehaltenen Aktien nach eigenem Ermessen verkaufen (Zwangsverkauf). Sind die Erlöse geringer als der geliehene Betrag, kann ein sogenanntes „leeres Konto“ entstehen, bei dem Sie Ihr gesamtes eingesetztes Kapital oder mehr verlieren.
QWas ist der Handel mit unbezahltem Restbetrag (Misu-Handel)?
Der Handel mit unbezahltem Restbetrag bedeutet, Aktien auf Kredit zu kaufen, wobei als Sicherheit ein Einschuss in Höhe eines Teils des Kaufpreises (in der Regel 40% oder mehr) und die gehaltenen Aktien dienen. Wird der Restbetrag nicht bis zum Abwicklungstag (T+2) gezahlt, verkauft das Wertpapierhaus die Aktien auf dem Konto im Wege des Zwangsverkaufs.
Quelle: Finanzglossar der Finanzdienstleistungskommission (FSC): Handel mit unbezahltem Restbetrag
QWann wird eine Aktie delistet?
Ein Delisting bedeutet, dass ein Wertpapier die Eignung verliert, an der Börse gehandelt zu werden; es kann auf Antrag der Gesellschaft selbst oder durch Entscheidung der Börse von Amts wegen erfolgen. Typische Gründe sind, dass Umsatz oder Marktkapitalisierung die Anforderungen verfehlen, eine vollständige Aufzehrung des Kapitals, ein verneinender Bestätigungsvermerk oder die Nichtabgabe eines Prüfungsurteils, ein unzureichendes Handelsvolumen, ein endgültiger Zahlungsausfall sowie Unterschlagung oder Untreue. Die konkreten Anforderungen richten sich nach den Zulassungsvorschriften des jeweiligen Markts und werden seit Kurzem verschärft; prüfen Sie daher die Regeln der Börse.
Quelle: Delisting
QWie haben sich die Delisting-Anforderungen zuletzt geändert?
Im Januar 2025 haben die Finanzbehörden Maßnahmen angekündigt, mit denen die Delisting-Anforderungen verschärft und die Verfahren gestrafft werden, damit leistungsschwache Gesellschaften zeitnah ausscheiden können. Die Maßnahmen heben die Anforderung an die Marktkapitalisierung (KOSPI von 5 Milliarden KRW auf 50 Milliarden KRW, KOSDAQ von 4 Milliarden KRW auf 30 Milliarden KRW) und die Umsatzerfordernis (KOSPI von 5 Milliarden KRW auf 30 Milliarden KRW, KOSDAQ von 3 Milliarden KRW auf 10 Milliarden KRW) ab 2026 über mehrere Jahre stufenweise an und verkürzen die maximale Verbesserungsfrist. Sie umfassen auch Unterstützung dafür, dass Aktien delisteter Gesellschaften am K-OTC gehandelt werden können.
QWas ist die 5%-Regel (Meldung großer Beteiligungen)?
Nach diesem System muss eine Person, die zusammen mit besonders verbundenen Personen einen Bestand von 5% oder mehr an Aktien oder vergleichbaren Wertpapieren einer börsennotierten Gesellschaft erreicht oder deren Beteiligung sich danach um 1% oder mehr verändert oder deren Zweck des Haltens sich ändert, dies der Finanzdienstleistungskommission (FSC) und der Korea Exchange (KRX) innerhalb von 5 Tagen ab diesem Tag melden. Erfasst werden nicht nur das rechtliche Eigentum, sondern auch Fälle tatsächlicher Kontrolle; es gilt zudem für Wertpapiere, die zu Aktien werden können, etwa Wandelanleihen (CB). Anleger können Veränderungen der Beteiligungen wesentlicher Aktionäre über die Offenlegungen prüfen.
QWas ist das Andienungsrecht (Recht, den Kauf der Aktien zu verlangen)?
Beschließt die Hauptversammlung über eine Angelegenheit, die die Interessen der Aktionäre erheblich berührt, etwa eine Fusion oder eine Übertragung oder einen Erwerb des Geschäftsbetriebs, haben die Aktionäre, die sich dagegen ausgesprochen haben, das Recht zu verlangen, dass die Gesellschaft ihre Aktien kauft. Widersprechende Aktionäre müssen der Gesellschaft ihren Widerspruch vor der Hauptversammlung schriftlich mitteilen und innerhalb von 20 Tagen ab dem Tag des Beschlusses ein schriftliches Kaufverlangen einreichen; die Gesellschaft muss die Aktien innerhalb von 2 Monaten nach dem Ende der Verlangensfrist erwerben. Der Kaufpreis wird einvernehmlich festgesetzt; kommt keine Einigung zustande, gilt das gesetzlich vorgeschriebene Verfahren zur Ermittlung des Marktpreises.
QWarum wird der Handel aufgrund nicht offengelegter Informationen bestraft?
Das Gesetz über Finanzanlage- und Kapitalmarktdienstleistungen (FSCMA) verbietet es Insidern wie Organmitgliedern, Beschäftigten und wesentlichen Aktionären börsennotierter Gesellschaften sowie Personen, die von ihnen Informationen erhalten, wesentliche nicht öffentliche Informationen, die Anlageentscheidungen erheblich beeinflussen, für den Handel mit Aktien zu nutzen oder anderen deren Nutzung zu gestatten. Dies gehört zusammen mit der Marktmanipulation und dem betrügerischen Handel zu den drei Hauptarten des unlauteren Handels und wird schwer bestraft. Auch Personen, die von Insidern weitergegebene Informationen nutzen, können bestraft werden; handeln Sie daher nicht aufgrund von „Insiderinformationen“ aus unklarer Quelle.
QWas ist ein Market Maker?
Ein Market Maker ist ein Wertpapierhaus, das mit der Börse einen Market-Making-Vertrag schließt, für im Voraus bestimmte Aktien fortlaufend Kauf- und Verkaufskurse in beide Richtungen stellt und damit als Gegenpartei der Geschäfte von Anlegern auftritt. Er unterstützt einen reibungslosen Handel, senkt die Transaktionskosten der Anleger und verbessert die Kontinuität der Preise.
Quelle: Finanzglossar der Finanzdienstleistungskommission (FSC): Market-Maker-System
QWorauf sollte ich bei der Anlage in ausländische Aktien achten?
Ausländische Aktien sind einem Wechselkursrisiko ausgesetzt, wenn Sie die Währung vor dem Kauf und nach dem Verkauf umtauschen; Sie können daher durch Wechselkursbewegungen einen Verlust erleiden, auch wenn der Aktienkurs steigt. Die Abwicklungstage unterscheiden sich je nach Markt, wodurch Ihre Liquiditätsplanung durcheinandergeraten kann, und Transaktionskosten wie Courtagen und Währungsumtauschgebühren sind häufig höher als bei koreanischen Aktien. Auch das Steuersystem unterscheidet sich von dem für koreanische Aktien, und es kann eine Pflicht zur Steuer auf Veräußerungsgewinne und zur Steuer auf Dividendeneinkünfte entstehen; prüfen Sie daher die Hinweise des National Tax Service (NTS).
QWarum kann das langfristige Halten eines gehebelten ETF zu Verlusten führen?
Ein gehebelter ETF bewegt sich um ein Vielfaches der täglichen Veränderungsrate des Basisindex; wenn der Index wiederholt steigt und fällt, kann ein „Zinseszinseffekt“ bewirken, dass die kumulierte Rendite niedriger ausfällt als die Rendite des Basisindex. Nach einem Beispiel des Finanzaufsichtsdienstes (FSS) bleibt, selbst wenn ein Index von 100 auf 80 fällt und anschließend auf 100 zurückkehrt, bei einem 2x gehebelten ETF ein Verlust von 10% und bei einem 3x-ETF ein Verlust von 30%. Hoch gehebelte Produkte an ausländischen Märkten ohne tägliche Kursgrenzen können noch volatiler sein; vergewissern Sie sich daher, dass Sie ihre Funktionsweise vollständig verstehen.
07
Steuern und Steuerregeln
Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über anlagebezogene Steuerregeln, darunter die Besteuerung von Einkünften aus Fonds sowie von Zinsen und Dividenden, die Quellensteuer und die zusammengefasste Besteuerung der Finanzeinkünfte, die Steuer auf Veräußerungsgewinne bei Aktien und die Wertpapiertransaktionssteuer, ISA und Pensionskonten sowie der Einkommensabzug für KOSDAQ-Venturefonds. Steuergesetze werden häufig geändert, und die Steuern unterscheiden sich je nach den individuellen Verhältnissen. Prüfen Sie daher vor der tatsächlichen Erklärung oder Zahlung unbedingt die Hinweise des National Tax Service (NTS) oder ziehen Sie eine steuerliche Fachperson hinzu.
QWelche Steuern fallen auf Erträge aus Fonds an?
Nach dem Einkommensteuergesetz werden Einkünfte aus einem kollektiven Anlagevehikel (Fonds) grundsätzlich als Dividendeneinkünfte eingestuft. Privatanleger erhalten die Einkünfte in der Regel, nachdem die Steuer zum Zeitpunkt der Auszahlung einbehalten wurde. Übersteigt der mit anderen Zins- und Dividendeneinkünften zusammengefasste Betrag 20 Millionen KRW im Jahr, kann er der zusammengefassten Besteuerung unterliegen. Ob Steuer anfällt und in welcher Höhe, hängt von der Produktstruktur und von Ihren persönlichen Verhältnissen ab. Prüfen Sie daher die Hinweise des National Tax Service (NTS) oder ziehen Sie eine steuerliche Fachperson hinzu.
Quelle: Einkommensteuergesetz, Artikel 17 (Dividendeneinkünfte) [in Kraft 2026-01-01]
QWelche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit Fondseinkünfte als Dividendeneinkünfte besteuert werden?
Nach den Hinweisen des National Tax Service (NTS) muss der Fonds ein kollektives Anlagevehikel nach dem Gesetz über Finanzanlage- und Kapitalmarktdienstleistungen (FSCMA) sein, das mindestens einmal im Jahr den Abschluss feststellt und Ausschüttungen vornimmt sowie Geld treuhänderisch entgegennimmt und in Geld zurückzahlt. Im Ausland errichtete Trusts gelten auch dann als kollektive Anlagevehikel, wenn sie diese Voraussetzungen nicht erfüllen. Wenn Sie wissen möchten, ob ein Fonds die Voraussetzungen erfüllt, prüfen Sie seine Regeln der kollektiven Kapitalanlage oder fragen Sie die Vertriebsgesellschaft.
Quelle: Steuerleitfaden des National Tax Service (NTS): Einkünfte aus kollektiven Anlagevehikeln
QWerden Gewinne aus dem Handel mit börsennotierten Aktien innerhalb eines Fonds besteuert?
Nach den Hinweisen des National Tax Service (NTS) werden Gewinne und Verluste, die daraus entstehen, dass ein kollektives Anlagevehikel auf dem Wertpapiermarkt notierte Wertpapiere oder darauf bezogene börsengehandelte Derivate handelt oder bewertet, nicht in die steuerpflichtigen Einkünfte einbezogen. Dasselbe gilt für Gewinne und Verluste aus Aktien und Beteiligungen an Venture-Unternehmen nach dem Gesetz zur Förderung von Venture-Unternehmen. Der genaue Umfang wird jedoch durch die Durchführungsverordnung bestimmt, und Einkünfte aus anderen Quellen wie Zinsen und Dividenden werden besteuert. Prüfen Sie daher im Prospekt und in den Hinweisen des National Tax Service, wie die einzelnen Arten von Fonds besteuert werden.
Quelle: Steuerleitfaden des National Tax Service (NTS): Einkünfte aus kollektiven Anlagevehikeln
QWann wird die Steuer auf Fondseinkünfte einbehalten?
Nach der Durchführungsverordnung zum Einkommensteuergesetz werden Fondseinkünfte grundsätzlich an dem Tag erfasst, an dem sie ausgezahlt werden, oder, wenn eine besondere Vereinbarung besteht, Ausschüttungen dem Kapital zuzuschlagen, an dem Tag, an dem sie dem Kapital zugeschlagen werden. Die Quellensteuer wird in der Regel einbehalten, wenn Sie Einkünfte durch Ausschüttungen bei der Abrechnung oder durch Rücknahme erhalten. Der tatsächliche Zeitpunkt des Einbehalts kann je nach Produkt und Art des Geschäfts abweichen. Erkundigen Sie sich daher bei Ihrer Vertriebsgesellschaft.
Quelle: Steuerleitfaden des National Tax Service (NTS): Zeitpunkt der Erfassung von Finanzeinkünften
QFällt keine Steuer an, wenn ich Fondsausschüttungen wieder anlege?
Auch wenn Sie Ausschüttungen wieder anlegen, statt sie in bar zu erhalten, gelten Ausschüttungen, die einer besonderen Vereinbarung über den Zuschlag zum Kapital unterliegen, an dem Tag als Einkünfte, an dem sie dem Kapital zugeschlagen werden. Diese können daher zum Zeitpunkt der Ausschüttung besteuert werden, unabhängig davon, ob sie wieder angelegt werden. Die konkrete Behandlung entnehmen Sie bitte den Regeln der kollektiven Kapitalanlage des Fonds und den Hinweisen Ihrer Vertriebsgesellschaft.
Quelle: Steuerleitfaden des National Tax Service (NTS): Zeitpunkt der Erfassung von Finanzeinkünften
QZahle ich bei der Rücknahme eines Fonds wie bei Aktien Wertpapiertransaktionssteuer?
Das Gesetz über die Beschränkung besonderer Steuervergünstigungen bestimmt, dass die Übertragung der Anteile an kollektiven Kapitalanlagen durch den Anleger nicht als „Übertragung“ im Sinne des Einkommensteuergesetzes und des Wertpapiertransaktionssteuergesetzes gilt, wenn ein kollektives Anlagevehikel, das bestimmte Voraussetzungen erfüllt, seine eigenen Anteile an kollektiven Kapitalanlagen zurücknimmt. Gewöhnliche Fondsrücknahmen werden daher nicht wie Aktienverkäufe als Übertragungen besteuert, und die bei der Rücknahme bezogenen Einkünfte werden als Dividendeneinkünfte besteuert. Wie einzelne Produkte besteuert werden, klären Sie bitte mit Ihrer Vertriebsgesellschaft oder dem National Tax Service (NTS).
QWas zählt zu den Zinseinkünften?
Zu den Zinseinkünften gehören unter anderem Zinsen und Abschläge auf Anleihen und Wertpapiere, die vom Staat, von Gebietskörperschaften sowie von inländischen und ausländischen Gesellschaften begeben werden, Zinsen auf in- und ausländische Einlagen, Gewinne aus Pensionsgeschäften mit Anleihen, Versicherungsgewinne aus bestimmten Versicherungen mit Sparcharakter sowie Einkünfte aus nicht gewerblicher Kreditgewährung. Der Betrag der Zinseinkünfte entspricht unverändert den gesamten Einnahmen des Veranlagungszeitraums, ohne Abzug notwendiger Ausgaben. Der konkrete Umfang ist im Einkommensteuergesetz und in dessen Durchführungsverordnung festgelegt.
Quelle: Einkommensteuergesetz, Artikel 16 (Zinseinkünfte) [in Kraft 2026-01-01]
QWas zählt zu den Dividendeneinkünften?
Zu den Dividendeneinkünften gehören unter anderem Ausschüttungen von Gewinn oder Überschuss in- und ausländischer Gesellschaften, fiktive Dividenden, Einkünfte aus kollektiven Anlagevehikeln sowie Einkünfte aus derivatgekoppelten Wertpapieren und derivatgekoppelten Anleihen. Einkünfte aus derivatgekoppelten Wertpapieren, deren Ertrag vom Gold- oder Silberpreis abhängt, etwa beim Gold- und Silber-Banking, gelten ebenfalls als Dividendeneinkünfte. Auch Dividendeneinkünfte unterliegen grundsätzlich der Quellensteuer bei der Auszahlung.
Quelle: Steuerleitfaden des National Tax Service (NTS): Umfang der Dividendeneinkünfte
QWas ist die Quellensteuer?
Die Quellensteuer ist ein Verfahren, bei dem der Auszahlende der Einkünfte (der Abzugsverpflichtete) die Steuer bei der Zahlung an den Empfänger im Voraus einbehält und sie stellvertretend für den Empfänger an den Staat abführt. Aus diesem Grund ist bei den Einlagenzinsen oder Fondsausschüttungen, die Sie erhalten, die Steuer bereits abgezogen. In manchen Fällen ist mit dem Quellensteuerabzug die Steuerschuld abgeschlossen (getrennte Besteuerung); in anderen Fällen werden die Einkünfte mit anderen Einkünften zusammengefasst und erneut abgerechnet (zusammengefasste Besteuerung).
Quelle: Steuerleitfaden des National Tax Service (NTS): Überblick zur Quellensteuer – Quellensteuersystem
QWie hoch ist der Quellensteuersatz auf Zins- und Dividendeneinkünfte?
Nach dem Einkommensteuergesetz beträgt der Quellensteuersatz auf gewöhnliche Zins- und Dividendeneinkünfte 14%; die lokale Einkommensteuer kommt gesondert hinzu. Ein Satz von 25% gilt für Einkünfte aus nicht gewerblicher Kreditgewährung und für Dividendeneinkünfte kapitalmäßig beteiligter Partner an gemeinschaftlichen Unternehmen, und ein Satz von 45% für Einkünfte, deren Inhaber unter echtem Namen nicht festgestellt wurde. Die Sätze können je nach Einkunftsart und Produkt abweichen. Prüfen Sie daher die Hinweise des National Tax Service (NTS).
Quelle: Einkommensteuergesetz, Artikel 129 (Quellensteuersätze) [in Kraft 2026-01-01]
QWarum werden von meinen Einlagenzinsen 15.4% einbehalten?
Zusätzlich zum Quellensteuersatz der Einkommensteuer von 14% auf Zins- und Dividendeneinkünfte wird die persönliche lokale Einkommensteuer in Höhe von 10% des Einkommensteuerbetrags (1.4%) gleichzeitig im Wege der Sondererhebung einbehalten. Abzugsverpflichtete haben die lokale Einkommensteuer gleichzeitig mit dem Einbehalt der Einkommensteuer zu erheben. Deshalb werden gewöhnliche Zins- und Dividendeneinkünfte mit einem Abzug von 15.4% ausgezahlt.
Quelle: Steuerleitfaden des National Tax Service (NTS): Überblick zur Quellensteuer – Quellensteuersystem
QWird keine Steuer einbehalten, wenn der Quellensteuerbetrag unter 1,000 KRW liegt?
Es besteht eine Kleinbetragsbefreiung, nach der keine Steuer einbehalten wird, wenn der Quellensteuerbetrag weniger als 1,000 KRW beträgt. Bei an Ansässige gezahlten Zinseinkünften muss die Steuer jedoch auch dann einbehalten werden, wenn der Betrag weniger als 1,000 KRW beträgt. Deshalb können auch geringe Beträge an Einlagenzinsen mit Steuerabzug ausgezahlt werden.
Quelle: Steuerleitfaden des National Tax Service (NTS): Überblick zur Quellensteuer – Quellensteuersystem
QWas ist die zusammengefasste Besteuerung der Finanzeinkünfte?
Nach dem Einkommensteuergesetz gilt, wenn die Finanzeinkünfte (Zins- und Dividendeneinkünfte zusammengenommen) im Jahr 20 Millionen KRW oder weniger betragen und die Steuer einbehalten wurde, grundsätzlich die getrennte Besteuerung, bei der die Besteuerung mit dem Quellensteuerabzug abgeschlossen ist. Übersteigen die jährlichen Finanzeinkünfte 20 Millionen KRW, werden sie mit anderem Gesamteinkommen wie Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit und aus Gewerbebetrieb zusammengefasst und mit progressiven Sätzen besteuert; dies wird als zusammengefasste Besteuerung der Finanzeinkünfte bezeichnet. In diesem Fall müssen Sie im folgenden Jahr eine Gesamteinkommensteuererklärung abgeben. Prüfen Sie dies im Hometax des National Tax Service (NTS) oder über vergleichbare Kanäle.
Quelle: Einkommensteuergesetz, Artikel 14 (Berechnung der Bemessungsgrundlage) [in Kraft 2026-01-01]
QWerden sämtliche Finanzeinkünfte mit höheren Sätzen besteuert, wenn sie 20 Millionen KRW übersteigen?
Nein. Nach den Sonderregelungen des Einkommensteuergesetzes für die Steuerberechnung bei zusammengefasster Besteuerung gilt für Finanzeinkünfte bis 20 Millionen KRW der Quellensteuersatz (14%), und nur der Teil über 20 Millionen KRW wird mit dem anderen Gesamteinkommen zusammengefasst und mit den Grundsteuersätzen besteuert. Die so berechnete Steuer wird jedoch unter anderem mit der Steuer verglichen, die sich aus der Anwendung des Quellensteuersatzes auf sämtliche Finanzeinkünfte ergibt, und der höhere Betrag wird zur errechneten Steuer. Die tatsächliche Belastung hängt vom Umfang Ihrer übrigen Einkünfte ab. Wir empfehlen, die Hinweise des National Tax Service (NTS) zu prüfen oder eine steuerliche Fachperson hinzuzuziehen.
QWie hoch sind die Sätze der Gesamteinkommensteuer?
Die vom National Tax Service (NTS) veröffentlichten Sätze der Gesamteinkommensteuer für Einkünfte der Jahre 2023-2025 umfassen 8 progressive Stufen, von 6% bei einer Bemessungsgrundlage von 14 Millionen KRW oder weniger bis 45% bei einer Bemessungsgrundlage über 1 Milliarde KRW. Beispielsweise wird die Stufe über 50 Millionen KRW bis 88 Millionen KRW mit 24% und die Stufe über 150 Millionen KRW bis 300 Millionen KRW mit 38% besteuert. Die lokale Einkommensteuer kommt gesondert hinzu. Die Sätze für das jeweilige Zurechnungsjahr finden Sie auf der Website des National Tax Service.
QWann gebe ich die Gesamteinkommensteuererklärung ab?
Wer in einem bestimmten Jahr Gesamteinkommen hat, muss die Gesamteinkommensteuer vom 1. Mai bis zum 31. Mai des folgenden Jahres erklären und zahlen (bis zum 30. Juni für Personen, die eine Bestätigung der ordnungsgemäßen Erklärung einreichen). Unter anderem müssen Personen, die nur Arbeitseinkünfte haben und den Jahressteuerausgleich abgeschlossen haben, oder die nur steuerfreie oder getrennt besteuerte Einkünfte haben, keine endgültige Erklärung abgeben. Erklärungen können elektronisch über Hometax (hometax.go.kr) abgegeben werden.
QWas ist der Dividenden-„Gross-up“?
Da Dividenden aus Gewinnen ausgeschüttet werden, auf die bereits Körperschaftsteuer gezahlt wurde, wird bei der zusammengefassten Besteuerung ein Betrag in Höhe bestimmter Dividendeneinkünfte, multipliziert mit einem Gross-up-Satz, den Einkünften hinzugerechnet und anschließend derselbe Betrag von der errechneten Steuer abgezogen (Dividendensteuergutschrift), um die Doppelbesteuerung auszugleichen. Nach dem Kommentar des National Tax Service (NTS) zu den geänderten Steuergesetzen wurde der Gross-up-Satz entsprechend der Erhöhung des Körperschaftsteuersatzes von 10% auf 11% angepasst. Dies gilt für Einkünfte, die am oder nach dem 1. Januar 2027 bezogen werden. Welche Dividenden erfasst sind und wie die Berechnung erfolgt, entnehmen Sie bitte den Hinweisen des National Tax Service.
QWas ist die getrennte Besteuerung von Dividendeneinkünften aus Hochdividendenunternehmen?
Für Dividenden, die am oder nach dem 1. Januar 2026 gezahlt werden, können Bardividenden, die Ansässige von börsennotierten Hochdividendenunternehmen beziehen, welche die Voraussetzungen erfüllen, von der zusammengefassten Besteuerung der Finanzeinkünfte ausgenommen und getrennt besteuert werden. Nach dem Kommentar des National Tax Service (NTS) zu den geänderten Steuergesetzen gelten je nach Stufe der Bemessungsgrundlage 4 Sätze von 14%, 20%, 25% und 30%, und die Steuerpflichtigen beantragen dies, indem sie zusammen mit ihrer endgültigen Gesamteinkommensteuererklärung einen Antrag auf getrennte Besteuerung einreichen. Die Regelung gilt bis zu den Dividenden, die dem Geschäftsjahr zuzurechnen sind, das den 31. Dezember 2028 einschließt. Die Einzelheiten entnehmen Sie bitte den Hinweisen des National Tax Service.
QKönnen auch über einen Fonds bezogene Einkünfte für die getrennte Besteuerung von Dividenden aus Hochdividendenunternehmen in Betracht kommen?
Im Kommentar des National Tax Service (NTS) zu den geänderten Steuergesetzen sind in der Beschreibung des erfassten Umfangs der getrennten Besteuerung von Dividenden aus Hochdividendenunternehmen unter anderem Publikumsfonds und private Fonds, REITs und Zweckgesellschaften (SPC) als ausgeschlossen ausgewiesen. Außerdem ist bestimmt, dass die für die getrennte Besteuerung in Betracht kommenden Dividenden Bardividenden sind, wobei Aktiendividenden und Ähnliches ausgeschlossen sind. Ob die Regelung für Anlagen über Fonds gilt, kann vom Einzelfall abhängen. Klären Sie dies beim National Tax Service oder bei einer steuerlichen Fachperson.
QWird auf Gewinne aus dem Verkauf von Aktien Steuer auf Veräußerungsgewinne erhoben?
Nach dem Einkommensteuergesetz unterliegen börsennotierte Aktien der Steuer auf Veräußerungsgewinne, wenn sie von Großaktionären übertragen werden oder wenn Personen, die keine Großaktionäre sind, sie außerhalb des Wertpapiermarkts übertragen. Übertragungen nicht börsennotierter Aktien sowie von Aktien, die von ausländischen Gesellschaften ausgegeben oder an ausländischen Märkten notiert sind, sind ebenfalls steuerpflichtig. Gewinne, die Kleinaktionäre, die keine Großaktionäre sind, aus dem Handel mit börsennotierten Aktien auf dem Wertpapiermarkt erzielen, unterliegen dagegen nicht der Steuer auf Veräußerungsgewinne (die Wertpapiertransaktionssteuer gilt gesondert).
Quelle: Einkommensteuergesetz, Artikel 94 (Umfang der Veräußerungsgewinne) [in Kraft 2026-01-01]
QWie wird ein „Großaktionär“ bestimmt, der Steuer auf Veräußerungsgewinne aus Aktien zahlt?
Das Einkommensteuergesetz sieht vor, dass die Großaktionäre, die der Steuer auf Veräußerungsgewinne aus börsennotierten Aktien unterliegen, durch Präsidialverordnung zu bestimmen sind, wobei Faktoren wie die Beteiligungsquote und der Marktwert berücksichtigt werden. Die konkreten Schwellenwerte für die Beteiligungsquote und den Bestandswert sind in der Durchführungsverordnung festgelegt und können sich mit Änderungen der Steuergesetze ändern. Ob Sie als Großaktionär gelten, prüfen Sie anhand der Hinweise des National Tax Service (NTS) oder mit einer steuerlichen Fachperson.
Quelle: Einkommensteuergesetz, Artikel 94 (Umfang der Veräußerungsgewinne) [in Kraft 2026-01-01]
QWie hoch sind die Sätze der Steuer auf Veräußerungsgewinne bei Aktien?
Nach dem Einkommensteuergesetz werden von Großaktionären übertragene Aktien mit 20% auf eine Bemessungsgrundlage bis 300 Millionen KRW und mit 25% auf den Teil über 300 Millionen KRW besteuert sowie mit 30%, wenn Aktien von Gesellschaften, die keine kleinen und mittleren Unternehmen sind, weniger als 1 Jahr gehalten wurden. Übertragen Personen, die keine Großaktionäre sind, steuerpflichtige Aktien, gilt 10% für Aktien kleiner und mittlerer Unternehmen und 20% für sonstige Aktien. Ausländische Aktien werden mit 10% bei Aktien kleiner und mittlerer Unternehmen und mit 20% bei sonstigen Aktien besteuert; die lokale Einkommensteuer wird gesondert erhoben.
Quelle: Einkommensteuergesetz, Artikel 104 (Sätze der Steuer auf Veräußerungsgewinne) [in Kraft 2026-01-01]
QWann erkläre ich die Steuer auf Veräußerungsgewinne aus Aktien?
Nach den Hinweisen des National Tax Service (NTS) müssen Sie bei einer Übertragung von Aktien innerhalb von 2 Monaten ab dem letzten Tag des Halbjahres, in das der Tag der Übertragung fällt, eine vorläufige Erklärung abgeben und die Steuer zahlen. Haben Sie in einem Halbjahr mehrere Übertragungen vorgenommen, erklären Sie diese für dieses Halbjahr zusammen. Auch wenn Sie eine vorläufige Erklärung abgegeben haben, kann im Mai des folgenden Jahres eine endgültige Erklärung erforderlich sein, wenn sich der Steuerbetrag ändert, etwa weil progressive Sätze zur Anwendung kommen. Eine unterlassene Erklärung kann Zuschlagsteuern nach sich ziehen. Prüfen Sie die Fristen daher unbedingt.
QWelche Folgen hat es, die Steuer auf Veräußerungsgewinne nicht zu erklären?
Geben Sie keine vorläufige oder endgültige Erklärung ab, setzt der Staat die Steuer fest und teilt sie Ihnen mit. Eine Zuschlagsteuer wegen unterlassener Erklärung (20% oder 40%) und eine Verspätungszuschlagsteuer von 0.022% pro Tag können hinzukommen. Übersteigt die zu zahlende Steuer 10 Millionen KRW, können Sie einen Teil innerhalb von 2 Monaten nach Ablauf der Zahlungsfrist in Raten zahlen. Fristen und Berechnungsmethoden entnehmen Sie bitte den Hinweisen des National Tax Service (NTS).
QWerden Einkünfte aus dem Derivatehandel besteuert?
Ja. Nach den Hinweisen des National Tax Service (NTS) unterliegen Einkünfte aus dem Handel mit Derivaten auf in- oder ausländische Aktienindizes, aus Differenzkontrakten (CFD), aus aktiengebundenen Optionsscheinen (ELW), aus ausländischen börsengehandelten Derivaten und Ähnlichem der Steuer auf Veräußerungsgewinne. Der Satz nach dem Einkommensteuergesetz beträgt 20% und kann durch die Durchführungsverordnung zu Zwecken wie der Förderung des Kapitalmarkts gesenkt werden. Für Derivate gibt es keine vorläufige Erklärung; Sie geben im Mai des folgenden Jahres für das gesamte Jahr eine endgültige Erklärung ab und zahlen die Steuer.
QWas ist die Wertpapiertransaktionssteuer?
Die Wertpapiertransaktionssteuer wird auf die Übertragung von Aktien oder Beteiligungen erhoben, mit dem Übertragungspreis als Bemessungsgrundlage. Sie fällt daher beim Verkauf an, unabhängig davon, ob Sie einen Gewinn erzielt haben. Bei auf dem Wertpapiermarkt gehandelten Aktien ist die Korea Securities Depository oder eine vergleichbare Einrichtung Steuerschuldner, und bei Übertragungen über eine Wertpapierfirma ist dieses Finanzanlageunternehmen Steuerschuldner; es zieht die Steuer bei der Abwicklung vom verkaufenden Anleger ein. Übertragungen durch den Staat oder Gebietskörperschaften sowie Übertragungen von Aktien, die an ausländischen Wertpapiermärkten notiert sind, werden unter anderem nicht besteuert.
Quelle: Wertpapiertransaktionssteuergesetz [in Kraft 2022-07-01] (Artikel 1 bis 17)
QWie hoch ist der Satz der Wertpapiertransaktionssteuer?
Nach dem Kommentar des National Tax Service (NTS) zu den Steuergesetzänderungen 2026 unterliegen Übertragungen am oder nach dem 1. Januar 2026 bei KOSPI-notierten Aktien einer Wertpapiertransaktionssteuer von 0.05% zuzüglich einer Sondersteuer für die ländliche Entwicklung von 0.15%, bei KOSDAQ- und K-OTC-Aktien einem Satz von 0.20% und bei KONEX-Aktien einem Satz von 0.1%. In den übrigen Fällen gilt der Basissatz von 0.35%. Die Sätze können sich durch Änderungen der Durchführungsverordnung ändern. Prüfen Sie daher den zum Zeitpunkt Ihres Geschäfts geltenden Satz.
Quelle: Kommentar des National Tax Service (NTS) zu den Steuergesetzänderungen 2026 (S. 375, Finanzanlagen)
QWerden Gewinne aus dem Verkauf von Anleihen besteuert?
Bei Privatpersonen sind Anleihen im Einkommensteuergesetz nicht unter den Vermögenswerten aufgeführt, die der Steuer auf Veräußerungsgewinne unterliegen. Handelsgewinne aus Veränderungen der Anleihekurse werden daher im Allgemeinen nicht als solche besteuert. Wenn Sie jedoch eine Anleihe verkaufen oder Zinsen erhalten, wird der Betrag, der den Zinsen für Ihre Haltedauer entspricht, als Zinseinkünfte behandelt und besteuert. Investieren Sie in anderer Form, etwa über Fonds oder derivatgekoppelte Wertpapiere, kann die steuerliche Behandlung abweichen. Prüfen Sie dies.
QWird die Steuer auf Einkünfte aus Finanzanlagen eingeführt?
Der Regierungsentwurf der Steuergesetzänderungen 2024 sah die Abschaffung der Steuer auf Einkünfte aus Finanzanlagen vor, und die Vorschriften über Einkünfte aus Finanzanlagen im geltenden Einkommensteuergesetz wurden durch eine Änderung vom 31. Dezember 2024 gestrichen. Daher bleibt das derzeitige System der Besteuerung von Zins- und Dividendeneinkünften, der Besteuerung von Veräußerungsgewinnen aus Aktien, die von Großaktionären und anderen gehalten werden, sowie der Erhebung der Wertpapiertransaktionssteuer bestehen. Steuergesetze können jedes Jahr geändert werden. Prüfen Sie daher die aktuellen Bekanntmachungen des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft und des National Tax Service (NTS).
QWas für ein Konto ist ein ISA (Individual Savings Account)?
Ein ISA ist ein Konto, auf dem Sie innerhalb eines einzigen Kontos in verschiedene Finanzprodukte wie Einlagen, Fonds und börsennotierte Aktien investieren und für die daraus entstehenden Zins- und Dividendeneinkünfte Steuervergünstigungen erhalten können. Nach dem Gesetz über die Beschränkung besonderer Steuervergünstigungen darf jede Person nur 1 Konto halten. Es wird über einen Anlagevermittler, einen Anbieter diskretionärer Vermögensverwaltung oder ein Treuhandunternehmen eröffnet. Die Vertragslaufzeit muss mindestens 3 Jahre betragen, und die Steuervergünstigung wird bei Beendigung berechnet, indem Gewinne und Verluste innerhalb des Kontos verrechnet werden.
QWer kann ein ISA eröffnen?
Nach dem Gesetz über die Beschränkung besonderer Steuervergünstigungen können Ansässige, die am Tag der Eröffnung oder Verlängerung 19 Jahre oder älter sind, oder Ansässige ab 15 Jahren, die im vorangegangenen Veranlagungszeitraum Arbeitseinkünfte hatten, ein Konto eröffnen. Jede Person darf nur 1 Konto halten. Einkommensvoraussetzungen und Ähnliches werden vom National Tax Service (NTS) geprüft und den Finanzunternehmen mitgeteilt. Fragen Sie daher bei einem Finanzunternehmen, ob Sie teilnahmeberechtigt sind.
QWie hoch ist der steuerfreie Höchstbetrag eines ISA?
Nach dem Gesetz über die Beschränkung besonderer Steuervergünstigungen sind bis zu 2 Millionen KRW der zusammengefassten Zins- und Dividendeneinkünfte aus einem ISA steuerfrei und bis zu 4 Millionen KRW beim Typ für Geringverdienende und beim Typ für Landwirte und Fischer, für die Voraussetzungen wie ein Gesamtlohn von 50 Millionen KRW oder weniger im vorangegangenen Veranlagungszeitraum erfüllt sein müssen. Beträge über dem steuerfreien Höchstbetrag werden mit 9% getrennt besteuert und nicht in die zusammengefasste Besteuerung der Finanzeinkünfte einbezogen. Bei der Ermittlung der Einkünfte werden Verluste aus Produkten innerhalb des Kontos abgezogen.
QWas geschieht, wenn ich ein ISA vor Ablauf von 3 Jahren beende?
Beenden Sie das Konto, bevor seit dem ursprünglichen Vertragsdatum 3 Jahre vergangen sind, wird die Steuer nacherhoben, die den von Ihnen in Anspruch genommenen Steuervergünstigungen entspricht. Dies gilt jedoch nicht für eine Beendigung aus unvermeidbaren Gründen, die durch Präsidialverordnung bestimmt sind, etwa Tod oder Auswanderung. Auch vor Ablauf von 3 Jahren können Sie bis zur Höhe des eingezahlten Kapitals Beträge entnehmen; Entnahmen, die das eingezahlte Kapital übersteigen, gelten jedoch als vorzeitige Beendigung.
QWie viel kann ich in ein ISA einzahlen?
Nach dem Gesetz über die Beschränkung besonderer Steuervergünstigungen beträgt die jährliche Einzahlungsgrenze eines ISA 20 Millionen KRW. Nicht genutzte Grenzen sammeln sich für jedes seit der Eröffnung vergangene Jahr an (bis zu 4 Jahre), sodass die gesamte Einzahlungsgrenze 100 Millionen KRW beträgt. Wenn Sie Vermögensbildungssparen oder langfristiges Sparen in Anteilen an kollektiven Kapitalanlagen abgeschlossen haben, verringert sich die Gesamtgrenze um den Vertragsbetrag dieser Konten. Einzelheiten zu den Grenzen können Sie bei dem Finanzunternehmen prüfen, bei dem Sie das Konto eröffnet haben.
QIn welche Produkte kann ich über ein ISA investieren?
Über ein ISA kann in einlagenähnliche Produkte wie Einlagen und Sparprodukte, in Anteile an kollektiven Kapitalanlagen (Fonds), in derivatgekoppelte Wertpapiere und derivatgekoppelte Anleihen, in Aktien börsennotierter Gesellschaften und Ähnliches investiert werden. Nach dem Kommentar des National Tax Service (NTS) zu den Steuergesetzänderungen 2026 wurde klargestellt, dass im Ausland errichtete kollektive Anlagevehikel (Offshore-Fonds) nicht gehalten werden können. Welche Produkte tatsächlich gehalten werden können, kann je nach Kontotyp abweichen. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Finanzunternehmen.
QWas ändert sich, wenn ich fälliges ISA-Guthaben auf ein Pensionskonto übertrage?
Wird das gesamte Guthaben oder ein Teil des Guthabens eines ISA, dessen Vertragsdatum mehr als 3 Jahre zurückliegt, auf ein Pensionskonto eingezahlt, gilt für dieses ISA die Vertragslaufzeit als abgelaufen. Nach den Hinweisen des National Tax Service (NTS) können Beträge, die innerhalb von 60 Tagen nach dem Fälligkeitsdatum des ISA auf ein Pensionskonto eingezahlt werden, gesondert von der jährlichen Einzahlungsgrenze für Pensionskonten (18 Millionen KRW) eingezahlt werden. Einzelheiten wie die Steuervergünstigungen der Übertragung klären Sie bitte beim National Tax Service oder bei Ihrem Finanzunternehmen.
Quelle: Steuerleitfaden des National Tax Service (NTS): Renteneinkünfte – Umfang der Renteneinkünfte
QWelche Arten von Pensionskonten gibt es?
Zu den Pensionskonten gehören Pensionssparkonten, die unter der Bezeichnung „Pensionssparen“ eröffnet werden (Pensionssparversicherung, Pensionssparfonds und Pensionsspartrusts), sowie Konten der betrieblichen Altersversorgung wie beitragsorientierte Konten (DC) und individuelle Ruhestandspensionskonten (IRP). Geld, das aus einem Pensionskonto als Rente bezogen wird, wird als private Renteneinkünfte besteuert. Ob das Kapital geschützt ist und wie das Geld verwaltet wird, unterscheidet sich je nach Produkt. Prüfen Sie, ob ein Produkt zu Ihrem Zweck passt.
Quelle: Steuerleitfaden des National Tax Service (NTS): Renteneinkünfte – Umfang der Renteneinkünfte
QWie viel kann ich jährlich auf Pensionskonten einzahlen?
Die jährliche Einzahlungsgrenze für Pensionskonten, Pensionssparkonten und Konten der betrieblichen Altersversorgung zusammengenommen, beträgt 18 Millionen KRW. Haben Sie mehrere Konten, ist die Summe über alle Konten maßgeblich. Zusätzlich können Beträge wie auf ein Pensionskonto übertragenes fälliges ISA-Guthaben und die Erlöse aus der Verkleinerung der Wohnimmobilie durch einen berechtigten Eigentümer nur einer Wohnimmobilie im Alter von 60 Jahren oder älter (kumuliert bis zu 100 Millionen KRW) gesondert eingezahlt werden. Beachten Sie zudem, dass nach Beginn des Rentenbezugs keine Einzahlungen mehr möglich sind.
Quelle: Steuerleitfaden des National Tax Service (NTS): Renteneinkünfte – Umfang der Renteneinkünfte
QWelche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um aus einem Pensionskonto eine Rente zu beziehen?
Nach den Hinweisen des National Tax Service (NTS) wird eine Entnahme nur dann als „Rentenbezug“ anerkannt, wenn der Kontoinhaber ab einem Alter von 55 Jahren den Beginn des Rentenbezugs beantragt, seit der Eröffnung des Kontos 5 Jahre vergangen sind und die Entnahme innerhalb der jährlichen Höchstgrenze für den Rentenbezug liegt. Entnahmen, die die Grenze überschreiten oder die Voraussetzungen nicht erfüllen, werden als „Bezüge außerhalb der Rente“ behandelt und mit anderen Sätzen besteuert. Entnahmen aus unvermeidbaren Gründen, etwa zu medizinischen Zwecken oder infolge von Naturkatastrophen, können als Rentenbezüge anerkannt werden, wenn bestimmte Nachweise erbracht werden.
Quelle: Steuerleitfaden des National Tax Service (NTS): Renteneinkünfte – Umfang der Renteneinkünfte
QWie viel Steuer wird einbehalten, wenn ich aus einem Pensionskonto eine Rente beziehe?
Nach dem Einkommensteuergesetz wird, wenn Einzahlungen, für die eine Steuergutschrift gewährt wurde, und Anlageerträge als Rente bezogen werden, die Steuer mit 5% einbehalten, wenn Sie am Tag des Bezugs unter 70 Jahre alt sind, mit 4%, wenn Sie 70 Jahre oder älter, aber unter 80 Jahre alt sind, und mit 3%, wenn Sie 80 Jahre oder älter sind. Verträge über eine bis zum Tod gezahlte Leibrente werden mit 3% besteuert, und wenn beide Voraussetzungen vorliegen, wird der niedrigere Satz angewendet. Wird Ruhestandseinkommen als Rente bezogen, gelten je nach dem tatsächlichen Bezugsjahr 50%-70% des Quellensteuersatzes für Bezüge außerhalb der Rente.
Quelle: Einkommensteuergesetz, Artikel 129 (Quellensteuersätze) [in Kraft 2026-01-01]
QWie wird die Steuer behandelt, wenn ich vorzeitig Geld aus einem Pensionskonto entnehme?
Nach den Hinweisen des National Tax Service (NTS) unterliegen Bezüge außerhalb der Rente aus einem Pensionskonto als sonstige Einkünfte einem Quellensteuersatz von 15%. Dies gilt, wenn Einzahlungen, für die eine Steuergutschrift gewährt wurde, und Anlageerträge anders als in Form einer Rente entnommen werden. Wird aufgeschobenes Ruhestandseinkommen (in das Konto übertragene Ruhestandsvergütung) anders als in Form einer Rente entnommen, wird es als Ruhestandseinkünfte besteuert. Prüfen Sie daher vor der Entnahme bei Ihrem Finanzunternehmen die voraussichtliche Steuer.
Quelle: Steuerleitfaden des National Tax Service (NTS): Steuersätze – Quellensteuersätze
QKann ich für Einzahlungen in Pensionsspar- und IRP-Konten eine Steuergutschrift erhalten?
Einzahlungen auf Pensionskonten sind innerhalb der im Steuerrecht festgelegten Grenzen für eine Steuergutschrift berechtigt, und die Beträge, für die eine Gutschrift gewährt wurde, werden beim späteren Bezug als Rente als Renteneinkünfte besteuert. Einzahlungen, für die keine Gutschrift gewährt wurde, oder Einzahlungen über der Grenze der Steuergutschrift werden anders behandelt, etwa indem sie bei der Entnahme von der Besteuerung ausgenommen werden. Grenzen und Sätze der Steuergutschrift können je nach Einkommenshöhe und Änderungen des Steuerrechts abweichen. Prüfen Sie daher die Hinweise des National Tax Service (NTS).
Quelle: Steuerleitfaden des National Tax Service (NTS): Renteneinkünfte – Umfang der Renteneinkünfte
QKann ich einen Einkommensabzug für eine Anlage in einen KOSDAQ-Venturefonds erhalten?
Nach dem Gesetz über die Beschränkung besonderer Steuervergünstigungen kann ein Ansässiger, der in die Anteilscheine eines Investmenttrusts für Venture-Unternehmen (KOSDAQ-Venturefonds) investiert, 10% des Anlagebetrags vom Gesamteinkommen abziehen; der Abzug ist auf 50% des Gesamteinkommens begrenzt. Nach dem Kommentar des National Tax Service (NTS) zu den geänderten Steuergesetzen wurde für Anlagen am oder nach dem 1. Januar 2026 die Obergrenze des abzugsfähigen Anlagebetrags auf 20 Millionen KRW je Person und Jahr geändert, und es gilt zugleich die Gesamtgrenze für den Einkommensabzug (25 Millionen KRW im Jahr). Die Anlage muss ab dem Anlagetag 3 Jahre gehalten werden, und Sie können wählen, in welchem der 3 Veranlagungszeiträume, beginnend mit dem Anlagejahr, Sie den Abzug in Anspruch nehmen.
QWas geschieht, wenn ich einen KOSDAQ-Venturefonds innerhalb von 3 Jahren zurücknehme?
Nach dem Gesetz über die Beschränkung besonderer Steuervergünstigungen wird, wenn Sie nach Inanspruchnahme des Einkommensabzugs die Anteilscheine vor Ablauf von 3 Jahren ab dem Anlagetag übertragen oder zurücknehmen (einschließlich teilweiser Rücknahmen), die Steuer nacherhoben, die dem bereits abgezogenen Einkommen entspricht. Sie wird jedoch nicht nacherhoben, wenn ein durch Präsidialverordnung bestimmter Grund vorliegt, etwa der Tod des Anlegers. Wenn Sie den Abzug in Anspruch nehmen möchten, planen Sie Ihre Finanzen mit Blick auf die Pflicht, die Anlage 3 Jahre zu halten.
QWie werden Zins- und Dividendeneinkünfte besteuert, die Ausländer (Nichtansässige) beziehen?
Nach den Hinweisen des National Tax Service (NTS) werden inländische Zins- und Dividendeneinkünfte von Nichtansässigen ohne inländische Betriebsstätte grundsätzlich getrennt im Wege der Quellensteuer mit 20% besteuert (14% bei Anleihezinsen). Ist nach dem Einkommensteuergesetz der Quellensteuersatz höher als der beschränkte Satz nach einem Steuerabkommen, gilt der beschränkte Satz des Abkommens. Da dies vom Ansässigkeitsstaat und von den Bestimmungen des Abkommens abhängt, klären Sie dies beim National Tax Service.
QMuss ich erneut Steuer zahlen, wenn ich auf Dividenden aus ausländischen Aktien oder Fonds bereits im Ausland Steuer gezahlt habe?
Das Einkommensteuergesetz bestimmt, dass die inländische Quellensteuer um den Betrag der ausländischen Einkommensteuer gekürzt wird, wenn ausländische Einkommensteuer gezahlt wurde. Übersteigt die im Ausland gezahlte Steuer die inländische Quellensteuer, bleibt der übersteigende Betrag außer Betracht. Die Art der Anrechnung ausländischer Steuern auf indirekte Anlagen über Fonds hat sich durch die jüngsten Änderungen des Steuerrechts zum Teil geändert. Prüfen Sie daher die Hinweise des National Tax Service (NTS).
Quelle: Einkommensteuergesetz, Artikel 129 (Quellensteuersätze) [in Kraft 2026-01-01]
QMuss ich ausländische Finanzkonten melden?
Übersteigt der Gesamtsaldo der von einem Ansässigen oder einer inländischen Gesellschaft gehaltenen ausländischen Finanzkonten an irgendeinem Monatsletzten des Jahres 500 Millionen KRW, sind die Konten im Juni des folgenden Jahres zu melden. Erfasst sind nicht nur Barmittel, sondern auch Aktien, Anleihen, Anteile an kollektiven Kapitalanlagen, virtuelle Vermögenswerte und Ähnliches, die auf ausländischen Konten gehalten werden. Eine unterlassene oder zu niedrige Meldung kann ein Bußgeld von 10% des nicht gemeldeten Betrags nach sich ziehen (bis zu 1 Milliarde KRW).
QWie werden Finanzeinkünfte besteuert, wenn der echte Name nicht festgestellt wurde?
Nach den Hinweisen des National Tax Service (NTS) gilt ein Quellensteuersatz von 45% für Zins- und Dividendeneinkünfte, deren Inhaber unter echtem Namen nicht festgestellt wurde, und von 90% für Einkünfte aus Finanzvermögen ohne echten Namen nach dem Gesetz über Finanztransaktionen unter echtem Namen. Solche Einkünfte unterliegen der getrennten Besteuerung, bei der die Besteuerung mit dem Quellensteuerabzug abgeschlossen ist. Tätigen Sie Finanzgeschäfte stets unter Ihrem eigenen echten Namen, um diese Nachteile zu vermeiden.
Quelle: Steuerleitfaden des National Tax Service (NTS): Steuersätze – Quellensteuersätze
QWelchem Jahr werden Finanzeinkünfte zugerechnet?
Zins- und Dividendeneinkünfte gelten als Einkünfte des Jahres, in das der in der Durchführungsverordnung zum Einkommensteuergesetz bestimmte „Zuflusszeitpunkt“ fällt. Der Zuflusszeitpunkt ist beispielsweise bei gewöhnlichen Einlagenzinsen der Tag, an dem die Zinsen tatsächlich bezogen werden, bei Dividenden aus der Verwendung des Überschusses der Tag des Beschlusses der Gesellschaft über die Verwendung des Überschusses und bei Fondseinkünften der Tag der Auszahlung. Da das Jahr, dem die Einkünfte zuzurechnen sind, dafür maßgeblich ist, ob die zusammengefasste Besteuerung der Finanzeinkünfte gilt, prüfen Sie den Zuflusszeitpunkt.
Quelle: Steuerleitfaden des National Tax Service (NTS): Zeitpunkt der Erfassung von Finanzeinkünften
QWo erhalte ich eine persönliche steuerliche Beratung?
Die Steuerinformationen auf dieser Seite sind eine allgemeine Darstellung der Regeln, und die tatsächliche Steuer hängt von persönlichen Verhältnissen ab, etwa von der Zusammensetzung Ihrer Einkünfte, von Haltedauern und vom Status der Ansässigkeit. Für genaue Angaben prüfen Sie die Hinweise auf der Website des National Tax Service (NTS) (nts.go.kr) und bei Hometax (hometax.go.kr) oder ziehen Sie eine steuerliche Fachperson hinzu. Die Gesamteinkommensteuer und andere Erklärungen können elektronisch über Hometax abgegeben werden. Hometax bietet zudem eine Funktion, mit der die nationale Steuer und die lokale Einkommensteuer gemeinsam erklärt werden können.
08
Anlegerschutz
Dieser Abschnitt fasst die sechs wesentlichen Verkaufsgrundsätze des Gesetzes über den Schutz von Finanzverbrauchern (Finanzverbraucherschutzgesetz), das Recht auf Widerruf der Zeichnung, das Recht auf Kündigung rechtswidriger Verträge und das Recht auf Einsicht in Unterlagen, die Verfahren der Schlichtung und der Beschwerde, den Umfang der Einlagensicherung sowie den Umgang mit Fehlverkauf, illegalen Aktien-„Leading Rooms“, illegaler Kapitalbeschaffung und Betrug durch Identitätsvortäuschung zusammen. Die konkreten Voraussetzungen für die Ausübung dieser Rechte unterscheiden sich je nach Produkt und Situation. Bitte klären Sie sie daher mit dem Finanzunternehmen oder dem Finanzaufsichtsdienst (FSS).
QWas ist das Finanzverbraucherschutzgesetz?
Das Finanzverbraucherschutzgesetz ist am 25. März 2021 in Kraft getreten, um den Schutz der Finanzverbraucher zu stärken; Anlass waren Ereignisse wie der Fehlverkauf derivativgebundener Fonds (DLF) im Jahr 2019. Es regelt die Wohlverhaltenspflichten der Verkäufer und Berater von Finanzprodukten, das System der Schlichtung von Finanzstreitigkeiten sowie Verbraucherrechte wie das Recht auf Widerruf der Zeichnung und das Recht auf Kündigung rechtswidriger Verträge. Kennzeichnend ist, dass es Vertriebsvorschriften, die zuvor nur für einzelne Produkte galten, grundsätzlich auf alle Finanzprodukte erstreckt hat.
QWie teilt das Finanzverbraucherschutzgesetz Finanzprodukte ein?
Das Gesetz unterteilt alle Finanzprodukte in 4 Arten: einlagenartige, kreditartige, absicherungsartige (Versicherungen) und anlageartige Produkte. Aktien, Fonds, Derivate, Treuhandverträge, Verträge über diskretionäre Vermögensverwaltung, P2P-gebundene Anlagen und Vergleichbares sind anlageartige Produkte. Hat ein Produkt Merkmale von zwei oder mehr Arten, gilt es als jeder dieser Arten zugehörig.
QWie unterscheiden sich allgemeine Finanzverbraucher und professionelle Finanzverbraucher?
Professionelle Finanzverbraucher sind Verbraucher, die angesichts ihrer Sachkunde in Bezug auf Finanzprodukte oder des Umfangs ihres Vermögens als fähig gelten, Risiken zu tragen, etwa der Staat, lokale Gebietskörperschaften, Finanzunternehmen und börsennotierte Aktiengesellschaften; alle übrigen sind allgemeine Finanzverbraucher. Auf allgemeine Finanzverbraucher finden alle sechs wesentlichen Verkaufsgrundsätze Anwendung, auf professionelle Finanzverbraucher hingegen nur das Verbot unlauterer Geschäftspraktiken, das Verbot unzulässiger Empfehlungen und die Werbevorschriften. Allgemeine Finanzverbraucher erhalten daher einen weiter reichenden Schutz.
QWas sind die sechs wesentlichen Grundsätze für den Verkauf von Finanzprodukten?
Die sechs wesentlichen Verkaufsgrundsätze sind die Wohlverhaltenspflichten, die das Finanzverbraucherschutzgesetz den Verkäufern und Beratern von Finanzprodukten auferlegt: der Eignungsgrundsatz, der Angemessenheitsgrundsatz, die Erklärungspflicht, das Verbot unlauterer Geschäftspraktiken, das Verbot unzulässiger Empfehlungen und die Werbevorschriften. Grundsätzlich gelten sie für alle Finanzprodukte; der Anwendungsbereich des Eignungs- und des Angemessenheitsgrundsatzes richtet sich jedoch nach den Eigenschaften des Produkts. Finanzunternehmen, die dagegen verstoßen, können sanktioniert werden und auf Schadensersatz haften.
QWelche Sanktionen drohen Finanzunternehmen bei einem Verstoß gegen die sechs wesentlichen Verkaufsgrundsätze?
Nach Angaben der Finanzdienstleistungskommission (FSC) kann ein Verstoß gegen die sechs wesentlichen Verkaufsgrundsätze mit einem Bußgeld von bis zu 100 Millionen KRW geahndet werden. Verstöße gegen die 4 Grundsätze außer Eignung und Angemessenheit (die Erklärungspflicht, die Verbote unlauterer Geschäftspraktiken und unzulässiger Empfehlungen sowie die Werbevorschriften) können mit punitiven Sonderabgaben von bis zu 50% der damit verbundenen Einnahmen oder von Vergleichbarem geahndet werden. Unabhängig davon ist das Unternehmen verpflichtet, Verbrauchern den durch den Verstoß entstandenen Schaden zu ersetzen.
Quelle: [Pressehinweis] 10 Fragen und Antworten zum Finanzverbraucherschutzgesetz
QWas ist der Eignungsgrundsatz?
Der Eignungsgrundsatz verpflichtet ein Finanzunternehmen, bei der Empfehlung eines Produkts an einen allgemeinen Finanzverbraucher dessen Anlageziele, Vermögenslage, Anlageerfahrung und Weiteres durch Gespräche, Fragen und Vergleichbares zu ermitteln und keine Produkte zu empfehlen, die angesichts dieser Angaben ungeeignet sind. Die ermittelten Angaben sind durch Unterschrift, Aufzeichnung oder ein vergleichbares Mittel bestätigen zu lassen und aufzubewahren; die bestätigten Angaben sind dem Verbraucher unverzüglich zur Verfügung zu stellen. Sie müssen zutreffende Angaben machen, damit Ihnen passende Produkte empfohlen werden können.
Quelle: Finanzverbraucherschutzgesetz, Artikel 17 (Eignungsgrundsatz)
QWelche Angaben werden für die Beurteilung der Eignung herangezogen?
Bei anlageartigen Produkten wird beurteilt, ob die Fähigkeit des Verbrauchers, Verluste zu tragen, angemessen ist; dabei werden der Zweck des Geschäfts, die Vertragslaufzeit, die Haltung zum Risiko angesichts erwarteter Gewinne und Verluste, das Verständnis von Finanzprodukten, die Vermögenslage, die Anlageerfahrung, das Alter und Weiteres zusammen berücksichtigt. Bei kreditartigen Produkten wird die Rückzahlungsfähigkeit anhand des Zwecks des Geschäfts, des Plans zur Rückzahlung von Kapital und Zinsen, der Bonität, der Einkünfte, der Verbindlichkeiten und des Vermögens, der festen Ausgaben, des Alters und Weiteren beurteilt. Da das Finanzunternehmen seine Beurteilung auf die vom Verbraucher gemachten Angaben stützt, ist es wichtig, wahrheitsgemäß zu antworten.
QWie unterscheidet sich der Angemessenheitsgrundsatz vom Eignungsgrundsatz?
Der Eignungsgrundsatz gilt, wenn ein Finanzunternehmen ein Produkt „empfiehlt“, der Angemessenheitsgrundsatz dagegen, wenn ein Verbraucher ein Produkt ohne Empfehlung aus eigenem Antrieb erwerben will. Nach dem Angemessenheitsgrundsatz muss das Finanzunternehmen die Angaben zum Verbraucher ermitteln und ihn, wenn es das Produkt als nicht angemessen beurteilt, darauf hinweisen und eine Bestätigung durch Unterschrift, Aufzeichnung oder ein vergleichbares Mittel einholen. Der Angemessenheitsgrundsatz gilt nur für bestimmte Produkte, etwa Derivate, derivativgebundene Wertpapiere und hochkomplexe Finanzanlageprodukte.
QGilt der Eignungsgrundsatz nicht, wenn ich online (ohne persönlichen Kontakt) abschließe?
Auch bei Geschäften ohne persönlichen Kontakt gilt der Eignungsgrundsatz grundsätzlich, wenn das Finanzunternehmen ein Produkt empfiehlt, nachdem der Verbraucher den Wunsch geäußert hat, Empfehlungen zu erhalten. Die Eingabe der für personalisierte Produktempfehlungen erforderlichen Angaben oder die Auswahl bestimmter Kriterien wie Rendite oder Zinssatz, um passende Produkte zu finden, kann als Äußerung des Wunsches gelten, Empfehlungen zu erhalten. Die Suche nach einem bestimmten Produkt anhand des Namens und der anschließende Abschluss lässt sich dagegen schwer als Empfehlung ansehen.
QWas ist die Erklärungspflicht?
Empfiehlt ein Finanzunternehmen einem allgemeinen Finanzverbraucher einen Vertrag oder verlangt der Verbraucher eine Erklärung, muss das Unternehmen die wesentlichen Merkmale des Produkts so erklären, dass der Verbraucher sie verstehen kann. Bei anlageartigen Produkten gehören zu den zu erklärenden Punkten die Einzelheiten des Produkts, die Anlagerisiken, die Risikoklasse und die Gebühren sowie Frist, Methode und Wirkung eines Widerrufs der Zeichnung. Bei der Erklärung darf das Unternehmen wesentliche Umstände nicht verfälschen, verzerren oder auslassen.
Quelle: Finanzverbraucherschutzgesetz, Artikel 19 (Erklärungspflicht)
QWas soll ich tun, wenn ich die Erklärung weiterhin nicht verstehe?
Wenn Sie die Erklärung nicht verstanden haben, sehen Sie von einer Unterschrift oder einer aufgezeichneten Bestätigung ab, dass Sie „verstanden“ haben, und bitten Sie um eine weitere Erklärung. Das Finanzunternehmen ist verpflichtet, so zu erklären, dass Sie es verstehen können, und Ihre Bestätigung des Verständnisses durch Unterschrift, Namenszeichnung und Siegel, Aufzeichnung oder ein vergleichbares Mittel einzuholen. Es ist nicht zu spät, den Vertrag erst zu unterzeichnen, wenn Sie ihn vollständig verstanden haben.
QMuss ich die Produktbeschreibung in Papierform erhalten?
Nein. Die Durchführungsverordnung zum Finanzverbraucherschutzgesetz erlaubt es, Produktbeschreibungen schriftlich, auf dem Postweg oder per E-Mail oder auf elektronischem Weg, etwa durch Textnachrichten auf dem Mobiltelefon, zur Verfügung zu stellen. Die Finanzdienstleistungskommission hat erläutert, dass auch die Anzeige des Inhalts der Beschreibung auf dem Bildschirm einer mobilen App oder eines Tablets als elektronischer Weg gilt. Es ist ratsam, die erhaltenen Beschreibungen für eine spätere Einsichtnahme aufzubewahren.
Quelle: [Pressehinweis] 10 Fragen und Antworten zum Finanzverbraucherschutzgesetz
QWas ist ein Kerninformationsdokument?
Ein Kerninformationsdokument fasst die wesentlichen Inhalte einer umfangreichen Produktbeschreibung zusammen und steht ganz an deren Anfang. Es behandelt Merkmale, die das Produkt von ähnlichen Produkten unterscheiden, mögliche Nachteile wie die Risikoklasse anlageartiger Produkte sowie Kontaktdaten für Beschwerden und Anfragen. Es wird zur Verfügung gestellt, wenn Sie Finanzprodukte außer einlagenartigen Produkten abschließen; lesen Sie es daher zuerst aufmerksam durch.
QWas gilt als unlautere Geschäftspraktik?
Damit sind Praktiken gemeint, bei denen ein Finanzunternehmen seine überlegene Stellung nutzt, um Rechte und Interessen der Verbraucher zu beeinträchtigen; typische Beispiele sind der Zwang, als Bedingung für einen Kredit andere, nicht gewünschte Finanzprodukte abzuschließen, oder die ungerechtfertigte Forderung von Sicherheiten oder Bürgschaften. Ebenfalls untersagt sind das Fordern oder Annehmen von Vorteilen im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit und die Erhebung von Gebühren für eine vorzeitige Rückzahlung aus anderen als den festgelegten Gründen. Wenn Sie solche Praktiken erleben, können Sie sich an die Beschwerdestelle des Finanzunternehmens oder an den Finanzaufsichtsdienst wenden.
QWas ist eine unzulässige Empfehlung?
Eine unzulässige Empfehlung bezeichnet Praktiken bei der Empfehlung eines Vertrags, etwa kategorische Beurteilungen zu ungewissen Umständen abzugeben, die Einzelheiten eines Produkts falsch darzustellen oder Umstände zu verschweigen, die seinen Wert erheblich beeinflussen. Ebenfalls untersagt ist es, ohne objektive Grundlage zu behaupten, ein Produkt sei besser als andere, Anlageprodukte durch unaufgeforderte Besuche oder Anrufe zu empfehlen oder die Empfehlung fortzusetzen, nachdem der Verbraucher abgelehnt hat. Auch die Übertragung der Empfehlungstätigkeit auf Personen, die eine Aufgabenschulung nach den Standards der internen Kontrolle nicht abgeschlossen haben, stellt eine unzulässige Empfehlung dar.
QIst es zulässig, wenn ein Vertriebsmitarbeiter sagt: „Ihr Kapital ist absolut garantiert“ oder „Es wird mit Sicherheit steigen“?
Kategorische Aussagen über ungewisse Umstände oder ein Verhalten, das Verbraucher irrig glauben lässt, diese seien gewiss, stellen eine unzulässige Empfehlung nach dem Finanzverbraucherschutzgesetz dar. Formulierungen in der Werbung für anlageartige Produkte, die den irreführenden Eindruck erwecken, Verluste würden ausgeglichen oder Gewinne garantiert, sind ebenfalls untersagt. Wenn Sie solche Aussagen hören, prüfen Sie die Risiken in der Produktbeschreibung selbst und wenden Sie sich erforderlichenfalls an das Finanzunternehmen oder den Finanzaufsichtsdienst.
Quelle: Finanzverbraucherschutzgesetz, Artikel 21 (Verbot unzulässiger Empfehlungen)
QDarf ein Finanzunternehmen mir Anlageprodukte telefonisch empfehlen?
Bei anlageartigen Produkten ist es untersagt, einen Vertrag ohne Wunsch des Verbrauchers im Wege eines Gesprächs in Echtzeit, etwa durch Besuch oder Anruf, zu empfehlen. Außerdem ist es untersagt, Verbraucher zwischen 9 Uhr abends und 8 Uhr am folgenden Morgen zu besuchen oder zu kontaktieren, um Finanzprodukte vorzustellen oder zu empfehlen, sofern der Verbraucher dies nicht verlangt. Allgemeine Finanzverbraucher können verlangen, dass das Unternehmen sie zu Empfehlungszwecken nicht mehr kontaktiert, und das Unternehmen muss dem unverzüglich nachkommen.
QWas muss Werbung für Finanzprodukte enthalten?
Werbung für Finanzprodukte muss eine Empfehlung enthalten, vor Vertragsschluss die Produktbeschreibung und die Vertragsbedingungen zu lesen, sowie den Namen des Verkäufers und die Einzelheiten des Produkts. Werbung für anlageartige Produkte muss außerdem die Anlagerisiken nennen und darauf hinweisen, dass die bisherige Wertentwicklung künftige Erträge nicht garantiert. Es ist untersagt, ausschließlich die Wertentwicklung von Zeiträumen zu zeigen, in denen die Erträge gut waren.
Quelle: Finanzverbraucherschutzgesetz, Artikel 22 (Anforderungen an die Werbung für Finanzprodukte u. a.)
QMuss ich die Vertragsunterlagen erhalten?
Wird ein Vertrag über ein Finanzprodukt geschlossen, muss das Finanzunternehmen dem Verbraucher die Vertragsunterlagen, etwa den Vertrag, die Vertragsbedingungen und die Produktbeschreibung, unverzüglich zur Verfügung stellen. Besteht Streit darüber, ob die Vertragsunterlagen zur Verfügung gestellt wurden oder wann der Vertrag geschlossen wurde, muss das Finanzunternehmen dies nachweisen. Vertragsunterlagen sind in einer Streitigkeit wichtige Beweismittel; prüfen Sie daher, ob Sie sie ordnungsgemäß erhalten haben, und bewahren Sie sie auf.
QKann ich nach einer Fondsanlage widerrufen, wenn ich es mir anders überlege?
Nach dem Finanzverbraucherschutzgesetz können allgemeine Finanzverbraucher die Zeichnung innerhalb einer festgelegten Frist ohne Nachteil widerrufen, wenn das Produkt widerrufsfähig ist. Bei anlageartigen Produkten ist der Widerruf innerhalb von 7 Tagen ab dem Tag möglich, an dem Sie die Vertragsunterlagen erhalten haben (oder ab dem Vertragstag, wenn keine Pflicht zur Bereitstellung von Unterlagen besteht). Widerrufsfähig sind jedoch nur bestimmte anlageartige Produkte, etwa hochkomplexe Finanzanlageprodukte; Fälle, in denen Sie zugestimmt haben, dass das Geld während der Widerrufsfrist angelegt wird, sind ausgenommen. Prüfen Sie daher zuerst, ob Ihr Produkt erfasst ist.
Quelle: Finanzverbraucherschutzgesetz, Artikel 46 (Widerruf der Zeichnung)
QWelche anlageartigen Produkte sind vom Widerruf der Zeichnung erfasst?
Nach der Durchführungsverordnung zum Finanzverbraucherschutzgesetz sind die vom Widerruf erfassten anlageartigen Produkte hochkomplexe Finanzanlageprodukte, bei denen Gelder nur während eines festgelegten Zeitraums eingesammelt werden, bevor die kollektive Kapitalanlage beginnt, hochkomplexe Verträge über diskretionäre Vermögensverwaltung, Treuhandverträge mit Ausnahme von Geldtrusts sowie hochkomplexe Geldtrustverträge. Ein Widerruf ist jedoch nicht möglich, wenn der Verbraucher zugestimmt hat, dass das hinterlegte Geld während der Widerrufsfrist angelegt wird. Bei hochkomplexen Verträgen über diskretionäre Vermögensverwaltung und bei hochkomplexen Geldtrustverträgen, für die eine Bedenkzeit vorgesehen ist, wird die Widerrufsfrist unter Ausschluss dieser Zeit berechnet.
Quelle: Durchführungsverordnung zum Finanzverbraucherschutzgesetz, Artikel 37 (Widerruf der Zeichnung)
QWie widerrufe ich eine Zeichnung?
Senden Sie innerhalb der Widerrufsfrist eine Mitteilung über Ihren Widerruf schriftlich, per E-Mail, per Textnachricht auf dem Mobiltelefon oder auf vergleichbarem Weg; bei anlageartigen Produkten wird der Widerruf mit der Absendung der Mitteilung wirksam. Haben Sie einen Brief oder eine vergleichbare Mitteilung gesendet, müssen Sie das Finanzunternehmen unverzüglich davon unterrichten, dass Sie sie abgesandt haben. Das Finanzunternehmen darf wegen des Widerrufs weder Schadensersatz noch eine Vertragsstrafe verlangen.
Quelle: Durchführungsverordnung zum Finanzverbraucherschutzgesetz, Artikel 37 (Widerruf der Zeichnung)
QWann erhalte ich mein Geld nach dem Widerruf der Zeichnung zurück?
Bei anlageartigen Produkten und bei Beratungsverträgen über Finanzprodukte muss das Finanzunternehmen das bereits erhaltene Geld innerhalb von 3 Geschäftstagen ab dem Tag zurückgeben, an dem es den Widerruf erhält. Verzögert sich die Rückgabe, muss es für die Dauer des Verzugs einen zusätzlichen Betrag zahlen, der in der vorgeschriebenen Weise berechnet wird. Sonderbedingungen, die für den Verbraucher ungünstiger sind als die Widerrufsregelungen, sind nichtig.
Quelle: Finanzverbraucherschutzgesetz, Artikel 46 (Widerruf der Zeichnung)
QWas ist das Recht auf Kündigung rechtswidriger Verträge?
Hat ein Finanzunternehmen einen Vertrag unter Verstoß gegen den Eignungs- oder den Angemessenheitsgrundsatz, die Erklärungspflicht, das Verbot unlauterer Geschäftspraktiken oder das Verbot unzulässiger Empfehlungen geschlossen, kann der Verbraucher die Kündigung dieses Vertrags verlangen. Das Finanzunternehmen muss dem Verbraucher innerhalb von 10 Tagen nach dem Verlangen mitteilen, ob es dem zustimmt, und im Fall der Ablehnung auch die Gründe nennen. Lehnt es ohne berechtigten Grund ab, kann der Verbraucher den Vertrag kündigen; in diesem Fall darf das Unternehmen keine kündigungsbezogenen Gebühren oder Vertragsstrafen verlangen.
Quelle: Finanzverbraucherschutzgesetz, Artikel 47 (Kündigung rechtswidriger Verträge)
QBis wann kann ich die Kündigung eines rechtswidrigen Vertrags verlangen?
Nach der Durchführungsverordnung zum Finanzverbraucherschutzgesetz können Sie das Verlangen innerhalb von 1 Jahr ab dem Tag stellen, an dem Sie von dem Verstoß Kenntnis erlangt haben; diese Frist muss innerhalb von 5 Jahren ab dem Vertragstag liegen. Für das Kündigungsverlangen müssen Sie dem Finanzunternehmen das vorgeschriebene Formular für das Kündigungsverlangen zusammen mit Unterlagen vorlegen, die den Verstoß belegen. Erfasst sind Finanzprodukte mit fortlaufenden Transaktionen, die in einer Bekanntmachung der Finanzdienstleistungskommission bezeichnet sind.
QErhalte ich bei Kündigung eines rechtswidrigen Vertrags auch meine Anlageverluste zurück?
Die Kündigung eines rechtswidrigen Vertrags wirkt nur für die Zukunft. Sie beseitigt Nachteile ab dem Zeitpunkt der Kündigung; sie ist kein Verfahren zum Ausgleich von Verlusten, die zuvor entstanden sind. Bei einem Fonds wird keine Gebühr für eine vorzeitige Rücknahme erhoben; Gebühren und Vergütungen, die im Zusammenhang mit Geschäften vor der Kündigung gezahlt wurden, sowie bereits entstandene Anlageverluste werden jedoch grundsätzlich nicht erstattet. Schäden aus einem rechtswidrigen Verkauf sind in einem gesonderten Verfahren geltend zu machen, etwa durch einen Schadensersatzanspruch oder eine Schlichtung.
Quelle: [Pressehinweis] 10 Fragen und Antworten zum Finanzverbraucherschutzgesetz
QWas ist das Recht auf Einsicht in Unterlagen?
Um Rechtsbehelfe wie eine Schlichtung oder einen Rechtsstreit zu verfolgen, können Finanzverbraucher Einsicht in die Unterlagen verlangen, die das Finanzunternehmen über den Abschluss und die Durchführung von Verträgen aufzeichnet und aufbewahrt; die Einsicht umfasst auch Kopien und das Anhören von Aufzeichnungen. Legen Sie ein Einsichtsersuchen vor, das Zweck, Umfang und Art der Einsicht nennt, muss das Finanzunternehmen die Einsicht innerhalb von 6 Geschäftstagen gewähren. Liegt ein berechtigter Grund vor, etwa Beschränkungen nach Gesetzen und Verordnungen oder eine erhebliche Beeinträchtigung von Geschäftsgeheimnissen, kann das Unternehmen die Einsicht nach Mitteilung der Gründe aufschieben oder beschränken.
QWie lange bewahren Finanzunternehmen Vertriebsunterlagen auf?
Nach der Durchführungsverordnung zum Finanzverbraucherschutzgesetz sind Unterlagen über den Abschluss und die Durchführung von Verträgen, Werbematerialien und Unterlagen über die Ausübung von Verbraucherrechten, etwa Widerrufe der Zeichnung und Kündigungen rechtswidriger Verträge, grundsätzlich 10 Jahre aufzubewahren. Bei Produkten, deren Vertragslaufzeit oder Deckungszeitraum 10 Jahre überschreitet, werden sie für diesen Zeitraum aufbewahrt. Die gespeicherten Unterlagen können Sie bei Bedarf einsehen, indem Sie das Recht auf Einsicht in Unterlagen ausüben.
QWas soll ich tun, wenn ich eine Streitigkeit mit einem Finanzunternehmen habe?
Sie können beim Finanzaufsichtsdienst eine Schlichtung beantragen, und der Leiter des Finanzaufsichtsdienstes kann den Parteien eine Einigung empfehlen. Kommt innerhalb von 30 Tagen ab dem Antragstag keine Einigung zustande, wird die Sache an den Ausschuss für die Schlichtung von Finanzstreitigkeiten verwiesen, der innerhalb von 60 Tagen einen Schlichtungsvorschlag erstellt. Nimmt eine Partei den Vorschlag nicht innerhalb von 20 Tagen ab dem Tag seiner Vorlage an, gilt dies als Ablehnung.
Quelle: Finanzverbraucherschutzgesetz, Artikel 36 (Beilegung von Streitigkeiten)
QWelche Wirkung hat das Ergebnis einer Schlichtung?
Nehmen beide Parteien den Schlichtungsvorschlag an, kommt die Schlichtung zustande und hat dieselbe Wirkung wie ein gerichtlicher Vergleich. Dieselbe Sache kann daher nicht erneut gerichtlich geltend gemacht werden, und kommt eine Partei nicht nach, kann auf Grundlage der Schlichtungsurkunde die Zwangsvollstreckung betrieben werden. Entscheiden Sie über die Annahme des Vorschlags erst, nachdem Sie seinen Inhalt gründlich geprüft haben.
QUnterbricht ein Antrag auf Schlichtung die Verjährung?
Ja. Nach dem Finanzverbraucherschutzgesetz hat ein Antrag auf Schlichtung die Wirkung einer Unterbrechung der Verjährung. Diese Wirkung tritt jedoch nicht ein, wenn entschieden wird, keine Einigung zu empfehlen oder die Sache nicht an den Ausschuss für die Schlichtung von Finanzstreitigkeiten zu verweisen; auch dann gilt die Verjährung als im Zeitpunkt des ursprünglichen Antrags unterbrochen, wenn Sie innerhalb von 1 Monat Klage erheben oder eine vergleichbare Maßnahme ergreifen. Die unterbrochene Verjährungsfrist beginnt mit der Annahme des Schlichtungsvorschlags oder mit dem Ende des Schlichtungsverfahrens neu zu laufen.
Quelle: Finanzverbraucherschutzgesetz, Artikel 40 (Unterbrechung der Verjährung)
QKann ein Finanzunternehmen die Schlichtung vermeiden, indem es während des Schlichtungsverfahrens Klage erhebt?
Bei Streitigkeiten mit geringem Streitwert, das heißt bei Anträgen allgemeiner Finanzverbraucher, in denen der Wert der geltend gemachten Rechte oder Interessen 20 Millionen KRW oder weniger beträgt, darf das Finanzunternehmen nach Beginn des Schlichtungsverfahrens keine Klage erheben, bis der Schlichtungsvorschlag vorgelegt worden ist. Ist außerdem in einer Sache, für die eine Schlichtung beantragt wurde, bereits ein Rechtsstreit anhängig, kann das Gericht den Rechtsstreit bis zum Ende der Schlichtung aussetzen. Diese Regeln sollen verhindern, dass Finanzunternehmen die Schlichtung durch einen Rechtsstreit umgehen.
QMuss ich ein Verschulden des Finanzunternehmens nachweisen, wenn mir durch eine Verletzung der Erklärungspflicht ein Schaden entstanden ist?
Nach dem Finanzverbraucherschutzgesetz haftet ein Finanzunternehmen, das durch einen Gesetzesverstoß einen Schaden verursacht, auf Schadensersatz. Entsteht der Schaden insbesondere durch eine Verletzung der Erklärungspflicht, haftet das Finanzunternehmen, sofern es nicht nachweist, dass es weder vorsätzlich noch fahrlässig gehandelt hat. Der Verbraucher muss nur den Verstoß, den Schaden und den ursächlichen Zusammenhang zwischen beiden nachweisen; dadurch verringert sich die Beweislast.
QWer haftet, wenn mir nach einem Abschluss über einen Vertriebsvertreter ein Schaden entsteht?
Nach dem Finanzverbraucherschutzgesetz haftet ein direkter Verkäufer von Finanzprodukten auf Schadensersatz, wenn ein für ihn handelnder Vertriebsvertreter oder -vermittler einem Verbraucher in Ausübung der Tätigkeit einen Schaden zufügt. Der direkte Verkäufer kann jedoch von der Haftung befreit sein, wenn er bei der Bestellung und Beaufsichtigung des Vertreters oder Vermittlers die gebotene Sorgfalt angewandt und sich um die Verhinderung des Schadens bemüht hat. Beachten Sie außerdem, dass es Vertriebsvertretern und -vermittlern grundsätzlich untersagt ist, Anlagegelder unmittelbar von Verbrauchern entgegenzunehmen.
QWorauf sollte ich im Umgang mit einem Vertriebsvertreter oder -vermittler achten?
Vertriebsvertreter und -vermittler müssen ein Kennzeichen aushängen oder einen Ausweis vorlegen, aus dem hervorgeht, dass sie Vertreter oder Vermittler sind. Es ist ratsam, dies zuerst zu prüfen, um festzustellen, ob sie registriert sind, bevor Sie mit ihnen in Geschäftsbeziehung treten. Vertretern und Vermittlern ist es grundsätzlich untersagt, Anlagegelder oder Versicherungsprämien unmittelbar von Verbrauchern entgegenzunehmen, die Vertretungs- oder Vermittlungstätigkeit an Dritte weiter zu übertragen oder vom direkten Verkäufer Geld oder sonstige Zuwendungen über die festgelegten Gebühren hinaus entgegenzunehmen. Erhalten Sie ein solches Verlangen, brechen Sie das Geschäft ab und klären Sie es mit dem betreffenden Finanzunternehmen.
QKann ich prüfen, ob ein Mitarbeiter im Haustür- oder Telefonverkauf tatsächlich für das Finanzunternehmen tätig ist?
Nach dem Finanzverbraucherschutzgesetz muss ein Finanzunternehmen, das Haustür- oder Telefonverkäufe durchführen will, ein Verzeichnis der beteiligten Organmitglieder und Beschäftigten führen und Verbrauchern auf Verlangen jederzeit ermöglichen, deren Identität zu prüfen. Vertriebsmitarbeiter müssen vorab angeben, dass der Besuch oder Anruf der Verkaufsempfehlung dient, sowie ihren Namen und die Art und die Einzelheiten der Produkte nennen, die sie verkaufen. Haben Sie Zweifel an der Identität einer Person, prüfen Sie diese unmittelbar über die offiziellen Kontaktdaten des Finanzunternehmens.
QWie erhalte ich eine Beratung des Finanzaufsichtsdienstes?
Wenn Sie das Callcenter des Finanzaufsichtsdienstes anrufen (1332, ohne Vorwahl), können Sie sich zu Finanzangelegenheiten im Allgemeinen beraten lassen, einschließlich Bankgeschäften, Versicherungen und Wertpapieren. Neben dem Telefon können Sie sich auch durch einen Besuch beim Finanzaufsichtsdienst oder online beraten lassen; wird die Angelegenheit durch die Beratung nicht gelöst, können Sie eine Beschwerde einreichen. Eine Beratung ist auch in Situationen möglich, die eine rasche Reaktion erfordern, etwa bei Schäden durch Voice-Phishing oder sonstigen Betrug.
QWie wird eine beim Finanzaufsichtsdienst eingereichte Beschwerde bearbeitet?
Beschwerden, die nicht zuerst das Finanzunternehmen durchlaufen haben, durchlaufen zunächst eine freiwillige Beilegung zwischen dem Beschwerdeführer und dem Finanzunternehmen. Beschwerden, die das Finanzunternehmen bereits durchlaufen haben oder durch die freiwillige Beilegung nicht gelöst wurden, bearbeitet der Finanzaufsichtsdienst unmittelbar. Beschwerden können online, auf dem Postweg, per Fax oder persönlich eingereicht werden. Geldstreitigkeiten zwischen einem Finanzunternehmen und einem Verbraucher werden als Streitbeschwerden eingeordnet und können in das Schlichtungsverfahren übergehen.
QGibt es neben dem Finanzaufsichtsdienst weitere Schlichtungsstellen?
Streitigkeiten im Zusammenhang mit dem Geschäftsverhalten von Finanzanlageunternehmen können auch von der Korea Financial Investment Association (KOFIA) geschlichtet werden. Die Korea Exchange (KRX) schlichtet Streitigkeiten im Zusammenhang mit dem Handel an den Märkten KOSPI und KOSDAQ sowie an den Derivatemärkten, und die Korea Consumer Agency schlichtet Streitigkeiten zwischen Verbrauchern und Unternehmen. Wählen Sie die Stelle, die zur Art Ihrer Streitigkeit passt.
Quelle: Finanzaufsichtsdienst: Leitfaden zu den zugehörigen Schlichtungsstellen
QWie hoch ist die Obergrenze der Einlagensicherung, und sind Anlageprodukte geschützt?
Seit dem 1. September 2025 beträgt die Obergrenze der Einlagensicherung 100 Millionen KRW je Person und Finanzunternehmen, einschließlich Kapital und Zinsen. Einlagen, Anlegerguthaben und Vergleichbares sind geschützt; Anlageprodukte, deren Auszahlungen von der Wertentwicklung abhängen, etwa Fonds, und anleiheartige Finanzprodukte sind es nicht. Die im Einzelnen erfassten Produkte entnehmen Sie bitte den Hinweisen der Korea Deposit Insurance Corporation.
Quelle: Wikipedia (koreanisch): Korea Deposit Insurance Corporation
QIst das Bargeld auf meinem Wertpapierkonto geschützt?
Im System der Einlagensicherung sind nicht nur Einlagen geschützt, die Finanzinstitute entgegengenommen haben, die dem Einlagensicherungssystem angehören, sondern auch Anlegerguthaben. Bargeld, das vor dem Kauf von Aktien auf einem Wertpapierkonto verbleibt, kann daher geschützt sein; Anlageprodukte, die mit diesem Geld erworben wurden und deren Auszahlungen von der Wertentwicklung abhängen, etwa Aktien, Fonds und Anleihen, sind es nicht. Die Schutzgrenze gilt für die Summe aus Kapital und Zinsen je Person und Finanzunternehmen. Prüfen Sie daher die Hinweise der Korea Deposit Insurance Corporation.
Quelle: Wikipedia (koreanisch): Korea Deposit Insurance Corporation
QSind Produkte, die Kapital und Zinsen zahlen, etwa Anleihen oder ELB, von der Einlagensicherung erfasst?
Nein. Der Finanzaufsichtsdienst weist darauf hin, dass Anleihen, anders als Einlagen und Sparguthaben, von der Einlagensicherung ausgenommen sind. Auch derivativgebundene Anleihen (ELB) sind von der Einlagensicherung nicht erfasst, selbst wenn sie so ausgestaltet sind, dass Kapital und Zinsen zurückgezahlt werden. Gerät das emittierende Wertpapierunternehmen in Insolvenz, kann es sein, dass Sie Kapital und Zinsen nicht zurückerhalten. Auch wenn ein Produkt als „Typ mit Zahlung von Kapital und Zinsen“ bezeichnet wird, prüfen Sie gesondert, ob es geschützt ist.
QWas ist ein Fehlverkauf?
Ein Fehlverkauf liegt vor, wenn ein Finanzunternehmen ein Produkt verkauft, ohne die Verkaufsgrundsätze einzuhalten, etwa indem es Struktur oder Risiken des Produkts nicht hinreichend erklärt oder ein Produkt empfiehlt, das nicht zum Profil des Anlegers passt. In einem Schlichtungsfall des Finanzaufsichtsdienstes wurden Verstöße gegen die Erklärungspflicht und den Eignungsgrundsatz festgestellt, und das Unternehmen musste einen Teil (30%) des Verlusts ersetzen. Die Entschädigungsquote wird jedoch häufig auch unter Berücksichtigung von Umständen festgesetzt, etwa einer unzureichenden eigenen Prüfung des Produkts durch den Anleger.
QWorauf sollte ich achten, um einen Fehlverkauf zu vermeiden?
Prüfen Sie bei anlageartigen Produkten in der Produktbeschreibung und im Kerninformationsdokument die Ertragsstruktur, die Risikoklasse und die Anlagerisiken, und bitten Sie den Verkäufer, sie in verständlicher Sprache zu erläutern. Ist etwas unklar, bitten Sie vor der Unterschrift um eine weitere Erklärung und beantworten Sie die Beurteilung des Anlageprofils wahrheitsgemäß. Prüfen Sie nach dem Abschluss, ob Sie die Vertragsunterlagen ordnungsgemäß erhalten haben, und bewahren Sie sie auf; das hilft Ihnen, Ihre Rechte auszuüben, wenn ein Problem auftritt.
QGibt es gesonderte Schutzvorkehrungen für ältere Anleger?
Die Richtlinien von BNB Asset Management zur Anlageempfehlung definieren Anleger im Alter von 65 Jahren oder älter als ältere Anleger und Anleger im Alter von 80 Jahren oder älter als hochbetagte Anleger und legen für den Verkauf an sie gesonderte Schutzstandards fest. Beim Verkauf von Produkten, bei deren Anlageempfehlung besondere Vorsicht geboten ist, an hochbetagte Anleger weist das Unternehmen darauf hin, dass sie die Hilfe eines Familienangehörigen oder einer anderen unterstützenden Person in Anspruch nehmen können; ist eine solche Unterstützung schwer zu organisieren, kann ein Beschäftigter in leitender Funktion anwesend sein, um ihr Verständnis zu bestätigen. Beratungen können aufgezeichnet (Ton oder Bild) oder dokumentiert und für den Fall von Streitigkeiten aufbewahrt werden.
QWoran erkenne ich einen illegalen Aktien-„Leading Room“?
Der Finanzaufsichtsdienst hat davor gewarnt, dass Unternehmen, die in Gruppenchats sozialer Medien mit dem Versprechen hoher Renditen zur Anlage auffordern, wahrscheinlich nicht zugelassene oder getarnte Finanzanlageunternehmen sind. Häufig veranlassen sie die Betroffenen, ein privates HTS (Handelsprogramm) herunterzuladen, nehmen ihr Geld entgegen, erwecken den Anschein, es würden Gewinne erzielt, zögern dann die Auszahlung hinaus, sobald diese verlangt wird, und verschwinden. Beaufsichtigte Finanzunternehmen verteilen keine privaten HTS über Messenger-Apps. Erhalten Sie ein solches Angebot, stellen Sie den Handel ein und melden Sie den Vorgang dem Finanzaufsichtsdienst oder der Polizei.
QIst eine Anlageberatung im Einzelgespräch durch ein Unternehmen der Quasi-Anlageberatung zulässig?
Nach Angaben des Finanzaufsichtsdienstes dürfen Unternehmen der Quasi-Anlageberatung seit Juli 2024 Empfehlungen nur über Einwegkanäle abgeben, in denen die Gegenseite keine Nachrichten eingeben kann, und nur registrierte Anlageberatungsunternehmen dürfen über Zweiwegekanäle tätig werden. Wenn Sie eine Anlageberatung im Einzelgespräch wünschen, prüfen Sie zuerst, ob es sich um ein registriertes Anlageberatungsunternehmen handelt, und vergewissern Sie sich über dessen Namen sowie die Identität und die Kontaktdaten des Betreibers. Die Registrierung können Sie über die Suche nach beaufsichtigten Finanzunternehmen im Informationsportal für Finanzverbraucher „FINE“ prüfen.
QEin bekannter Anlageexperte empfiehlt in einem offenen Chatraum ausländische Aktien. Kann ich dem vertrauen?
Der Finanzaufsichtsdienst hat vor illegalen „Leading“-Methoden gewarnt, bei denen Betrüger, die bekannte Anlageexperten vortäuschen, in offenen Chaträumen wenig bekannte ausländische Aktien mit geringer Marktkapitalisierung empfehlen, dann verkaufen und verschwinden, sobald die Käufe den Kurs nach oben treiben. Das Muster bestand darin, die Betroffenen zunächst einige Male kleine Gewinne erzielen zu lassen, um Vertrauen aufzubauen, sie dann zum Schluss mit ihrem gesamten Kapital kaufen zu lassen, woraufhin der Aktienkurs um 80% oder mehr einbrach. Für im Ausland begangenen Betrug ist Abhilfe schwer zu erlangen; seien Sie daher bei Anlageempfehlungen in sozialen Medien besonders vorsichtig.
QAls ich mein Geld abheben wollte, wurde ich aufgefordert, wegen einer „Untersuchung des FSS zur Herkunft der Mittel“ mehr zu zahlen.
Der Finanzaufsichtsdienst hat vor Betrug durch illegale Leading Rooms gewarnt, bei dem von Anlegern, die eine Auszahlung verlangen, unter Vorwänden wie einer Untersuchung des Finanzaufsichtsdienstes (FSS) zur Herkunft der Mittel zusätzliche Einzahlungen gefordert werden. Diese Betreiber locken mit Werbung für kostenlose Aktienvorträge oder Hinweise auf stark steigende Aktien, lassen gefälschte Aktienhandels-Apps installieren, erwecken den Anschein erzielter Gewinne und nehmen dann das Geld an sich. Kommen Sie keinesfalls nach, wenn jemand unter Berufung auf den FSS eine Einzahlung verlangt; stellen Sie den Handel unverzüglich ein und melden Sie den Vorgang der Meldestelle für illegale Finanzgeschäfte des Finanzaufsichtsdienstes.
QWas ist illegale Kapitalbeschaffung (unerlaubtes Einlagengeschäft)?
Illegale Kapitalbeschaffung ist die rechtswidrige Praxis, von der Allgemeinheit ohne Genehmigung oder Erlaubnis der Finanzbehörden Geld einzuwerben, indem Kapitalgarantie und hohe Renditen versprochen werden. Typische Merkmale sind Strukturvertriebsmodelle, die für das Werben neuer Anleger Empfehlungsprämien zahlen, Geldgeschäfte ohne tatsächlichen Warenverkehr und das Vorweisen einer Gewerbeanmeldung oder von Ähnlichem, als hätte der Staat die Kapitalbeschaffung erlaubt. Wenn jemand anbietet, sowohl das Kapital als auch hohe Renditen zu garantieren, vermuten Sie zunächst eine illegale Kapitalbeschaffung und klären Sie dies mit dem Finanzaufsichtsdienst.
QWarum sind Anlageanzeigen mit dem Versprechen „garantiertes Kapital bei hohen Renditen“ gefährlich?
Der Finanzaufsichtsdienst hat vor illegaler Kapitalbeschaffung gewarnt, die garantiertes Kapital und hohe Renditen verspricht und dabei gefälschte Videos mit Anlageerfolgsgeschichten und Ähnliches verbreitet, und fordert dazu auf, sich zu merken: „Hohe Renditen? Garantiertes Kapital? Eine solche Anlage gibt es nicht.“ In letzter Zeit wurden Fälle berichtet, in denen Betreiber Anlagegelder unter dem Vorwand entgegennahmen, in die Entwicklung neuer Technologien, in automatisierte Handelsprogramme oder in Finanzberatung zu investieren, die Auszahlung dann hinauszögerten und verschwanden. Vergewissern Sie sich vor jedem Geschäft mit einem solchen Angebot, ob es von einem beaufsichtigten Finanzunternehmen ausgeht.
QWas ist, wenn ein Beschäftigter eines Wertpapierunternehmens mich auffordert, Anlagegelder auf ein Privatkonto zu überweisen?
Überweisen Sie keinesfalls Geld. Nach Angaben des Finanzaufsichtsdienstes erfolgen alle rechtmäßigen Geschäfte eines Wertpapierunternehmens nur über Konten auf den eigenen Namen des Anlegers, und Wertpapierunternehmen nehmen Anlagegelder unter keinen Umständen auf dem Privatkonto eines Beschäftigten entgegen. Haben Sie ein solches Angebot erhalten oder stehen Sie bereits mit einer solchen Person in Geschäftsbeziehung, brechen Sie unverzüglich ab und melden Sie den Vorgang dem betreffenden Wertpapierunternehmen, dem Finanzaufsichtsdienst (1332) oder der Polizei (112).
QWie kann ich prüfen, ob ein Unternehmen, das zur Anlage auffordert, ein echtes Finanzunternehmen ist?
Ob das Unternehmen ein Finanzunternehmen ist, das eine Genehmigung, eine Erlaubnis oder eine Registrierung erhalten hat, können Sie über die „Suche nach beaufsichtigten Finanzunternehmen“ im Informationsportal für Finanzverbraucher „FINE“ (fine.fss.or.kr) prüfen. Illegale Unternehmen geben sich mitunter als Finanzunternehmen wie Sparbanken oder Capital-Gesellschaften aus. Wenn Ihnen über Internetanzeigen oder Textnachrichten aufdringlich etwa staatlich gestützte Kredite angeboten werden, vermuten Sie zunächst eine Identitätsvortäuschung. Wenn Sie vermuten, dass sich eine Person, die Sie kontaktiert, als BNB Asset Management ausgibt, prüfen Sie dies bitte unmittelbar über unsere offiziellen Kontaktdaten.
QWo melde ich den Verdacht illegaler Finanztätigkeit?
Der Finanzaufsichtsdienst betreibt verschiedene Meldewege, darunter Meldungen illegaler Online-Finanzgeschäfte, Schadensmeldungen zu Unternehmen der Quasi-Anlageberatung, Meldungen illegaler Privatkreditvergabe und illegaler Kapitalbeschaffung sowie Meldungen unlauteren Wertpapierhandels. Sie können sich beim Callcenter des Finanzaufsichtsdienstes (1332) beraten lassen; haben Sie einen finanziellen Schaden erlitten oder vermuten Sie eine Straftat, melden Sie dies auch der Polizei (112). Die Aufbewahrung von Belegen wie Chatverläufen und Einzahlungsunterlagen erleichtert die Meldung und die Erlangung von Abhilfe.
Quelle: Finanzaufsichtsdienst FINE: Leitfaden zu Melde-, Beratungs- und Auskunftsdiensten
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Anleihen, Zinssätze und Wechselkurse
Dieser Abschnitt behandelt Fragen, die Anleger häufig stellen, von der grundlegenden Struktur von Anleihen über Zinssätze, Ratings und die Duration, den Leitzins und die Zinsstrukturkurve sowie Wechselkurse und das Währungsrisiko bis zur Anleiheseite von Mezzanine-Anleihen. Die Angaben dienen der allgemeinen Information und sind keine Empfehlung, in ein bestimmtes Produkt zu investieren.
QWas ist eine Anleihe? Bitte erklären Sie es einfach.
Eine Anleihe ist ein Schuldtitel, den ein Staat, eine Gebietskörperschaft, ein Unternehmen oder eine andere Stelle begibt, wenn sie Geld aufnimmt, und mit dem sie zusagt, wann und wie sie Kapital und Zinsen zurückzahlt. Ein Anleger, der eine Anleihe kauft, wird Gläubiger, der dem Emittenten Geld geliehen hat, erhält zu festgelegten Zeitpunkten Zinsen (Kupons) und bekommt das Kapital bei Fälligkeit zurück. Anleihen können auch vor Fälligkeit am Markt gekauft und verkauft werden, sodass sich ihre Kurse täglich ändern können.
QWorin unterscheiden sich Anleihen von Aktien?
Ein Aktionär hat als Anteilseigner des Unternehmens eine bestimmte Eigentumsposition, während ein Anleihegläubiger lediglich Gläubiger ist, der Geld geliehen hat, und kein Eigentum hält. Die meisten Anleihen haben wie ein Festgeld bei einer Bank eine feste Fälligkeit, während Aktien ohne Fälligkeit auf unbestimmte Zeit bestehen können. Dementsprechend erwarten Anleiheanleger die vereinbarten Zinsen und das Kapital, während Aktienanleger Dividenden sowie Gewinne oder Verluste aus Aktienkursbewegungen erwarten.
QIst das Kapital einer Anleihe wie bei einer Einlage garantiert?
Nein. Anders als Einlagen und Sparkonten sind Anleihen nicht von der Einlagensicherung erfasst. Geht der Emittent in Insolvenz, erhalten Sie Kapital und Zinsen möglicherweise nicht zurück. Verkaufen Sie zudem vor Fälligkeit, kann der Betrag je nach dem Marktpreis zu diesem Zeitpunkt unter dem Kapital liegen. Vor einer Anlage ist es ratsam, sowohl die Bonität des Emittenten als auch die Risikoklasse des Produkts zu prüfen.
QWas für eine Anleihe ist eine Staatsanleihe?
Eine Staatsanleihe ist eine Anleihe, die der Staat nach Beschluss und Genehmigung der Nationalversammlung begibt, um Mittel für öffentliche Zwecke aufzunehmen. Rückzahlungszeitraum und Zinssatz werden bei der Emission festgelegt, und der Nennbetrag wird bei Fälligkeit zurückgezahlt. Da es sich um Geld handelt, das dem Staat geliehen wird, gilt sie als vergleichsweise sichere Anlage. Weil sie nach der Emission am Markt gehandelt wird, ändert sich ihr Kurs jedoch fortlaufend mit den Zinssätzen.
QWas ist eine Unternehmensanleihe, und wie wird sie begeben?
Eine Unternehmensanleihe ist eine von einem privaten Unternehmen begebene Anleihe mit der Zusage, Kapital und Zinsen zu zahlen, um vergleichsweise langfristige Mittel für Zwecke wie Investitionen in Anlagen aufzunehmen. Bei einem öffentlichen Angebot wird sie von einem Wertpapierhaus oder einer vergleichbaren Stelle übernommen, und zum Schutz der Anleger ist eine Wertpapier-Registrierungserklärung einzureichen. Bei einer Privatplatzierung verhandelt der Emittent die Bedingungen unmittelbar mit den Käufern. Der Emissionszinssatz wird in der Regel festgelegt, indem zur Rendite von Korea Treasury Bonds gleicher Laufzeit ein bonitätsabhängiger Spread addiert wird.
Quelle: Wirtschaftsglossar der Bank of Korea: Unternehmensanleihe
QWelche Arten von Anleihen gibt es nach dem Emittenten?
Nach dem Emittenten werden Anleihen unterteilt in vom Staat begebene Staatsanleihen, von Gebietskörperschaften begebene Kommunalanleihen, Spezialanleihen, Monetary Stabilization Bonds, von Finanzunternehmen begebene Finanzanleihen, von gewöhnlichen Unternehmen begebene Unternehmensanleihen, Auslandsanleihen und weitere. Auch unter Anleihen unterscheiden sich Zinssätze und Risikoniveaus je nach Bonität des Emittenten. Anleihen werden darüber hinaus auf verschiedene andere Weisen eingeteilt, etwa nach der Art der Zinszahlung, dem Rückzahlungszeitraum und danach, ob sie garantiert sind.
QWorin unterscheiden sich Kuponanleihen und Diskontanleihen?
Eine Kuponanleihe trägt Kupons, auf denen der Zinsbetrag angegeben ist, und zahlt Zinsen in festgelegten Abständen. Eine Diskontanleihe wird zu einem unter dem Nennwert liegenden Preis begeben, vermindert um den Zinsbetrag, und zahlt bei Fälligkeit den Nennwert zurück. Da eine Diskontanleihe nur einen Zahlungsstrom hat, und zwar bei Fälligkeit, reagiert ihr Kurs empfindlicher auf Zinsänderungen als der einer Kuponanleihe mit derselben Laufzeit.
QWas bedeuten Nennwert und Kuponzinssatz einer Anleihe?
Der Nennwert (Nominalwert) ist das auf der Anleihe angegebene Kapital. Er ist die Grundlage, nach der der Emittent die Zinsen berechnet, und der Betrag, der bei Fälligkeit zurückgezahlt wird. Der Kuponzinssatz ist der Zinssatz, den der Emittent bezogen auf den Nennwert zu zahlen zugesagt hat. Der Kurs, zu dem eine Anleihe am Markt gehandelt wird, kann vom Nennwert abweichen, sodass Ihre tatsächliche Anlagerendite vom Kaufpreis abhängt.
QWie erzielen Sie Erträge mit einer Anlage in Anleihen?
Die Erträge einer Anlage in Anleihen bestehen aus den regelmäßig erhaltenen Zinseinkünften und aus Kursgewinnen oder Kursverlusten, die aus der Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis entstehen. Halten Sie bis zur Fälligkeit, erhalten Sie Kapital und Zinsen. Verkaufen Sie früher, hängt Ihr Gewinn oder Verlust vom Kurs zu diesem Zeitpunkt ab. Sie sollten zudem berücksichtigen, dass eine hohe Inflation die reale Kaufkraft der Zinsen mindert, die Sie erhalten.
QWarum fallen Anleihekurse, wenn die Zinssätze steigen?
Steigen die Marktzinsen, zahlen neu begebene Anleihen höhere Zinsen. Bereits zu niedrigeren Zinssätzen begebene Anleihen werden dadurch weniger attraktiv, und ihre Kurse fallen. Sinken die Zinssätze umgekehrt, steigt der relative Wert bestehender Anleihen, und ihre Kurse gehen nach oben. Deshalb bewegen sich Anleihekurse und Marktzinsen in entgegengesetzte Richtungen.
QSchwanken Anleihen mit längerer Laufzeit stärker im Kurs?
Im Allgemeinen bewegt sich der Kurs umso stärker, je länger die Restlaufzeit ist, und zwar bei derselben Änderung der Zinssätze. Nach einem Beispiel des Finanzaufsichtsdienstes (FSS) kann eine Anleihe mit einem Kupon von 3% bei einem Anstieg der Marktzinsen um 1 Prozentpunkt um rund 8.1% fallen, wenn noch 10 Jahre Restlaufzeit verbleiben, und um rund 17.3%, wenn noch 30 Jahre verbleiben. Auch Anleihen mit geringem Kreditrisiko, etwa Staatsanleihen, können Verluste aus Zinsänderungen erzeugen, wenn sie vor Fälligkeit verkauft werden.
QSpielt es eine Rolle, wenn die Zinssätze steigen und ich bis zur Fälligkeit halte?
Zahlt der Emittent Kapital und Zinsen wie vorgesehen, wird durch das Halten bis zur Fälligkeit in der Regel die zum Zeitpunkt des Kaufs berechnete Rendite gesichert. Benötigen Sie jedoch plötzlich Geld und verkaufen zwischendurch, kann je nach dem Kurs zu diesem Zeitpunkt ein Verlust entstehen, und Ihnen entgeht die Möglichkeit, Anleihen zu kaufen, die die nun höheren Zinssätze zahlen. Deshalb ist es wichtig, die Restlaufzeit der Anleihe auf den Zeitpunkt abzustimmen, zu dem Sie das Geld benötigen.
QWas ist die Duration?
Die Duration ist die mit dem Barwert der Zins- und Kapitalzahlungsströme der Anleihe gewichtete Laufzeit. Sie steht für den durchschnittlichen Zeitraum, in dem Sie Ihre Anlage zurückerhalten. Sie wird zudem als Maß dafür verwendet, wie empfindlich der Kurs der Anleihe reagiert, wenn sich die Zinssätze ändern. Eine Diskontanleihe, die nur einmal bei Fälligkeit Geld zahlt, hat eine Duration, die ihrer Laufzeit entspricht, während eine Kuponanleihe, die zwischendurch Zinsen zahlt, eine Duration hat, die kürzer ist als ihre Laufzeit.
QWie schätzen Sie Kursänderungen einer Anleihe mithilfe der Duration?
Die modifizierte Duration gibt näherungsweise an, um wie viel Prozent sich der Kurs einer Anleihe ändert, wenn sich die Zinssätze um 1 Prozentpunkt ändern. Bei einer Anleihe mit einer modifizierten Duration von 5 lässt sich beispielsweise näherungsweise sagen, dass ihr Kurs um etwa 5% fällt, wenn die Zinssätze um 1 Prozentpunkt steigen. Die modifizierte Duration erhält man, indem die Macaulay-Duration durch (1 + Rendite bis zur Endfälligkeit) geteilt wird.
QWelche Anleihen haben eine längere Duration?
Die Duration wird durch die Laufzeit, den Kuponzinssatz und den Marktzins (Abzinsungssatz) bestimmt. Je länger die Laufzeit, desto länger die Duration. Je höher der Kuponzinssatz, desto mehr Geld wird früh zurückerhalten, sodass die Duration kürzer ist. Je höher der Marktzins, desto geringer ist das Gewicht weit in der Zukunft liegender Zahlungsströme, sodass die Duration kürzer ist.
QWas ist die Konvexität einer Anleihe?
Konvexität bezeichnet das Ausmaß, in dem die Reaktion des Anleihekurses auf Zinsänderungen einer Kurve und nicht einer Geraden folgt. Sie ist definiert als die zweite Ableitung des Kurses nach dem Zinssatz. Die Duration nähert diesen Zusammenhang als Gerade an. Je stärker die Kurskurve gekrümmt ist, desto ungenauer werden Kursänderungen, die allein mit der Duration berechnet werden. Deshalb wird bei der Schätzung von Kursänderungen für große Zinsbewegungen auch die Konvexität berücksichtigt.
QWas ist die Rendite bis zur Endfälligkeit (YTM)?
Die Rendite bis zur Endfälligkeit ist die durchschnittliche jährliche Rendite, die Sie erwarten können, wenn Sie eine Anleihe zu ihrem aktuellen Kurs kaufen, sie bis zur Fälligkeit halten und die zwischendurch erhaltenen Zinsen wiederanlegen. Sie ist zudem definiert als der Abzinsungssatz, der den Barwert aller künftigen Zahlungsströme der Anleihe ihrem aktuellen Kaufpreis gleichsetzt. Der am Markt genannte Anleihezins oder die Handelsrendite meint in der Regel die Rendite bis zur Endfälligkeit. Sie ist vom Kuponzinssatz zu unterscheiden, der zur Berechnung der Zinszahlungen dient.
Quelle: Wirtschaftsglossar der Bank of Korea: Rendite bis zur Endfälligkeit
QWas bedeutet das Rating einer Anleihe?
Ein Rating ist eine Buchstabennote, mit der eine Ratingagentur ihre Einschätzung der Fähigkeit eines Anleiheemittenten ausdrückt, Kapital und Zinsen zurückzuzahlen. Eine niedrigere Note gibt die Auffassung der Agentur wieder, dass die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls vergleichsweise hoch ist. Da Ratings Meinungen sind, in die das Urteil und die Erfahrung der Agentur einfließen, sollten Sie sie nicht als absolute Garantie der Sicherheit verstehen.
Quelle: Wikipedia (koreanisch): Rating
QWie werden Ratings wie AAA und BBB eingeteilt?
Bei langfristigen Ratings ist AAA die höchste Stufe, gefolgt in absteigender Reihenfolge von AA, A, BBB, BB, B, CCC, CC, C und D. Innerhalb derselben Stufe werden + und - für feinere Abstufungen verwendet. Im Allgemeinen wird BBB- und darüber als Investment Grade und BB+ und darunter als spekulative Stufe eingestuft. D bezeichnet den Ausfall, und kurzfristige Ratings werden gesondert als A1, A2, A3, B und so weiter angegeben.
QBedeutet ein hohes Rating eine niedrige Produktrisikoklasse?
Nicht unbedingt. Ein Rating beurteilt die Fähigkeit des Emittenten, Kapital und Zinsen zurückzuzahlen, während die vom Vertrieb zugewiesene Produktrisikoklasse auch Faktoren wie die Leichtigkeit der Rücknahme und die Komplexität der Produktstruktur berücksichtigt. Wie in einem Beispiel des Finanzaufsichtsdienstes (FSS) können bedingte Kapitaltitel mit einem Rating von AA- in der Produktrisikoklasse dennoch als hohes Risiko eingestuft werden. Prüfen Sie daher beides.
QWas ist ein Credit Spread, und warum ist er von Bedeutung?
Ein Credit Spread ist die Differenz zwischen der Rendite von Korea Treasury Bonds derselben Laufzeit und der Rendite einer bestimmten Anleihe. Er zeigt das Niveau des Kreditrisikos dieser Anleihe. Weitet sich der Spread, während die Renditen der Korea Treasury Bonds unverändert bleiben, sieht der Markt ein höheres Ausfallrisiko für diese Branche oder diesen Emittenten. Verengt er sich, gilt das Gegenteil. Insbesondere Spreads auf Unternehmensanleihen niedrigerer Bonität dienen als zentraler Indikator dafür, ob Unternehmen reibungslos Mittel zufließen.
QWas sind High-Yield-Anleihen?
High-Yield-Anleihen sind Anleihen, die von Ratingagenturen unterhalb von Investment Grade (spekulative Stufe) eingestuft werden. Sie tragen ein höheres Ausfallrisiko, bieten aber höhere Renditen als Anleihen im Investment Grade. Verschlechtert sich die Konjunktur, nimmt die Ausfallwahrscheinlichkeit der Emittenten tendenziell zu. Betrachten Sie nicht nur die hohen Zinsen, sondern auch die Rückzahlungsfähigkeit des Emittenten und Ihre eigene Risikotoleranz.
QWorin unterscheiden sich Nachranganleihen und bedingte Kapitaltitel von gewöhnlichen Anleihen?
Nachranganleihen werden bei einer Insolvenz des Emittenten nach gewöhnlichen (vorrangigen) Anleihen bedient und zahlen im Gegenzug höhere Zinsen. Bedingte Kapitaltitel können abgeschrieben oder in Aktien umgewandelt werden, wenn bestimmte Ereignisse eintreten, etwa wenn der Emittent als insolvente Finanzinstitution eingestuft wird, sodass Sie Kapital und Zinsen möglicherweise nicht erhalten. Auch wenn das Rating hoch erscheint, prüfen Sie im Prospekt unbedingt die Rangfolge der Rückzahlung sowie die Bedingungen für Abschreibung und Umwandlung.
QWorin unterscheidet sich Commercial Paper (CP) von Unternehmensanleihen?
Commercial Paper (CP) ist ein Wertpapier, das ein Unternehmen in Form eines Eigenwechsels begibt, um kurzfristige Mittel aufzunehmen, in der Regel mit einer Laufzeit von 1 Jahr oder weniger. Das Emissionsverfahren ist einfacher als bei Unternehmensanleihen. Da CP jedoch meist unbesichert begeben wird, erhalten Sie bei einem Ausfall des Emittenten Ihr Kapital möglicherweise nicht zurück. In der Vergangenheit wurde CP notleidender Unternehmen in großem Umfang an Privatanleger verkauft und hat Verluste verursacht. Deshalb ist es wichtig, Rating und finanzielle Lage zu prüfen.
QWorin unterscheiden sich außerbörsliche Anleihen und börsengehandelte Anleihen?
Börsengehandelte Anleihen sind an der Börse notiert, und ihre Kurse werden durch Quotes bestimmt. Bei außerbörslichen Anleihen (OTC) tritt das Wertpapierhaus als Gegenpartei auf und stellt einen Preis, der seine Refinanzierungskosten und weitere Faktoren berücksichtigt. Deshalb können die OTC-Preise derselben Anleihe von Haus zu Haus abweichen, und mitunter können Sie an der Börse zu einem niedrigeren Preis kaufen. Börsengehandelte Anleihen lassen sich jedoch möglicherweise schwer handeln, wenn Sie es wünschen und nicht genügend Quotes vorhanden sind.
QWas ist die private Bewertungsrendite, und warum sollte ich sie beim Kauf von Anleihen prüfen?
Die private Bewertungsrendite ist die Rendite, die private Anleihebewertungsgesellschaften nach dem Rating und weiteren Faktoren berechnen. Sie wird weithin als Referenz dafür verwendet, ob der Preis einer Anleihe angemessen ist. Wenn Sie außerbörsliche Anleihen kaufen, nennt der Verkäufer in der Regel eine Kaufrendite unter der privaten Bewertungsrendite, also einen höheren Preis, und berücksichtigt dabei Kosten wie Personal und IT. Eine Differenz, die unmittelbar nach dem Kauf wie ein Bewertungsverlust aussieht, kann auf Transaktionskosten zurückgehen. Vergleichen Sie daher die private Bewertungsrendite mit Ihrer Kaufrendite.
QWo kann ich vergleichen, ob der Preis einer außerbörslichen Anleihe angemessen ist?
Beim Anleiheinformationsdienst der Korea Financial Investment Association (KOFIA) (kofiabond.or.kr) können Sie Referenzrenditen der Marktbewertung nach Rating und Restlaufzeit prüfen und die Rendite mit Anleihen desselben Profils vergleichen. Kurse börsengehandelter Anleihen lassen sich über die MTS und HTS der Wertpapierhäuser (Mobile- und Home-Trading-Systeme) oder über das Informationsdatensystem der Korea Exchange (KRX) einsehen. Prospekte und Ratingberichte sind bei SEIBRO der Korea Securities Depository und im elektronischen Offenlegungssystem des Finanzaufsichtsdienstes (FSS) (DART) verfügbar.
QKann ich eine Anleihe jederzeit verkaufen, wenn ich sie vor Fälligkeit verkaufen möchte?
Nicht immer. Je nach Finanzunternehmen wird für außerbörslich gekaufte Anleihen möglicherweise kein Dienst für einen vorzeitigen Verkauf angeboten. Auch wo er angeboten wird, kann je nach Handelsbedingungen und Marktzinsen ein ungünstiger Preis festgesetzt werden. Am besten stimmen Sie Ihren Anlagezeitraum auf die Restlaufzeit ab, damit Sie Geld, das Sie kurzfristig benötigen, nicht in langfristige Anleihen anlegen.
QWas ist der Leitzins?
Der Leitzins ist der Zinssatz im Zentrum des Zinssystems eines Landes. Die Zentralbank legt ihn fest, nachdem sie Preise, Beschäftigung, Wachstum, die Lage an den Finanzmärkten und weiteres umfassend berücksichtigt hat. Ändert sich der Leitzins, bewegen sich zuerst die kurzfristigen Marktzinsen. Danach kann er die Renditen von Staatsanleihen, die Wechselkurse, den Aktienmarkt sowie die Zinssätze für Einlagen und Kredite beeinflussen. Die tatsächlichen Marktreaktionen hängen jedoch von Faktoren wie dem Inflationsausblick und den Signalen der Zentralbank zur weiteren Entwicklung ab.
Quelle: Wikipedia (koreanisch): Leitzins
QWer legt den Leitzins Koreas fest, und wie oft?
Der Leitzins Koreas wird 8-mal im Jahr vom Geldpolitischen Ausschuss der Bank of Korea festgelegt. Mit dem Ziel der Preisstabilität berücksichtigt der Geldpolitische Ausschuss umfassend die Preisentwicklung, die wirtschaftlichen Verhältnisse im In- und Ausland, die Lage an den Finanzmärkten und weiteres. Der von ihm festgelegte Leitzins wird als Politikzinssatz verwendet, der als Referenz dient, wenn die Bank of Korea Geschäfte wie den Handel mit Rückkaufvereinbarungen (Repurchase Agreement, RP) mit Finanzinstituten durchführt.
QWelche Wirkungen hat eine Erhöhung des Leitzinses auf Wirtschaft und Märkte?
Theoretisch verringert eine Erhöhung des Leitzinses die Geldmenge, was dazu beiträgt, eine überhitzte Konjunktur abzukühlen, und die Marktzinsen steigen in der Regel ebenfalls. Erläutert wird, dass die Aktienkurse dann fallen können und der Wechselkurs sinken kann und dass bei einer Senkung das Gegenteil eintreten kann. Dies sind jedoch theoretische Wirkungen, und die reale Wirtschaft kann völlig andere Muster zeigen.
QDer Leitzins wurde gesenkt. Warum ist der Kurs meiner Anleihe gefallen?
Anleihekurse werden durch die Marktzinsen bestimmt, nicht durch den Leitzins, und die Marktzinsen bewegen sich mitunter in eine andere Richtung als der Leitzins. Nach Unterlagen des Finanzaufsichtsdienstes (FSS) gab es 2025 Zeiträume, in denen die Rendite 30-jähriger Korea Treasury Bonds tatsächlich stieg, während der Leitzins gesenkt oder unverändert gelassen wurde. Verlassen Sie sich nicht allein auf die Behauptung „Mit Anleihen verdient man Geld, wenn der Leitzins fällt“, sondern berücksichtigen Sie auch das Risiko von Kursschwankungen.
QWas ist eine Zinsstrukturkurve?
Eine Zinsstrukturkurve ist eine Kurve, die die Renditen von Anleihen mit ähnlichen Merkmalen, etwa der Bonität, über die Laufzeiten hinweg verbindet und den Zusammenhang zwischen Rendite und Laufzeit zeigt. Analysten fassen die Steigung der Kurve mit Spreads zwischen langen und kurzen Laufzeiten zusammen, etwa der Differenz zwischen den Renditen 10-jähriger und 3-monatiger Titel. Die Form der Kurve wird so gedeutet, dass sie widerspiegelt, wie der Markt die weitere Entwicklung der Zinssätze und der Konjunktur erwartet.
QWas bedeutet es, wenn kurz- und langfristige Zinssätze invers zueinander stehen?
Liegen die Renditen kurzfristiger Anleihen über den Renditen langfristiger Anleihen, spricht man von einer inversen Zinsstrukturkurve, also einer Inversion lang- und kurzfristiger Zinssätze. Normalerweise ist die Rendite umso niedriger, je kürzer die Laufzeit ist. Erläutert wird, dass solche Inversionen auftreten können, wenn Anleger eine Abschwächung der Konjunktur und Zinssenkungen erwarten. Inversionen werden häufig als Frühindikator vergangener Rezessionen angeführt. Es gab jedoch auch Fälle, in denen keine Rezession folgte, sodass eine Beurteilung allein auf dieser Grundlage schwer ist.
QSollte ich langfristige Anleihen kaufen, wenn ich mit sinkenden Zinssätzen rechne?
Investieren Sie in langfristige Anleihen in der Erwartung sinkender Zinssätze, kann der Kursgewinn groß ausfallen, wenn Sie richtigliegen. Liegen Sie falsch, können auch die Verluste groß ausfallen. Der Finanzaufsichtsdienst (FSS) weist darauf hin, dass selbst Marktexperten den Trend langfristiger Zinssätze schwer genau vorhersagen können und dass Verkäufer Empfehlungen in der Regel auf kurzfristige Ausblicke von rund 1 Jahr stützen. Betrachten Sie zuerst, wann Sie das Geld benötigen und wie hohen Verlust Sie hinnehmen können, statt sich auf Zinsprognosen zu konzentrieren.
QWas sind die Leiter- und die Barbell-Strategie bei Anleihen?
Eine Leiterstrategie verteilt die Anleihebestände gleichmäßig auf mehrere Laufzeiten. Sie zielt darauf, Liquidität zu sichern, indem die Anleihen nacheinander fällig werden, und das Zinsänderungsrisiko zu streuen. Eine Barbell-Strategie hält nur kurzfristige und langfristige Anleihen und keine Anleihen mittlerer Laufzeit. Sie sucht sowohl die Liquidität kurzfristiger Anleihen als auch die Erträge langfristiger Anleihen. Bei einer Barbell-Strategie müssen langfristige Anleihen, die zu Anleihen mittlerer Laufzeit geworden sind, regelmäßig ersetzt werden. Das macht die Verwaltung aufwendig und kann Transaktionskosten verursachen.
QKann ich bei Auslandsanleihen wegen der Wechselkurse Geld verlieren?
Ja. Da Auslandsanleihen Kapital und Zinsen in Fremdwährung zahlen, kann selbst bei einem Gewinn in Fremdwährung ein Verlust entstehen, wenn der Wechselkurs gefallen ist, sobald Sie wieder in Won umrechnen. Der Finanzaufsichtsdienst (FSS) hat einen Fall angeführt, in dem ein Anleger brasilianische Staatsanleihen mit einem Jahreszins von 10% kaufte, aber wegen des Falls des brasilianischen Real in Won einen Verlust erlitt. Sie sollten auch Faktoren betrachten, die die Wechselkurse beeinflussen, etwa die wirtschaftliche Lage des Emissionslandes.
QBedeutet ein steigender Wechselkurs, dass der Won an Wert verliert?
Nach der Konvention, den Wechselkurs als Won-Betrag je Einheit Fremdwährung anzugeben (Preisnotierung), bedeutet ein Anstieg des Wechselkurses einen Rückgang des Werts des Won, also einen Anstieg des Werts der Fremdwährung. Steigt beispielsweise der Wechselkurs Won/Dollar, werden mehr Won benötigt, um 1 Dollar zu kaufen. Wird umgekehrt der Betrag der Fremdwährung je Einheit Inlandswährung angegeben, kehrt sich die Bedeutung um. Es ist daher ratsam zu prüfen, welche Konvention verwendet wird.
QWovon hängen die Bewegungen der Wechselkurse ab?
Langfristig ist eine maßgebliche Erklärung die Theorie der Kaufkraftparität (PPP), nach der sich der Unterschied der Preisniveaus zweier Länder im Wechselkurs niederschlägt. Kurzfristig ändern sich die Preise wenig, während die Wechselkurse stark schwanken. Die Bewegungen werden daher mit Faktoren der Vermögensmärkte erklärt, etwa den erwarteten Renditen in- und ausländischer Vermögenswerte und den Kapitalströmen. Weil viele Faktoren zusammenwirken, lassen sich Wechselkurse schwer genau vorhersagen.
QWoran erkenne ich währungsgesicherte und ungesicherte Produkte?
Fonds, die in ausländische Aktien und Anleihen investieren, erzielen Gewinne oder Verluste nicht nur aus den Vermögenspreisen, sondern auch aus Wechselkursbewegungen. Es gibt währungsgesicherte Produkte, die das Wechselkursrisiko verringern. Nach Angaben des Finanzaufsichtsdienstes (FSS) sind währungsgesicherte Produkte im Produktnamen häufig mit (H) gekennzeichnet, ungesicherte Produkte mit (UH). Fehlt eine solche Kennzeichnung, prüfen Sie in der Produktbeschreibung, ob das Produkt abgesichert ist.
QBeseitigt eine Währungsabsicherung das Wechselkursrisiko vollständig?
Nein. Eine Währungsabsicherung beseitigt nicht jedes Wechselkursrisiko, und je nach Absicherungsquote und Marktlage können Gewinne oder Verluste verbleiben. Wer Fonds mit Auslandsvermögen empfiehlt, hat zu erläutern, ob der Fonds abgesichert ist, welche Zielquote der Absicherung gilt, welche Währungen erfasst sind und welche Absicherungsinstrumente im Vordergrund stehen. Prüfen Sie dies unbedingt. Sichern Sie selbst ab, können Verluste entstehen, wenn Sie die Absicherungsquote nicht rechtzeitig anpassen.
Quelle: Richtlinien zur Anlageempfehlung von BNB Asset Management (geändert am 2024-04-26), Artikel 15
QErhalten Produkte, die in Fremdwährung investiert sind, höhere Risikoklassen?
Nach den Kriterien zur Bestimmung der Risikoklasse von Anlageprodukten wird bei Produkten, die in Fremdwährung investiert sind, etwa bei fremdwährungsdenominierten Fonds und Auslandsanleihen, die Gesamtrisikoklasse grundsätzlich um 1 Stufe angehoben, um das Wechselkursrisiko zu berücksichtigen. Ist die Volatilität der Währung äußerst hoch, kann die Stufe um bis zu 2 Stufen angehoben werden. Hat eine Währungsabsicherung die Wirkung des Wechselkurses wesentlich verringert, wird die Stufe möglicherweise nicht angehoben. Dasselbe Vermögensobjekt kann also je nach Währung und danach, ob es abgesichert ist, ein anderes Risikoniveau tragen.
QWelche Merkmale haben Mezzanine-Anleihen als Anleihen?
Mezzanine-Wertpapiere wie Wandelanleihen (CB) sind zum Zeitpunkt der Emission Unternehmensanleihen mit Zinsen und einer Fälligkeit, tragen aber auch das Recht, sie nach einer bestimmten Frist in Aktien zu wandeln. Steigt der Aktienkurs, können Sie wandeln, um einen Kursgewinn anzustreben. Andernfalls können Sie sie bis zur Fälligkeit als Anleihen halten und die vereinbarte Rendite erhalten. Der Anleiheteil hängt jedoch letztlich von der Rückzahlungsfähigkeit des Emittenten ab, sodass sich das Kreditrisiko nicht vermeiden lässt.
Quelle: Wirtschaftsglossar der Bank of Korea: Wandelanleihe (CB)
QWas ist die „garantierte Rendite bis zur Endfälligkeit“ einer Wandelanleihe (CB)?
Die garantierte Rendite bis zur Endfälligkeit ist die Rendite, deren Zahlung der Emittent zugesagt hat, wenn Sie die Anleihe bis zur Fälligkeit halten, ohne das Wandlungsrecht auszuüben. Weil Wandelanleihen den Vorteil eines Rechts auf Wandlung in Aktien tragen, liegt ihre garantierte Rendite bis zur Endfälligkeit tendenziell niedriger als die gewöhnlicher Unternehmensanleihen. Der Emittent kann dadurch Mittel zu entsprechend geringeren Kosten aufnehmen. Trotz des Wortes „garantiert“ können Sie sie, wie bei gewöhnlichen Anleihen, nicht erhalten, wenn der Emittent die Rückzahlung nicht leistet.
Quelle: Wirtschaftsglossar der Bank of Korea: Wandelanleihe (CB)
QWorin unterscheiden sich Optionsanleihen (BW) und Wandelanleihen (CB) als Anleihen?
Bei einer Wandelanleihe wird die Anleihe durch Ausübung des Wandlungsrechts zu Aktien, und die Anleihe erlischt. Bei einer Optionsanleihe erlischt mit der Ausübung des Rechts, neue Aktien zu erwerben (des Optionsscheins), nur der Optionsschein. Die Anleihe selbst bleibt bis zur Fälligkeit bestehen und wirksam. Anleger in eine BW können daher sowohl Anleihezinsen als auch Gewinne aus einem Anstieg des Aktienkurses erwarten, tragen das Kreditrisiko des Emittenten aber auch bis zur Fälligkeit weiter.
Quelle: Wirtschaftsglossar der Bank of Korea: Optionsanleihe (BW)
QWas ist eine Umtauschanleihe (EB)?
Eine Umtauschanleihe trägt das Recht des Anleihegläubigers, sie auf Wunsch in Wertpapiere umzutauschen, die der Emittent hält, etwa in Aktien eines anderen Unternehmens. Kommt ein Umtausch zustande, verringern sich sowohl die Vermögenswerte des Emittenten (die von ihm gehaltenen Aktien) als auch die Verbindlichkeiten (die Anleihen). Sie unterscheidet sich von einer Wandelanleihe dadurch, dass keine neuen Aktien ausgegeben werden. Von einer Optionsanleihe unterscheidet sie sich zudem dadurch, dass kein neues Geld zufließt.
Quelle: Wirtschaftsglossar der Bank of Korea: Umtauschanleihe (EB)
QWas ist das vorzeitige Rückzahlungsrecht (Put-Option) bei Mezzanine-Wertpapieren?
Das vorzeitige Rückzahlungsrecht ist das Recht des Anlegers, zu vereinbarten Zeitpunkten vor Fälligkeit vom Emittenten die vorzeitige Rückzahlung der Anleihe zu verlangen. Es ist Mezzanine-Wertpapieren wie Wandelanleihen häufig beigefügt. Die Ausübungszeitpunkte werden im Voraus festgelegt, zum Beispiel „ausübbar in festgelegten Abständen ab 1 Jahr nach dem Emissionstag“. Es kann dazu dienen, Kapital und Zinsen vorzeitig zurückzuerhalten, wenn der Aktienkurs unter dem Wandlungspreis liegt und die Wandlung keinen Vorteil bietet. Ob das Recht ausgeübt worden war, war sogar Gegenstand eines Streitbeilegungsfalls des Finanzaufsichtsdienstes (FSS). Sehen Sie sich daher sowohl die Ausübungszeitpunkte als auch die Rückzahlungsfähigkeit des Emittenten an.
QAb wann können Wandelanleihen eines börsennotierten Unternehmens in Aktien gewandelt werden?
Nach den Vorschriften über die Emission von Wertpapieren und die Offenlegung usw. sind Wandelanleihen von Gesellschaften mit börsennotierten Aktien grundsätzlich zu Bedingungen zu begeben, die eine Wandlung erst zulassen, nachdem seit der Emission 1 Jahr vergangen ist. Werden sie jedoch im Wege eines öffentlichen Angebots begeben, können sie so ausgestaltet werden, dass sie ab 1 Monat nach der Emission wandelbar sind. Den genauen Zeitraum für das Wandlungsverlangen einer einzelnen Anleihe entnehmen Sie der Emissionsoffenlegung und den Anleihebedingungen.
QWas bedeutet eine Anpassung des Wandlungspreises (Refixing) für Anleiheanleger?
Refixing ist eine Bedingung, nach der der Wandlungspreis gesenkt wird, wenn der Aktienkurs fällt, sodass Anleger in Wandelanleihen für dieselbe Anleihe mehr Aktien erhalten können. Andererseits kann dadurch die Verwässerung für die bestehenden Aktionäre zunehmen. Eine Senkung unter 70% des ursprünglichen Wandlungspreises ist grundsätzlich untersagt (mit Ausnahmen, soweit sie in der Satzung und an anderer Stelle vorgesehen sind). Der Finanzaufsichtsdienst (FSS) hat Fälle untersucht, in denen solche Bedingungen bei privat platzierten Wandelanleihen für unlautere Geschäfte missbraucht wurden. Prüfen Sie die Emissionsbedingungen und die Offenlegungen sorgfältig.
QIst eine CoCo-Anleihe (bedingter Kapitaltitel) dasselbe wie eine Wandelanleihe?
Nein. Eine CoCo-Anleihe ist eine Anleihe, die zwangsweise abgeschrieben oder in Stammaktien umgewandelt wird, wenn vorher festgelegte Bedingungen eintreten, etwa wenn das emittierende Finanzinstitut eine Anordnung zur Verbesserung der Geschäftsführung erhält oder als insolvente Finanzinstitution eingestuft wird. Anders als bei Wandelanleihen, die Anleger wandeln, wenn es für sie von Vorteil ist, können bei CoCo-Anleihen Verluste entstehen, unabhängig vom Willen des Anlegers, wenn der Emittent in Schwierigkeiten gerät. Diesem Risiko entsprechend werden ihre Zinssätze etwas höher angesetzt als die gewöhnlicher Unternehmensanleihen.
Quelle: Wirtschaftsglossar der Bank of Korea: bedingte Wandelanleihe (CoCo-Anleihe)
QIst eine vorzeitige Rücknahme eines laufzeitkongruenten Anleihefonds nachteilig?
Laufzeitkongruente Fonds, die so verwaltet werden, dass die Fälligkeiten der gehaltenen Anleihen mit der Fälligkeit des Fonds übereinstimmen, können bei vorzeitiger Rücknahme hohe Rücknahmegebühren von rund 3%-5% des Rücknahmebetrags erheben. Der Grund ist, dass vorzeitige Rücknahmen den Fonds zwingen, Anleihen eilig vor Fälligkeit zu verkaufen, was bei den verbleibenden Anlegern Verluste verursachen kann. Prüfen Sie im Voraus, ob die Fälligkeit zu Ihrem Anlagezeitraum passt und wie hoch die Rücknahmegebühr ist.
QIst eine derivategebundene Anleihe (ELB) eine sichere, kapitalgarantierte Anleihe?
Viele ELB sind so ausgestaltet, dass sie Kapital und Zinsen zurückzahlen. Sie sind jedoch nicht von der Einlagensicherung erfasst, und das angelegte Geld wird nicht getrennt vom eigenen Vermögen des emittierenden Wertpapierhauses hinterlegt. Geht das emittierende Wertpapierhaus daher in Insolvenz, besteht das Risiko, dass Sie Kapital und Erträge nicht zurückerhalten. Auch wenn der Basiswert der Aktienkurs eines bonitätsstarken Unternehmens ist, hängt die Rückzahlung von Kapital und Zinsen von der Zahlungsfähigkeit des Emittenten ab.
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Vermögensallokation und Risiko
Dieser Abschnitt fasst Diversifikation und Vermögensallokation, das Rebalancing, Risikokennzahlen wie Volatilität, maximalen Drawdown und die Sharpe-Ratio, Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiko, Anlageprofile und Risikostufen sowie die psychologischen Fallen zusammen, in die Anleger häufig geraten. Er erläutert allgemeine Begriffe und empfiehlt kein bestimmtes Produkt und keine bestimmte Anlagestrategie.
QWarum wird Anlegern zur Diversifikation geraten?
Diversifikation ist eine Möglichkeit, das Engagement in einem bestimmten Vermögenswert oder Risiko zu verringern, indem Sie Ihre Anlage auf mehrere Vermögenswerte verteilen. Solange sich die Preise der Vermögenswerte nicht genau gleich entwickeln, hat ein Portfolio, das mehrere Vermögenswerte mischt, häufig eine geringere Gesamtvolatilität als die einzelnen Vermögenswerte. Wie die Redewendung „Nicht alle Eier in einen Korb legen“ nahelegt, geht es darum, die Wirkung eines starken Kursrückgangs eines einzelnen Vermögenswerts auf Ihr Gesamtvermögen zu verringern.
QSenkt Diversifikation nicht die Rendite?
Die Rendite eines diversifizierten Portfolios ist niedriger, als wenn Sie nur in den einzelnen Vermögenswert mit der besten Wertentwicklung investiert hätten, aber höher, als wenn Sie nur in den schlechtesten investiert hätten. Da Sie im Voraus nicht wissen können, welcher Vermögenswert am besten abschneidet, verengt die Diversifikation die Bandbreite möglicher Ergebnisse und hilft Ihnen, extreme Ergebnisse zu vermeiden. Mit anderen Worten: Diversifikation erhöht oder senkt die erwartete Rendite nicht notwendigerweise; sie ist eine Möglichkeit, die Streuung der Ergebnisse zu verringern.
QWie viele Aktien muss ich halten, um diversifiziert zu sein?
Es gibt keine feste Zahl von Aktien, ab der ein Portfolio als diversifiziert gilt. Häufig wird ein Wert von etwa 30 genannt, doch bei sorgfältiger Auswahl können auch weniger genügen, und eine Studie berichtete, dass der größte Teil des Nutzens der Diversifikation aus den ersten 15 bis 20 Aktien stammt. Wie unterschiedlich Ihre Bestände nach Branche, Unternehmensgröße und Art des Vermögenswerts sind, ist wichtiger als die Zahl der Aktien.
QWarum ist es wichtig, Vermögenswerte zu mischen, die sich unterschiedlich entwickeln?
Die Vermögensallokation beruht darauf, dass sich die Renditen verschiedener Anlageklassen nicht vollkommen im Gleichschritt entwickeln, und je mehr Sie Vermögenswerte mit geringer Korrelation kombinieren, desto stärker können Sie die Gesamtvolatilität bei gleicher erwarteter Rendite senken. Korrelationen zwischen Vermögenswerten können sich jedoch im Zeitverlauf ändern. Es besteht keine Garantie, dass Diversifikationsvorteile, die auf früheren Korrelationen beruhen, auch künftig fortbestehen.
QWas ist Vermögensallokation?
Vermögensallokation ist eine Strategie, bei der die Gewichtungen von Anlageklassen wie Aktien, Anleihen und Barmitteln an die Risikotoleranz, die Anlageziele und den Anlagehorizont des Anlegers angepasst werden. Kennzeichnend ist der Blick auf die Eigenschaften des Portfolios als Ganzes und nicht auf einzelne Wertpapiere. Viele Fachleute betrachten die Vermögensallokation als eine wichtige Bestimmungsgröße der Wertentwicklung.
QVerhindert Diversifikation Verluste?
Nein. Diversifikation kann die Volatilität eines Portfolios verringern, das Risiko eines Rückgangs des Marktes insgesamt jedoch nicht beseitigen und auch keine positive Rendite garantieren. In einer Krise können Vermögenswerte, die sich sonst unterschiedlich entwickeln, gemeinsam fallen; den Nutzen der Diversifikation sollten Sie daher nicht überschätzen.
QWas ist die moderne Portfoliotheorie?
Die moderne Portfoliotheorie, die Harry Markowitz 1952 vorgeschlagen hat, ist ein analytischer Rahmen, um die Kombination von Vermögenswerten zu finden, die bei einem gegebenen Risikoniveau die erwartete Rendite maximiert. Jeder Vermögenswert wird nicht für sich allein bewertet, sondern nach seiner Wirkung auf Risiko und Rendite des Portfolios als Ganzes, und als Risikomaß dient die Varianz (Standardabweichung) der Renditen. Für diesen Beitrag erhielt Markowitz 1990 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften.
QWas ist die Effizienzgrenze?
Das Dominanzprinzip besagt, dass ein Portfolio mit höherer erwarteter Rendite bei gleichem Risiko oder mit geringerem Risiko bei gleicher erwarteter Rendite besser ist als andere Portfolios. Nach diesem Prinzip ist die Linie, die die besten Portfolios verbindet, von denen keines einem anderen überlegen ist, die Effizienzgrenze. Beschrieben wird, dass Anleger auf dieser Linie die Kombination wählen, die ihrer Risikopräferenz entspricht.
QWorin unterscheiden sich systematisches und unsystematisches Risiko?
Unsystematisches Risiko ist das Risiko, das einem bestimmten Unternehmen oder einer bestimmten Branche eigen ist, und es lässt sich durch Diversifikation über viele Aktien hinweg erheblich verringern. Systematisches Risiko betrifft den Markt als Ganzes, etwa über den Konjunkturzyklus und die Zinssätze, und lässt sich auch durch Diversifikation nicht beseitigen. Das Capital-Asset-Pricing-Modell (CAPM) erklärt, dass die Vergütung für das Risiko im Verhältnis zum systematischen Risiko (Beta) bestimmt wird, nicht zum Gesamtrisiko.
Quelle: Wikipedia (koreanisch): Capital-Asset-Pricing-Modell
QWas bedeutet das Beta (β)?
Das Beta misst, wie stark der Preis eines einzelnen Vermögenswerts im Verhältnis zu den Bewegungen des Marktes insgesamt steigt und fällt, und zeigt das systematische (Markt-)Risiko an, das sich durch Diversifikation nicht beseitigen lässt. Ein Beta größer als 1 wird so gedeutet, dass der Vermögenswert tendenziell stärker schwankt als der Markt, und ein Beta kleiner als 1 so, dass er tendenziell weniger schwankt. Das Beta misst nicht das einem einzelnen Unternehmen eigene Risiko, und da es aus Vergangenheitsdaten berechnet wird, besteht keine Garantie, dass es auch künftig gilt.
QWas ist das Alpha (α) bei der Fondsperformance?
Das Alpha misst die aktive Wertentwicklung, also die Rendite, die über einem geeigneten Benchmark-Index erzielt wird. Ein Alpha von 1% bedeutet beispielsweise, dass die Anlage im selben Zeitraum 1 Prozentpunkt mehr erbracht hat als die um das Beta bereinigte Marktrendite, und ein negatives Alpha bedeutet, dass sie weniger erbracht hat. Ein Fonds, der Gebühren erhebt, muss ein Alpha erzielen, das größer ist als seine Gebühren, um einen Indexfonds zu übertreffen.
QWas ist die Sharpe-Ratio und wie wird sie interpretiert?
Die Sharpe-Ratio ist die Überschussrendite gegenüber dem risikofreien Zinssatz oder einer Benchmark, geteilt durch die Standardabweichung der Renditen; sie zeigt, welche Vergütung je Risikoeinheit erzielt wurde. Werden zwei Anlagen auf derselben Grundlage verglichen, lässt sich diejenige mit der höheren Sharpe-Ratio so deuten, dass sie bei gleichem Risiko eine höhere Rendite erzielt hat. Sind die in der Berechnung verwendeten Renditedaten jedoch ungenau oder geglättet, kann die Kennzahl besser erscheinen, als sie tatsächlich ist.
QWorin unterscheidet sich die Sortino-Ratio von der Sharpe-Ratio?
Die Sortino-Ratio ist eine risikoadjustierte Performancekennzahl, die die Sharpe-Ratio abwandelt. Die Sharpe-Ratio behandelt Aufwärts- und Abwärtsvolatilität gleichermaßen als Risiko, während die Sortino-Ratio nur jene Abwärtsrenditen als Risiko zählt, die eine Zielrendite unterschreiten. Deshalb können die beiden Kennzahlen selbst bei der Bewertung derselben Anlage zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen führen.
QWas ist Volatilität und wie wird sie gemessen?
Volatilität ist das Ausmaß, in dem die Preise in einem bestimmten Zeitraum gestiegen und gefallen sind; gemessen wird sie gewöhnlich mit der Standardabweichung der Renditen. Es gibt die historische Volatilität, die aus vergangenen Preisen berechnet wird, und die implizite Volatilität, also die vom Markt erwartete Volatilität, wie sie sich in den Optionspreisen widerspiegelt. Hohe Volatilität bedeutet, dass innerhalb kurzer Zeit sowohl große Gewinne als auch große Verluste auftreten können.
QWas ist der maximale Drawdown (MDD)?
Ein Drawdown zeigt, wie weit der Wert eines Vermögenswerts von seinem vorherigen Höchststand gefallen ist, und der maximale Drawdown (MDD) ist der größte derartige Rückgang in einem bestimmten Zeitraum. Stieg beispielsweise ein Konto auf 100 Millionen KRW und fiel anschließend auf 70 Millionen KRW, beträgt der Drawdown 30%. Weil er den schlimmsten Rückgang zeigt, der tatsächlich hätte erlebt werden können, wird er zusammen mit der Volatilität herangezogen, um das Verlustniveau einzuschätzen, das Sie verkraften können.
Quelle: Wikipedia (englisch): Drawdown (Wirtschaftswissenschaft)
QWas ist der VaR (Value at Risk)?
Der VaR (Value at Risk) ist eine statistische Schätzung der Verlusthöhe, die in einem bestimmten Zeitraum bei einem bestimmten Konfidenzniveau eintreten kann. Die Kriterien für die Bestimmung der Risikostufe von Anlageprodukten schreiben beispielsweise vor, Fonds, deren Auflegung mehr als 3 Jahre zurückliegt, anhand eines aus den täglichen Renditen der vergangenen 3 Jahre berechneten 97.5% VaR einer von 6 Marktrisikostufen zuzuordnen. Da er auf historischen Daten beruht, kann er Verluste in extremen Situationen unterschätzen.
QWas ist das Tail-Risiko?
Tail-Risiko ist das Risiko extremer Ereignisse, die unwahrscheinlich sind, aber große Verluste verursachen, wenn sie eintreten. Viele Finanzmodelle nehmen an, dass die Renditen einer Normalverteilung folgen, die tatsächlichen Marktrenditen zeigen jedoch tendenziell „Fat Tails“, bei denen extreme Ereignisse häufiger auftreten, als eine solche Verteilung nahelegt. Tail-Risiko lässt sich nicht beseitigen, eine breite Diversifikation über Vermögenswerte und Strategien kann den Schlag jedoch etwas abmildern.
QWas ist Rebalancing?
Rebalancing bedeutet, ein Portfolio, das sich durch Marktbewegungen von seinen Zielgewichtungen entfernt hat, auf die ursprünglich geplante Vermögensallokation zurückzuführen. Das kann geschehen, indem Sie einen Teil der Vermögenswerte verkaufen, deren Gewicht gestiegen ist, und diejenigen kaufen, deren Gewicht gesunken ist, oder indem Sie neues Geld den untergewichteten Vermögenswerten zuweisen. Das Ziel ist nicht, Renditen nachzujagen, sondern das ursprünglich festgelegte Risikoniveau beizubehalten.
QWas geschieht, wenn ich nicht rebalanciere und das Portfolio einfach stehen lasse?
Mit der Zeit wächst das Gewicht von Vermögenswerten, die stark gestiegen sind, und das Portfolio kann offensiver werden, als ursprünglich beabsichtigt war, oder umgekehrt konservativer. Trifft ein starker kurzfristiger Rückgang auf ein übermäßig gewachsenes Risiko, neigen Anleger zu dem Fehler, am Tiefpunkt zu verkaufen. Wird das Portfolio umgekehrt zu konservativ, können die langfristigen Renditen niedriger ausfallen als erwartet.
QWelche Wirkung hat regelmäßiges (ratierliches) Investieren?
Wer in regelmäßigen Abständen einen festen Betrag anlegt, kauft bei niedrigen Kursen mehr Anteile und bei hohen Kursen weniger; dadurch ist zu erwarten, dass sich der durchschnittliche Einstandspreis verringert. Weil Sie den Zeitpunkt nicht jedes Mal abwägen müssen, hilft das, eine stetige Anlagegewohnheit aufzubauen. Renditen garantiert es jedoch nicht, denn Verluste lassen sich nicht vermeiden, wenn der Markt weiter fällt.
QFunktioniert „Market-Timing“ (günstig kaufen und teuer verkaufen)?
Market-Timing ist eine Strategie, bei der die Zeitpunkte für Kauf und Verkauf durch eine Prognose der künftigen Richtung des Marktes insgesamt festgelegt werden; viele weisen jedoch darauf hin, dass kurzfristige Aktienmarktrenditen nahezu unmöglich vorherzusagen sind. Manche Analysen deuten auch darauf hin, dass ein Verhalten der „Renditejagd“, also der Kauf von Fonds mit hoher vergangener Rendite und der Verkauf solcher mit niedriger Rendite, die Wertentwicklung tatsächlich beeinträchtigen kann. Sie sollten auch berücksichtigen, dass häufiger Handel die Kosten erhöht.
QWas ist der Ansatz „Buy and Hold“?
Buy and Hold ist eine Strategie, Vermögenswerte zu kaufen und sie trotz Kursschwankungen über einen langen Zeitraum zu halten, in der Erwartung, dass ihr Wert steigt; sie ist ein Beispiel für passives Management. Als Vorteil wird häufig genannt, dass weniger Transaktionen die Transaktionskosten und die Steuerbelastung senken können. Der Ansatz setzt jedoch die Einschätzung voraus, dass die gehaltenen Vermögenswerte langfristig im Wert steigen, sodass es weiterhin darauf ankommt, was Sie halten.
QWorin unterscheiden sich passives und aktives Investieren?
Aktives Management ist ein Ansatz, bei dem der Anleger Wertpapiere oder Vermögenswerte selbst auswählt, um höhere Renditen als der Markt anzustreben, etwa mithilfe der Fundamentalanalyse, der quantitativen Analyse und ähnlicher Verfahren. Passives Management folgt einem Marktindex, wie bei der Indexanlage. Manche Analysen zeigen, dass passives Management das aktive Management langfristig durchgängig übertroffen hat; es ist daher sinnvoll, die Kosten zusammen mit Ihren Anlagezielen zu vergleichen.
QWas bedeutet die Effizienzmarkthypothese für das Investieren?
Die Effizienzmarkthypothese ist die Theorie, dass die Preise von Vermögenswerten alle verfügbaren Informationen widerspiegeln und es daher schwer ist, die Marktrendite bei gleichem Risiko dauerhaft zu übertreffen. Sie wird nach dem Umfang der berücksichtigten Informationen in eine schwache, eine mittelstrenge und eine strenge Form unterteilt, und die mittelstrenge Form, nach der öffentliche Informationen sofort in den Preisen enthalten sind, gilt als die realistischste. Verhaltensökonomen argumentieren dagegen, dass die Märkte wegen kognitiver Verzerrungen wie Selbstüberschätzung nicht vollständig effizient sind.
QWas ist das Marktrisiko?
Marktrisiko ist das Risiko von Verlusten bei den Vermögenswerten, die Sie halten, aufgrund von Bewegungen von Marktvariablen wie Aktienkursen, Zinssätzen, Wechselkursen und Rohstoffpreisen. Aktienrisiko, Zinsänderungsrisiko, Währungsrisiko und Rohstoffrisiko sind typische Ausprägungen. Weil es den Markt als Ganzes betrifft, ist es schwer, ihm auch dann vollständig auszuweichen, wenn Sie Ihr Geld auf viele Aktien verteilen.
QWas ist das Kreditrisiko?
Kreditrisiko ist das Risiko eines Verlusts, weil sich die Bonität einer Gegenpartei, der Sie Geld geliehen haben, oder eines Anleiheemittenten verschlechtert oder weil ein Ausfall eintritt. Auch ohne Ausfall zählen Verluste aus einem Wertverlust von Vermögenswerten wie Anleihen infolge nachlassender Bonität im weiteren Sinne zum Kreditrisiko. Finanzinstitute steuern es als eines der wesentlichen Finanzrisiken, zusammen mit Marktrisiko, Liquiditätsrisiko und operationellem Risiko.
QWas ist das Liquiditätsrisiko?
Liquiditätsrisiko ist das Risiko, einen Vermögenswert nicht rechtzeitig und nicht zu einem fairen Preis verkaufen oder zur Rücknahme bringen zu können, wenn Sie ihn benötigen. Die Kriterien für die Risikostufen von Anlageprodukten verlangen, das Liquiditätsrisiko in der Produktbeschreibung in 3 Stufen anzugeben, je nachdem, ob eine vorzeitige Rücknahme möglich ist und welche Kosten dabei anfallen: „vorzeitige Rücknahme nicht möglich“, „bei vorzeitiger Rücknahme fallen Kosten an“ und „vorzeitige Rücknahme zulässig“. Auch wenn die Struktur eines Produkts die Rücknahme nicht beschränkt, kann das Liquiditätsrisiko steigen, wenn es keinen Markt gibt, auf dem es gehandelt wird, oder der Handel gering ist.
QWas ist das Zinsänderungsrisiko?
Zinsänderungsrisiko ist das Risiko, dass der Wert von Vermögenswerten oder die Renditen durch Veränderungen der Zinssätze oder ihrer Volatilität beeinflusst werden. Ein typisches Beispiel ist, dass bereits gehaltene Anleihen im Kurs fallen, wenn die Zinssätze steigen. Veränderungen der Zinssätze können sich für Anleger günstig oder ungünstig auswirken; es ist daher sinnvoll zu wissen, wie zinssensibel Ihre Vermögenswerte sind.
QBieten gehebelte Produkte, die auf eine einzelne Aktie konzentriert sind, die Vorteile der Diversifikation?
Nein. Der Finanzaufsichtsdienst (FSS) warnt, dass gehebelte und inverse Produkte auf eine einzelne Aktie keine Produkte einer „diversifizierten Anlage“ sind. Verluste können sich an einem einzigen Tag verdoppeln, und wenn die Kurse wiederholt steigen und fallen, kann ein „negativer Zinseszinseffekt“ die Renditen niedriger ausfallen lassen als erwartet. Eine Verbraucherwarnung aus dem Jahr 2026 führte auch Fälle an, in denen der maximale Drawdown solcher Produkte den Bereich von 30% erreichte, während der Basiswert fiel.
QWelche Faktoren bestimmen die Risikostufe eines Produkts?
Die Risikostufe von Anlageprodukten (ein System von mindestens 6 Stufen, wobei Stufe 1 die riskanteste ist) wird unter Berücksichtigung der Volatilität der Basiswerte, des Bonitätsratings, der Komplexität der Produktstruktur, des höchstmöglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals, der Leichtigkeit der Rücknahme oder des Handels, der Wechselkursvolatilität und so weiter bestimmt. Marktrisiko und Kreditrisiko werden getrennt bewertet, um eine Gesamtstufe festzulegen, und bei Fremdwährungsprodukten wird in der Regel eine strengere Risikostufe angesetzt, um das Wechselkursrisiko zu berücksichtigen. Hochkomplexe Finanzanlageprodukte können unabhängig vom Berechnungsergebnis grundsätzlich nicht als weniger riskant als Stufe 2 eingestuft werden.
QWie wird die Risikostufe privater Fonds festgelegt?
Lässt sich ein privater Fonds anhand objektiver Daten bewerten, wird sein Marktrisiko auf dieselbe Weise berechnet wie bei Publikumsfonds. Ist eine Bewertung auf derselben Grundlage schwierig, kann die Vertriebsgesellschaft die Stufe nach gesonderten Kriterien festlegen, die Faktoren wie die Produktstruktur berücksichtigen; in diesem Fall wird grundsätzlich Stufe 2 (hohes Risiko) oder eine riskantere Stufe zugeordnet. Wenn Sie in einen privaten Fonds investieren, prüfen Sie unbedingt nicht nur die Stufe, sondern auch etwaige Rücknahmebeschränkungen und die Merkmale der Anlagegegenstände.
QWie werden Anlageprofile eingeteilt?
Anlageprofile werden gewöhnlich in 5 Typen eingeteilt: stabil, stabilitätsorientiert, risikoneutral, aktiv und aggressiv. Der stabile Typ erwartet Renditen auf dem Niveau von Einlagen und Sparanlagen und möchte keinen Verlust des eingesetzten Kapitals, während Typen näher am aggressiven Ende bereit sind, für höhere Renditen die Möglichkeit großer Verluste in Kauf zu nehmen. Finanzunternehmen müssen das ermittelte Anlageprofil mit der Risikostufe des Produkts abgleichen und nur geeignete Produkte empfehlen.
Quelle: Richtlinien zur Anlageempfehlung von BNB Asset Management (geändert am 2024-04-26)
QWonach fragt die Ermittlung des Anlageprofils?
In der Regel wird nach der Anlageerfahrung, dem Stand des Finanzwissens, dem Jahreseinkommen und dem Gesamtvermögen, dem Anteil der Finanzanlagen am Gesamtvermögen, den Anlagezielen, der Haltung zum Anlagerisiko, der beabsichtigten Anlagedauer, dem Alter und so weiter gefragt. Bei juristischen Personen werden auch die Dauer der Geschäftstätigkeit, das Eigenkapital, der Nettogewinn und ähnliche Angaben geprüft. Weil der Kreis der Produkte, die Ihnen empfohlen werden können, von Ihren Antworten abhängt, ist es wichtig, dass Sie wahrheitsgemäß und genau antworten.
Quelle: Richtlinien zur Anlageempfehlung von BNB Asset Management (geändert am 2024-04-26)
QKann ich einen Vertrag über diskretionäre Vermögensverwaltung oder Anlageberatung abschließen, wenn ich überhaupt keinen Verlust des eingesetzten Kapitals hinnehmen möchte?
Die Richtlinien zur Anlageempfehlung von BNB Asset Management sehen vor, dass ein Vertrag nicht geschlossen werden kann, wenn der Anleger bei der Frage zur Risikotragfähigkeit antwortet, dass „das eingesetzte Kapital unter allen Umständen erhalten bleiben muss“. Der Grund ist, dass die von der diskretionären Vermögensverwaltung und von Beratungsverträgen erfassten Vermögenswerte das eingesetzte Kapital verlieren können. Wenn der Erhalt des eingesetzten Kapitals Ihr wichtigstes Ziel ist, prüfen Sie zunächst, ob Ihre Anlageziele zu den Eigenschaften des Produkts passen.
Quelle: Richtlinien zur Anlageempfehlung von BNB Asset Management (geändert am 2024-04-26)
QÄndert sich mein Anlageprofil nie mehr, sobald es ermittelt wurde?
Nein. Anlegerinformationen haben eine Gültigkeitsdauer und müssen nach ihrem Ablauf erneut ermittelt werden, und das Ergebnis der Ermittlung kann sich ändern, wenn sich Ihre finanzielle Situation oder Ihre Anlageziele ändern. Die Richtlinien zur Anlageempfehlung von BNB Asset Management verpflichten die Gesellschaft, mindestens einmal im Jahr zu prüfen, ob sich die finanzielle Situation und die Anlageziele von Kunden der diskretionären Vermögensverwaltung geändert haben, und mindestens einmal je Quartal eine Mitteilung zu senden, in der die Kunden gebeten werden, Änderungen mitzuteilen. Wenn Sie unwahr antworten, um ein gewünschtes Produkt zu erwerben, können Sie am Ende Risiken tragen, die nicht zu Ihnen passen.
Quelle: Richtlinien zur Anlageempfehlung von BNB Asset Management (geändert am 2024-04-26)
QWas geschieht, wenn ich in ein Produkt investieren möchte, das riskanter ist als mein Anlageprofil?
Nach den Richtlinien zur Anlageempfehlung von BNB Asset Management dürfen Führungskräfte und Mitarbeiter keine Produkte empfehlen, die für den Anleger ungeeignet sind. Zeichnet ein Anleger ohne jede Empfehlung von sich aus ein Produkt, das riskanter ist als sein Anlageprofil, kann der Vertriebsprozess fortgesetzt werden, nachdem ein Bestätigungsformular eingeholt wurde, das eine „Bestätigung eines Geschäfts in einem Anlageprodukt, das für das Anlageprofil ungeeignet ist“ enthält. In diesem Fall werden Sie darauf hingewiesen, dass der Eignungsgrundsatz nicht gilt und dass das Risiko größerer Verluste besteht; entscheiden Sie daher sorgfältig.
QWas ist Behavioral Finance?
Behavioral Finance ist ein Gebiet, das untersucht, wie die Psychologie der Anleger das Anlageverhalten und die Märkte beeinflusst, ausgehend von der Auffassung, dass Anleger nicht immer rational sind, eine begrenzte Selbstkontrolle haben und von verschiedenen Verzerrungen beeinflusst werden. Das Gebiet erklärt, warum Marktteilnehmer wiederholt systematische Beurteilungsfehler machen und wie diese Fehler Preise und Renditen beeinflussen. Diese Verzerrungen zu kennen, hilft, emotionales Handeln zu verringern.
QWas ist Verlustaversion?
Verlustaversion ist die Neigung, eine Situation deutlich stärker zu empfinden, wenn sie als Verlust und nicht als Gewinn wahrgenommen wird; empirische Studien haben ergeben, dass Menschen Verluste etwa doppelt so stark empfinden wie Gewinne derselben Größe. Das Konzept wurde von Daniel Kahneman und Amos Tversky in der Prospekttheorie vorgestellt. Wegen dieser Neigung kann das Urteil getrübt werden, wenn die Realisierung von Verlusten vermieden werden soll, oder Menschen können übermäßig konservative Entscheidungen treffen.
QSind Verlustaversion und Risikoaversion dasselbe?
Nein. Risikoaversion ist eine rationale Neigung, ein unsicheres Ergebnis unter seinem Erwartungswert zu bewerten, also die Haltung, bei gleichen erwarteten Renditen die weniger riskante Option zu wählen. Verlustaversion ist eine kognitive Verzerrung, bei der dieselbe Situation schlechter erscheint, wenn sie als Verlust dargestellt wird, und sie unterscheidet sich dadurch, dass sie zu Beurteilungsfehlern führen kann. Risikoaversion ist eine persönliche Eigenschaft, die in der Ermittlung des Anlageprofils berücksichtigt werden sollte, während Verlustaversion eher einer psychologischen Falle entspricht, vor der Sie sich hüten sollten.
QIst es auch eine Verzerrung, wenn die Aktien, die ich halte, besser erscheinen?
Ja. Der Besitztumseffekt ist das psychologische Phänomen, einen Gegenstand oder Vermögenswert höher zu bewerten, wenn Sie ihn besitzen, als wenn Sie ihn nicht besitzen, sodass es sich wie ein Verlust anfühlt, ihn aufzugeben. Beim Investieren kann er sich so zeigen, dass die Vorzüge der gehaltenen Aktien vergrößert und eine objektive Neubewertung aufgeschoben wird. Es hilft, sich zu fragen, ob Sie denselben Vermögenswert kaufen würden, wenn Sie ihn heute neu erwerben würden.
QKann mir bei ratierlichem Investieren ein Produkt empfohlen werden, das riskanter ist als mein Anlageprofil?
Die Richtlinien zur Anlageempfehlung von BNB Asset Management sehen vor, dass eine Anlageempfehlung nach großzügigeren Kriterien erfolgen kann als nach den Kriterien der Risikoeinstufung von Finanzanlageprodukten, wenn die Risiken einer Anlage als verringerbar beurteilt werden, etwa wenn der Anleger investiert, um das Risiko der von ihm gehaltenen Vermögenswerte abzusichern, oder ratierlich investiert. Dies ist jedoch eine Ausnahme, die auf Fälle beschränkt ist, in denen das Risiko tatsächlich verringert wird, und der Eignungsgrundsatz selbst entfällt nicht. Bitten Sie die Vertriebsmitarbeiter, vollständig zu erläutern, ob dies zutrifft und warum.
QWarum verkaufen Menschen steigende Aktien schnell und halten fallende lange?
Dies nennt man den Dispositionseffekt, also die Neigung, Vermögenswerte mit Gewinn zu früh zu verkaufen und Vermögenswerte, die an Wert verloren haben, zu lange zu halten. Erklärt wird er als gemeinsames Ergebnis des Wunsches, die Realisierung von Verlusten zu vermeiden, der mentalen Buchführung, die Gewinne und Verluste am Einstandspreis misst, des Wunsches, Bedauern zu vermeiden, und von Problemen der Selbstkontrolle. Statt den Einstandspreis als Maßstab zu nehmen, ist es besser zu prüfen, ob die Gründe für Ihre Anlage jetzt noch gelten.
QWarum ist Selbstüberschätzung beim Investieren ein Problem?
Selbstüberschätzung ist die Neigung, die eigenen Informationen oder das eigene Urteil höher zu bewerten, als es gerechtfertigt ist, und die Verhaltensökonomik nennt kognitive Verzerrungen wie Selbstüberschätzung als einen Grund dafür, dass Märkte nicht vollständig effizient sind. Anleger mit Selbstüberschätzung neigen dazu, zu häufig zu handeln oder sich auf wenige Aktien zu konzentrieren und dadurch ihr Risiko zu erhöhen. Es hilft, sich daran zu erinnern, dass es schwer ist, die Marktrendite bei gleichem Risikoniveau dauerhaft zu übertreffen.
QWie zeigt sich der Ankereffekt beim Investieren?
Der Ankereffekt ist das Phänomen, dass Ihr Denken, ähnlich wie ein Schiff, das den Anker geworfen hat und sich nicht fortbewegen kann, an die erste Zahl oder Information gebunden wird, auf die Sie treffen, und dass diese spätere Urteile beeinflusst. Beim Investieren kann er sich so zeigen, dass Sie mit einem früheren Höchstkurs oder Ihrem Einstandspreis als Bezugspunkt urteilen, „er wird sicher wieder auf diesen Preis zurückkehren“. Sie müssen anhand des aktuellen Werts und der aktuellen Umstände neu bewerten und nicht anhand vergangener Preise.
QWas ist mentale Buchführung?
Mentale Buchführung ist die Neigung, Geld auf verschiedene mentale Konten aufzuteilen, denselben Betrag unterschiedlich zu bewerten und ihn infolgedessen unterschiedlich auszugeben oder anzulegen. Beim Investieren kann sie sich so zeigen, dass Gewinne und Verluste für jede Aktie getrennt erfasst werden und das Portfolio als Ganzes aus dem Blick gerät. Es hilft, alle Ihre Vermögenswerte als ein einziges Portfolio zu betrachten und dessen Gesamtrisiko zu steuern.
QWie wirkt sich die Status-quo-Verzerrung auf das Investieren aus?
Die Status-quo-Verzerrung ist die Neigung, angetrieben vom Zusammenwirken von Verlustaversion und Besitztumseffekt, den gegenwärtigen Zustand ungern zu verändern und an bestehenden Entscheidungen festzuhalten. Beim Investieren kann sie sich so zeigen, dass ein Portfolio ungeprüft und unangepasst bleibt, obwohl sich die Umstände geändert haben. Eine Regel, das Portfolio regelmäßig mit der angestrebten Vermögensallokation zu vergleichen, hilft, diese Verzerrung zu verringern.
QIst es ein Problem, nur zu kaufen, weil alle anderen kaufen?
Herdenverhalten, bei dem viele Menschen Geschäfte in dieselbe Richtung häufen, ist als Faktor erkannt worden, der Preisblasen und Kurseinbrüche vergrößert. Manche Analysen stellen fest, dass Herdenverhalten und psychologische Teufelskreise bei Börsencrashs eine wichtige Rolle spielen. Statt zu kaufen, weil andere kaufen, ist es besser, anhand der Risiken der Anlage und danach zu urteilen, ob sie zu Ihren eigenen Anlagezielen passt.
QSollte ich nicht einfach Fonds mit hoher jüngerer Rendite auswählen?
Manche Analysen deuten darauf hin, dass ein Verhalten der „Renditejagd“, bei dem Geld in Fonds mit hoher vergangener Rendite fließt, die Wertentwicklung tatsächlich senken kann. Der Grund ist, dass Aktienmarktrenditen kurzfristig nahezu unmöglich vorherzusagen sind und dazu neigen, zu ihren langfristigen Durchschnitten zurückzukehren. Denken Sie daran, dass die frühere Wertentwicklung keine künftigen Renditen garantiert.
QWas bedeutet der Zinseszinseffekt für das langfristige Investieren?
Der Zinseszinseffekt bedeutet, Renditen nicht nur auf das eingesetzte Kapital, sondern auch auf bereits erzielte Zinsen oder Renditen zu verdienen, und seine Wirkung nimmt zu, je länger der Zeitraum ist. Selbst bei demselben Renditesatz vergrößert die Wiederanlage der Renditen bei langem Verbleib in der Anlage den Abstand zu den einfachen Zinsen stetig. Die Renditen von Anlagevermögen sind jedoch nicht von Jahr zu Jahr konstant, und es können Verluste eintreten; die Ergebnisse von Zinseszinsrechnungen sollten daher nicht als Garantie für Renditen verstanden werden.
Quelle: Wikipedia (englisch): Zinseszins
QLässt langfristiges Investieren das Risiko verschwinden?
Eine Strategie des langfristigen Haltens kann Ihnen helfen, sich von kurzfristigen Kursschwankungen weniger beeinflussen zu lassen und die Transaktionskosten zu senken, das Risiko selbst beseitigt sie jedoch nicht. Langfristiges Halten setzt die Einschätzung voraus, dass die Anlage künftig mehr wert sein wird; ist diese Einschätzung falsch, können Sie auch nach langem Halten Geld verlieren. Wichtig ist, bei der Planung nicht nur den Anlagehorizont zu berücksichtigen, sondern auch, wann Sie das Geld benötigen und wie großen Verlust Sie verkraften können.
QIn welchem Verhältnis stehen Risiko und Rendite?
Im Allgemeinen erfordert die Erwartung höherer Renditen, ein größeres Risiko einzugehen; dies wird Risiko-Rendite-Trade-off genannt. Erwartete Rendite und Risiko nehmen tendenziell gemeinsam zu, in der Reihenfolge kurzfristige Schuldtitel, langfristige Schuldtitel, Immobilien, Hochzinsanleihen und Aktien, und die Bandbreiten dieser Anlageklassen können sich überschneiden. Bietet umgekehrt jemand hohe Renditen ohne Risiko an, sollten Sie zunächst misstrauisch sein.
QWelche Möglichkeiten gibt es neben der Diversifikation, das Risiko zu verringern?
Die beiden wichtigsten Möglichkeiten, das Anlagerisiko zu verringern, sind Diversifikation und Hedging. Diversifikation verringert die Wirkung bestimmter Risiken, indem Anlagen auf mehrere Vermögenswerte verteilt werden, während Hedging ein bestimmtes Risiko (zum Beispiel Wechselkursschwankungen) mit Mitteln ausgleicht, etwa mit Geschäften, die sich in die entgegengesetzte Richtung entwickeln. So wie das Halten vieler Körbe die Kosten erhöhen kann, sind sowohl Diversifikation als auch Hedging mit Kosten verbunden, und keines von beiden beseitigt jedes Risiko.
Keine Ergebnisse.
Allgemeine Finanzinformationen, keine Anlageberatung. Regeln und Steuersätze können sich ändern; bitte prüfen Sie die aktuellen Hinweise der Quelle.